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Regierung über Atommüll-Endlagerung zerstritten

Am Wochenende werden wieder Tausende Protestanten gegen einen Atommüll-Transport ins Zwischenlager Gorleben erwartet. Der Müll besteht aus verbrauchten, stark radioaktiven Brennelementen aus Kernkraftwerken und kommt aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage in La Hague.

Was mit dem Atommüll letztendlich passieren soll, weiß zur Zeit niemand. Während die Bundeskanzlerin einen alten Salzstock in Gorleben favorisiert, der bereits mit Milliarden an Steuergeldern erforscht wurde, möchte Bundesumweltminister Gabriel in Süddeutschland nach Alternativen suchen.

Der aus Niedersachsen stammende Gabriel sieht rechtliche Probleme bei einer Festlegung auf das Endlager in Niedersachsen. Die Kanzlerin will nicht noch mehr Steuergelder für die Erforschung neuer möglicher Standorte verwenden.


WebReporter: Katzee
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Regierung, Regie, Atommüll, Endlager
Quelle: www.n-tv.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.11.2008 08:44 Uhr von Katzee
 
+0 | -0
 
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Was bereits vorhanden ist, kann man leider nicht einfach "weg wünschen". Es wird Zeit,
dass sich die Politik endlich darauf einigt, was mit dem Müll geschehen und wie
es mit unserer Energieversorgung weiter gehen soll. Wie schön wäre es, wenn die Lobbyisten
aller Seiten endlich mal schwiegen und eine sachliche Diskussion möglich wäre.
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07.11.2008 09:25 Uhr von usambara
 
+4 | -0
 
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Fakt ist auch ein Endlager für hochradioaktive Abfälle ist bisher noch in keinem der 41 Kernenergie nutzenden Staaten in Betrieb !!!
Einen Salzstock mit Grundwasserkontakt und Einbrüchen
zum Endlager zu deklarieren, ist mehr als fahrlässig.
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07.11.2008 09:37 Uhr von borgworld2
 
+2 | -2
 
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Ja es sollte langsam mal eine Lösung gefunden werden.
Aber das ist UNSER Müll, also muss er natürlich zurückgenommen werden.

Was da einige Demonstranten jedesmal abziehen finde ich mehr als Fahrlässig.
Schienen unterhölen, sich festketten und Co.
Hier könnte auch mal was passieren und es ist ja kein Ausflug der Bierfreunde der da unterwegs ist!
Aber von Fanatikern kann man eh nix intelligentes erwarten.
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07.11.2008 10:09 Uhr von karsten77
 
+3 | -0
 
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@ uambara: Prima!
In der Tat wird der Bevölkerung seit Jahrzehnten die ach so sichere Kernkraft vorgegaukelt. Tatsächlich ist niemand fähig, den "Restmüll" gefahrlos zu entsorgen.
Also, ich möchte keine heißen Füße bekommen, und wenn schon strahlen, dann aufgrund positiver Ereignisse.
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07.11.2008 10:22 Uhr von fiver0904
 
+1 | -1
 
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Ich habe die Lösung! Wenn wir eine vom normalen Schienenverkehr abgesonderte Gleisstrecke von Deutschland, nach Polen, über Weißrussland, Ukraine, Tschechien, Österreich, Schweit, Frankreich, Spalien, Belgien/Holland legen, haben wir einen riesigen Kreis auf dem der Atommüll in den Castoren 24h herumtuckert.
Sinn des ganzen: Da der Zug durch einen Haufen Länder dampft und in keinem Land wirklich ist, man somit nicht streiten kann wo er endgelagert werden soll, IST DAS PROBLEM GELÖST! :D
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07.11.2008 11:27 Uhr von phil_85
 
+1 | -3
 
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Eine sachliche Diskussion Eine sachliche Diskussion würde leider zu dem nicht gewünschten Ergebnis führen, dass die Atomkraft die beste Übergangslösung ist, bis alternative Energiequellen wie Fusionsenergie und ähnliches in Deutschland nutzbar sind.

Doch da gibt es die ganzen "Fachleute", die behaupten, sie wären fähig darüber zu entscheiden und verteufeln Atomkraft ohne die Möglichkeiten zu kennen, befürworten die Solar-, Wind- und Biomassenenergie, obwohl diese eigentlich unbrauchbar ist (außer Offshoreparks zb). Und bauen stattdessen Kohlekraftwerke um die Umwelt vor Atommüllbelastungen zu schützen (ob das Zeug jetzt von sich aus in der Erde zerfällt oder zwischenzeitlich von uns genutzt wird, ist kein großer Unterschied).

Wir müssen weg von den fossilen Brennstoffen aber nicht auf Gedeih und Verderb hin zu den klassischen erneuerbaren Energiequellen.

Ja, gibt mir massig negative Bewertungen, weil ich die Wahrheit ausspreche und auch noch weiß, wovon ich rede...
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07.11.2008 11:32 Uhr von phil_85
 
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Nachtrag: Wieder diese gewettere, dass die Atomkraft unsicher und gefährlich ist.

Man KANN sichere Endlager bauen, nur keiner WILL es, da alle Welt glaubt, bescheid zu wissen und bestimmt mit.

Wusstet ihr eigentlich, dass die Frau Merkel nen Doktor in Physik hat und somit eigentlich weiß, was an atomaren Strahlern gefährlich ist? Und wie man das ganze abschirmen kann? Zumindest lernt man das heutzutage in nem Physikstudium (egal auf was man sich spezialisiert).
Übrigens gibt es eventuell in Gorleben mehr als einen Salzstock, wäre das möglich?
Ich bin mir sicher, dass eine Person, die um die Gefahr weiß, nicht ein Endlager in nem maroden Salzstock bauen würde.
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10.11.2008 10:28 Uhr von uhlenkoeper
 
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@phil_85: >>Wusstet ihr eigentlich, dass die Frau Merkel nen Doktor in Physik hat und somit eigentlich weiß, was an atomaren Strahlern gefährlich ist? Und wie man das ganze abschirmen kann? Zumindest lernt man das heutzutage in nem Physikstudium (egal auf was man sich spezialisiert). (...)
Ich bin mir sicher, dass eine Person, die um die Gefahr weiß, nicht ein Endlager in nem maroden Salzstock bauen würde.<<


Wusstest Du eigentlich, dass einzig und allein Frau Merkel per alleinverantwortlich unterzeichnetem "Basta-Papier" als damalige Umweltministerin dafür verantwortlich ist, dass Morsleben als Endlager für mittelstark-radioaktive Abfälle genehmigt wurde. Obwohl damals schon warnende Stimmen laut wurden ? Weißt Du, was mit Morsleben passiert ist ?

Soviel zur "Kenntnis" von Frau Merkel bei diesem Thema. Könnte es nicht auch sein, dass Frau Merkel bei dieser Thematik etwas sehr Wissenschaftsgläubig ist ?

Der in Gorleben befindliche Salzstock reicht von seiner Kapazität her nicht einmal für die atomaren Abfälle, die bis zum Ende der jetzt festgelegten Laufzeit unserer Kernkraftwerke anfallen werden. Dazu gibt es eine hervorragende Studie, die auch gar nicht bestritten wird (nur wird die Bevölkerung gar nicht darüber aufgeklärt). Eine -möglichst offene- weitere Endlagersuche ist also unumgänglich. Warum also Gorleben mit dem Hinweis auf die schon aufgelaufenen Kosten (im Vergleich mit dem Rettungspaket für die Banken, das Frau Merkel innerhalb einer Woche aus dem Boden stampfen konnte, beträgt das nicht einmal 1%) als Endlager durchdrücken ? Diese Kosten wären zudem Peanuts im Vergleich zu den Kosten, die auf uns zukommen, sollte irgendwann Gorleben doch nicht mehr sicher sein, wenn die Brennelemente eingelagert sind. Diese aus dem sie umschließenden Salz wieder zu bergen dürfte Unsummen kosten.
Übrigens wird in Gorleben das gleiche Lagerprinzip angepeilt wie in Asse. Dort hat es schon nicht funktioniert, warum sollte es das in Gorleben tun ?

Gorleben ist nicht zuletzt deshalb so interessant für die Endlagerung, weil dieser Salzstock noch nach altem Bergmannsrecht genehmigt ist. Das heißt, es muß für Gorleben kein Umweltverträglichkeitsgutachten erstellt werden. Wie praktisch, oder ?


Was mich ärgert ist der Umstand, dass sofort, wenn die Kritik am Standort Gorleben aufkommt, mit der Sicherheit der Kernkraftwerke argumentiert wird. Um diese geht es aber gar nicht. Es geht darum, dass nicht einmal unter Wissenschaftlern Gorleben als sicher gilt.
Und es geht darum, dass andere Nationen wie Frankreich, Schweiz und USA Salzstöcke als Endlagerstätten für sich als nicht sicher eingestuft haben. Die Schweiz erprobt die Lagerung in Granitgestein, Frankreich und die USA favorisieren Tongesteine. Und alle planen dergestalt, dass die Abfälle im Zweifelsfall auch wieder zurückgeholt werden können. Bei uns hingegen wird so gedacht, dass das Zeug wegmuß, verschlossen und vergessen .... Das kann nicht funktionieren.

Es geht nicht um Pro oder Contra Atomkraft. Es geht um die fragwürdige Prozedur bei der Wahl von Gorleben als potentielles Endlager. Ein evtl. Endlager, dessen Wahl noch dadurch manifestiert werden soll, indem fahrlässigerweise eine erheblich Große Menge von hochradioaktivem Atommüll für die nächsten 20-30 Jahre oberirdisch in einer "besseren Tennishalle" (Zitat Monika Griefahn) gelagert wird. Nach oben nicht einmal genügend gesichert gegen Unfälle oder terroristische Angriffe.

Mal ehrlich: was spricht denn dagegen, dass verantwortungsbewußt bundesweit nach zusätzlichen Endlagern gesucht wird ? Warum muß Gorleben politisch durchgepeitscht werden ?
Kennst Du die Historie um Gorleben. Ist Dir bekannt, wie es zur Wahl Gorlebens als Erkundungsbergwerk zur Endlagerung gekommen ist ? Da sträuben sich einem alle Nackenhaare. Und darauf will die CDU aufbauen ? Das ist ein unverantwortliches vabanque-Spiel mit dem Leben und der Gesundheit der Bewohner dieser Region !!!
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10.11.2008 10:58 Uhr von phil_85
 
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Hmmm: das mit der anderen Lagerstelle wusste ich in der Tat nicht. Scheinbar ist die gute Merkel bereits zu lange weit weg von der Physik.

Mit den Kosten 1% des Rettungspakets für Banken... 800mio kostet das nur? sicher? Die restlichn 420mrd für die Banken sind nur Garantien, die höchstwahrscheinlich nicht gebraucht werden ;)

Also auf die USA würde ich gerade in Atomkraft nicht viel geben. Immerhin hatten die auch die geniale Idee Atombomben zur Energieproduktion unteridisch zu zünden und damit den Panamankanal zu erweitern...

Aber alle Gesteinsformationen haben Vor- und Nachteile. Klar, Salzstöcke können sehr leicht abgetragen werden durch Flüssigkeiten. Aber sie haben andere Vorteile.

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