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Kreditversicherer stoppt Risikoübernahme für Ford und GM

Die Kreditversicherungstochter des Allianz-Konzerns, Euler Hermes, hat die Risikoübernahme für Automobilzulieferer auf "Null" herabgesetzt. Damit können Zulieferbetriebe ihre Zahlungsrisiken bei diesen Schuldnern nicht mehr versichern, wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) berichtete.

In Nordrhein-Westfalen sind dabei vor allem die Zulieferer der Kölner Ford-Werke und der in Bochum ansässigen Adam Opel AG betroffen. Grund für diese Maßnahme sind die "erheblich verschlechterten Zahlungsbedingungen" in beiden Konzernen. Sie verlören bis zu einer Milliarde US-Dollar pro Monat.

Branchenexperten befürchten nun eine Verschärfung der Krise. Es drohen zahlreiche Insolvenzen, da viele der größtenteils mittelständischen Betriebe ohnehin nur über eine dünne Kapitaldecke verfügten. Alleine in NRW seien so rund 20.000 Arbeitsplätze in Gefahr.


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WebReporter: claeuschen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Sicherheit, Ford, Risiko, Kredit, GM
Quelle: www.koeln-nachrichten.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.11.2008 13:55 Uhr von claeuschen
 
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Die Krise verschärft sich und es wird immer deutlicher, wohin die Verflechtung der internationalen Warenwirtschaftsströme führt. Was in Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs als gewinnbringend und effizienzsteigernd galt, entpuppt sich in Zeiten der Krise als zusätzliche Belastung. Und bei den Mittelständlern wird es sehr viel schwieriger, die Politik von der Notwendigkeit eines Hilfspakets zu überzeugen.
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07.11.2008 14:38 Uhr von ZTUC
 
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@Autor: Kannst du mir sagen, was eine Firmenpleite, ein Vorgang den es auch schon vor Jahrzehnten gab, mit internationalen Warenwirtschaftsströmen zu tun hat?

Die Zulieferer waren eng an einen Konzern (in diesem Fall Ford und GM) gekoppelt. So etwas gab´s ja früher auch, wahrscheinlich sogar im verstärkten Maße. Die Globalisierung gibt im Gegensatz dazu den Unternehmen die Möglichkeit nicht mehr nur von einem Markt abhängig zu sein sondern viele Märkte zu belieferen. Das ist auch in Zeiten der Krise ein Vorteil.
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07.11.2008 16:15 Uhr von claeuschen
 
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ZTUC: Die Frage stellt sich mir so gar nicht, sie klingt ein wenig zu pauschal.
Zunächst muss diese konkrete Entwicklung nicht zwangsläufig zu Pleiten führen. Allerdings meinte ich meinem Kommentar vor allem die Erhöhung der "Fertigungstiefe" bei den Betrieben, die damit keine Einzelteile mehr liefern, sondern so genannte "Komponenten". Diese Entwicklung führte in der Vergangenheit durch den Druck der Autokonzerne dazu, dass sich die Mittelständler effizienzmäßig anpassen mussten. Und das, verbunden mit weiter bestehendem Kostendruck in der Fertigung von beiden Seiten (steigende Material- und Produktionskosten und die knallharte Kalkulation der Autokonzerne), führt in Zeiten schwacher Nachfrage m.E. zwangsläufig zu einer Verschärfung der ohnehin schon bestehenden Krise.

Deine Frage ist insofern richtig und wichtig, war aber in meinem Kommentar, auf den Du Dich offenbar beziehst, so nicht gemeint. Ich hoffe, ich konnte Deine Zweifel an dieser Aussage halbwegs zerstreuen.

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