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Deutsche Bahn AG: Börsengang bringt 20 Prozent mehr Gehalt für Vorstände

Der bislang geheim gehaltene Emissionsprospekt für den bevorstehenden Börsengang des letzten großen Staatsunternehmens Deutsche Bahn AG liegt nun der Süddeutschen Zeitung vor. Nach Recherchen der Tageszeitung soll der Börsengang vor allem den Managern nutzen.

Vorstandschef Helmut Mehdorn, ohnehin mit seinen 750.000 Euro Grundgehalt und 1,15 Millionen zugesicherter Zulagen kein Geringverdiener, würde bei Zielerreichung 20 Prozent mehr verdienen. Übertrifft die Bahn das diesjährige Ergebnis, sind sogar fast drei Millionen an Zulagen möglich.

Die Bahn verteidigte die Management-Gehälter. Sie seien gegenüber dem vergangenen Jahr gesunken. Die Arbeitnehmervertretung Transnet jedoch ist gespalten. Während Transnet-Chef Krauß die Debatte "versachlichen" will, regt sich an der Basis Unmut. Viele Bahnmitarbeiter leisten derzeit Überstunden.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, Prozent, Bahn, Börse, Gehalt, Deutsche Bahn, Börsengang
Quelle: www.sueddeutsche.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.10.2008 08:43 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Das ganze hört sich für mich nach handfestem Skandal an. Weil die Bahn de facto auf der überwiegenden Zahl der Strecken ein Monopol besitzt, könnte sie sich doch auch auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Doch offenkundig wollen die Manager den Börsengang mit aller Macht durchpeitschen. Ich finde, es sollte noch mal deutlich gesagt werden: Sagt den Börsengang ab!
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31.10.2008 09:24 Uhr von Illiana
 
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meinertwegen: können die Vostände auch das 4-fache oder mehr verdienen, wie es in anderen Ländern auch ist, aber dann sollten sie auch wie manch anderer Orts dafür haftbar gemacht werden, wenn was schief läuft und nicht nach einem rausschmiss in einem anderen Konzern einen noch besser bezahlten Job erhalten...
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31.10.2008 09:31 Uhr von Katzee
 
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Sie lernen es einfach nicht: Anscheinend hat die derzeitige Finanzkrise diese "Nieten in Nadelstreifen" nichts gelehrt. Gerade Herr Mehdron, der mit seiner Preispolitik die Kunden vergrault und damit den späteren Aktionären wohl eher einen verlotterten Schrotthaufen anstatt eines florierenden Unternehmens übergibt, sollte Zurückhaltung bei seinen Gehaltsvorstellungen wahren. Hatte er nicht lauthals losgepoltert, dass die mageren Gehaltserhöhungen der Bahnangestellten die Preise weiter in die Höhe treiben würden? Wie sieht es dann erst mit den neuen Belastungen durch Aufsichtsrat und Vorstand aus? 20 % Gehaltserhöhung, Bonuszahlungen in Millionenhöhe. Muß in Deutschland erst eine Art Neuauflage der "Französischen Revolution" stattfinden - diesmal gegen den "Geldadel" in den Chefetagen der Großkonzerne - bis die Herren merken, dass sie sich nicht beliebig aus dem Unternehmenskapital bedienen können? Wo bleibt der Anstand, Herr Mehrdorn? Nur auf dem eigenen Bankkonto?
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31.10.2008 09:56 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
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Französische Revolution: Ja, sofort.

Rückverstaatlichung von Grundversorgung.

Telekommunikation
Energie
Krankenhäuser

Muss wieder verstaatlicht werden und per gesetz unverkäuflich gemacht werden.

Grundversorgung ist keine Ware.
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31.10.2008 10:36 Uhr von mr_bob_dobalina
 
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@Katzee: 100% full akk
du schreibst meine gedanken recht gut darnieder ;-)
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31.10.2008 10:42 Uhr von iAMsterdam
 
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Unfassbar! Der damals etwas forsche GDL Manager Schell sagte schon, dass die Bahn einen offensichtlichen Kurs der Volksverblödung fahre. Mehdorn dementierte zunehmend energischer dagegen. Und wie hier schon geschrieben, würde es laut Mehdorn die ohnehin "kranken" Preise noch weiter in die Höhe treiben. Eine Art "Französische Revolution" lehne ich derzeit noch ab...
Noch... es sollte sich schnell etwas ändern an der Einstellung des geldgeilen und realtitätsfernen Mehdorn, der (wie schon geschrieben) unsere Grundversorgung in die Hände irgendwelcher Raben geben will. Was das brachte sieht man an den dt. Krankenhäusern. Einst mit die best ausgestattesten Krankenhäuser weltweit, sind sie nun Schlusslicht in Europa. Und woran liegt es? - An der Privatisierung... Rationalisierung hier und da.. sparen auf Kosten der Menschen die Hilfe&Grundversorgung alleine nicht mehr aufbringen können.

Es ist unfassbar was sich hier abzeichnet. Deutschland verkauft ein Tafelsilber nach dem anderen bis es nichts mehr hat - Gegensätzlich hört man dazu in den Nachrichten, dass die Deutschen wieder so viel sparen wie seit Jahren nicht mehr. Wie kann das?

Gebt mir Antworten, ich verstehe es nicht mehr - Wir müssen es wirklich wirklich wirklich verhindern das die Bahn an die Börse kommt.
...und das ganz abgesehen von 20% mehr für diesen Geier.
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31.10.2008 11:16 Uhr von backward
 
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In der freien Wirtschaft sind die Gehälter: auch so hoch.
Wenn ich so etwas nur höre. Woanders würde mehr bezahlt, dann soll er doch woanders hin gehen. es gibt eben nur 30 Dax konzerne. Und die sind alle belegt. Man könnte meinen die Vorstände bekommen für schlechtes Arbeit Gehalt und für gutes Boni. Für was bekommt er den jetzt Gehalt? Er ist dafür Angestellt daß er das Unternehmen führt, nach vorne bringt und auch ausbaut, dafür bekommt er auch seine Vergütung. Das noch mit eine Boni zu versüßen ist absoluter quatsch.
Könnt ja meinem Chef auch sagen, "fürs Gehalt erbringe ich nur die Standardleistung, wenn Sie möchten daß ich besser arbeite müssen Sie schon Boni zahlen"
Die Arbeitsleistung wird eigentlich mit dem Gehalt bezahlt. Und es wird erwartet daß diese auch ordentlich bzw gut gemacht wird. Alles andere ist für die eigene Tasche wirtschaften.
Solange keine Kontrolle erfolgt, werden diese Leute den Hals nie vollkriegen. Und wenn der Tiefensee gehen muß, dann kriegt er neben seinen Zahlungen als Minister und Abgeordneter wahrscheinlich noch einen gut bezahlten Job bei der Bahn und dann hat sich die Gehaltserhöhung dann auch für ihn gelohnt.
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31.10.2008 12:00 Uhr von derSchmu
 
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aehem Fehler in der News?!! Soweit ich weiss, ist die Gehaltserhoehung unabhaengig vom Boersengang...

Ansonsten weg mit Mehdorn und Tiefensee...
Mehdorn? Er faehrt die Karre an die Wand.

Is mir ja wurscht, wenn ein Manager fett die Kohle macht, dafuer aber auch das Unternehmen nach oben fuehrt und Verantwortung fuer allet moegliche uebernimmt, aber wenn ein Manager den Erfolg eines Unternehmens darin sieht, den Gewinn durch Abbau von Personal, Schienennetz und Zuegen und der Erhoehung von Preisen zu maximieren, dann kann das kein richtiger Erfolg sein. Warum? Der Gewinn laesst sich doch dann nicht mehr steigern, wenn keiner mehr mit dem Zug fahren will und nix mehr da is, was man abbauen kann...und dann hat man Aktien, die angeblich so viel Geld bringen und wie soll das gehen, wenn kein Gegenwert mehr vorhanden ist....? Typisch Manager halt...

Und warum soll der Tiefensee gehen?
Naja fuer die Autofahrer isser ja noch in Ordnung...aber was die Bahn angeht, hat er absolut nix geleistet.
Wie war das noch? Er wollte den meisten Verkehr von der Strasse auf die Schiene umleiten...und laesst zu, dass Mehdorn die Bahn kleinspart und Konkurrenten nicht auf die Schiene duerfen...damit hat er einen erheblichen Teil seiner Verkehrspolitik verfehlt...
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31.10.2008 12:40 Uhr von skandale
 
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immer noch zu späte züge ...
immer noch dreckige züge ...
immer noch unfreundliches personal ...
immer noch volle züge ...
immer höhere gewinne ...

gedanke von mehdorn is doch leicht zu begreifen xD
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31.10.2008 12:50 Uhr von JCR
 
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Ach was. Machen einen Riesenaufstand, wenn die Angestellten streiken, streichen aber selbst 20 Prozent ein. Ganz toll.
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31.10.2008 13:06 Uhr von skipjack
 
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Dafür: werden die Fahrkarten für die Deutschen ja bestimmt auch um über 100% teuerer...

Der Filz hat erneut gesiegt...

>Hatten wir das nicht schonmal, dass die Reichen immer reicher wurden und die Armen, immer ärmer???

>>Während wir, im globalen Vergleich, mit den Löhnen und Gehältern, ein Billigstlohnstandort geworden sind, schweben wir mit den Management Ausgaben unter den TOP 5...
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31.10.2008 13:08 Uhr von Flens_DS
 
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Schöne neue Börsen Welt Bahn: "Die Bahn teilte der Süddeutschen Zeitung mit, die Vorstandsbezüge seien 2007 gesunken. "Die Vergütung liegt nach wie vor im unteren marktüblichen Bereich." Aufsichtsratskreise wurden mit dem Satz zitiert: "Bei einem Chemie-, Energie- oder Autokonzern bekommt man für dieses Geld keinen Vorstand."

Ja Herr Mehdorn das Wissen wir...
Wissen Sie denn auch das Ihr Bahn Personal nicht nur "im unteren marktüblichen Bereich verdient", sondern weit darunter?

Was hier an der ganzen Aktion immer noch das beste ist. Ihr Freund, der ehemalige Gewerkschaftsvorsitzende Hansen, ist jetzt ja auch im Vorstand. Bei dem kleinen Aufstand der GdL hat er schön die Füße still gehalten und dafür gesorgt das der Großteil der Beschäftigten immer noch fast nichts in der Tasche hat. Jetzt sitzt er sicher mit Ihnen schön beim Mittag Essen im Ritz und lacht sich ins Fäustchen.

Die Aussagen das bei uns in Jahren der staknation in andern Bereichen immer Abschlüsse von min. 3% da waren zählt für mich nicht. Denn +3% von fast nix ist immer noch nicht viel. Da müssen schonmal solche Brummer her wie in unserem Vorstand +20%. Würde gern mal wissen wie man das Geld hätte anders verteilen können.

Gruß Ihr "noch" Angestellter.
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31.10.2008 20:00 Uhr von Artim
 
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Wohin mit dem Geld ? Wenn die Manager weniger verdienen würden, was sollte man mit dem vielen Geld machen aus Preiserhöhungen und Einsparungen durch Entlassungen ?

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