29.10.08 21:41 Uhr
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Gegengiftgabe nach Taipanbiss innerhalb einer Stunde

Wissenschaftler um den klinischen Toxikologen Dr. Geoffry Isbister von der Menzies School of Health Research stellten ein mathematisches Modell zur Untersuchung der Wirkung des Giftes des Taipan auf die unterschiedlichen Effektorproteine zur Blutgerinnung und seine Entgiftung im Journal "Toxicon" vor.

Das Schlangengift des Taipan neutralisiert Gerinnungsfaktoren, woraus eine starke Blutverflüssigung bei den Gebissenen resultiert. Als Gegenmaßnahme wird Gebissenen ein Gegengift verabreicht und Blutplasma zum Ersatz der fehlenden Gerinnungsfaktoren.

Bei der Anwendung zeigte sich, dass das neutralisierende Gegengift wirklich früh, nach 30 Minuten oder spätestens einer Stunde, verabreicht werden muss, damit sich die Ausstattung an Gerinnungsfaktoren des Gebissenen wieder vollkommen regenerieren kann.


WebReporter: ophris
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Stunde
Quelle: www.abc.net.au

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.10.2008 21:18 Uhr von ophris
 
+1 | -0
 
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Der Taipan (Oxyuranus spec.)
gehört zu den giftigsten Schlangen der Erde, und so wie alles was auf
unserem Planeten sonst noch sehr giftig ist, lebt er natürlich in
Australien. Hier gibt es drei Arten, die dritte wurde erst vor kurzem
entdeckt (ShortNews berichtete).
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30.10.2008 00:59 Uhr von Dracultepes
 
+5 | -0
 
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Wenn mich nicht alles täuscht steht für die Seewespe(gefährlichste Würfelqualle) ein gegengift bereit.
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30.10.2008 02:39 Uhr von jonadei
 
+12 | -1
 
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Wird alles ueberbewertet: Momentan wohne ich in Australien, genauer gesagt in Perth und ich kann euch versichern, so wie das immer propagiert wird, ist es hier gar nicht. Ich bin zwar kein Arachnophobiker, hatte aber enormen Respekt vor Spinnen aller Art hier. Bis jetzt habe ich erste eine einzige gesehen. Die hatte die Groesse einer Kreuzspinne bei uns und ich wusste nicht, ob sie gefaehrlich war oder nicht. Letzlich habe ich sie aber toeten muessen, weil sie in meinem Haus zwischen Fliegengitter und Fensterscheibe gelebt hat. Die Tiere sind sehr scheu und versuchen zu fliehen, wenn man Ihnen zu nahe kommt und sind keine grosse Gefaehrdung fuer den Menschen. Schlangen gibt es so gut wie keine im Stadtgebiet, Spinnen nur in dunklen Ecken in irgendwelchen Garagen. Man muss eben die Augen offen halten, wenn man hier ist.
Das mit der Wuerfelqualle stimmt absolut, es ist das Wassertier, welches bis jetzt die meisten Todesopfer weltweit gefordert hat. Man stirbt innerhalb von drei Minuten, wenn man nichts dagegen tut und hat lediglich eine gute Minute Zeit aus dem Wasser zu laufen und Hilfe zu suchen bis man in Ohnmacht faellt. Hier werden dazu Netze an den Straenden gespannt, welche verhindern sollen, dass die Quallen in Ufernaehe kommen. Das funktioniert ganz gut, es gab seit dieser Massnahme und seit der Entwicklung eines Gegengifts bzw. einer Behandlungsmethode keine Todesopfer mehr (ca. 1980)
Spinnen und Schlangen sind zum Grossteil in Datenbanken erfasst und es steht fuer fast jede Art immer ein Gegenmittel bereit. Wird man bspw. von der schwarzen Witwe gebissen, welche hier scheinbar sehr haeufig ist (ich hab sie noch nicht gesehen), dann spuert man den Biss erstmal nicht, nach ein paar Minuten schwillt die Stelle an und man kann gemuetlich zum Arzt gehen, der einem dann das Gegenmittel verabreicht. Wuerde man nichts gegen den Biss unternehmen, stirbt man, wenn denn ueberhaupt - es ist relativ selten - erst nach ein paar Tagen.
Schlangen sind schon etwas krasser, allerdings auch wesentlich scheuer als Spinnen. So wurde ein Kollege beim Joggen im Park von einer Schlange gebissen, fiel um, das Bein war wie gelaehmt. Es kam nach ein paar Hilferufen sofort Passanten vorbei und der Krankenwagen war innerhalb von 3 Minuten da. Das Gegengift und Adrenalin, Kochsalz und andere Mittel wurden verabreicht und der gute Mann konnte nach einer Stunde wieder raus. Waere keine Hilfe gekommen, waere er nach ca. 20 Minuten an einem Kreislaufkollaps gestorben.
Doch das sind wirklich Einzelfaelle. Die Einheimischen lassen ihre Kinder nicht ohne Grund barfuss auf dem Spielplatz rumtollen. Eine Reise nach Australien lohnt sich allemal.
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30.10.2008 02:45 Uhr von jonadei
 
+7 | -0
 
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Wichtig: Ich lese mir gerade den Todesfall von Dracultepes durch und in diesem Artikel wird erwaehnt, man solle die Tentakel nach der Beruehrung entfernen. TUT ES NICHT. Das stimmt absolut nicht, da durch ein Abreiben mit dem Handtuch noch mehr Nesselschlauche in die Haut eindringen. Das einzige was hilft, natuerlich nur als erste Hilfe, ist Essig ueber die betroffene Stelle zu schuetten. Wollte ich nur mal anmerken, nicht das sich dieses falsche Geruecht eventuell verbreitet.
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30.10.2008 04:24 Uhr von jonadei
 
+2 | -1
 
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Reicht das nicht, dass du deinen Mist zu dem Syrien-Beitrag schon beigegeben hast? Abgesehen davon ist das extrem OT.
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30.10.2008 05:41 Uhr von Jerryberlin
 
+2 | -7
 
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Gibt es den Taipan: eigentlich auch in Taiwan?
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30.10.2008 06:23 Uhr von jonadei
 
+3 | -0
 
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Jerryberlin: Nein, nur in Australien
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30.10.2008 07:54 Uhr von ophris
 
+5 | -0
 
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@jonadei, @jerryberlin: @jonadei,

vielen Dank für die schönen und interessanten Kommentare die Du hier zum Forum beigetragen hast.

@jerryberlin
Der Name der Schlange leitet sich vom Namen eines australischen Stammes ab - Ich dachte früher auch immer dass die Schlangen wegen dem Tai- so mehr oder weniger im gesamten südostasiatischen Raum verbreitet seien - stimmt aber nicht.

LG,

ophris :-)
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30.10.2008 09:21 Uhr von jonadei
 
+4 | -1
 
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Eine kleine Anekdote: möchte ich noch loswerden für die Leute, die Angst vor Australien haben. Hier werden mehr Leute von Colaautomaten als von Spinnen und Schlangen zusammen getötet.
Warum? Erstmal gibt es hier sehr viele Colaautomaten, zweitens behalten die gerne mal ihr Geld und der gemeine Australier kann sehr schnell ausfällig werden. So tritt und schlägt er gegen den Colaautomaten bis er eben umfällt...passiert relativ oft. Meist kommen die Leute aber mit Brüchen und Quetschungen davon.
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30.10.2008 11:51 Uhr von Izzo62
 
+5 | -0
 
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Da gibt es doch noch: diesen kleinen Tintenfisch mit den blauen Ringen. Der ist so groß wie ein Daumennagel und tötet angeblich innerhalb von einer Stunde.

Australien ist wirklich ein heisses Pflaster.
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30.10.2008 20:55 Uhr von Antibus
 
+1 | -4
 
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Na, dann pass ich jetzt besser auf wenn ich in Deutschland lebe. Hier kommen solche Bisse ja am laufenden Band vor. Gut das hier in Deutschland in der Rubrik Gesundheit davor gewarnt wird. Jetzt weiß ich hier in Deutschland was ich in soch einem Fall tuhen muß.
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02.11.2008 18:49 Uhr von emme-
 
+0 | -0
 
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Stimmt, in Deutschland braucht man sich ja kein Wissen aneignen.

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