30.10.08 10:44 Uhr
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Richter im "Koma-Schläger"-Prozess wegen wahrscheinlicher Befangenheit abgelöst

Erdinc S. erlangte als der "Koma-Schläger" zweifelhaften Ruhm. Der 19-jährige gilt wegen seiner kontinuierlichen, aggressiven Übergriffe als Intensivtäter.

Der für seine Strafvergehen zuständige Kölner Jugendrichter Hans-Werner Riehe hatte jedoch eine andere Ansicht zu den Straftaten und ersparte ihn jedes Mal eine Freiheitsstrafe. Er erhielt dadurch scharfe Kritik von aufgebrachten Bürgern, die ihn und seine Familie sogar bedrohten.

Jetzt bat Riehe darum, dass man ihn in Bezug auf den nächsten Prozess gegen Erdinc S. auf Befangenheit prüft. Man entschied, dass er tatsächlich befangen sei, ein Kollege wird den Fall übernehmen müssen. Inzwischen läuft gegen Erdinc S. ein neuer Prozess wegen tätlichen Angriffs auf ein Pärchen.


WebReporter: corazon
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Prozess, Richter, Schläger, Koma, Befangenheit
Quelle: www.express.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.10.2008 10:39 Uhr von corazon
 
+0 | -0
 
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Der Typ gehört aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Wie soll er sich resozialisieren, wenn ihn die Richter ständig in seinem Handeln unterstützen und freilassen?
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30.10.2008 10:50 Uhr von korem72
 
+3 | -2
 
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Befangen oder: wurde er vielleicht "ermutigt" so zu entscheiden? Wir wissen doch, dass so etwas existiert und fast nie an die Öffentlichkeit gelangt...
Hoffen wir jetzt einfach mal, dass der Kollege sich nicht auffordern läßt für den Täter zu entscheiden; eine wirklich harte Strafe wäre ja wohl mehr als angemessen !
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30.10.2008 10:53 Uhr von DE_Lux
 
+7 | -3
 
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Unklar: Verstehe ich das ganze richtig? Der Richtet bittet, dass man ihn selbst auf Befangenheit prüft? Das heißt, er weiß selbst dass er befangen ist und hat ihn trotzdem jedes mal freigesprochen?

Und in wiefern ist er Befangen? hatte er ein Verhältnis zur Schwester des Angeklagten oder was?

Komischer Fall.
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30.10.2008 10:54 Uhr von Major_Sepp
 
+13 | -4
 
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Na endlich! Das war längst überfällig!

Bei dieser Gelegenheit könnte man Riehe gleich noch auf seine geistige Zurechnungsfähigkeit prüfen!
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30.10.2008 11:08 Uhr von ZTUC
 
+7 | -1
 
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@DE_Lux: Da der Richter und seine Familie bedroht wurde, war es so für ihn einfacher aus der Sache rauszukommen. Der wollte schlicht keine Fälle mehr von dem Täter bearbeiten (meist sind Richter ja nach Buchstaben zuständig). Ein Richter kann einen Fall aber nicht so leicht ablehnen, deswegen hat er´s über die Befangenheitsschiene gemacht.

Zudem hat er ihn nicht freigesprochen sondern keine Freiheitsstrafen verhängt. Das ist ein Unterschied.
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30.10.2008 11:15 Uhr von Hier kommt die M...
 
+3 | -1
 
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Steht doch: in der Quelle, warum er sich für befangen hält:

"Die massive Kritik von außerhalb und eine Bedrohungssituation für seine Familie haben jetzt dazu geführt, dass Riehe selbst daran zweifelt, ob er die Aufgaben eines unabhängigen Richters erfüllen kann."

Und bedroht wurde er ja in aller Öffentlichkeit von dem Typen vor dem letzten Prozeß.

Das Foto in der News hier aus der anderen Quelle ist übrigens ziemlich gefährlich. DCRS hat wegen der Veröffentlichung dieses Bildes bereits eine Klage am Hals, ich hoffe, SN droht nicht das Gleiche *g*
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30.10.2008 11:25 Uhr von DE_Lux
 
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okay: Ich habe den Satz so verstanden dass der Richter erst bedroht wurde als er den Täter bereits mehrmals Freigesprochen hat. Und mit Freigesprochen meine ich dass er keine Freiheitsstrafe verhängt hat.

Daher war mir die Befangenheit nicht ganz klar.

Danke!
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30.10.2008 11:58 Uhr von Hier kommt die M...
 
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writingale: Es geht nicht um ein Täterfoto, sondern um das hier, dem Richter selbst. Klick mal das Foto hier in der news an, dann kannst du lesen, was ich meine ;)
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30.10.2008 12:34 Uhr von vostei
 
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@writingale: http://de.wikipedia.org/...

Die Ausnahme Nummer drei: Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben;

Sie zieht aber auch nur, wenn nicht ein Einzelner herausgenommen dargestellt wird.

Somit:
"Das Recht am eigenen Bild oder Bildnisrecht ist eine besondere Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Es besagt, dass jeder Mensch grundsätzlich selbst darüber bestimmen darf, ob überhaupt und in welchem Zusammenhang Bilder von ihm veröffentlicht werden (§ 22 Satz 1 KUG, KunstUrhG)
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30.10.2008 13:00 Uhr von vostei
 
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Ok - nur noch eins: ein Richter agiert nicht im Dunklen - mit etwas Mühe (mitunter auch noch mehr Mühe) lassen sich Urteile ergoogeln.. - wenn mich nicht alles täuscht kann man die auch bei den Behörden anfordern...

Egal - wie du schon sagtest ist die Juristerei ein kaltes Metier mit einer höchst eigenen Logik - nur, was dem Volksempfinden und wie es medial gesteuert wird zuzumuten ist sind zwei paar verschiedene Stiefel...

Bedenklich wird es spätestens wenn ein Richter zwischen zwei oder gar drei Fronten gerät und sich deshalb für befangen erklären MUSS - dann gehts in eine Richtung, die ich (unabhängig von diesem Fall) für extrem kritisch halten würde.
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30.10.2008 13:38 Uhr von Hier kommt die M...
 
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writingale: Ich stimm dir ja zu, aber der Herr Richter hat da offensichtlich eine andere Auffassung von Recht, wie auch bei seinen nicht nachvollziehbaren Urteilen schon.

Aber da das Foto bei DCRS ja immer noch online ist, dürfte er mit seiner Strafanzeige nicht sehr weit gekommen sein *g*

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