08.11.08 10:11 Uhr
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Britischer Forscher entwickelt Gedankensteuerung für Computer

Dr. Paul Gnanayutham von der Universität Portsmouth hat ein System entwickelt, um mittels Gehirnwellen und Augenbewegungen den Cursor eines PC's zu steuern. Das Prinzip ist nicht neu, aber es ist das erste mal, dass es außerhalb des Labors an echten Patienten eingesetzt wurde.

Pauls Ziel ist es, Menschen mit schweren Gehirnverletzungen, die nicht mehr kommunizieren können, eine Stimme zu geben. Nach monatelangem Training konnten vollständig gelähmte, des Sprechens nicht mehr fähige und künstlich ernährte Menschen zumindest wieder "ja", "nein" oder "danke" sagen.

Manche Familien waren äußerst dankbar, nach Jahren endlich wieder mit ihren Lieben kommunizieren zu können, aber manche Angehörige und Pflegepersonal waren weniger begeistert, weil es leichter ist, einen Patienten zu behandeln, der keine eigenen Wünsche äußern kann.


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WebReporter: veggie
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Forscher, Computer, Gedanke
Quelle: www.sciencedaily.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.11.2008 09:25 Uhr von veggie
 
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An solchen Geräten wird ja schon lange gearbeitet, aber hier werden sie zum ersten mal an echten Patienten (anstatt zu Laborbedingungen an Gesunden) eingesetzt, und die Technologie ist nicht einmal besonders teuer (derzeit ca. EUR 1600, aber Paul ist überzeugt, dass es auch billiger geht). Für jemanden, der sich bisher überhaupt nicht mitteilen konnte, muss das ungeheuer erleichternd sein.

Schlimm würde ich es finden, wenn es aus Bequemlichkeit nicht zum Einsatz kommt.
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08.11.2008 11:04 Uhr von PuerNoctis
 
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Ich bin jedesmal über solche Technik begeistert aber zugleich habe ich auch irgendwie Angst davor. Mir geht´s hier nicht darum, dass man einen Cursor mit den Gedanken steuern kann, das ist einfach klasse, aber was die Jahre in Sachen Hirnforschung und vor Allem -manipulation erreicht wurde, lässt bei mir schon die Alarmsirenen heulen.

Ratten die mit Joysticks gesteuert werden, gezielte Erinnerungslöschung mit Proteinen, "download" und Änderung von Gedanken, etcetcetc... Irgendwann sind diese Dinge bestimmt ausgereift und können sicherlich auch zum Bösen verwendet werden.

Ein Grundrecht auf Unversehrtheit des Gehirns und zentralen Nervensystems gehört her!

Klar, hört sich freilich alles etwas paranoid an, aber wenn man sich das vorstellt..... da schüttelt´s mich ;)
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08.11.2008 11:16 Uhr von veggie
 
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@ PuerNoctis: Nachdem man prinzipiell fast alles mißbrauchen kann, finde ich eine gesunde Skepsis und Vorsicht bei der technischen Entwicklung zwar angebracht, wir dürfen uns aber von der Angst auf keinen Fall aufhalten lassen.
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08.11.2008 11:55 Uhr von Cheshire
 
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und wo ist der unterschied zum Neural Impulse Actuator von OCZ, der für 130€ auf dem Markt ist und mit Alpha- und Betawellen bzw Muskelsteuerung im Gesicht - besonders den Augen - Computer steuern kann?
So wie ich die News lese haben die jetzt in England etwas entwickelt, was es überall auf der Welt bereits als Eingabemethode für Computerspiele gibt...

Wenn man sich das Bild in der Quelle mal ansieht stellt man fest, daß auch die Computergrafik sich sehr wie die Konfigurationssoftware des NIA ansieht...
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08.11.2008 12:14 Uhr von veggie
 
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@ Cheshire: Der Unterschied liegt einmal darin, daß diese Technik sinnvoll verwendet wird, aber vor allem darin, daß die Computerspieler nicht hirngeschädigt, vollständig gelähmt und sprechunfähig sind. (Hmmmmm ...)
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08.11.2008 12:55 Uhr von Cheshire
 
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@veggie: ja aber sie haben weder die hirnschädigung erfunden noch kann man sinnvolle verwendung als erfindung bezeichnen...
Insofern frage ich mich was denn bedeuten soll daß die forscher es jetzt "erfunden" haben, wenns genau diese technik schon bis zur marktreife gab, nur auf nem anderen anwendungsgebiet
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08.11.2008 13:10 Uhr von korem72
 
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es gibt einen ehemaligen: Fussballspieler, der durch eine Krankheit oder war es ein Unfall, genau dieses Gerät bereits nutzt. Es wurde zu seinen Gunsten ein Benefizspiel gegeben, da die Anschaffung des gedankengesteuerten Computers wohl Unmengen an Geld verschluckt. Demnach ist so eine Investition für "Ottonormal"Behinderte gar nicht machbar.

Trotzdem toll, dass es so etwas jetzt gibt
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08.11.2008 13:17 Uhr von veggie
 
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@ Cheshire: Von einer Erfindung ist in der News auch nicht die Rede, sondern von einer Entwicklung.

Ich gehe mal davon aus, daß die Software nicht die gleiche ist wie für Computerspiele, und außerdem kommt zur Hardware noch das Training mit den Kranken dazu.

Deshalb ist auch die Rede von einem SYSTEM, das er "entwickelt" hat, und nicht von einem Neuralimpuls-Sensor, den er "erfunden" hat.
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08.11.2008 13:18 Uhr von veggie
 
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@korem72: Das ist auch das Ziel von Paul: das System so weiterzuentwickeln, daß es sich jeder leisten kann.
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08.11.2008 14:51 Uhr von Smudo77
 
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Hawking: - ist emeritiert und wird weiterhin an der Uni forschen
- braucht der so was nicht; der konnte sich mit seinen technischen Mitteln ganz gut mitteilen.
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09.11.2008 17:27 Uhr von DerBibliothekar
 
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Naja: Hawking BRAUCHTE (perfekt) sowas nicht, da aber inzwischen seine Krankheit weiter fortgeschritten ist (er hat z.B. die Kontrolle uber den einen Finger den er noch bewegen konnte verloren) Wird er soetwas bald/bereits brauchen.

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