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Die Schweizer Post sagt Nein zu Keyboard und wird zur Kulturpreisträgerin

Der Kulturpreis Deutsche Sprache für Institutionen ist an die Schweizer Post gegangen. Die Auszeichnung ging an die Post, weil sie in ihrer Werbung und auch innerhalb des Unternehmens Anglizismen zwar erlaubt, aber doch weitgehend vermeidet.

Im Alltag des Unternehmens wird deshalb nicht von Keyboard oder Backup gesprochen, sondern es heißt Tastatur und Sicherheitskopie.

Zwar gibt es auch die E-Mail, das Notebook und den Computer, jedoch will die Schweizer Post den Kampf gegen den oft unsachgemäßen Gebrauch englischer Wortformen führen.


WebReporter: nudeldicke
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Schweiz, Kultur, Post, Kulturpreis, Keyboard
Quelle: www.monstersandcritics.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.11.2008 23:51 Uhr von Lachsi|Original
 
+11 | -0
 
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Tja wenn man schon der deutschen Sprache mächtig ist, dann sollte man sie auch kräftig nutzen. Das ist ein Privileg *Luft hol und Brust raus streck*
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03.11.2008 10:26 Uhr von rhubby
 
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Hut ab: Diese Verenglischung unserer Sprache kotzt mich schon seit Jahren an. Ganz schlimm empfinde ich das in der Werbung.
Vom Rest einmal abgesehen. Beispiel: Gerade eben läuft Fish&Fun. Deutsche (Mist) Sendung mit solch einem Namen. Was soll das? Hier könnte man noch viele aufzählen (z.B. XXLHome). Liest man Printmedien findet man auch immer mehr solcher Ausdrücke. Teilweise versteht man den Zusammenhang noch nicht einmal. Sorry, ich gratuliere der Schweizer Post und sage: Nehmt Euch ein Beispiel.
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03.11.2008 10:33 Uhr von ledeni
 
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Ich bin Ausläder: und mich regt es tierisch auf wenn die deutschen Wörter immer mehr im Alltag untergehen.
Das Unwort schlecht hin, ist für mich "Denglisch".
Ne Mischung aus Deutsch und Englisch, bäh

Entweder ich spreche Deutsch oder ich lasse es, klar gegen ein paar Wörter wie Computer... ist ja nix zu sagen aber bei
"Ein Come-together auf den Publicviewing-Plätzen.....aaaaaaaaaahhhhhhh
Da hört es schon längst auf.
Wollen diese Leute coll wirken oder will Deutschland den Amis noch mehr in den Allerwertesten kriechen?
Ich muß mal tief durchatmen sonst rege ich mich noch auf ;)

Schönen Tag Euch
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03.11.2008 14:02 Uhr von thehed
 
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Her mit dem Englisch: Damit diese Welt einmal nur noch eine Sprache spricht. Damit sich trotz regionaler Dialekte einmal alle verstehen.
Für den Frieden dieses Planeten opfere ich gerne meine Muttersprache. Und nehme Minuszeichen entgegen. :-)

Und mal davon abgesehen ist Sprache ein Prozess und nicht statisch, deshalb haben wir noch heute Worte der ehemaligen Weltsprache Französisch mehr oder minder verballhornt in unserem Repertoire.
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03.11.2008 14:46 Uhr von >rno<
 
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Der Titel ist schlecht! Das Wort "Keyboard" hätte in Anführungszeichen gehört.
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03.11.2008 16:09 Uhr von Phant0m
 
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@thehed: Ich verstehe voll udn ganz deinen Standpunkt. Auch ich bin der Meinung, dass es eine Welt-Sprache geben sollte. Allerdings darf diese nicht die Muttersprachen ersetzen. Mehrsprachigkeit ist das Zauberwort. Und dabei kann man auch durchaus die Sprachen voneinander trennen und muss sie nicht vermischen (denn darum geht es im Artikel).

Wenn du wirklich die Muttersprache abschaffen wolltest, dann müsstest du sie verbieten und dass das nach hinten losgehen würde zeigen sehr viele Beispiele der Geschichte. Mal angenommen Englisch würde zur Weltsprache erklärt und muss nun überall gesprochen werden, dann würden die meisten Länder das Gefühl einer unterdrückung haben. Nichts anderes ist nämlich ein Verbot der Muttersprache. Z.B. hat die Türkei den Kurden ihre Muttersprache verboten. Dass dieser Schuss nach hinten los ging ist für mich nicht überraschend. Statt sich an die "moderne" Türkei anzupassen haben sie sich gewehrt. Wer versucht, den Leuten ihre Tradition zu nehmen (und dazu gehört auch die Sprache) beraubt sie ihrer Identität und schürt damit Unzufriedenheit.

Ja, wir sollten alle friedlich zusammen leben. Ohne Kriege, ohne Armut, ohne Neid, ohne Hass. Aber dazu muss man den Menschen ihre Identität lassen. Ich glaube dass wir alle friedlich zusammen leben könnten, wenn wir uns gegenseitig einfach genug Toleranz entgegenbringen könnten.

Das ist allerdings nur ein Wunschtraum, da es eben voraussetzen würde, dass JEDER so denkt. Und da ich weiß, dass das nie passieren wird, muss ich mich mit dem Gedanken abfinden, dass es immer wieder Personen (und deren Anhänger) geben wird, die mit Gewalt versuchen anderen ihre vermeintlich richtige Art des Lebens aufzudrücken.
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03.11.2008 16:48 Uhr von thehed
 
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@Phant0m: Nein natürlich nicht abschaffen aber auch nicht schützen. einfach so laufen lassen. Vielleicht wird ja mal was draus.
Sprache wandelt sich nun mal, nicht nur, aber auch durch Einflüsse von außen. Vermischungen gibt es und hat es immer gegeben.
Es gibt in der Usa sogar deutsche Wörter im allgemeinen Sprachgebrauch. Hier bei uns gibt es Einflüsse aus den Ländern um uns und natürlich aus dem guten alten Latein. Viele würden sich wundern wie deutsch Deutsch eigentlich ist. ;)

Sogar das Wort deutsch stammt nicht aus Deutschland, es war ein Schimpfwort in Rom für die Menschen von hier.
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03.11.2008 18:33 Uhr von WuPpErTaLeR1983
 
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@rhubby: "Printmedien" ist jetzt aber auch nicht unbedingt ein deutsches Wort ;-)
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03.11.2008 22:33 Uhr von Mi-Ka
 
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Also, für mich ist ein Keyboard noch immer ein Instrument und kenne jetzt auch niemanden, der nicht Tastatur zur Tastatur sagt.

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