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Angebliches Tucholsky-Gedicht zur Finanzkrise von 1930 ist ein Schwindel

Als E-Mail, in Blogs, bei Gewerkschaftsversammlungen und sogar im Deutschunterricht ist ein angeblich prophetisches Gedicht von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1930 in aller Munde. Nur ist das Gedicht weder aus dem Jahr 1930 noch von Tucholsky, sondern aus dem Jahr 2008 und von Richard Kerschhofer.

Veröffentlicht wurde das Gedicht ursprünglich in der "Preußischen Allgemeinen Zeitung" sowie auf einer FPÖ-nahen Webseite. Von dort fand es seinen Weg auf eine deutsche Webseite neben ein echtes Tucholsky-Gedicht und dann in einen Kommentar der "Zeit" - irrtümlich Tucholsky zugeschrieben.

Wenig später konnte man das Gedicht via Google schon auf 10.000 Webseiten finden. Nach Bekanntwerden des Irrtums verschwand der Text schnell wieder vor allem von linksgerichteten Webseiten. Der Verfasser des Gedichts freut sich über die unerwartete und ungewohnte Popularität seines Gedichtes.


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WebReporter: veggie
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Finanz, Finanzkrise, Schwindel
Quelle: diepresse.com

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.11.2008 18:35 Uhr von veggie
 
+0 | -0
 
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Bei uns in der Firma machte das Mail heute auch die Runde. Man kann wirklich nicht alles glauben, was im Internet steht.

Lustig auch, dass der Text von einem "Rechten" stammt, von den "Linken" kurzerhand für sich reklamiert wurde, aber nach Bekanntwerden der Urheberschaft sofort abgelehnt wurde.

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Voller Text hier:
http://diepresse.com/...
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03.11.2008 19:30 Uhr von cappucinoo
 
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da sieht man es mal wieder
es geht nie um die Sache sonder um das oder wen oder was dahinter steht ..
ansich arm wirklich arm
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03.11.2008 22:40 Uhr von Askurat
 
+2 | -0
 
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mein Gedicht: Der Griff zur Knarre ist der letzte,
wenn um Millionen man sich gar verschätzte,
hektisch mit den Armen winken,
wenn die Aktien in den Keller sinken,
Der Bulle wird zerfleischt vom Bär,
an alle: Die Börse ist nicht mehr!
Hebt das Geld von euer Bank,
kauft davon nur Speiß und Trank,
Den am Ende zäklt das was macht euch satt,
und nicht irgendein Aktienblatt!
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04.11.2008 10:10 Uhr von Moppsi
 
+1 | -0
 
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@Askurat: Nicht schlecht! Du soltest vielleicht deine Karrierepläne umstrukturieren!
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04.11.2008 15:41 Uhr von Askurat
 
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@Moppsi: Danke!
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04.11.2008 20:31 Uhr von DummeGesellschaft
 
+1 | -0
 
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hmmm: Das die "Linken" da wieder Rückzieher machen ist echt arm. Das Gedicht ist doch trotz des jetzt erst bekannt geworden "rechten" Autor doch das selbe geblieben. Es ist ja auch nicht so das es vor Rassismus und Antisemitismus strotzt.

Aber ihr macht das schon richtig. Immer spalten und spalten lassen, auf das alles bleibt wie es immer war, oder gar schlimmer wird.

:(
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04.11.2008 20:43 Uhr von DummeGesellschaft
 
+1 | -0
 
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jetzt aber was prophetisches: Dann will ich die Chance mal nutzen und in Bezug auf Geld mal ne andere Aussage offenbaren.

"Trotz der heiligen Versprechen der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe der Millionen: Nie wieder Krieg, entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft muß ich sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es heute schon zu behaupten, daß es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen. Ich sehe die kommende Entwicklung klar vor mir. Der heutige Stand der Technik läßt die Wirtschaft rasch zu einer Höchstleistung steigern. Die Kapitalbildung wird trotz der großen Kriegsverluste rasch erfolgen und durch ein Überangebot den Zins drücken. Das Geld wird dann gehamstert werden. Der Wirtschaftsraum wird einschrumpfen und große Heere von Arbeitslosen werden auf der Straße stehen. An vielen Grenzpfählen wird man dann eine Tafel mit der Aufschrift lesen können: ´Arbeitsuchende haben keinen Zutritt ins Land, nur Faulenzer mit vollgestopftem Geldbeutel sind willkommen´. In den unzufriedenen Massen werden wilde, revolutionäre Strömungen wach werden... Kein Land wird das andere mehr verstehen, und das Ende kann nur wieder Krieg sein"

Silvio Gesell, 1918

Informiert euch über das Geld, das private Zentralbankensystem und den Zins.

Dann wundert man sich nicht mehr warum jetzt Krise ist.

ICH MÖCHTE KEINE KRIEG! NICHT HIER UND EIGENTLICH AUCH NIRGENDSWO ANDERS!

Und wer meint unsere Kriegseinsätze wären Friedenseinsätze, soll sich mal schlaum machen was die Nato so im Waffenarsenal hat, da sind selbst WMD´s dabei. (Depleted Uranium)

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