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Köln: Psychisch kranke ALG-II-Bezieher zu Handlangerdiensten missbraucht?

Die Staatsanwaltschaft hat nach Recherchen des Kölner Stadt-Anzeigers Ermittlungen gegen das Unternehmen Jobprofil aufgenommen. In einer öffentlich geförderten Qualifizierungsmaßnahme sollten psychisch kranke Hartz-IV-Empfänger Mülleimer leeren und Autos reparieren, so der Vorwurf.

Die Staatsanwaltschaft hat die Aufnahme der Ermittlungen inzwischen bestätigt. Die Kölner Arbeitsgemeinschaft ARGE habe die Langzeitarbeitslosen zu dieser Maßnahme geschickt, insofern seien die Mitarbeiter von Jobprofil "Amtsträger", argumentiert die Staatsanwaltschaft.

Das Unternehmen dementierte den Vorwurf. Pro Jahr betreut das Unternehmen rund 300 psychisch erkrankte Personen ohne Job. Den Vorwurf bezeichnete die Geschäftsführerin von Jobprofil als "ungemein bitter". Auch bei der ARGE gab man zu dieser Angelegenheit keine Auskunft.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Köln
Quelle: www.ksta.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.11.2008 18:13 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+1 | -0
 
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Ein interessantes Beispiel für möglichen Missbrauch. So wichtig es ist, alle Langzeitarbeitslosen wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen, so wichtig ist es auch, dass die Unternehmen wirklich qualifizieren und nicht die ohnehin schon gehandicapten ALG-II-Bezieher auch noch zu missbrauchen. Es gilt jedoch auch hier die Unschuldsvermutung, ich bin gespannt, welche Einzelheiten da noch ans Licht der Öffentlichkeit kommen.
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08.11.2008 19:27 Uhr von E-Woman
 
+19 | -3
 
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hat der Kölner Stadt-Anzeiger ja mal einen guten Riecher bewiesen, TOP-Journalist ....

übrigens glaube ich gerne , dass Langzeitarbeitslose "psychisch krank" sind. Ohne Perspektive und mit sozialem Abstieg sowie gesellschaftlicher Ächtung sind die Folgen für die Betroffenen nur logisch.

Die Mitarbeiter der ARGE sollten stattdessen jetz mal Mülleimer leeren ...
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08.11.2008 19:34 Uhr von bpd_oliver
 
+12 | -0
 
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Ist: das nicht längst Alltag, egal ob jetzt psychisch krank oder nicht?
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08.11.2008 20:22 Uhr von or_well
 
+8 | -14
 
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Was ist daran so schlimm? Auch die sogenannten Handlangerdienste sind sinnvolle Tätigkeiten, die tatsächlich ja auch gebraucht werden. Sind wir jetzt schon so weit, dass Fegen als ehrenrührig oder gar als Verletzung der Persönlichkeitsrechte gilt? Und wozu will man eigentlich psychisch Kranke höherqualifizieren? Bekommen sowieso keinen qualifizierten Job. Der eigentliche Vorwurf müsste lauten, warum man solche Qualifizierungsfirmen mit dem Elend, das sie nicht beheben können, auch noch von Steuergeldern bezahlt.
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08.11.2008 23:53 Uhr von christi244
 
+6 | -1
 
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Ralph: Wovon träumst Du denn? Von wegen ans Licht kommen ... ;-) Das landet alles unter dem Teppich!!!
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09.11.2008 12:01 Uhr von DarthXendor
 
+1 | -9
 
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und? was ist daran so schlimm? auf diese art verlernen sie das arbeiten nicht. wenn man dagegen vorgeht, sollte man auch die behindertenwerkstätten strafrechtlich verfolgen wegen mißbrauchs von behinderten. wenn den "psychisch kranken" diese arbeitsmöglichkeit geboten wird, ist das immer noch besser, als wenn diese "psychisch kranken" sich vorm supermarkt treffen und steuergelder versaufen.
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09.11.2008 13:01 Uhr von Pitbullowner545
 
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das: Vorgehen der ARGE ist von ganz oben so gewollt!..

und nicht nur kranke müssen solche handlangerdienste machen, auch alle anderen, teilweise für privatpersonen oder firmen!

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