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Forschung: Farbstoff-Solarzellen auf zehn Prozent Effizienz modifiziert

Michael Grätzel hatte im Jahre 1992 die Farbstoffzelle erfunden, die einen preiswerten und variablen Einsatz von Solarmodullen ermöglichte. Nun ist es dem schweizer Forscher mit Hilfe von chinesischen Kollegen gelungen, diese sogenannte "Grätzel-Zellen" beständiger und leistungsfähiger zu modifizieren.

Eine Beschichtung mit einem Farbstoff aus Ruthemium-Komplexe wurde auf die Titanoxid-Nanokristalle aufgetragen. Das einstrahlende Sonnenlicht wird so mit ca. 8,5 bis zehn Prozent Effizenz in Strom umgewandelt. Selbst bei einer Nutzung von 1.000 Stunden bei 60 Grad Celcius fällt die Leistung nur um zehn Prozent.

Da diese Photovoltaik-Module ohne flüchtige Lösungsmittel auskommen, ist die Produktion wesentlich preiswerter. Für siliziumgestützte Solarkraftwerke sind die neuen Farbstoff-Solarzellen jedoch nicht geeignet, da die Effektivität von 15 - 20 Prozent nicht erreicht wird.


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WebReporter: corazon
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Prozent, Forschung, Solar, Solarzelle, Effizienz, Farbstoff
Quelle: www.wissenschaft-aktuell.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.11.2008 14:28 Uhr von corazon
 
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Immerhin könnte man diese Solarzellen zukünftig für Handys, i-Pods, Hörgeräte und anderer Kleinstgeräte einsetzen. Allerdings wird es noch ein paar Jahre brauchen, da sie jetzt noch zu groß sind.
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05.11.2008 16:25 Uhr von Paranaut
 
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Energieeffzizienz: Ich denke auch dass das Haupteinsatzgebiet nicht bei der Energieerzeugung im großen Maßstab liegen wird. Selbst wenn sich in Zukunft die Leistung nicht gleich alle 2 Monate um 10% verringert, so will man nicht alle paar Jahre neue Module aufs Dach schrauben.

Bei mobilen Anwendungen sind die Module hingegen nicht rund um die Uhr der Sonne ausgesetzt und werden somit wohl länger halten. Dabei dürfte der größte Vorteil darin liegen, dass sie bei ihrer Produktion nicht so enorm viel Energie verschlingen. Also ein Gewinn für unser Klima.
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05.11.2008 17:40 Uhr von phil_85
 
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@Kommentar: Es wird noch dauern, da sie zu groß sind? Man kann die beliebig klein machen, dann bringen sie aber keinen nennenswerten Strom mehr.

Ich vermute, dass Geräte wie iPods, Notebooks, PDAs usw niemals wirklich über Solarenergie angetrieben werden. Und der Grund ist ganz einfach: Die kleinen Geräte stecken meist in Taschen/etuits und die Notebooks brauchen zuviel Strom. Außerdem werden die auch selten in wirklich heller Umgebung genutzt.
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05.11.2008 19:50 Uhr von phil_85
 
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Dennoch: werden solche Geräte niemals von Solarzellen betrieben, da sie schlicht ergreifend zu wenig Kontakt zu Licht haben...

Der Wirkungsgrad von Solarzellen kann nicht beliebig erhöht werden. Man erreicht zwar schon bis 50% aber dann ist langsam Schluss, mehr geht nicht. Und diese sind schon extrem aufwändig herzustellen...

Aber klar, hier muss weiter geforscht werden, um die Steckdosen darüber mit Strom zu versorgen und darüber dann die Geräte aufzuladen. Oder in Kleidung einarbeiten, Taschen und dergleichen.

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