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Ältere Kunden systematisch abgezockt - Verbraucherzentrale NRW zeigt Citibank an

Per Internetumfrage zeigte sich den Finanzexperten der Verbraucherzentrale NRW das Ausmaß. 300 Betroffene hatten insgesamt ein Vermögen von 5,5 Millionen Euro verloren. Die meisten dieser Kunden, etwa ein Drittel, hatten ihr Geld in riskanten Papieren, darunter auch Lehman Zertifikate, bei der Citibank angelegt.

Ältere Anleger wurden dabei bewusst von den Bankberatern in Risikoanlagen gelockt, um den hauseigenen Provisionsanforderungen zu genügen. "Hier wird bewusst getrickst", so der Verbraucherschutzanwalt Hartmut Strube. Einer 91-Jährigen wurde eine Privatrente verkauft, fällig mit dem 159. Lebensjahr.

Die Beratungsprotokolle zeigten, dass die älteren Kunden ausgetrickst wurden. Darum hat sich die Verbraucherzentrale zur Anzeige gegen die Citibank entschlossen. Aber auch bei der Dresdner Bank und der Hamburger und der Frankfurter Sparkasse stieß man auf eine solche fragwürdige Vermögensberatung.


WebReporter: sarazen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Nordrhein-Westfalen, Kunde, Verbraucher, Verbrauch, Verbraucherzentrale, Ältere
Quelle: www.wdr.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.10.2008 08:43 Uhr von no_names
 
+4 | -1
 
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Provision: hin oder her. Prüft niemand die Abschlüsse?? Was ist mit Qualitätsmanagement? Es kann/darf doch nicht sein, dass jeder Bankangestellte machen kann, was er will um sein Gehalt aufzubessern...
Sehr bedenklich...
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30.10.2008 08:48 Uhr von coolio11
 
+10 | -0
 
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Bravo! Dass die Verbraucherzentrale NRW Anzeige gegen die Citibank erstattet, finde ich ganz hervorragend.

Es gibt zwar nicht wenige Banken, die kein Problem damit haben, Kunden über den Tisch zu ziehen. Aber gerade in der Citibank, das zeigen wiederholt Beispiele aus der Vergangenheit, scheint man noch weniger Skrupel zu haben, als manch andere in dieser Branche.
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30.10.2008 08:54 Uhr von Travis1
 
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@ no_names: Das schlimme ist doch das genau das von den Angestellten eingefordert wird.
Das bestimmt ihren Erfolg.
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30.10.2008 08:55 Uhr von coolio11
 
+6 | -0
 
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@no_names: hier bei der Citibank scheint mir das nicht ein Problem des einzelnen Mitarbeiters zu sein. Es spricht einiges dafür, dass es sich um eine langfristige Strategie der Chefetage handelt und entsprechende interne Anweisungen an alle Anlageberater gegeben werden.
Die Kunden sollen bewusst in eine bestimmte Richtung beraten werden. Hauptsache, die Bank gewinnt - wie hinterher die Bilanz des Kunden aussieht, ist schnurzpiepegal, das ist sein Problem, da hat er halt Pech gehabt.
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30.10.2008 09:03 Uhr von no_names
 
+4 | -0
 
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Gruselig was sind dann die Einstellungsvoraussetzungen bei der Citibank? Gewissenlosigkeit, und am besten noch Hirnlosigkeit, damit man alle Anweisungen ohne Nachzudenken ausführt.
Einer 91jährigen eine Versicherung zu verkaufen, die sie mit 159 ausgezahlt bekommt... da hätten sie ihr einfach gleich das Geld im Dunkeln auf der Strasse klauen können.

Hier bei uns hat es auch ein Ehepaar erwischt, die ihr Gespartes sicher anlegen wollten und der/die Berater/-in der Citibank hat denen irgendwie die Lehmannaktien untergejubelt. Jetzt sind sie ihre ganze Altersvorsorge los...

Hoffentlich unternehmen die Gerichte etwas gegen solche Machenschaften.
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30.10.2008 09:20 Uhr von ZTUC
 
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Am besten man informiert sich selbst: Ich würde nie nen Pfifferling auf die Meinung eines Bankberaters geben und informiere mich lieber selbst, da kann man Risko und Rendite besser abschätzen.

Allgemein gilt: Je höher das Renditeversprechen desto höher auch das Risko. Niemand verschenkt Geld!
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30.10.2008 09:28 Uhr von Andy666
 
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... dann könnte auch jeder sein Auto selbst reparieren... weil er dann selber besser einschätzen kann ob es auf der AUtobahn auseinander fällt oder nicht
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30.10.2008 09:41 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Danke für diese: Nachricht. Sie wird vielen Menschen Mut geben, insbesondere den Älteren....
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30.10.2008 09:59 Uhr von ZTUC
 
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@Andy666: Der vergleich hinkt.

Man kauft ein Finanzprodukt wie man auch ein Auto kauft. Das sollte den Menschen mal klar werden.

So wie man aber ein Auto nicht selbst repariert oder baut, entwickelt man auch keine Finanzprodukte. Du siehst, du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.
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30.10.2008 10:32 Uhr von Thug4Live
 
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was: will man auch von einer Bank erwarten... ich traue denen nicht, und besonders nicht einer AMERIKANISCHEN Bank
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30.10.2008 10:50 Uhr von maki
 
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@Andy666: Eines hab ich in den letzten Jahren gelernt:

"Bevor Du den Werkstätten fürs Kaputtreparieren, sinnlosen AufgutGlück-Teiletausch und für unfähige Angestellte Geld in den Rachen wirfst, mach Dich lieber schlau und repariere Dein Auto selbst."
Oder suche zumindestens den Fehler selbst und lass genau diesen beheben (z.B. Getriebe austauschen könnt ich schon aus Platzgründen nicht selbst).
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30.10.2008 14:09 Uhr von sarazen
 
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1/3 der Kunden, die an der Umfrage teilgenommen: haben.
Vielleicht kann ichs noch nachtragen lassen. Man muss hier natürlich auch bei inhaltich komplizierteren Sachverhalten mit wenig Zeichen auskommen.
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30.10.2008 14:33 Uhr von sarazen
 
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@ r.kruppa: danke, allerdings werden die 91jährigen auch ab 68 Jahren wohl nicht hier mitlesen. in einigen Einzelfällen kann hier vielleicht durch die Anzeige noch wer gerettet werden. vielleicht meldet sich bald ein schwarzbuch autor mit: "Ich gestehe - was ich alles an alte Menschen verkaufen musste. - ein ehemaliger Bankmitarbeiter erzählt" :) Mal gucken, vielleicht ist schon bei "Bild" oder "PlusMinus" aufgeschlagen. :)
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30.10.2008 15:49 Uhr von BerndS.
 
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@ ZTUC: "Allgemein gilt: Je höher das Renditeversprechen desto höcher auch das Risiko"

Jetzt stellt sich mir die Frage:
Die Deutsche Bank und die Dresdner Bank (oder sollte ich Commerzbank sagen??) bieten 5,25 % Rendite auf ein Festgeld. Der Euribor für 12 Moate liegt bei 4,9160 %, also geringer. Demnach schliesse ich, dass eine Fest geld bei den o.g. Banke risikoreicher ist, als bei anderen Banken, die weniger bieten, oder??

Das ist doch deine Aussage???
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30.10.2008 16:34 Uhr von Thimphu2003
 
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also sorry Leute, aber die ganzen Ideen, daß man moderne Autos selber reparieren kann (z.B. mal eben ein Getriebe austauschen - lach...) oder Bankfachleute weniger Ahnung haben als der stinknormale Privatmann ist doch sinnlos. Was soll das?
Welcher Privatmann hätte das Risiko einer Lehmann-Anleihe besser einschätzen können, als ein Banker????? Bitte melden... gaaanz schön weit aus dem Fenster gelehnt!

Fakt ist:
Die Citybank ist schon seit Jahren ein schwarzes Schaf der Branche. Leider ein sehr sehr großes und mächtiges. Alle die dort ein Konto haben, unterstützen mit ihrem Geld die Machenschaften und Geschäftsgebahren.

Ich verstehe sowieso nicht, warum bei einer der teuersten Banken Privatleute ein Konto haben möchten. Da waren die Überredungskünste der Werbung und der Berater mal wieder große Klasse. Naja, hatten ja wohl auch genug teure Schulungen...
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30.10.2008 17:06 Uhr von maki
 
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*hust*: Ich spreche von meinen eigenen Erfahrungen mit einer Kiste von Mitte 94, die mit Steuergeräten vollgestopft ist sowie von einer von Ende 02, die halt das Übliche drin hat.

Grad modernere Autos sprudeln doch geradezu Informationen heraus, wenn man sie an den Eiern krault (OBD2 & CAN) . Natürlich darf man sich dann nicht so blöd anstellen wie die Abzocker in der Werkstatt, die auf Rechner "Steuergerät tauschen" lesen und für nen Tausi das Steuergeät tauschen.

Und ältere Kisten sollte der auch letzte Blödi anhand der Symptome diagnostiziert kriegen, wenn er sich mal ne Runde ans Internet hängt.
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30.10.2008 21:03 Uhr von Valmont1982
 
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Solche Verbrecher gleich hängen die Schweine

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