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Briten und Japaner kürzen ihre öffentliche Entwicklungshilfe

Nach Statistiken der Welthungerhilfe und der internationalen Hilfsorganisation "Terres des Hommes" ist die öffentliche Entwicklungshilfe aus Industriestaaten um 740 Millionen auf 103,7 Milliarden US-Dollar zurückgegangen. Deutschland bleibt auf dem zweiten Platz der Geber-Nationen.

Hauptursache für den Rückgang im vergangenen Jahr waren die Rückgänge der Entwicklungshilfe von Großbritannien und Japan. Die Bundesrepublik verfehlt das EU-Entwicklungshilfeziel von 0,7 Prozent. Hierzulande fließt ein Großteil der Entwicklungshilfegelder in die Verwaltung, hieß es.

Zudem fließt angeblich gerade einmal etwas mehr als ein Zehntel der gesamten Entwicklungshilfe in den eigentlichen Demokratieaufbau. Die Regierenden versuchen nun mit Rechentricks ihre Quoten zu erhöhen. So sollen künftig zum Beispiel Friedenseinsätze als Entwicklungshilfe mitgerechnet werden.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Japan, Entwicklung, Brite, Entwicklungshilfe
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.10.2008 21:46 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Der Vorschlag, Militäreinsätze mit in die Rechnung zu nehmen, ist mehr als zynisch. Aber dann wäre die USA mit Abstand der größte "Wohltäter" der Welt und insofern könnte die Diskussion in diese Richtung gelenkt werden. Holzaugen, seid wachsam!;-))
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30.10.2008 22:11 Uhr von Tzimisce
 
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Friedenseinsätze sind zumindest mehr als Entwicklungshilfe anzusehen, als das Verschwinden von Entwicklungsgeldern in den Taschen der Politiker dieser Ländern
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30.10.2008 22:33 Uhr von Maku28
 
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Gut zu wissen: dass unwissende Politiker für unser Land Vorgaben und Ziele setzen. Demnächst stellen sie auch noch den Bundeshaushalt auf . Man könnte so unglaublich viel Geld sparen wenn man endlich die Bürokratie abbauen und den Verwaltungsapparat schmälern würde.
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30.10.2008 22:35 Uhr von alphanova
 
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@dr troy: volle zustimmung.. in der politik wird ständig gesagt, man solle sparen weil die wirtschaftliche situation sehr zu wünschen übrig lässt.. das gilt natürlich auch für den staat.
meiner meinung nach sollte man die entwicklungshilfe auf null reduzieren und da verwenden, wo es zunächstmal nötiger gebraucht wird. nämlich hier im eigenen land, um die wirtschaft wieder anzukurbeln. wenn das erfolgreich gelingt, kann wieder entwicklungshilfe geleistet werden.. da hätte ich dann nichts gegen. aber so? armes deutschland (wortwörtlich)
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30.10.2008 22:36 Uhr von Tyrooon
 
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Nun ja kommt darauf an, was unter Friedenseinsätzen zu verstehen ist. Ist für diese ein Uno-Mandat notwendig? Oder darf der unbedarfte "W" den letzten Golfkrieg auch als Entwicklungshilfe deklarieren? Dann gelten irgendwann konjunkturpolitische Steuererleichterungen für Branchen, die auch für das Militär tätig sind, zumindest teilweise als Entwicklungshilfe.

Wollen wir wirklich in solch einer Welt leben?
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30.10.2008 22:38 Uhr von Maku28
 
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edit: warum gibts immer noch keine edit Funktions? gr

was ich vergessen habe zu sagen ist, dass die EU unser Land noch mit Milliarden Strafen belegen kann wenn wir diese Ziele nicht einhalten. Wir zahlen nen Haufen Kohle damit die uns Vorgaben machen, die wir einzuhalten haben. UND werden wir noch bestraft , sollten diese Ziele nicht erreicht werden.

Hey das ist als ob man die Stromrechnung für die eigene Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl zahlen müsste ^^
Achja den Stuhl muss man natürlich auch zahlen.
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30.10.2008 22:46 Uhr von Tyrooon
 
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@DrTroy & alphanova: Euch ist schon bewusst, dass wir in einer vernetzten Welt leben. Ohne ein gewisses Maß an Entwicklungshilfe käme es allein schon verstärkt zu Migrationsbewegungen, welche dann auch das Leben in den vermeintlichen Geberländern beeinflusst. Vom humanitären Gedanken ganz zu schweigen...
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30.10.2008 22:51 Uhr von Tyrooon
 
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@Maku28: Was heißt denn: die von der EU? Dir ist schon klar, dass der deutsche Einfluss innerhalb der EU neben dem französischen der größte ist. Und die Abgeordneten des Europaparlaments werden schließlich vom Volk gewählt. Auch die 99 Deutschen...
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31.10.2008 01:13 Uhr von jonadei
 
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@DrTroy: Ja, vollkommen richtig. Ich spende mein Geld auch immer nur an die SOS-Kinderdörfer in Hamburg, damit das Geld im deutschen Wirtschaftskreislauf bleibt.
Hört bei dir etwa die Sympathie und Menschenliebe an der Landesgrenze auf, oder wie?
Immer wieder faszinierend auf welche moralischen Abgründe man hier stösst. Man könnte fast denken man schreibt hier mit der NPD-Parteizentrale.
Also bitte, das Geld der Entwicklungshilfe ist zumeist die einzige Chance für solche Länder wenigstens ein bisschen über die Runden zu kommen. Die Menschen dort sind am Verhungern und wir regen uns auch, wenn die Buche vom Nachbarn unseren Garten zuschattet, vor dem Haus gebaut wird, der Bus zu spät kommt, man zu viele Steuern bezahlt, die Politiker alle korrupt sind, aber hey! Uns geht es noch richtig gut. Dieser Vorgartenfaschismus geht mir echt so auf den Sack, das man sich für solche Aussagen nicht schämt geht mir nicht in den Kopf.
Abgesehen davon bin ich aber auch für eine stärkere Kontrolle dieser Mittel, da solche ja oft veruntreut werden.
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31.10.2008 11:17 Uhr von phil_85
 
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@Kommentar: FRIEDENSeinsätze sollen angerechnet werden. Also die Aufbauhilfe danach und nicht das Einmarschieren usw...

Ich find´s faszinierend, dass wir die 2. größten Geldgeber sind und dennoch nicht genug geben nach EU-Richtlinien...wer gibt denn dann genug?

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