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Forscher warnt vor gesellschaftlichen Folgen der Leiharbeit

Der Wissenschaftler Oliver Decker hat die verkürzte Debatte über die Leih- und Zeitarbeit kritisiert. Es werde nur die ökonomische Ebene thematisiert, so Decker. Die fehlenden Möglichkeiten der Mitbestimmung in den Betrieben werde in der Öffentlichkeit als Folklorismus wahrgenommen.

Decker erklärt, damit werde "eine der großen Möglichkeiten an einem wichtigen Ort des Lebens, nämlich bei der Arbeit, auch Einfluss zu nehmen, stark reduziert". Der Wissenschaftler hatte mit Kollegen viel beachtete Studien über die Entstehung von demokratiefeindlichen Einstellungen vorgelegt.

Dabei hatten die Forscher beobachtet, dass auf vielen Bürgern "sehr hoher Normierungsdruck lastet, der durch die Angst vor Stigmatisierung durch wirtschaftlichen Abstieg verstärkt" werde. Decker fordert, die Menschen müssten ohne Not und Angst an demokratischen Prozessen teilnehmen können.


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WebReporter: npd-blog.info
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Forscher, Folge
Quelle: npd-blog.info

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31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.10.2008 08:53 Uhr von Travis1
 
+65 | -2
 
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Dann: ist das Ziel der Leiharbeit ja erreicht.

Billige, rechtlose Arbeitskräfte zu schaffen.
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31.10.2008 09:10 Uhr von oneWhiteStripe
 
+39 | -2
 
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Friede: den Hütten, Krieg den Palästen.

sorry, da konnte ich jetzt nicht anders. und wir lassen uns weiter auf der nase rumtanzen!....ach ein schönes land...
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31.10.2008 09:18 Uhr von Illiana
 
+30 | -3
 
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naja, das hät ich auch sagen können, nur bin ich kein Forscher ^^
vernünftiges Gehalt wird ja auch überbewertet. wer braucht schon Geld für Urlaub, Auto, Klamotten, Ausbildung der Kinder (die können ja die Schule abbrechen und HartzIV-Empfänger werden - dann sparen sie sich Geld für Schulsachen)...
außerdem kann man Zeitarbeiter von der Steuer absetzen und kann sich somit jede Menge Personalkosten sparen ;)
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31.10.2008 09:28 Uhr von maki
 
+34 | -3
 
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Leiharbeit ist wichtig, sonst könnten doch gewisse Labersülzen nichts mehr über "die Zunahme sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze" schwafeln.
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31.10.2008 09:28 Uhr von Auraka
 
+29 | -2
 
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Grrrrrr. super wenn ich sowas höre.

Wie siehts denn mal it nem angemessenen Gehalt für Leiharbeiter aus????
Ich selber arbeite als Leiharbeiter weil es immer noch besser ist als gar nix, aber mit Steuerklasse 3 und 2 Kindern auf der Karte komme ich auf ca. 1200€ im Monat und das auch noch mit Ausbildung. Achja ist ne 40std. Woche.

Ausbeute ist das.

Aber so ist das hier in Deutschland immer mehr "Gang und Gebe"
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31.10.2008 09:38 Uhr von Webmamsel
 
+24 | -0
 
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über das thema leiharbeit war im tv ein: bericht im fernsehen *ARD*

dort hatte jemand 1 jahr bei verschiedenen firmen als leiharbeiter gearbeitet und diese "jobs" dann in einem persönlichen videotagebuch dokumentiert.

die ganze aktion war ein leiharbeitstest und unter welchen bedingungen dieser mann arbeiten musste, war einfach nur erschreckend.

leiharbeit sollte man entweder abschaffen oder die bedingungen knallhart zu gunsten der arbeiter verbessern.
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31.10.2008 09:43 Uhr von maki
 
+10 | -2
 
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Auraka: Frag doch mal den User "ZTUC", der wird Dir anhand von Auszügen diverser Propagandaschriften der REgierung stichhaltig beweisen, dass Du vermutlich noch zuviel Kohle bekommst. *grmpf*
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31.10.2008 09:48 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
+17 | -1
 
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Der politische Resetknopf rückt immer näher. Einfach mal alle politiker restlos entlassen und auf lebenszeit von einem politischen Amt suspendieren, deren renten und die aktuellen Diäten halbieren. Und nach einem Monat sind Neuwahlen, mit völlig neuen Gesichtern, ohne politische Wahlkampftaktiken, mit runtergelassenen Hosen einer neuen Zeit entgegen.
All die Vettern, Vorstands und Aufsichtsratmitglieder im Bundestag für immer weg vom Fenster.
Nachrücken von neuen Geistern und der erste parteilose Bürgerputsch der Menschheitsgeschichte.
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31.10.2008 09:50 Uhr von vostei
 
+6 | -0
 
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@Chorkrin: um dein posting noch zu ergänzen:

den Vorteil der steten und willfährigen Verfügbarkeit von Leiharbeitern erkauft sich der Arbeitgeber dann mit ca 3.000 Euro (bei deinen als Beispiel genannten 2.500 für fest Angestellte und 1.100 für den Sklaven...)
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31.10.2008 09:57 Uhr von maki
 
+9 | -2
 
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Schietegal, wieviel Ihr erhaltet, Ihr dürft nur: nicht vergessen, nächstes Jahr einen Neuwagen zu kaufen, um die nicht mehr ganz so stark steigenden Gewinne der Automafia zu retten.
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31.10.2008 10:17 Uhr von ThomasHambrecht
 
+13 | -0
 
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Sie nehmen uns die Arbeitsplätze weg waren die Begrüssungsworte als wir noch in den 80er als Techniker an ein Ingenierbüro vermietet wurde.
Ausgrenzung am Arbeitsplatz, böse Worte, mangelnde Unterstützung bei der Einarbeitung - und das tägliche Gefühl nicht dazuzugehören und die Frage was ist nach dem Einsatz?
Ich höre auch heute noch in meinem Umfeld, dass die fremden Kräfte immer als störender Faktor betrachtet werden. Ganz schlimm wird es, wenn eine Firma Angestellte entlässt und Leiharbeiter holt.
Diese Leiharbeiter werden beinahe im Betrieb aufgefressen ...!
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31.10.2008 10:28 Uhr von idomsa
 
+13 | -0
 
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“Moderne Lehr? und Wanderjahre”: So steht es in der Quelle. Ist das nicht schön? In meiner Zeit als Leihdepp durfte ich (Elektriker) immer die dreckigste Arbeit für die Hälfte Gehalt wie meine geschätzten fest angestellten "Kollegen" verrichten. Die meiste Zeit natürlich auswärts auf Montage. Das "Highlight" war immer am Abend in der Pension. Da kamen die Schnitzel und Schweinebraten angeflogen. In dieser Zeit ging ich immer auf unser Zimmer und ass meine Wurstsemmeln, da ich mir kein Schnitzel leisten konnte.
So gegen Mitternacht kam dann der "Kollege", leicht angetrunken und schnarchte die ganze Nacht lang durch.

Freunde der Nacht, merkt ihr was?
So ein Leben als Arbeitssklave ist unwürdig und erzeugt Hass4-Empfänger.
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31.10.2008 11:39 Uhr von Illiana
 
+3 | -0
 
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also: was Ungleichbehandlung gegenüber Zeitarbeitern angeht, hab ich Glück gehabt. Wir haben zwar weniger verdient (so 300 eur netto) und die festangestellten wurden was Wunschurlaube angeht bevorzugt, aber ansonsten wurde weder ich noch andere Zeitarbeiter schlecht behandelt in meiner alten Firma.
Allerdings war das gutes Stück niedrigere Gehalt und keine Aussicht auf Festanstellung trotzallem sehr gute Gründe um einen Festangestellten Job zu suchen ;)
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31.10.2008 12:20 Uhr von skandale
 
+5 | -0
 
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ganz einach ...
setzt politiker auf leiharbeit ... ham ja ey schon genug nebenjobs ... dann werden se sehn was se ham xD
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31.10.2008 12:45 Uhr von holiday79
 
+7 | -1
 
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Die Grundidee macht ja Sinn...

Jemand der keine Arbeit hat, wieder Arbeit "zu vermitteln".
Hier ist es sicherlich auch eine gute Chance vorallem für Quereinsteiger.

Das Ausbeuten, was es inzwischen ist, ist jedoch unter aller Sau.
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31.10.2008 13:03 Uhr von skipjack
 
+2 | -0
 
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Forscher warnt: doch Politiker setzen ihre 3 Affen-Politik fort:
1. Affe nichts sehen
2. Affe nichts hören
3. Affe nichts sagen

>Ohne die versklavten Leiharbeiter, würden unsere Politikerchen, eventuell ja auch weniger Knete im Aufsichtsrast und Vorstand kassieren...

>>Obendrein kann ich nur zustimmen: Im Land der Dichter und Denker, sowie Erfinder herrscht in den Betrieben Stillschweigen, weil die meisten Angst haben, ihren Job zu verlieren...

Doch vergesst nicht:
Wir leben von den Erfindungen und Entwicklungen, nicht umsonst ist selbst MP3 eigentlich nen Deutsches Produkt....
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31.10.2008 14:42 Uhr von thabowl
 
+4 | -0
 
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Manpower, Elan und co: gehören verboten!

Menschenhandel in unserer Zeit als fortschritlich zu bezeichnen ist wohl die größte verarsche! Moderner Sklavenhandel ist wohl zutreffender!
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31.10.2008 16:55 Uhr von hoomer666
 
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Moderne Sklaverei was anderes ist Leiharbeit heutzutage nicht mehr!!
Wer meint, Leiharbeit sei gut um den Arbeiter vorher zu testen, wie er arbeitet bevor man ihn einstellt, der lebt noch hinterm Mond. Diese zeiten sind vorbei, seid dem das Gesetz gekippt wurde, wo man nur begrenzte Zeit Leiharbeiter sein durfte. Heutzutage verlangen die Zeitarbeitsfirmen eine nicht geringe Ablösesumme, wenn dich ein Arbeitgeber aus der Leiharbeit fest einstellen will. Aber da man ja heute unbegrenzt Leiharbeiten kann, stellt dich keiner mehr fest ein, als Leiharbeiter bist du eh nur noch eine "Nummer", die kann man beliebig Streichen und neue holen, wenn du auch nur mal einen kleinen Fehler machst. So schnell biste denn wieder draussen, von heute auf morgen, dann ist der "schwarze Peter" für 14 Tage bei den Leiharbeitsfirmen, und danach biste wieder Hass IV Empfänger.
Da wo ich momentan ausgeliehen bin, ist das Gang und Gebe, machste einen Fehler biste draussen, kein wunder das man als Leiharbeiter mehr unter Druck steht wie jeder Festangestellte.
Dafür ist an meinem Arbeitsplatz aber das Klima zwischen Festangestellten und Leiharbeitern durchaus angenehm, klar gibts da auch ein paar Wenige, die keine Leiharbeiter mögen, aber der Großteil hilft dir bei der arbeit, wir machen da das gleiche wie die "Festen", nur für eine ganze ecke weniger Kohle (bekomme ca 850 Euro/Monat) und das wissen die auch.

Mitbestimmen ist bei uns im Betrieb jedoch als Leiharbeiter fehlanzeige, es läuft dort momentan eine Mitarbeiterbefragung (anonym) aber nur für Festangestellte!! Sollten wir Leiharbeiter daran teilnehmen können, würde sicherlich kein gutes ergebnis dabei rauskommen, bzw es würde noch schlechter ausfallen, da die Festenagestellten oft auf unserer Seite stehen :-)

Ich kann für mich nur hoffen, das ich bald einen anderen Job mit Festeinstellung finde, schreibe genug bewerbungen, vielleicht hat ja Jemand hier einen guten job für mich? *gg*
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31.10.2008 16:59 Uhr von jpanse
 
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war auch mal leihheini: Bin da zweigeteilter meinung...mal war es gut mal war es schlecht...hatte auch schon einsätze wo ich mehr raus hatte als die festen...bin jetzt wieder fest untergebracht (nicht in DTL) und bin sehr froh darüber..war vorher in einer firma wo es fast nur leiharbeiter gab...ist echt hart...die haben ihre festen "entfernt" und als leihheini wieder eingestellt...um "besser" auf den markt reagieren zu können...Am ende ist es moderne skalverei wobei mein letzter einsatz eigentlich relativ gut war...aber wenn man als leiher in eine firma ans band muss oder akkord arbeiten soll ist das schon scheisse...machst genauso viel wie die festen, bekommst aber nur die hälfte...das machen die firmen sich natürlich zu nutze...naja...es ist vorbei und ich muss es hoffentlich nie wieder machen...

In diesem sinne, schönes WE!
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31.10.2008 17:03 Uhr von werwolf0815
 
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oh je alle beschweren sich aber bei der nächsten wahl bekommn SPD und CDU zusammen wieder 75%...

alle heulen und niemand macht was!

und ja nich Die Linke wählen.. die sind zwar gegen leiharbeit aber wenn die durchsetzten was se sagen dann haben wir bald KEINE arbeit mehr.

wählt wegen mir graue phanter oder irgend eine andere winzig kleine partei
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31.10.2008 18:32 Uhr von guenxmurfl
 
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@werwolf: Die Grauen Panther gibt es nicht mehr...
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31.10.2008 18:49 Uhr von ZTUC
 
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Warum werden Leiharbeiter eingesetzt: Tja, für die Firma, die sich ein Leiharbeiter holt, lohnt sich dies meist nicht finanziell, denn Leiharbeiter sind brutto teilweise teuer als Festangestellt.

Warum holt sich dann die Firma Leiharbeiter? Ganz einfach, schon mal versucht nen Festangestellten zu kündigen. Geht nicht, dank den tollen Kündigungsschutz in Deutschland. Da holt man sich lieber Leiharbeiter.

Also, Kündigungsschutz lockern und schon lohnt sich das mit der Leiharbeit nicht mehr und es gibt wieder Festanstellungen.
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31.10.2008 19:43 Uhr von Technomicky
 
+3 | -2
 
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@ Auraka: Was jammerst du denn?
Meine Kollegen arbeiten 45h/Woche und haben 900€ am Ende des Monats - und das als ausgebildete Fachkräfte (manche mit Kindern)! Ich bin nur der Azubi und sehe was sie jeden Tag leisten!
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31.10.2008 23:32 Uhr von majorpain
 
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Na ja wenn ich Zeitarbeit höre und 7.50 € die Stunde ist oft so dann sehe ich in meinem inneren Auge immer die Pyramiden vor mir wie sie erbaut werden.
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01.11.2008 02:42 Uhr von Celinna
 
+3 | -1
 
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kann: meinen Vorrednern nur zustimmen, das ist einfach moderne Sklaverei.
Man sollte alle Zeitarbeitsfirmen dichtmachen, dann würden die Leute auch wieder genug verdienen und würden mehr konsumieren und die Wirtschaft würde wieder erstarken weil mehr gekauft wird.

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