30.10.08 13:30 Uhr
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Urteil: Jobabsage an eine unqualifizierte Muslimin ist keine Diskriminierung

Das Landesarbeitsgericht Hamburg hat in zweiter Instanz die Klage einer Muslimin auf einen Arbeitsplatz beim Diakonischen Werk Hamburg abgelehnt, da die muslimische Bewerberin weder Abitur noch ein sozialpädagogisches Studium vorweisen konnte.

In erster Instanz hatte das Hamburger Arbeitsgericht wegen eines Verstoßes gegen das Gleichbehandlungsgesetz das Diakonische Werk zu einer Zahlung von 3.900 Euro verurteilt und der Klägerin Recht gegeben.

Gegen das Urteil des Landesarbeitsgericht kann keine Revision eingelegt werden. Ausschlaggebend für die Urteilsbegründung war die fehlende Qualifikation der Muslimin und nicht deren Religionszugehörigkeit.


WebReporter: marc01
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Muslim, Diskriminierung
Quelle: www.sueddeutsche.de

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48 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.10.2008 13:34 Uhr von nightfly85
 
+183 | -10
 
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Wäre ja auch: noch schöner. Dann würde jetzt ja jeder Muslim klagen weil er keinen Arbeitsplatz bekommt. Vollkommen richtige Entscheidung.
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30.10.2008 13:35 Uhr von Mavael
 
+77 | -8
 
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LoL? Jetzt kann ich jemanden schon verklagen weil er mich nicht einstellt?

"Google wollte mich nicht als Techniker bei ihnen arbeiten lassen weil ich White Metall höre!"

Gutes Urteil.
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30.10.2008 13:36 Uhr von Noseman
 
+24 | -15
 
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In der Quelle: hört sich das aber ganz anders an als in der News.

"Die Diakonie hatte sich bei der Ablehnung der Muslima auf die sogenannte Kirchenklausel im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz berufen. Religiösen Einrichtungen wird darin erlaubt, bei der Auswahl ihrer Beschäftigten auch auf deren Religionszugehörigkeit zu achten. Die ausgeschriebene Projektstelle war allerdings aus Mitteln der Europäischen Union und des Bundes finanziert."
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30.10.2008 13:44 Uhr von anderschd
 
+60 | -5
 
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Muss ein Arbeitgeber: seine Absage begründen?

Standard : Zu viele Bewerber, von denen die besser Qualifizierte eine Zusage erhielt.
Aus basta.
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30.10.2008 13:45 Uhr von LeChiffre89
 
+74 | -10
 
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@Noseman: Auch wenn es sich kindisch anhört und eigentlich immer die gleiche Leier ist, ABER:

Würde irgendein muslimischer Verein/Verband/etc... eine/n Nicht-Muslimen/a anstellen?

So und wer ohne Vorurteile ist, der werfe den ersten Stein.

mfg LeChiffre

PS: Wenn es wirklich nur an der Religionszugehörigkeit der Frau gelegen hat, dann finde ich die Sache nicht ganz pc.
Ansonsten: Pech gehabt.
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30.10.2008 13:50 Uhr von Noseman
 
+25 | -42
 
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30.10.2008 13:56 Uhr von ciller
 
+10 | -57
 
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30.10.2008 13:56 Uhr von Illiana
 
+19 | -1
 
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naja, ich lese "öffters" Stellenanzeigen (so 4-5 St. im Jahr) von katholischen Einrichtungen, die angeben der Bewerber sollte katholisch sein. Da komm ich auch nicht als eine die evangelisch ist drauf, sie deswegen zu verklagen.
Bei best. Einrichtungen muss man auch best. Sachen erfüllen, auch wenn es wie in dem Fall der Glaube ist...
Abgesehen davon nehmen die ja auch nicht den erstbesten Katholiken, sondern prüfen welcher von den Bewerbern auch wirklich katholisch (also gläubig) ist. Einer der in die Kirche geht und dort in irgendeinerweise freiwillig Mithilft hat definitiv bessere Karten als einer der nur "auf dem Papier" katholisch ist.
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30.10.2008 13:57 Uhr von Alh
 
+19 | -9
 
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Vermessen: auch noch unsere Gericht mit so einem Schmarrn zu belästigen. Hoffentlich musste sie die ganzen Kosten zahlen und hoffentlich muß sie auch diese ungerechtfertigt erhaltenen 3.900 Euro an das Diakonische Werk zurückzahlen.
Ein Witz ist indes, dass das Hamburger Arbeitsgericht für die Klägerin entschied und das Landesarbeitsgericht gegen sie.
Sie hätte bereits vom Arbeitsgericht Hamburg ein Schreiben erhalten sollen, dass das Verfahren wegen ungerechtfertigter Klage gar nicht erst bearbeitet wird, mitsamt einer Abmahnung und einer Rechung.
Außerdem ist der Koran ganz sicher gegen angestellte Frauen, denn die gab es damals auch noch nicht.
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30.10.2008 14:15 Uhr von LeChiffre89
 
+6 | -0
 
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@Noseman: Hast du den ersten Satz meines Kommentars überlesen oder wie darf ich deinen letzten Post verstehen?

Ich sage ja genau das was du auch in deinem Posting schreibst, nur etwas mehr durch die Blume ;-).

Es ist natürlich kindisch (wie ich ja auch bereits geschrieben habe) nachdem Motto:
"Weil du mich nicht lässt, lass ich dich auch nicht."

Aber ich habe es ja auch noch in meinem post scriptum geschrieben:

Sollte die Absage wirklich nur auf der unzureichenden Qualifikation der Bewerberin beruhen, so ist sie vollkommen gerechtfertigt.

mfg LeChiffre
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30.10.2008 14:30 Uhr von Ariz1990
 
+7 | -2
 
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das Diakonische Werk: ist doch ne Evangelische einrichtung und arbeitet eng mit der Ev. Kirche zusammen, aber ist kein bestandteil der Kirche von daher muss man nicht zwingend Evangelisch sein, aber wenn man nicht Qualifiziert ist hat man Pech gehabt.
Der Ev. Kirche als solches ist es aber erlaubt stellenausschreibungen zu machen in denen steht das man Mitglied der Ev. Kirche sein muss, steht auch im Kirchengesetz usw. das es oftmals Pflicht ist, kenne mich da aus, arbeite in der Verwaltung für die Ev. Kirche :)
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30.10.2008 14:31 Uhr von Hexenmeisterchen
 
+11 | -3
 
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Mir fällt gerade ein, das gabs schon oft! Da muss man katholisch sein, um in einem katholischen Kindergarten arbeiten zu dürfen, evangelisch um in einer evangelischen Tageseinrichtung und, und, und..

Das Triffe viele und ist schon ewigkeiten so... Aber ne, hier wird ja diskreminiert... *ARGH*
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30.10.2008 14:38 Uhr von Hier kommt die M...
 
+9 | -5
 
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da fällt mir ein die Mutter einer Freundin hat bei einer katholischen Einrichtung gearbeitet, hat sich dann von ihrem Mann scheiden lassen. So weit, so gut..kein Problem.

Aber als sie nach 2 Jahren wieder mit ihrem geschiedenen Exmann zusammen kam und den wieder geheiratet hat, wurde ihr gekündigt.

Begründung: Eine Ehe ist für die Ewigkeit und eine 2. Ehe Sünde, auch wenn es sich um den selben Partner handelt. Wer in Sünde lebt, kann dort nicht mehr arbeiten.

Sowas ist dann aber anscheinend keine Diskriminierung^^
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30.10.2008 14:43 Uhr von HoldOn
 
+22 | -4
 
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VW-Vorstand: Ich werde meinem Kumpel Ahmet eine Bewerbung für den VW-Vorstand schreiben.
Bei Ablehnung klagt er anschließend auf 3 Monatsgehälter und wir machen fifty-fifty.

Es ist schon verwunderlich, wie genau viele Migranten die gesetzlichen Regelungen kennen, die Ihnen Vorteile bringen.
Bei den Pflichten beweisen sie aber eine erstaunliche Unkenntnis.
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30.10.2008 14:49 Uhr von ciller
 
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30.10.2008 14:51 Uhr von Tim_B.
 
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natürlich ist das keine diskriminierung. deutsche werden genauso bahandelt...
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30.10.2008 15:08 Uhr von johagle
 
+5 | -1
 
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@gutmensch: >>>aber seit einführung des agg nicht mehr statthaft.<<<

Ja richtig. Ist vielleicht in der Bevölkerung noch nicht so bekannt, aber seit Einführung des AGG muss der Arbeitgeber beweisen welcher Bewerber der qualifizierteste war. Rein subjektive Wahrnehmung zählt nicht und der Arbeitgeber muss die Daten 2 Jahre aufbewahren. Das mag völlig hirnrissig sein, aber so sind die Gesetze aus Brüssel nun mal.
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30.10.2008 15:10 Uhr von LoneZealot
 
+1 | -18
 
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30.10.2008 15:13 Uhr von 08_15
 
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Auch wenn ich da gegen Windmühlen kämpfe Sicher hat die Diakonie als christliche Institution im Hinterkopf das es auch Christen sein sollten, die für die Diakonie tätig sind, wie Gutmann so richtig aus der TAZ zitierte. (Das der neutrale Beitrag negativ bewirtet wird ...tse tse tse). Ich halte das sogar für richtig. Um es mal krass auszudrücken: Versuch mal Hausmeister in eine Moschee zu werden mit einer Priesterrobe. Auch das würde ich verstehen.

Wie ist das eigentlich mit Krankenschwestern? Bei Kleinstkindern/Neugeborenen gibt es sowas wie eine Nottaufe, die auch eine Krankenschwester durchführen kann, sofern sie in der Kirche ist, oder der christlichen Gesinnung entspricht (http://de.wikipedia.org/...). Wie soll eine muslimische Krankenschwester das können? Ein Fisch kann kein Fahrrad fahren - das muss man als gegeben annehmen und fertig.

Ich denke das weder das Urteil, noch die Argumente diskriminierend sind. Traurig allerdings ist die Art derer die hier wild rumplärren, sobald das Wort Muslim fällt. Noch trauriger sind Leute wie diese Muslim die meint auf diese Art und Weise auch noch Kohle zu scheffeln.

Wie sagte doch der eine Türke so treffend: Deutsche sind Schweine und gehören ausgenommen. Sie sind nichts wert.
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30.10.2008 15:15 Uhr von ciller
 
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30.10.2008 15:59 Uhr von snooptrekkie
 
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Sorry: aber die Quelle, bzw. das betroffene Diakonische Werk äußern sich da doch sehr widersprüchlich.

Erst: "Voraussetzung für die Stelle sei ein Sozialpädagogik-Studium gewesen... Die Klägerin hat aber weder Studium noch Abitur."

Dann: "Die Diakonie lehnte sie aber mit der Begründung ab, dass sie keiner christlichen Kirche angehöre."

Ja wat nu, Qualifikation oder Religion????

Ich für meinen Teil, als 100 % Atheist, kann nachvollziehen, wenn eine christliche Vereinigung keine Muslime einstellen will (OK, eigentlich kann ich´s nicht nachvollziehen, diesen ganzen Religionssscheiß). Aber... Es müßte doch zumindest klare Begründungen für die Ablehnung geben, sonst wird´s unglaubwürdig...
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30.10.2008 16:13 Uhr von ciller
 
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KOMMENTAR VON DANIEL BAX: Was, wenn ein muslimischer Verband in Deutschland sich weigern würde, eine Putzfrau zu beschäftigen, nur weil sie christlichen oder jüdischen Glaubens ist? Was, wenn er von ihr verlangen würde, erst einmal zum Islam zu konvertieren, um ihre Chancen auf eine Anstellung zu erhöhen? Ein Sturm der Entrüstung wäre diesem Verein sicher, und er hätte Mühe, sich der Vorwürfe zu erwehren, von denen der Vorwurf der Diskriminierung sicherlich noch der geringste wäre.
Genauso hat sich das Diakonische Werk in Hamburg verhalten, als es eine Bewerberin gar nicht erst zum Vorstellungsgespräch lud, weil es sich dabei um eine Muslima handelte - und ihr tatsächlich nahe legte, in die katholische Kirche einzutreten. Ein klarer Verstoß gegen das Antidiskriminierungsgesetz, urteilte ein Arbeitsgericht korrekt. Empört darüber zeigen sich jetzt allerdings die Kirchen und ihre karitativen Einrichtungen, sie laufen gegen die Entscheidung Sturm. Sie fürchten um ihr Privileg, ihre Mitarbeiter nach Konfessionszugehörigkeit auswählen zu dürfen.
Der Fall zeigt, dass es für das Zusammenleben in einer pluralistischen und zunehmend multikulturellen Gesellschaft neue Regeln braucht, die für alle gelten. Keine Frage, dass dieses Thema die Gesellschaft noch lange beschäftigen wird, weil es an althergebrachte Vorrechte rührt. Nun erwartet niemand, dass die katholische Kirche jemanden als Lehrer oder Seelsorger einstellt, der nicht ihr Weltbild oder die Grundsätze ihres Glaubens teilt. Seltsam wäre es auch, von einer muslimischen Gemeinde zu verlangen, dass sie als Imam ausgerechnet einen Christen oder Atheisten einstellt.
Darüber hinaus sollte es religiösen Gruppen und Organisationen aber nicht erlaubt sein, auch ihre Bürokräfte, Projektleiter und Putzhilfen strikt nach religiöser Zugehörigkeit auszuwählen und sich auf diese Weise in den Grenzen der eigenen Gemeinschaft abzuschotten. Dieses Privileg der Kirchen war schon immer fragwürdig - heute ist es schlicht nicht mehr zeitgemäß. Denn damit trägt der Staat nur dazu bei, das Wuchern religiöser Parallelgesellschaften zu befördern.
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30.10.2008 17:15 Uhr von Port
 
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Alles falsch: Der Muslimin wurde mit der Begründung "keine Muslimin" eine Absage erteilt. Und in diesem Fall ist es völlig rechtens, wenn sie klagt.

Das Diakonische Werk wollte aber wohl eher auf die Ausbildung ansprechen, warum sie aber als Begründung die Religionszugehörigkeit nannte, ist mir unklar.
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30.10.2008 17:20 Uhr von newsfeed
 
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Ich finde es bedenklich: das in erster Instanz der Frau recht gegeben wurde!
Auch bei einem "keine Muslimin" wird doch sowas vor Gericht besprochen, oder etwa nicht?
Wenn die Qualifikation nicht stimmt, hätte der Richter anders entscheiden MÜSSEN!
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30.10.2008 17:51 Uhr von Bluti666
 
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Ich frage mich was mit den gezahlten 3900€ aus erster Instanz ist, ich hoffe doch, das sie die zurückzahlen muß?

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