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Kinderschänder nicht gefährlich genug - freigesprochen

Das Leipziger Landgericht verhängte für einen 53-jährigen Kinderschänder eine Sicherheitsverwahrung mit Unterbringung in der Psychiatrie.

Zu Unrecht, urteilte jetzt das Karlsruher Bundesverfassungsgericht. Ein Gutachten, in dem angenommen wird, dass er "mittel- oder langfristig" gefährlich sei, rechtfertige keine Verurteilung. Die Gutachter hätten anders formulieren müssen, so das Gericht.

"Herr W. steht nun unter Intensivüberwachung. Von ihm geht Gefahr für die Allgemeinheit aus", so der Leipziger Staatsanwalt Ricardo Schulz.


WebReporter: andreaskrieck
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kind, Gefahr, Kinderschänder
Quelle: www.bild.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.10.2008 15:44 Uhr von andreaskrieck
 
+0 | -0
 
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Es ist unglaublich was deutsche Gerichte manchmal so fabrizieren. Sorry übrigens wegen der Quelle, aber die lokale Presse hatte die Meldung nicht im Internetangebot.
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31.10.2008 16:10 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
+18 | -1
 
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Tja, und zum Vergleich: http://www.shortnews.de/...
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31.10.2008 16:10 Uhr von Guschdel123
 
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200 Mädchen + Haarfarbe aufschreiben kurz bevor man freigelassen wird - und das als Kinderschänder. Nein, sowas reicht dem BVG natürlich nicht aus...Aufgrund eines Formfehlers, der anscheinend nicht mehr zu korrigieren ist, müssen evtl. weitere Mädchn dran glauben, armes Deutschland.
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31.10.2008 16:20 Uhr von Atarix777
 
+17 | -6
 
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Irgendwie fällt mir da der Begriff "Vogelfrei" ein. Genau sowas sollte bei Kinderschändern in Kraft treten, die aufgrund von FORMULIERUNGSFEHLERN wieder in unsere Gesellschaft entlassen werden müssen.

Boaahhh, dass ist echt so zum Kotzen!
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31.10.2008 16:36 Uhr von anderschd
 
+2 | -12
 
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31.10.2008 16:49 Uhr von Irminsul
 
+16 | -4
 
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die Gerichte müssen sich nicht wundern wenn die Leute das bald selbst in die Hand nehmen...
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31.10.2008 17:02 Uhr von Mavael
 
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Wieso: das Volk gegen solche unfähigen Leute nicht Sturm rennt ist mir ein Rätsel.
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31.10.2008 17:07 Uhr von the_smile
 
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andere Quelle: stand auch bei Spiegel Online, eventuell etwas ausführlicher. http://www.spiegel.de/...
Sauerei ist das! Der Rückfall scheint ja vorprogrammiert.
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31.10.2008 17:11 Uhr von Nervender_Teenager
 
+4 | -0
 
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War da nicht letztens: ein ähnlicher Fall in Frankreich, wo ein Schwerverbrecher wegen eines Formfehlers freigelassen wurde?
Die Bürokratie ist unser aller Untergang, nicht nur in Deutschland...
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31.10.2008 17:18 Uhr von Nervender_Teenager
 
+1 | -0
 
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Habs wiedergefunden: http://www.shortnews.de/...

Genauso eine Sauerei...
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31.10.2008 17:50 Uhr von Blubbsert
 
+3 | -0
 
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Ich muss bei sollschen News immer an das T-Shirt denken was man beim Zirkus "Flic Flac" kaufen kann:

"Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure als an die gerechtigkeit der Deutschen Justiz" oder so in etwa.

Wo leider auch was wahres dran ist.
Einfach nur traurig!

Und nicht vergessen:
Raupkopierer bekommen bis zu 5Jahre.
Kinderschänder sind da "besser" dran für den "Schaden" den die "veranstaltet" haben!
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31.10.2008 18:10 Uhr von Thomas66
 
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Das darf: doch nicht Wahr sein? Was verstehen die Richter unter gefährlich genau?
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31.10.2008 18:22 Uhr von Hawkeye1976
 
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Hmmm: Sehr zwiespältig die Sache.

Dass ein Gutachten alleine nicht ausreicht, um jemanden den Rest seines Lebens einzusperren, macht aber doch Sinn. Gerade bei einer so einschneidenden Entscheidung müssen mehrere Gutachter gehört werden.

Und würde eine mögliche Gefährlichkeit für eine Inhaftierung reichen, dann würden einige SN-Kommentargeber ob ihrer Gewaltphantasien und Aufrufe zur Selbstjustiz schon lange einsitzen.

Fakt ist:
Alleine aufgrund der spärlichen und sensationshaschenden "Berichterstattung" der BILD kann man sich hier kein vollständiges Bild vom Sachverhalt machen und sollte sich darum etwas zurückhalten.
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31.10.2008 18:34 Uhr von Kevin211
 
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In Deutschland: muß man immer erst schwere Verbrechen begehen, bevor man eingelocht wird.
Das ganze System ist echt zu überdenken.
Sobald der was macht: Oh weh!
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31.10.2008 18:47 Uhr von alexanderr
 
+0 | -0
 
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und dann verabschiedet man sämtliche neue gesetzte, um mehr sicherheit für die bevölkerung zu gewährleisten... geeenau...
die justiz hat gewaltige lücken...
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31.10.2008 19:55 Uhr von Cyphox
 
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Komisch immer wenn ich das Wort "Kinderschänder" lese, muss ich an eine der ersten Folgen aus der drittel Staffel von "Dexter" denken. Da gibts so ´ne lustige ganz kleine Nebenhandlung....
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01.11.2008 02:02 Uhr von gzaal
 
+5 | -0
 
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Wichtige Infos am Rande: 1) Der Mann hat für begangene Straftaten gesessen. Und zwar lange. von "Freispruch für Kinderschänder" kann also keine Rede sein.

2) Es geht in der Tat um nachträgliche Sicherungsverwahrung - und die wird richtigerweise natürlich nicht angeordnet, wenn es "nicht auszuschließen ist", dass jemand ein erneutes Verbrechen begeht, sondern wenn es sehr wahrscheinlich ist. Logisch - sonst würden auch andere Verbrecher bis an ihr Lebensende für einzelne oder auch wiederholte Verbrechen sitzen.

3) Der Knackpunkt ist in der Tat ein Gutachten, das wohl offenbar unzureichend oder falsch war.

4) Der Mann spaziert jetzt nicht für alle Ewigkeit "frei in der Gegend herum und sucht sich sein nächstes Opfer schon aus", sondern ist a) unter Überwachung und darf sich b) keinem Kind nähern.

Und zwar zunächst einmal so lange bis "das Landgericht Chemnitz in einem weiteren Verfahren grundsätzlich klär[t], ob von dem Mann eine so große Gefahr ausgeht, dass eine nachträgliche Sicherungsverwahrung gerechtfertigt ist." (Und es scheint ja so, als ob diese Sicherungsverwahrung sehr wohl gerechtfertigt ist).

Also: Heugabeln mal wieder einpacken. Die Justiz hat hier keinen Skandal verbockt, Kinderschänder bekommen auch keine geringeren Strafen als Raubkopierer, ihr müsst die Sache nicht selbst in die Hand nehmen und was sonst noch so alles zu lesen war.
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01.11.2008 09:56 Uhr von Shakotai
 
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Whow, 20 Kommentare und nur einer: hat sich wirklich über die Hintergründe informiert?

Und das bei einem Artikel, dessen Quelle die Bild ist?

Kurz zusammengefasst: Dem BVG war die Aussage des Gutachtens, dass "nicht auszuschließen ist" dass die Person neue Straftaten begeht einfach zu wenig. Und das zu recht!

Denn die Forderung der Bild umgesetzt würde bedeuten, dass in naher Zukunft der Kaufhausdieb lebenslang ´sicherheitsverwahrt´ wird weil ja "nicht auszuschliessen ist" das er es wieder tut.

Die Verantwortlichen sind hier nicht die Richter, sondern die sogenannten "Sachverständigen". Und ich hätte nicht das geringste Problem damit, wenn diese zur Rechenschaft gezogen werden, wenn wirklich etwas passieren sollte. Mindestens aber sollten sie den Status des Sachverständigen verlieren, damit solches, zumindest aus dieser Richtung, auszuschliessen ist.
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01.11.2008 10:16 Uhr von coolio11
 
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@gzaal: vielen Dank für deinen wohltuend sachlichen, den Sachverhalt sehr präzise darstellenden Kommentar.

Auch ich bin entsetzt, dass dieser Mann aufgrund von juristischen Formfehlern sich in Freiheit befindet, er gehört m. E. zum Schutz der Allgemeinheit weggesperrt.

Trotzdem: @Autor, die Wortwahl "freigesprochen" in der Überschrift ist schlicht falsch. Ein "Freispruch" ist etwas völlig anderes.
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01.11.2008 21:09 Uhr von jsbach
 
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Irgendwann werde ich: noch lesen, dass solche und andere Verbrecher derweilen Urlaub machen können -auf Staatskosten natürlich - weil die "Knäste" überfüllt sind bis wieder ein Platz frei ist.
Ein Schlag ins Gesicht für normal denkende Bürger!
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03.11.2008 16:31 Uhr von midnight_express
 
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@Shakotai: Im großen ganzen stimme ich Dir zu, insbesonders was die Haftung von Sachverständigen angeht.
Wenn jedoch jemand schon mehrmals eine bestimmte Straftat begeht, ist doch wohl "mit hoher Wahrscheinlichkeit" davon auszugehen, dass er diese Straftat wieder begeht und dann sollte man die Wortspielereien lassen, ob es "nicht auszuschließen ist" das es tatsächlich wieder passiert.
Mir persönlich reicht es, wenn ein Sachverständiger zu dem Fazit kommt, das es "nicht auszuschließen ist".
Außerdem heißt anschließende Sicherungsverwahrung nur, dass er nach verbüßter Strafe nicht automatisch wieder auf freien Fuß gesetzt wird. Es wird dann von Sachverständigen geprüft, ob eine weitere Gefahr besteht, oder nicht.
Wenn man sich den Lebenslauf (Straftaten/Knastzeit) von diesem Mann anschaut, sehe ich keine guten Resozialisierungs-Chancen.

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