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Statt bei seinem Arbeitgeber direkt, kündigte ein Fernfahrer bei der Polizei

Er konnte es nicht mehr abwarten seinen Job zu kündigen. Und so fuhr ein 47 Jahre alter Fernfahrer aus Schleswig-Holstein nicht mehr zurück zu seinem Arbeitgeber, sondern reichte seine Kündigung indirekt bei der Polizei ein.

Seinen LKW hatte der Mann zuvor auf einem Autohof in der Nähe der Autobahn 7 abgestellt. Er war nicht mehr bereit das Fahrzeug zurück zu seiner Spedition nach Schleswig-Holstein zu bringen. Den Schlüssel und die Papiere hinterließ der Mann bei der Polizei.

Seine außerordentliche und ungewöhnliche Kündigung begründete der gestresste Fernfahrer damit, dass er wegen seines engen Terminplans keine Zeit für die vorgeschriebenen Pausen habe.


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WebReporter: Venomous Writer
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Polizei, Arbeit, Arbeitgeber
Quelle: wendland-net.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.10.2008 12:07 Uhr von ciller
 
+50 | -5
 
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eine gefährlich hohe Belastungen für die Fahrer: Die Belastungen am Arbeitsplatz Lkw sind hoch (lange Lenkzeiten, lange Arbeitszeiten, häufige Nachtfahrten); dies führt insbesondere bei den älteren Fahrern zu starken Beanspruchungen. Die Folge: gefährliche Ermüdung.

Die zur Regeneration nötigen Pausen werden nicht ausreichend eingehalten. Die Gründe dafür liegen einerseits in Organisationsstrukturen der Firmen, aber insbesondere auch am Mangel von Parkmöglichkeiten. Zusätzlich beklagen die Fahrer häufige Staus.

Die ermittelte Anschnallquote der Lkw-Fahrer ist besorgniserregend: Weniger als ein Viertel der Lkw-Fahrer legen den Gurt regelmäßig an.

Dichtes Auffahren als Unfallschwerpunkt deckt sich mit den Einschätzungen der Lkw-Fahrer.

Weitere zentrale Problembereiche sind neben der Überladung die falsche bzw. unzureichende Ladungssicherung. Die Fahrer beklagen einerseits fehlende Fahrzeugausstattungen (keine geeigneten Haltepunkte, keine ausreichenden Sicherungsmittel), andererseits mangelnde Kenntnisse über das Ladegut und Sicherungsmethoden sowie Zeitdruck beim Be- und Entladen.

Viele Fahrer durchlaufen Weiterbildungsmaßnahmen und beurteilen diese insgesamt als gut. Als etwas schlechter wird die Weiterbildung in der eigenen Firma eingestuft. Allerdings hat knapp die Hälfte der befragten Lkw-Fahrer noch nie an einer Weiterbildung teilgenommen.

Der Nutzen moderner Sicherheitseinrichtungen wird von den Fahrern recht unterschiedlich eingestuft. Sie versprechen sich aber am meisten sowohl von aktiven Sicherheitssystemen wie ESP und retroreflektierenden Konturmarkierungen als auch von passiven Sicherheitseinrichtungen wie Heck-, Seiten- und Frontunterfahrschutz.
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31.10.2008 12:36 Uhr von rolf.w
 
+23 | -7
 
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@Korruptos: Es wäre naiv zu glauben, dass dies funktioniert. Dank der Globalisierung und der Liberalisierung des Arbeitsmarktes warten im befreundetem Ausland jede Menge Fahrer darauf, für weniger Geld, ohne Gewerkschaft aber dafür länger arbeiten zu dürfen. Dieses Problem ist nicht allein auf die Fernfahrer beschränkt.
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31.10.2008 12:42 Uhr von holiday79
 
+13 | -1
 
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Das ist doch mal eine Kündigung so eine Kündigung hat der Arbeitgeber sicherlich auch noch nie bekommen...

Mich würde es mal interessieren ob es noch irgendein Nachspiel für den Fahrer haben wird.
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31.10.2008 12:50 Uhr von Katatonia
 
+11 | -2
 
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Hmm: Zwar eine sehr spektakuläre Kündigung, doch keine sehr kluge. Im Grunde teile ich die Ansichten des Fahrers, aber er muss nun befürchten, von seinem ehemaligen Arbeitgeber auf Schadensersatz verklagt zu werden. Ersteinmal fallen die Kosten des Rücktransports des LKWs an, zum anderen wohl die Strafgebühren für die dann unpünktliche Lieferung der Ware. Leider hat der Fahrer hier rechtlich wenig in der Hand.

Klüger wäre er gewesen, einfach trotzig seine Pausen, also Dienst nach Vorschrift, zu machen und dann zu kündigen.
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31.10.2008 12:53 Uhr von Quadflieg
 
+3 | -0
 
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Unternehmen am längeren Hebel: @ holiday79

Sicherlich, denn der Fahrer bekommt mit Sicherheit noch Lohn vom Unternehmen. Diese wird den "Schaden" anmelden, z.B. die unkosten um den LKW vom Parkplatz zu holen und dem Fahrer in Rechnung stellem. Diese Unkosten zieht der Unternehmen vom Lohn ab und der LKW-Fahrer kann klagen wenn er seinen ganzen Lohn haben will. Ob er dieses bei Gericht durchsetzen kann möchte ich bezweifeln.
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31.10.2008 12:57 Uhr von Mr.E Nigma
 
+5 | -1
 
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@rolf.w: kann dir nur recht geben ! Die einzige Möglichkeit die ich sehe, sind die bestehenden Gesetze rigoros anzuwenden.

In Frimen die ihren Fahrer nicht ermöglichen die Lenkzeiten einzuhalten ist es per Gesetz möglich dem Disponenten und dem Chef den privaten Führerschein zu entziehen, dies wissen leider nur sehr wenige der Fahrer und es wird auch zu selten angewandt.
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31.10.2008 13:03 Uhr von Quadflieg
 
+3 | -1
 
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Nun ja: @ angelthevampyr

Beweise wo sind die Beweise. Taschoscheibe und Fahrerkarte reichen alleine nicht aus, um Lenkzeitüberschreitungen durch "fehlt Planung des Unternehmens" zu beweisen. Kopie der Frachtbriefe Unterschrieben von den belieferten Firmen mit Datum und Uhrzeit braucht man! Entlqadezeit ist keine Pause, nur wie erklärt man das seinen Chef? Und beweist dieses?
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31.10.2008 14:25 Uhr von Alice_undergrounD
 
+5 | -0
 
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konsequent: ein mann, eine tat :)
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31.10.2008 15:30 Uhr von Ingefisch
 
+5 | -1
 
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3 Monate kein Geld von der ARGE: Das wird bitter. Natürlich hat er er trotzdem recht, zu kündigen bevor ein Unglück geschied.
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31.10.2008 18:51 Uhr von redtigger
 
+6 | -0
 
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So sollte: jeder der verantwortlichen Fahrer handeln.

Aber mal ehrlich, was kann denn schon ein Fahrer dagegen tun. Der hängt doch an seinem Job und tut auch illegales dafuer. Und wer bekommt Ärger? Der Chef, der ihn dazu aufgeforder hat? Wohl kaum.

Verlierer ist immer der Fahrer. Tut er es nicht wird er gekündigt, tut er es doch - verliert er seinen Lappen oder schlimmeres und wird dann gekündigt. Also warum seinem Chef nicht gleich eins reinwürgen.

Vll denkt man in der Politik mal darüber nach, ob man nicht eher man den Arbeitgeber zur Rechenschaft zieht. Und zwar nicht zu knapp, dass er es kein zweites Mal riskiert.
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01.11.2008 09:41 Uhr von DexDer
 
+2 | -0
 
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Ich bin seit nunmehr 8 Jahren selber Kraftfahrer im Gewerblichen Güterverkehr und kenne diese Probleme leider zu genüge.Von übermüdeten Fahrten durch nichteinhalten der Ruhezeiten bis hin zur Kündigung nach einem Betriebsunfall, war schon so ziemlich alles dabei.
Fakt ist, die Strafen sind zu gering und treffen meist das schwächste Glied in der Kette, den Fahrer. Dieser wiederrum hat keine Handhabe sich zu wehren, ausser solange nach einer Spedition zu suchen die sich an Gesetze hält und auf das Wohl der Fahrer achtet.
In diesem Berufszweig leben und arbeiten die Spediteure leider in einer Grauzone was die Arbeitsschutzgesetze angeht. Da ist dann die Politik gefragt. Leider interessiert sich da nicht so wirklich jemand für. Da hier zuviel Geld umgesetzt wird.
Zudem dürfen wir LKW Fahrer nicht streiken in Deutschland, wodurch wir auch keine Forderungen durchbringen können. SO oder SO sind wir die Dummen ...
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01.11.2008 12:08 Uhr von Hinkelstein2000
 
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Streik ?? LKW-Fahrer dürfen in D nicht streiken? sind das neuerdings Beamte? Also mir ist das neu - gibt es doch auch sogar eigene Gewerkschaften für das Transportgewerbe...
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01.11.2008 21:05 Uhr von Il_Ducatista
 
+2 | -2
 
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checkt ihr´s wirklich net: die "firmen" werden ein unerschöpfliches Potential von Fahrern und kostengünstigen Schrottmühlen aus Weissrussland holen. Die Geschwindigkeitsbegrenzungsbehörde wird das nicht einmal im Ansatz verhindern.
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01.11.2008 23:09 Uhr von kadinsky
 
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wenn: die deutschen lkw-fahrer zusammenstehen würden, könnten sie richtig was ausrichten in dem land, und das nicht nur für sich selbst, viele wissen gar nicht, was für eine politische "waffe" sie da haben....
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02.11.2008 00:02 Uhr von DexDer
 
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Streik im Sinne von Blokaden, wie geschehen vor Jahren in Frankreich. Habe mich da ein wenig unverständlich ausgedrückt. Entschuldigung dafür. Was den Kraftfahrern bleibt wäre der Streik direkt bei der Spedition, d.h. die Fahrt erst gar nicht antreten. Was wiederum Arbeitsverweigerung bedeutet und ein Kündigungsgrund vorweißt oder zumindest zu einer Abmahnung führt. Die Deutschen können in diesem Punkt gar nicht "zusammenstehen" da die Konkurenz aus dem Ausland zu groß ist.
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02.11.2008 10:24 Uhr von Quadflieg
 
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Ein Beispiel: Lidl zum Bespiel hat keine eigene LKW´s und Fahrer, die werden von Speditonen gestellt.Jeder Fahrer muss im Schichtdienst 2 Ladungen fahren. Dieses bedeutet ein Arbeitstag von 10 bis 11 Stunden ohne Pause, da "Pausen" zu be- und entladen genutzt werden. Der Disponent der die Touren zusammen stellt ist ein Mitarbeiter von Lidl! Da die Frachtpapiere nach jeder Tour vom Disponenten unterschrieben werden weist Lidl allso, dass sich hier nicht an Gesetze und Vorschriften gehalten wird. Hinweise auf Einhaltung der Lenkzeiten werden damit abgetan, dass die Firma Lidl den LKW für 12 Stunden je Schicht "gemietet" hat!!
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03.11.2008 11:06 Uhr von bigpapa
 
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Wieso kündigen die ?! Ich kenne alle Argumente hier über das Leid der LKW-Fahrer.

Aber wer deshalb kündigt ist ein Trottel. Sorry aber das ist so.

Es ist doch so. Wenn ich eine Beruf für den man (offizell) fast keine Qualifikation braucht (ausser einen Führerschein) annehme, dann weiss ich auch das diese Beruf stress hat.
Ich weiss auch im grunde genommen auf was ich mich da einlasse. Staus, Termindruck etc. gibt es nicht erst seid gestern.

Ich weiss auch wie die gesetzlichen Bestimmungen sind und wie ich mein Beruf auszuführen habe.

Das alles weiss ich VORHER. !!!!

Wenn mir nun mein Disponent so ein Durck macht das er mir damit auf den Sack geht, dann ignoriere ich einfach das und halte mich an die gesetzlichen Bestimmungen. Schmeist er mich deshalb hat er die Arschkarte und ich stehe fein da.

Man muss + sollte eigendlich in jeden Beruf tolerant sein, aber wenn eine Firma immer ans Limit geht und das zu Gewohnheit macht dann hat sie ein Problem. Halte ich mich an die Bestimmungen kann MIR keiner was.

Und dann und nur dann !!! lernen die Leute wie weit sie gehen dürfen mit Ihren Mitarbeitern.

Gruß

BIGPAPA
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03.11.2008 12:25 Uhr von JesusSchmidt
 
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@bigpapa +: so ist es. einfach an gesetze halten. kann einem keiner was und das gewissen bleibt rein. das viele geweine dauernd geht mir allmählich aufn keks. niemand wird gezwungen kriminell zu werden! jeder ist (mindestens) für sich selbst verantwortlich.

irgendwo überrascht es aber auch nicht, dass der gemeine deutsche verantwortung gern abschiebt, das scheint eben typisch deutsch zu sein. mal ist der kaiser schuld, dann der führer und jetzt eben der arbeitgeber...
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23.11.2008 01:57 Uhr von DexDer
 
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Und wie erklärst du dir das mein letzter Arbeitgeber mich wegen eines Arbeitsunfalles gekündigt hat und damit auch noch durchgekommen ist, da er vor Gericht einen fadenscheinigen Grund angegeben hat. Das ist mir zumindest dieses Jahr passiert !!! Da kann man mich doch nicht als Trottel bezeichnen, oder? Habe mich auch an alle Gesetze gehalten und war damit ein Dorn im Auge des Chefs. Fazit : Job weg! Wenn ein Arbeitgeber dich los werden will, schaft er das ...

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