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Irak: Vizepräsident will Volksabstimmung über US-Einsatz

Tarek al-Haschemi, Vizepräsident des Irak, möchte eine Volksabstimmung über den US-Truppenvertrag, welcher nach dem Ablauf des UN-Mandats einen längeren Verbleib von US-Truppen in dem Land festlegen soll, erreichen.

Der sunnitische Politiker ist der Ansicht, dass dieses Anliegen eine solche Wichtigkeit hat, dass nur das Volk darüber entscheiden könnte. Momentan sind noch 150.000 US-Soldaten in dem Land im Einsatz.

Die Parteien des Landes sind sich uneinig über diese Angelegenheit, allerdings sind viele Abgeordnete der schiitischen Bevölkerungsmehrheit gegen einen weiteren Verbleib der Truppen. Die Irakische Regierung strebt währenddessen eine Verlängerung des UN-Mandats an, sollte keine Lösung gefunden werden


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Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Irak, Einsatz, Volksabstimmung, Vizepräsident
Quelle: de.reuters.com

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.11.2008 15:19 Uhr von Menig
 
+2 | -3
 
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vor der wahl ist nach der wahl !
ich denke das falls obama der nächste president wird...
ihm eh nicht an verlängertem kriegseinsätzen liegen dürfte...
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04.11.2008 15:25 Uhr von Katzee
 
+7 | -0
 
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Haben sie denn wirklich eine Wahl? Wenn die Amis entscheiden, sie wollen noch bleiben, dann ist es egal, was das irakische Volk sagt. Zum Angriff auf das Saddam-Regime haben sie schließlich auch nicht "ja" gesagt.

Ausserdem gibt es 2 Gründe, die gegen einen Truppenabzug sprechen:

1. Noch hat Bush ja nicht erreicht, dass er über das irakische Öl verfügen kann. Das nämlich wollte er mit dem Irakkrieg erreichen.
2. Wenn der Nachfolger von Bush tatsächlich den Iran angreifen will, braucht er den Irak als Basis.
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04.11.2008 15:25 Uhr von phil_85
 
+3 | -0
 
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@Menig: Obama wollte die Us-Präsenz im Ausland mindestens so stark lassen bzw sogar ausbauen. Teilweise ist er dort hätert als McCain.

Obama hat mal was gesagt von wegen "ich werde was gegen den Terrorismus tun und nicht nur dagegen reden, wie McCain".
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04.11.2008 15:27 Uhr von phil_85
 
+6 | -0
 
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@News: bei einer Besatzung ist es immer schön, wenn die Bevölkerung darüber entscheiden dürfte...darf sie aber nicht, sonst wäre es keine Besatzung.

Hier liegt keine Besatzung vor, allerdings ist der Irak von hoher strategischer Bedeutung und die USA werden durchsetzen, dass sie hier mindestens eine permanente Stützpunkte betreiben dürfen.
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04.11.2008 15:47 Uhr von usambara
 
+2 | -1
 
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die wichtigere Frage ist, wen die USA nach einem (Teil-) Abzug weiter unterstützen und welche Miliz sie weiter finanzieren.
die sunnitische Awakening-Miliz mit 100.000 Mann
die Badr-Brigaden mit zehntausenden
die Kurdenmilizen der Peshmerga bis PKK mit 200.000
oder die Armee und Polizei mit 300.000 Mann
die 50.000 ausländischen Söldner im Land
jedenfalls nicht die Sadr-Miliz mit 50.000 Kämpfern
sowie Qaida-Trupps....
ein Land voll Waffen und nach dem Abzug wird noch mehr
zurück gelassen
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04.11.2008 15:59 Uhr von ZTUC
 
+1 | -7
 
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Folgen des Abzugs? Was wäre wohl die Folge des Abzugs? Ich denke, dann würde es zu einem massiven Bürgerkrieg kommen, es droht ein zweites Somalia oder der Irak wird teilweise vom Iran geschluckt bzw. zu einem Marionettenstaat der Mullahs. Das darf man nicht zu lassen.
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04.11.2008 16:05 Uhr von NetCrack
 
+4 | -0
 
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Phantastische Idee! Da würden die Amis endlich mal vorgeführt bekommen wie erwünscht sie da wirklich sind.
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04.11.2008 16:25 Uhr von usambara
 
+4 | -1
 
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@ZTUC: nach dem man die seit langen regierenden Sunniten von der Macht vertrieben hat, wird neu um die Vorherrschaft gekämpft
werden. So oder so.
Die Schiiten im Irak sind zu aller erst Araber, dann Glaubensbrüder mit Persern. So verhält es sich auch mit
der libanesischen Hisbollah.
Naja, die Menschen des Irak wollen weder Vasall der USA
noch des Irans sein.
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04.11.2008 18:57 Uhr von Ashert
 
+0 | -0
 
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Zu früh: Ich find das keine gute Idee, die Zentralmacht ist noch nicht stark genug das Land zu kontrollieren.

Die Amis haben die Lage doch jetzt nur so gut im Griff, weil ihre neuen Fahrzeuge nahezu minensicher sind, davon hat die irakische Polizei aber nicht eins, geschweige denn Nachtsichtgeräte oder Drohnen die ständig alles überfliegen!

Frieden ist immer auch der Krieg des Bestehenden gegen die Alternativen, man sollte sich nie der Illusion hingeben der hält sich von selbst!
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04.11.2008 20:00 Uhr von Bleifuss88
 
+0 | -0
 
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Ich kann mir nicht vorstellen: dass sie sich die Amis wegwünschen würden. Denn sollten die ausländischen Truppen abziehen, würde das Chaos im Irak erst recht losgehen! Die Amis übernehmen ja derzeit ein bisschen die Rolle von Saddam Hussein, und jeder weiß was es bedeutet wenn die einzige Macht, die wenigstens halbwegs für Ordnung sorgt, plötzlich verschwindet.

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