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Neues Firefox-Addon "China Channel" imitiert chinesische Surf-Erfahrung

Die Zensur aller öffentlichen Medien in China ist spätestens seit der Olympiade in diesem Jahr ein weltweit bekanntes Problem. Durch das neue Firefox-Addon "China Channel" hat nun jeder die Möglichkeit, die Ausmaße der Zensur am eigenen Leibe zu erfahren.

So hat der geneigte Surfer nach dem Installieren des Addons die Möglichkeit, über einen chinesischen Proxy ins WWW zu gehen, um dann wie gewohnt zu Surfen und zu Erkunden, welche Seiten zensiert oder verboten werden.

Dabei fällt schnell auf, welche Informationen seitens der Regierung scheinbar nicht geduldet werden: Weder die Website der tibetischen Exilregierung, noch die Wikipedia-Seite über den Platz des Himmlischen Friedens sind wegen der Fehlermeldung "Verbindung abgebrochen" nicht erreichbar.


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WebReporter: Nutmeg
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: China, Firefox, Add-on
Quelle: www.golem.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.10.2008 15:52 Uhr von Nutmeg
 
+0 | -0
 
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Eine verrückte aber durchaus interessante Idee ein solches Addon zu veröffentlichen. Wahrscheinlich ist das ganze auch über das manuelle Eintragen eines http Proxys zu realisieren, so dass man sich nicht extra den Firefox installieren muss. Links etc. sind in der Quelle zu finden.
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30.10.2008 16:30 Uhr von ZTUC
 
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Überwachungsstaat: Hier sieht man, was ein echter Überwachungsstaat ist. Da geht´s nicht um poplige Raubkopien und Sperrung von Warez-Seiten, die hier einige erregen sondern um ganz handfeste Eingriffe in die Meinungs- und Informationsfreiheit. Das vergessen viele!
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30.10.2008 16:54 Uhr von Thimphu2003
 
+3 | -1
 
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@ ZTUC: nein, das vergessen nicht so viele wie du denkst. Sie ENTSCHULDIGEN das mit dem Hinweis, China ist im Umbruch und benötigt Zeit.

Diese Zeit des Terrors an Andersdenkenden ist in China aber kein Problem der letzten 5 Jahre, sondern geht schon seit Generationen so.

Nur ... wird inzwischen mit China richtig schön Kohle verdient. Das verdient doch Rücksichtnahme auf die innerstaatlichen Belange. Wir sollten uns nicht einmischen in die inneren Angelegenheiten Chinas. Das kränkt sie und sie sollen sich doch um Gottes Willen nicht schämen für die Folterungen in Polizeistationen und Gefängnissen und zehntausenden von Todesurteile der letzten Jahre. Da ginge unsere Kritik wirklich zu weit.

Chinesisch verordnete Demut und Fresse halten sei hier viel angebrachter.
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30.10.2008 18:29 Uhr von muhschie
 
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@ZTUC: Hier läuft das ganze nur etwas subtiler ab.
Die Zensur gibts nicht durch das abschalten von Seiten sondern in Form von Abmahnungen und deren Kosten.
Wenn dies nicht funktioniert, wird Unglaubwürdigkeit propagiert. Doch es kommt selten dazu da die Deutschen schon lange ihr Revolutionsgen verlohren haben und lieber bequem an allseits vorgebetenes glauben sowie sie Hollywood-Filme schauen.
Wer beschwert sich über das abschalten von warez-Seiten?
Die nächsten zwei machen gerade auf...
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30.10.2008 18:34 Uhr von muhschie
 
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irgendwie: schreibe ich zuviele h´s.
Liegt wohl am zuvielen Seufzen.

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