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 2.022
 

Hochriskante Experimente in der Hurricanzone - USA weihen neues Biolabor ein

Am 11. November dieses Jahres ist es so weit. Auf einer kleinen Insel vor der südtexanischen Küste nahe der Stadt Galveston eröffnet ein neues "National Biocontainment Laboratory". Hier forschen Biowissenschaftler nach Abwehrstrategien gegen biologische Waffen und so auch mit gefährlichen Viren.

Erst vor wenigen Wochen hatte der Hurrikan "Ike" die Stadt Galveston heimgesucht und schwere Verwüstungen hinterlassen. Und so regt sich angesichts des Risikos auch Kritik an der Standortwahl der Forschungseinrichtung. Experten befürchten, dass gefährliche Erreger ins Freie gelangen könnten.

Dem widersprechen die Initiatoren. Das Gebäude soll Windspitzen bis zu 225 km/h aushalten können. 40 Meter reichen die Tragepfeiler des Gebäude in den Boden, erklärte die University of Texas. Auch den letzten Sturm habe das Gebäude ohne größere Schäden überstanden, hieß es von Seiten der Einrichtung.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: USA, Experiment
Quelle: www.spiegel.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.11.2008 11:07 Uhr von Python44
 
+11 | -5
 
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Der Titel: ist mal wieder schön reisserisch. Langsam nähern wir uns echt "BILD-Niewo" !

Wo steht denn in der Quelle was von hochriskanten Experimenten ? Und wo hätten sie das Ding lieber bauen sollen als auf einer "einsamen Insel" ? In der dichtbesiedelten Erdbebenzone Kalifornien ? In der Tornadozone des mittleren Westens ? In der Blizzardzone des Nordostens ^^
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01.11.2008 11:18 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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@python: Da will ich doch mal direkt drauf antworten.

Das Herumexperimentieren an biologischen Kampfstoffen (z.B. von Terroristen) halte ich für richtig gefährlich. Was passiert, wenn dort Stoffe freigesetzt werden? Was ist das denn anderes als etwas "Hochriskantes"?

Insofern weise ich die Kritik als gehaltlos zurück. Ich hoffe aber auf Gegenargumente, möglicherweise auch auf Gegenvorschläge....
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01.11.2008 11:27 Uhr von vostei
 
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Nun - es geht auch um Biowaffen: und es werden noch mehr Labore entstehen, nicht nur vor Galveston:

http://wissen.spiegel.de/...

"Für 120 Millionen Dollar wird in Galveston bis 2007 das "National Biocontainment Laboratory" errichtet: ein Mega-Laborkomplex für Hunderte von Forschern. Ein Zwillingsinstitut ist in Boston geplant, weitere Großlabore in Montana und Maryland; und gleich neun kleinere Regionallabore der Sicherheitsstufen 2 und 3 werden über das Land verteilt."

Und es ist sehr wohl hochriskant, von Naturkatastrophen abgesehen, arbeiten dort ja auch Menschen - sehr viele... - wenn man sieht, was schon bei der NASA passiert ist zwecks "Aussetzern" des Personals...
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01.11.2008 12:15 Uhr von Sephfire
 
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Und bald trägt ein Hurrican die Viren quer über die Erde... das ganze Erinnert mich irgendwie an Resident Evil...
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01.11.2008 12:49 Uhr von chefcod2
 
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verrechnet? " Das Gebäude soll Windspitzen bis zu 225 km/h aushalten können "

Bisschen wenig oder etwa nicht?
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01.11.2008 14:16 Uhr von KingPR
 
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mmh: Ich fände es sicherer die Forschungseinrichtungen irgendwo in der Wüste oder auf irgendeiner Drecksinsel wie St. Helena (die würden sich sicher gegen finanzielle Unterstützung an die USA anschließen, nur wegen dem Geld sind sie ja überhaupt noch Teil des britischen Empire), wo übrigens auch Napoleon starb, einzurichten als auf einer kleinen Insel in der Nähe von dicht besiedelten Gebieten, aber naja.
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01.11.2008 14:19 Uhr von Python44
 
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@ Ralph_Kruppa: Hochriskant wäre es auf einem Klapprad Nitroglycerin über ein Kopfsteinpflaster zu transportieren.

Die Erreger die untersucht werden sind zwar höchst gefährlich, jedoch wird keiner der damit arbeitet freiwillig auch nur das allergeringste Risiko eingehen (alleine aus reinem Selbstschutz...)

Sollte trotzdem etwas freigesetzt werden, braucht man immer noch nicht in Panik geraten, die einzelnen verwendeten Mengen sind verschwindend gering, ausreichend für medizinische Experimente, aber nicht um Epidemien auszulösen. Dazu sind nur die allerwenigsten Erreger an der Luft für länger als ein paar Minuten lebensfähig.

Beste Beispiele Ebola, das Marburg Virus und SARS, letzteres sogar absichtlich freigesetzt: keins davon hat die Menschheit ausgelöscht. Das passiert nur in Hollywood, da explodieren auch Autos, wenn man drauf schießt ^^
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01.11.2008 15:40 Uhr von KillA SharK
 
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sollte während eines Hurricans etwas austreten: wird es mit Rekordgeschwindigkeit durch die USA gepustet.
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01.11.2008 17:57 Uhr von snafu23
 
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Gefährlich: Das ist ein Spiel mit dem Feuer. In New Orleans ist bei Katrina ein Stufe 3 Biolabor geflutet worden. GottseiDank forschte man da nur an Mäusepocken.

Und an einen der Vorposter: Sehr wohl reichen kleinste Mengen aus. Ein Schnitt in einem Sicherheitsanzug, ein infizierter Forscher der am Wochenende über den Flughafen zu seiner Familie fliegt und schon hast Du innerhalb von Tagen eine globale Katastrophe und je nach Erreger bis zu 90% Mortalität.

VERBOT ALLER BIOKAMPFSTOFFE WELTWEIT. Das wäre eine Agenda die ich in der UN unterstützen würde Das Risiko ist UNGLEICH größer als bei Atomwaffen.

Wer mehr Informationen möchte dem seien ein paar sehr gute Bücher empfohlen:

Hot Zone, Richard Preston
Cobra, Richard Preston
Superpox, Richard Preston
Und "Bioterror", von einem russischen Hektor Mitarbeiter.

Nach Lektüre dieser gut recherchierten und faktenreichen Bücher wird auch dem letzten Zweifler klar welch biologisches Damoklesschwert über der Menschheit schwebt!
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01.11.2008 18:07 Uhr von snafu23
 
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@python: "Beste Beispiele Ebola, das Marburg Virus und SARS, letzteres sogar absichtlich freigesetzt: keins davon hat die Menschheit ausgelöscht. Das passiert nur in Hollywood,"

Lieber Python.

Anscheinend weißt Du nicht viel was in den Stufe 4 Labors so geforscht wird. Du hast sicher Recht, das die Natur der Mortalität der bekannten Killerviren einen Riegel vorgeschoben hat. So tötet Ebola Zaire so schnell, das es innerhalb von Tagen keine verbreitenden Wirte mehr findet. Eine Art Strohfeuer, das sich schnell selbst erstickt.

ABER: Der Mensch hat mit seinem Gottkomplex diese Schutzmechanismen ausser Kraft gesetzt. In diesen Laboren schlummern jett Schimären aus zB Grippe, Pocken und Ebola. Killerviren mit der Sterblichkeit von Ebola, der Inkubationszeit von Grippeviren und der Ansteckungskraft von Pocken Viren. Diese Dinger sind weder kontrollierbar wenn sie einmal freigesetzt wurden, noch kann sie irgendein menschgemachter Schutz aufhalten. Sie sind regional unbegrenzt, verteilen sich sehr gut dank der langen Inkubationszeit und töten mit 90% Wahrscheinlichkeit.

Schutz gibt es keinen, alleine die globale Pockenimpfkampagne weltweit hat 30 Jahre gedauert und bis heute werden hin und wieder Stämme gefunden.

Ich habe KEINE Angst vor Atomwaffen. Ich habe Schiß vor Biowaffen, diese stellen die weit größere Gefahr für den Menschen dar, denn hier kann auch die Natur oder ein Versehen auf den "roten" Knopf drücken.

Also bitte nicht verharmlosen, Deine Aussagen stimmen so einfach nicht. Die Thematik ist weit gefährlicher und risakanter und die Vergangenheit beweist, das Biolabore gegen Naturgewalten nicht gefeit sind. Je weniger davon existieren desto besser. Jedes einzelne stellt ein hochgefährliches Sicherheitsrisiko dar.

Grüße snfu

ps.. Die Python gibt es nur in .357. In .44 heißt sie Anaconda ;)
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02.11.2008 04:06 Uhr von Jean-Dupres
 
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Ein Hurrican kann nie das erreichen, was ein: einzelner Mensch erreichen kann.

Viren brauchen einen Wirt um zu überleben. Temperaturen wie in einem tierischen, z.B. menschlichen Körper und noch ganz andere Faktoren, die durch einen klimatischen Ausnahmezustand wie einen Hurrican nicht gerade gegeben sind.

Haben die Viren keinen Wirt, geht das mit der Ansteckung nicht so von statten wie ihr euch das hier vorstellt.

Würdet ihr den Artikel auch komplett lesen, wüsstet ihr das auch:
"Beim Auftauen gingen Viren binnen weniger Stunden kaputt."

Dasselbe gilt auch wenn diese frei an der Luft existieren ohne einen Wirt zu finden.
Und jeder der dort ist wo der Hurrican gerade sein Unwesen treibt, also in der Lage wäre dieses Labor so zu zerlegen, das diese Viren freigesetzt werden könnten, würde wegen des Unwetters selbst krepieren.

Lediglich wenige Bakterienarten (auch an sowas wird da geforscht) können länger überleben, das steht da auch im Beitrag, das Q-Fieber-Bakterium, wogegen es aber einen Impfstoff gibt und das Q-Fieber kann man erstens mit Antibiotika bekämpfen und zweitens bricht das Q-Fieber auch ohne Hurrican alle Nase lang aus.

Das einzige Bakterium das problematisch ist nennt sich Anthrax.

Aber den Umgang damit kennen die Amis ja praktisch auswenig so oft wie die das Zeug per Post zugestellt bekamen bisher ....

Und bis zu uns kann es nicht kommen, bevor das geschieht sind auch diese Erreger krepiert.
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02.11.2008 13:01 Uhr von aquarius565
 
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Man sieht: Die US Amerikaner lassen sich viel gefallen, denn sie werden nur mit der Information konfrontiert die das Weiße Haus für gut erachtet.
Erinnert mich an die geheimen Versuche am Alatsee in den Jahren 1943-1945, danach wurde das Areal um den Alatsee von den Amis gesperrt, möglicherweise liegen dort Baupläne für äußerst toxische Biowaffen.
MfG
Aqua 565
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02.11.2008 19:30 Uhr von snafu23
 
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@jean: "Und bis zu uns kann es nicht kommen, bevor das geschieht sind auch diese Erreger krepiert. "

Wenn Du ganz viel Glück hast ist das so (hängt allerdings eindeutig vom Virus ab). Jedoch gibt es in urbanen Gebieten durchaus auch eine Menge Wirte: Ersthelferkräfte der Polizei oder Feuerwehr, Mitarbeiter, Aufräumhilfen und vor allem Hilfspersonal in der medizinischen Grundversorgung zB in Krankenhäusern. Es ist also durchaus wahrscheinlicher, das Wirte im Katastrophenfall in Kontakt mit dem Erreger kommen, als das freigesetzte Erreger ohne "Feinberührung" "verrecken".

Grüße snafu

http://www.heise.de/...
"Besonders heimtückisch ist aber, wenn die Versuche, Mittel zum Schutz vor Angriffen mit biologischen Agenten zu entwickeln, direkt die Menschen gefährden. Wie das gehen kann, zeigt just die Flutkatastrophe. Da die Abwehr von nur theoretisch möglichen Terrorangriffen die Ressourcen für den Schutz vor voraussehbaren Naturkatastrophen gesenkt und die vermeintliche Gefahr von Angriffen mit biologischen Waffen als dringlich beurteilt wurde, hat man schnell die Forschung angestoßen und dabei seltsamerweise oder aber auch symptomatisch wenig auf Sicherheit geachtet, wie beispielsweise das Sunshine Project [extern] eruiert hat. Es gab auch bereits [extern] Sicherheitsvorfälle aufgrund mangelnder Vorsichtsmaßnahmen ([local] Schritt zum biologischen Wettrüsten; [local] Gefährlicher Grippevirus wurde an 5.000 Labors verschickt). Erst kürzlich [extern] verschwanden drei mit Pest infizierte Mäuse aus einem Bioterrorismus-Forschungslabor der University of Medicine and Dentistry of New Jersey. "
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02.11.2008 19:44 Uhr von snafu23
 
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Ergänzung: Wichtig in diesem Zusammenhang ist zB auch das bei einem gefluteten Labor neben Menschen auch problemlos andere Kleinlebewesen wie zB Mäuse und Ratten zum Wirt oder auch nur Überträger werden können. Sind die Sicherheitsmassnahmen und die umliegende Hilfsinfrastruktur einmal ausser Kraft gesetzt, sind der Verbreitung auf verschiedene Weisen Tür und Tor geöffnet.

Jedes dieser Labore ist IMO ein Risiko zuviel. Jedes einzelne ist ein ALL IN Risiko für die Menschheit (für die Pokerspieler unter Euch). Schlimm wird es ausserdem wenn sich weitere, sicherheitstechnisch noch weniger entwickelte Staaten zu einem Wettrüsten genötigt fühlen. Ein einziger entscheidender FEHLER reicht aus um innerhalb von Wochen einen Großteil der Menschheit auszulöschen.

Biowaffen (vor allem auf Basis von Killerviren, zB dem israelischen ethnischen Virus gegen Menschen arabischer Abstammung) sind nicht begrenzbar wenn sie einmal freigesetzt werden und vernichten mit einer unbestechlichen Logik. Helfen kann da niemand mehr, im Gegenteil, das medizinische Personal trifft es zuallererst.

Grüße snafu

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