04.11.08 09:37 Uhr
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Discounter senken Preise für Milch erneut

Weniger als 50 Cents pro Liter, so weit ist der Preis für einen Liter Milch in den vergangenen Tagen gesunken, ein Rückgang von bis zu 20 Prozent. Auch andere Produkte, wie Butter und weitere Milcherzeugnisse, sollen im Preis zurückgehen. Butter soll nur noch 73 Cent pro halbes Pfund kosten.

Nach diesen Ankündigungen gehen Kenner des Marktes davon aus, dass im Bereich des sogenannten "weißen Sortiments" die Preise auf breiter Fläche um zehn bis 15 Prozent zurückgehen werden. Was für Verbraucher positiv ist, ist für die Milchwirtschaft ein "harter Rückschlag".

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) spricht bereits jetzt von einem "Erdrutsch", viele Betriebe können nicht mehr kostendeckend arbeiten. Die eigentliche Ursache für den erneuten Preisrutsch aber ist die Überproduktion. Auch der Export zum Beispiel nach Amerika stockt.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Preis, Disco, Milch, Discounter, Discount
Quelle: www.sueddeutsche.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.11.2008 09:34 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Man beachte. Noch vor wenigen Monaten hatten beide Seiten intensiv darüber verhandelt. Ein vermeintlicher Kompromiss sah einen festen Großhandelspreis für Milch vor. Drei Monate später ist dieser Kompromiss Schall und Rauch. Dabei sind die Probleme der Milchbauern und Molkereien nicht geringer geworden.
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04.11.2008 09:38 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+0 | -0
 
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Hier der Link: zum Artikel von vor drei Monaten:

http://www.shortnews.de/...

Nun also auf in eine neue Verhandlungsrunde.
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04.11.2008 09:52 Uhr von Dangermaus
 
+2 | -0
 
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Ja aber ist doch normal. Wenn eine Überproduktion besteht, dann werden die Preise halt fallen, damit der Konsument mehr kauft, bis es sich wieder einpendelt.

Oder wie bei den Ölmultis, die Fördermenge drosseln, bis der Preis wieder anzieht.
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04.11.2008 10:09 Uhr von ZTUC
 
+3 | -1
 
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logisch: So funktioniert Marktwirtschaft eben, man kann keinen Preis diktieren. Ist der Preis zu hoch, kommt es automatisch zur Überproduktion und das erleben wir jetzt. Daher stand ich dem Milchbauerstreik sowieso kritisch gegenüber.

Allgemein erleben wir jetzt einen gefährlichen Trend zur Deflation. Dies könnte zu einer massiven Wirtschaftskrise führen. Dies sei allen gesagt, die sich in der Vergangenheit über eine zu hohe Inflation aufgeregt haben.
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04.11.2008 11:00 Uhr von palanden
 
+1 | -0
 
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Na dann *ironie_on*
Ab jetzt gibbtet 3 Mal täglich Cornflakes mit Milch - damit der Verbrauch wieder hoch geht und die Preise steigen!

Warum nicht einen "Milchtag" einführen und die Göttin der Milch, der heilige Emma huldigen?
*ironie_off*

Nee nee nee - so ist nunmal Marktwirtschaft. Produziert weniger und dann steigt auch der Preis.
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04.11.2008 11:08 Uhr von ZTUC
 
+1 | -1
 
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@Wil: Was hat die Regierung mit den Milchpreisen zu tun? Die wurden zwischen Milchbauern und Molkereien ausgehandelt.
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04.11.2008 11:19 Uhr von Dangermaus
 
+1 | -3
 
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@Wil: Sind auf der Thunfischpizza auch Zwiebeln drauf ???
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04.11.2008 12:32 Uhr von artefaktum
 
+0 | -0
 
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@ ZTUC: "So funktioniert Marktwirtschaft, man kann keinen Preis diktieren"

Was hat dieser übersubventionierte Markt mit Marktwirtschaft zu tun? Eine Voraussetzung für einen wirklichen Markt ist, dass Produzenten (Milchbauern) und Abnehmer (Handelsketten) sich auf Augenhöhe begegnen. Hier nutzt die eine Seite aber ihre Macht, die andere Seite über den Tisch zu ziehen. Das ist kein Markt, wenn sich Preise, Nachfrage und Angebote nicht frei bilden können. Hier wird der Preis diktiert, allerdings nicht vom Markt sondern von einigen starken Marktteilnehmern.
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04.11.2008 13:09 Uhr von anderschd
 
+2 | -0
 
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Schön, dass der Versuch der übersubventionierten Bauernschaft die Marktgesetze zu umgehen gescheitert ist. Haltet euch weniger Vieh, dann gibt es auch weniger Milch.
Aber das würde ja weniger Zuschüsse geben, nich war?
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04.11.2008 13:22 Uhr von Sonnflora
 
+0 | -0
 
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Tja Preise erhöhen heißt eben nicht unbedingt mehr Umsatz machen. Das klappt zumindestens solange nicht, wie die Einkommen der Leute gleichbleiben. Man kann nun mal nicht mehr ausgeben als man einnimmt. Im Zweifelsfall muß man eben weniger kaufen.

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