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Plastikutensilien verfälschen Forschungsergebnisse

Forscher um Reid McDonald fanden heraus, dass Plastikutensilien Forschungsergebnisse erheblich beeinträchtigen können. Schmiermittel oder Desinfektionslösungen, welche sich von dem Plastik lösen, können z.B. die Aktivität von Enzymen behindern und so die Ergebnisse verändern.

Schon niedrige Mengen an Fremdstoffen können die Aktivität des im menschlichen Körpers vorkommenden Eiweißes MAO-B behindern. Aus Kunststoff bestehende Labormaterialien werden mit diesem Hemmstoff hergestellt.

Sehr wahrscheinlich verfälschen diese und ähnliche Chemikalien viele Studienergebnisse. Glasutensilien sind eine Alternative, welche diese Stoffe nicht beinhalten. Das Ab-und Ausspülen der Geräte mit Wasser oder Alkohol würde die meisten Fremdstoffe entfernen.


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WebReporter: Knochenmann2.0
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forschung, Plastik
Quelle: www.wissenschaft.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.11.2008 14:10 Uhr von Knochenmann2.0
 
+0 | -0
 
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Ich würde gerne mal wissen, wie viele und vor allem welche Studienergebnisse auf diese weise schon zu unserem Nachteil verfälscht wurden.
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09.11.2008 16:16 Uhr von muhschie
 
+0 | -4
 
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jeder: Laborant sollte diese Gefahren kennen. Kann es sein das auch deswegen meistens Glasbehälter benutzt werden?
Tolle "News"
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09.11.2008 17:26 Uhr von tesla_roger
 
+6 | -0
 
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getränkeflaschen: mich würde sehr interessieren, ob davon auch normale getränkeflaschen (aus kunststoff) betroffen sind?
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09.11.2008 18:14 Uhr von El Indifferente
 
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Also in den Laboren, in denen ich Praktikum gemacht habe wurden meistens Glas verwendet.
Das einzige was immer in Plastik war, soweit ich mich erinnere, waren die Drucksprühflaschen für destiliertes Wasser.

Plastik ist ziemlich unpraktisch, da es sich verfärben oder schmelzen kann. Zudem ist es empfindlich gegen viele Desinfektionsmittel und zerkratzt viel leichter als Glas.
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09.11.2008 19:25 Uhr von ophris
 
+5 | -0
 
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Schnappdeckelrëhrchen, Pipettenspitzen, Zentrifugationsröhrchen, das sind die gängigen in Labors verwendeten Utensilien, und alle bestehen aus Plastik.

Ich habe schon öfters vermutet, dass sich hier eventuell Fehler einschleichen können, wenn zum Beispiel beim Erhitzen der Röhrchen deren Bestandteile in den Versuchsansatz diffundieren.

Mir ist ein Fall bekannt, wo eine bestimmte Polymerasekettenreaktion zur Verfielfältigung einer DNA nur in Schnappdeckelröhrchen einer bestimmten Farbe funktioniert, und nicht in den farblosen (der Standard) oder anders farbigen Röhrchen.

@ Knochenmann: Eine toll geschriebene News, die ein wichtiges Thema anspricht. 5*

LG,

ophris :-)
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09.11.2008 22:52 Uhr von cheetah181
 
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Ja, wichtiges Thema, gute News.

Es besteht eben gerade in der Biologie nicht alles aus Glas:

http://de.wikipedia.org/...

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