03.11.08 18:59 Uhr
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Metallbranche streikt weiter

Zahlreiche Arbeitnehmer der Metallbranche traten in der Nacht zum Montag in den Warnstreik, um die Forderung nach acht Prozent mehr Lohn zu verdeutlichen.

Die IG Metall gab sich mit dem bisherigen Angebot seitens der Arbeitgeber nicht ab und fordert weiterhin eine Lohnerhöhung von acht Prozent.

Laut IG Metall will man damit "provozieren", dass den 3,6 Millionen Arbeitnehmern kein Inflationsausgleich geboten werde.


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WebReporter: noalias
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Metal, Metall
Quelle: www.heute.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.11.2008 19:14 Uhr von 4dv4nc3d
 
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Recht haben sie!!
Gehört in Österreich auch gleich mal her!!
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03.11.2008 19:27 Uhr von Montauk
 
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schwer nachvollziehbare forderungen: angesichts der dramatischen wirtschaftlichen entwicklung, sind solche forderungen totaler nonsens...

wer das jetzt nicht begreift, wird es spästens die nächsten wochen und monate.

da sind erstmal die leute froh, dass sie überhaupt noch eine arbeit haben, auch wenn sie nur 10 euro (oder weniger) die stunde verdienen dürfen.

und nein, ich bin kein industrieller oder arbeitgeber, dessen mögliche kurzsichtige eigeninteressen, sich mit den gewerkschaftsforderungen beißen könnten.
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03.11.2008 19:31 Uhr von Showtek
 
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Jetzt hat man als Metaller knapp 1300€ im Durchschnitt. Wie soll man damit seine Familie über die Runden bringen?????????
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03.11.2008 19:46 Uhr von Montauk
 
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@Showtek: die meisten leute (normalen) die ich kenne, und familie haben, arbeiten mindestens zu zweit (also mann und frau).

und das sicherlich nicht aus spass. genausowenig wie sie aus spass die alte schüssel von auto immer noch in gebrauch haben.

die zeiten sind schon längst vorbei, bei arbeiterfamilien, wo die frau herd und kinder hütet, hüten kann.

kauf heute mal mit 50 euro im supermarkt ein, und vergleich mal gedanklich was man damals mit 100 mark einkaufen konnte.

die zeiten haben sich einfach grundlegend geändert, auch für mittelständische...und für industrielle arbeitgeber.

unsere gesamte wirtschaft basiert auf kredite, einen geldumlauf.
ist dieser z. b. durch eine bankenkrise (kreditkrise) gestört,
wirkt sich dass auch umgehend auf unsere lebensverhältnisse aus.

ursachen und schuldige sind ein ganz anderes thema und würde auch den rahmen hier sicherlich sprengen.
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03.11.2008 22:44 Uhr von KingPR
 
+3 | -0
 
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Tja: viele bestreikte Unternehmen sind Zulieferer von Automobilkonzernen. Und da es denen in letzter Zeit nicht sondernlich gut geht sind diese Forderungen jetzt zu einem WIRKLICH schlechtem Zeitpunkt gestellt. Ich fürchte allerdings das es sich die nächsten paar Jahre nicht mehr grundlegend bessern wird, von daher lieber jetzt als nie.
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04.11.2008 03:39 Uhr von menschenhasser
 
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ich: verstehe ehrlichgesagt nicht die ablehnung der metaller-forderung auf mehr lohn. alle sagen um gottes willen die schaufeln sich mit ihren forderungen ihr eigenes grab, gerade bei den heutigen wirtschaftlichen verhältnissen. aber wenn sich manager von diversen firmen mal eben so 35% mehr lohn genehmigen wird eins, zwei tage gemeckert und gut ist.aber es ist eben nicht gut und deswegen sind wir arbeiter jetzt auch mal dran!!! aus meinem freundeskreis kenn ich die geschichte das der firmenchef sagte tut mir leid, aber mehr lohn ist einfach nicht drin und seid froh das ihr überhaupt noch arbeiten dürft und am nächsten tag kam er mit nem nagelneuen aston martin für 380.000 euro zur arbeit. und ich denke diese geschichte sagt alles,oder?
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04.11.2008 06:14 Uhr von Montauk
 
+1 | -0
 
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@menschenhasser: "aus meinem freundeskreis kenn ich die geschichte das der firmenchef sagte tut mir leid, aber mehr lohn ist einfach nicht drin und seid froh das ihr überhaupt noch arbeiten dürft und am nächsten tag kam er mit nem nagelneuen aston martin für 380.000 euro zur arbeit. und ich denke diese geschichte sagt alles,oder?"

so eben 35% mehr gehalt gönnen sich konzernchefs bzw. dessen vorstände.

diese konzerne jedoch, beschäftigen nur etwa 10% aller arbeitenden.
also nicht gerade repräsentativ, oder?

die tragende säule ist der mittelstand, wovon sich die wenigsten chefs selber mehr geld genehmigen können.

bei vielen gibt bereits die bank vor, wie die lohnentwicklung und beschäftigungsverhältnisse auszusehen haben.
dreht die bank den geldhahn ab, ist für alle beschäftigten inklusive dem chef, jede gehaltserhöhung geschichte.

die fetten jahre, wo sich mittelständler selber etwas gönnten, sofern sie es konnten, sind schon länger vorbei.

politiker oder vorstände von banken, der bahn, oder multinationale konzerne, haben ohnehin jeden bezug zur realität verloren.

"verstehe ehrlichgesagt nicht die ablehnung der metaller-forderung auf mehr lohn."

audimitarbeiter (eins der streikzentren) verdienen wesentlich mehr/besser als @Showtek mit seinem beispiel (1300 euronen) schrieb.

wenn 90% aller arbeiter im mittelstand wesentlich weniger verdienen als diese audi-porsche-bmw- oder vw-arbeiter (ab 2000 euro aufwärts, plus ausschüttung und üppige sozialleistungen), sind halt solche forderungen für welche die blos 1300 verdienen kaum nachvollziehbar.

insbesondere dann, wenn den autobauern (metall und elektrobereich) massenhaft die aufträge wegbrechen.

und das die rechnung auf pump nicht aufgehen kann, müsste angesichts der kreditkrise eigentlich jeden einleuchten.
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04.11.2008 07:27 Uhr von karmadzong
 
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nuja: mein nachbar hat sich gerade einen maserati quattroporte gekauft, der ist auch Unternehmer.. allerdings bekommen seine Mitarbeiter dieses Jahr wegen hervorragender Arbeit 1,5 gehälter Bonus zu Weihnachten, das nenn ich mal korrekte Motivation
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04.11.2008 12:28 Uhr von phil_85
 
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tja: ver.di hat die Konjunktur bereits durch überzogene Streiks im Laufe des Jahres gut ausgebremst. Jetzt, wo eine Rezession ins Haus steht, verlangen sie 8% mehr.

Klar, steht den Arbeitern mehr Geld zu, das ist keine Frage. Aber Ver.di übertreibt es...sie fordern nicht jährlich so und so viel mehr, sondern alle paar Jahre dicke Batzen und dann zu ungünstigen Zeitpunkten und am Besten gleich so, dass die Gesamtwirtschaft über längere Zeit Probleme bekommt.

Aber der einzig sinnvolle Weg wäre wohl die Lohnnebenkosten zu senken und/oder die schleichende und stille Lohnsteuererhöhung bei jeder Gehaltserhöhung mal abzuschaffen!


Aber momentan sind Forderungen von 8% absolut unrealistisch. Wenn sie auch "nur" 5% bekommen, wird das für verdammt viele zusätzliche Leiharbeiter und ev. auch "festangestellte" das Aus bedeuten...Schön, dass an der Metallverarbeitenden Industrie auch noch so viele andere dranhängen, die da mit runtergezogen werden.

Ich hoffe, dass sie sich schnell auf nen vernünftigen Konsenz einigen (z.B. erstmal "nur" die 2% Erhöhung und dann in 1-2 Jahren nochmal 3-5%, damit der Abschwung nicht noch verstärkt wird).

PS: Ich bin scho stark am Überlegen, ob ich nächstes Jahr, wenn mein Studium fertig ist, ne brauchbare Arbeit finde :(
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04.11.2008 12:37 Uhr von artefaktum
 
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@phil_85: "PS: Ich bin scho stark am Überlegen, ob ich nächstes Jahr, wenn mein Studium fertig ist, ne brauchbare Arbeit finde :("

Eine brauchbare Arbeit wie du das nennst sollte aber auch heissen, dass sie angemessen(!) bezahlt wird.
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04.11.2008 14:27 Uhr von phil_85
 
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Und: wieder kommt das Argument mit den 35% mehr bei Managern. Nochmal kurz für die Leute, die scheinbar wenig Ahnung haben: Das sind Gehaltsteigerungen, die nur eine Hand voll Leute in einem Konzern bekommen! Die allermeisten Manager (jaaa, es gibt viele Manager, die NICHT im Vorstand sitzen) kriegen weitaus geringere Lohnerhöhungen! Die sind im gleichen prozentualen Bereich, wie bei kleineren Leuten oder teilweise noch weniger...
Der Absolutbetrag ist allerdings mehr.

Ich will hier nur nochmal klarstellen: Die Breite Masse, AUCH DIE MANAGER kriegen geringe prozentuale Steigerungen! Fast ausschließlich VorstandsVORSITZENDE (davon gibt es genau einen pro Firma ;)) bekommen so abartige Gehälter. Selbst der Rest des Vorstandes bekommt teils deutlich weniger.

Ach und es ist schön, dass hier über 35% gemosert wird, aber die 200%, die sich der Herr Mehdorn beim Börsengang gönnen könnte (mindestens allerdings 100%) sind total ok und werden sogar verteidigt...
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04.11.2008 14:28 Uhr von phil_85
 
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Falsche Taste, sorry. Ja, Artefaktum, stimmt, ordentlich bezahlt, genau das meine ich ja unter anderem! Aber eigentlich ist die Frage eher, ob ich einen Beruf in dem Bereich bekomme, den ich möchte.

Akademiker fehlen zwar permanent und überall, aber was glaubt ihr, fällt den Kürzungen zuerst zum Opfer? Korrekt, die Entwicklung!
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13.05.2017 16:26 Uhr von ptahotep
 
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@phil_85
Dann schau mal die Mitglieder bei ver.di an. hauptsächlich öffentlicher Dienst und Dienstleistungen. Da gehören die Leute die die Regale in den Geschäften auffüllen mit dazu.
Im öffentlichen Dienst wird der TV-L als Basis genommen. Sehr viele sind in der Entgeltstufe E2 bis E5 eingestuft.
Schau Dir mal an, was die für ihre "Goldene Nase" gepudert bekommen: http://oeffentlicher-dienst.info
Schwere körperliche und gefährliche Arbeit wie Krankenpflege (wuchte mal so manche "Wonnenproppen" mit Doppelkinn durch die Gegend), Straßenreinigung (ist nicht nur einen Besen halten und ein bisschen auf dem Boden rumkratzen), psychisch belastende Arbeit bei Betreuung, Begleitung, Hospiz...
Achso, wenn man nicht dafür geeignet ist und so etwas nicht aushält soll man es halt bleiben lassen. Tolle Sache, eine solche Argumentierung.

[ nachträglich editiert von ptahotep ]

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