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Bei Jerusalem wurden 3.000 Jahre alte hebräische Textzeilen entschlüsselt

Wie jetzt Archäologen der Hebräischen Universität in Jerusalem mitteilten, wurden bei Ausgrabungen im Gebiet südöstlich von Jerusalem u.a. eine etwa 3.000 Jahre alte beschriebene Tonscherbe entdeckt. Das Fragment wurde in der Gegend von Kirbet Qeiyafa bei der Festung Elah ausgegraben.

Die Wissenschaftler konnten bisher noch nicht den kompletten Text entziffern, aber die Worte "Richter", "König" oder "Sklave" waren schon deutlich entzifferbar. Der Text auf der Tonscherbe wurde von der Uni Oxford auf 3.000 Jahre taxiert und soll aus der Zeit-Epoche von König David stammen.

Die Uni Jerusalem erhofft sich vom Fund mehr über die Entstehung und Entwicklung der hebräischen Texte - über die bisher bekannten Schriften hinaus -, zu erforschen. Von israelischen Archäologen wird dieser spektakuläre Fund fast auf eine Stufe mit dem Auffinden der Qumranrollen im Jahr 1947 gesetzt.


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WebReporter: jsbach
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Jahr, Jerusalem, Entschlüsselung
Quelle: www.tagesschau.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.10.2008 08:43 Uhr von jsbach
 
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Solche Funde können auch die biblische Zeitrechnung näher bringen und somit manche Legende entweder widerlegen oder befürworten.
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31.10.2008 10:43 Uhr von Shakotai
 
+3 | -1
 
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Ein durchaus interessanter Fund, interessant aber auch der Versuch einer sonst seriösen Quelle historisch belegbares (Die Tonscherbe) mit historisch heftig umstrittenem (Geschichte Davids) zu verbinden.

Tatsächlich ist die Geschichte Davids, wie sie in der Bibel beschrieben wird, auf das Heftigste umstritten. Zum Einen ist sie in der Bibel derart detailliert ausgearbeitet, dass sie den Verdacht weckt, eher ein ´zeitgenössischer Roman´ (a la GilgameschEpos) zu sein.
Auf der anderen Seite fehlen jegliche historischen Belege für ein Großreich Davids bzw. seines Sohnes Salomo. Angeblich durch diese beiden erstellte Gebäude konnten wesentlich späteren Epochen zugeordnet werden. Oder aber sie existierten erst gar nicht. Auch war Jerusalem zu jener Zeit, zu der David und später Salomo geherrscht haben könnten, eher ein Dorf mit etwa 1500 Einwohnern. Auch stellt sich in letzter Zeit die Frage, ob David nicht vielleicht ein Übersetzungsfehler ist. Seinerzeit stand der Begriff Davidum für Heerführer.

Nun, es steht zu hoffen, dass die Tonscherbe vielleicht etwas mehr Licht in diese Zeit wirft.

Übrigens, JSBach, gut ausgearbeitete News, Kompliment und Sterne… .-)
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31.10.2008 12:52 Uhr von Tyrooon
 
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Nun ja, der Gilgamesch Epos…: ist ja nicht nur Vorlage für die Genesis.
Allerdings galt auch Troja bis Schielmanns Fund als Mythos (, obgleich das wirkliche Troja erst Jahrzehnte später entdeckt wurde.) Doch richtete somit der Fokus der Öffentlichkeit auf die Archäologie, in dessen Sog auch weitere Entwicklungen und Entdeckungen ermöglicht wurden.
Solange wissenschaftlich und nicht etwa ideologisch gearbeitet wird, kann ein Mythos der Archäologie helfen.

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