08.11.08 10:09 Uhr
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Polizei löst Sitzblockade gegen Atommülltransport auf

Bereits am gestrigen Abend löste die Polizei eine Sitzblockade gegen den elften Castor-Transport im niedersächsischen Wendland auf. Knapp 300 Atomkraftgegner hatten sich dort versammelt, um gegen den Transport zu protestieren.

Die Polizei entschied sich einzuschreiten, nachdem Knallkörper, Flaschen und Eier geworfen, sowie Strohballen angezündet wurden. Bei der Aktion wurde eine Beamtin verletzt und vier Atomkraftgegner vorläufig festgenommen. Zwei von diesen befinden sich noch in Haft.

Claudia Roth von den Grünen appellierte unterdessen an beide Seiten. Die Atomkraftgegner rief sie dazu auf, friedlich zu demonstrieren. An die Sicherheitskräfte appellierte sie dagegen, stärker auf Deeskalation zu setzen und das Demonstrationsrecht so zu schützen, nicht zu behindern.


WebReporter: ToH
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Polizei, Atommüll
Quelle: www.tagesschau.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.11.2008 10:21 Uhr von usambara
 
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Claudia Roth: -schwer strahlender Müll ganz tief entlagern.
Keiner hat die dortige Bevölkerung so verraten wie die Grünen.
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08.11.2008 12:20 Uhr von Great.Humungus
 
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Ich würde den Müll einfach vor den Demonstranten abladen und weggehn
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08.11.2008 13:28 Uhr von Carry-
 
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viel härter vorgehen: durch dieses luschige vorgehen braucht man viel zu viele polizisten und der einsatz wird viel zu teuer. eine aufforderung die blockade aufzulösen, danach kommt der räumpanzer.
ausserdem sollte man die forderung "stoppt den castor" der terroristen erfüllen. ich würde den castor mitten im wendland stehen lassen.
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08.11.2008 14:59 Uhr von CrazyTitan
 
+3 | -2
 
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Wozu Kraftwerke? Der Strom kommt aus der Steckdose.
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08.11.2008 18:07 Uhr von Pitbullowner545
 
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lustigerweise: ist dieser Castor auf der offiziellen strecke leer

der richtige ist entweder schon da, kommt noch oder fährt auf ner anderen strecke

es wär viel zu gefährlich den genau da fahren zu lassen, denn diese krawallmacher sind ja zu allem fähig, trotzdem, einfach drüberfahren, der lok macht das nichts aus, die kann man waschen..
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08.11.2008 20:12 Uhr von bollermichel
 
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hihi: ich würde polizisten gar nicht aussteigen lassen nen wasserwerfer benutzen wer nicht weggeht ersäuft halt wer sich an die schienen ankettet hat halt noch weniger chancen solche idioten die werden schon noch sehen wo wir ohne Atomkraftwerke hinkommen
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08.11.2008 21:31 Uhr von uhlenkoeper
 
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@Pitbullowner545: Das ist schlicht nicht wahr, was Du da schreibst :

nach bestehendem Bundesgesetz müssen ALLE möglichen Strecken vor dem Transport benannt und veröffentlicht werden. Da es neben der bekannten Strecke aber bei diesem Transport keine Alternativstrecken gab, kann der Castortransport nur auf dieser Strecke und zum angegebenen Zeitraum unterwegs sein. Alles andere ist schlicht rechtlich nicht zulässig.

Ich halte auch absolut NICHTS von randalierenden und krawallisierenden "Castor-Gegnern", wobei darunter auch einige Berufsrandalierer wie in Heiligendamm letztes Jahr waren. Diese Typen kannst Du nie ganz vermeiden, weil die den Krawall suchen. Aber die haben nichts mit der Masse der friedlichen Castor-Demonstranten zu schaffen !

Die Thematik ist schlicht zu ernst, um -wie einige User hier- die Castordemonstranten der Einfachheit halber nur als "Terroristen" abzustempeln. Aber dazu habe ich unter dem Thread "Wörth - Castortransport blockiert" schon geschrieben und ich habe ehrlich gesagt keine Lust, damit zu nerven, dass ich die dortigen Posts immer wieder in andere Threads rüberkopiere, damit sie auch mal gelesen werden.

Aber eines dann noch mal zu den Hintergründen von Gorleben und Castortransporten :
http://www.sueddeutsche.de/...
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09.11.2008 02:24 Uhr von Pitbullowner545
 
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laber du: mal rum, ich weiss das von relativ hochrangigen leuten.. die teile werden über geheime routen und nebenstrecken transportiert und es gibt kein gesetz das die routen benannt werden müssen

aber blablabla halt, der richtige Castor ist übrigens schon seit einer woche da
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09.11.2008 12:46 Uhr von uhlenkoeper
 
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@Pitbullowner545: Warum so angriffslustig, warum wirst Du so persönlich ?
Es gibt diese Vorschrift und ich weiß das, weil ich entlang der Strecke Lüneburg-Dannenberg wohne und hier jedes mal, wenn der Castor rollen soll, sämtliche Auswahlstrecken in der Zeitung veröffentlicht werden müssen mit sämtlichen Einschränkungsregelungen und Sondererlassen für die Anrainer der Strecke. Das sind in der Regel immer 4 Seiten Kleingedrucktes, über denen dann steht : Amtliche Bekanntmachung nach §§ sowieso ...

Was richtig ist, ist die Tatsache, dass bei schwach- oder mittelstark strahlenden Abfalltransporten solche Maßnahmen nicht vorgeschrieben sind. Bei den Transporten der Castoren mit stark-strahlendem Inhalt allerdings sind Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Dazu gehört auch die Sicherung der Strecke und des Umladebahnhofs in Dannenberg.

Zu der Behauptung, der Castor sei schon seit einer Woche da :
hier in der Gegend rund um das Wendland sind schon seit 4 Wochen die Castorgegner rund um die Uhr aktiv. Meinst Du nicht, dass die es bemerkt hätten, wenn die Transporte an ihnen vorbei gefahren wären ? Immerhin gibt es für den Verladebahnhof Dannenberg und die Strecke von Gorleben zum Zwischenlager keine Alternativen und sowohl La Hague als auch diese Orte wurden von den Castorgegnern seit Wochen rund um die Uhr auf Aktivitäten beobachtet ? Die Castorbehälter der Bahn haben ein ziemlich charakteristisches Aussehen und können nicht mal eben unter eine Plane versteckt oder in einen normalen Waggon gepackt werden. Das würde gegen die transportrechtlichen Bestimmungen verstoßen und die Verantwortlichen würden wohl kaum so dumm sein, den Castorgegnern einen solchen Trumpf eines Verstoßes in die Hand zu geben !

Also gebe ich Dir Deinen Kommentar mit dem "blablabla" gerne wieder zurück. Sorry.
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10.11.2008 01:06 Uhr von Mao_tse_tung
 
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Wir sind das Volk !!! Einmal abgesehen worden, dass diverse private und ebenso staatliche Gutachten die Zwischen- und Endlager in der BRD durchweg als kritisch eingestuft haben, also kaum den geforderten Anforderungen und nicht einmal veralteten Sicherheitsstandards entsprechend : Hut ab vor den Demonstranten, vor denen, die es wagen, sich gegen den Staat zu stellen, wenn dies notwendig ist. Zwar ist die gelegentliche Polizeigewalt gegen die Demonstranten mit keinem Wort zu befürworten, aber die Courage der Demonstranten zu bewundern (leider muss gesagt werden, dass die Medien sich wieder einmal durch eine recht inobjektive Berichterstattung kritikwürdig machten) . . .

. . . denn es hat keine Regierung das Recht, dem Volk etwas aufzuzwingen, was das Volk nicht will . . .

. . . dies zeigen die Atommüllgegner wieder einmal recht eindrucksvoll, wie bereits in den Demos vergangener Jahre, und ich würde es begrüssen, wenn dieser überwiegend friedliche Wiederstand gegen masslose Polizei- und Saatsgewalt nicht abreissen würden . . .

Frei nach dem Motto "Wir sind das Volk" sollten wir ebenso wieder einmal unser Verhalten bei den nächsten Wahlen ein wenig überdenken, denn die Politik hat mal wieder einen lamgfristig spürbaren Demnkzettel verdient, um von ihrem Thron der Selbstherrlichkeit gestürzt zu werden . . .

. . . denn die Politik ist auf unsere Wählerstimmen und somit unser Wohlwollen angewiesen, was heisst : Wir können den Schwachsinn beendet, wenn wir nur endlich den Mut dazu finden . . .

Denn : Wir sind IMMER NOCH das Volk . . .
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10.11.2008 13:34 Uhr von uhlenkoeper
 
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@Daniel_Jackson: Ich gehe mal davon aus, dass Du mit "hier" die Bundesrepublik meinst und nicht den Ort Gorleben im Speziellen, oder ?

Wenn dem nämlich so ist, dann scheinst Du dem Irrtum aufzusitzen, dass der in den Castoren angebrachten Atommüll aus Frankreich stammt. Dem ist aber nicht so.
Der Korrektheit halber muß man sagen, dass zwar der Zug aus La Hague kommt, der in den Castoren befindliche Müll aber von deutschen Brennstäben stammt, die dort wieder aufbereitet wurden. Bei dieser Wiederaufbereitung werden ca. 95% des Materials wiederverwendet. Nur die restlichen 5% sind Abfall und müssen nun einmal entsorgt werden. Und dass es selbstverständlich ist, dass wir den Franzosen unseren Müll wieder abnehmen, versteht sich glaube ich von selbst.

Nur das ist gar nicht das Thema ! Das Thema ist schlicht und ergreifend: warum wird dieser Müll ins ZWISCHENLAGER Gorleben und nicht dem Verursacherprinzip folgend zurück an die "Zwischenläger" an den KKWs transportiert (weil dann evtl. die Akzeptanz der KKWs auch bei der Bevölkerung vor Ort sinkt ?) ? Warum wird mit jedem zusätzlichen Castor, der in Gorleben eingelagert wird, ein potentielles Endlager Gorleben wahrscheinlicher gemacht und eine ergebnisoffene (wirklich objektive) Endlagersuche damit erschwert ?

Das TBL Gorleben ist zudem selbst nach Angaben der Betreibergesellschaft nicht gegen Unfälle oder Angriffe aus der Luft geschützt ( den Link zum entsprechenden NDR-Beitrag habe ich weiter oben schon eingestellt). Die Castoren selbst sind zwar gegen Unfälle bis zu einer gewissen Aufschlagskraft sicher, nicht aber gegen Detonationen ab einem bestimmten Impactwert.

Ich bin der letzte, der sich gegen ein Endlager in Gorleben sträuben würde, wenn eindeutig klar wäre, dass Gorleben sicher ist. Nur gibt es leider genausoviele Gutachten, die die Unsicherheit Gorlebens als Endlager belegen, wie es Gutachten gibt, die das Gegenteil behaupten. Und solange das nicht klar ist, hat eine Endlagersuche schlicht ergebnisoffen zu erfolgen und nicht dem politischen oder wirtschaftlichen Druck gebeugt zu werden. Dafür sind die potentiellen Folgen im Falle eines "Irrtums" schlicht viel zu ernst !

Ich möchte bei der Gelegenheit nur noch einmal wieder daran erinnern, dass es grade Frau Merkel war, die schon Morsleben für sicher hielt. Die Folgen sind bekannt. Also entschuldige man mich als Anwohner, wenn ich den "Versprechungen" der Betreiber, der Atomlobby und der Regierung nicht so ohne weiteres mehr blindes Vertrauen entgegenbringe.

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