29.10.08 19:56 Uhr
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Ärztemangel, überfordertes Pflegepersonal und der Pleitegeier in den Kliniken

Schockierende Nachricht aus den deutschen Krankenhäusern: Derzeit können 4.000 Ärztestellen nicht besetzt werden und insgesamt müssten weitere 20.000 Arbeitsplätze abgebaut werden, so die Information von der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

Im Jahr 2007 erreichten noch 52 Prozent der Kliniken einen Überschuss, 2008 werden es nur noch 32 Prozent sein. Jedes dritte Krankenhaus wird im laufenden Jahr rote Zahlen schreiben. Das von der Bundesregierung abgesegnete Notpaket von 3,2 Milliarden Euro reicht auf keinen Fall aus.

Das Bundesgesundheitsministerium reagiert auf die Warnung "mit Gelassenheit". "Mit den zusätzlichen Mitteln werden die Patienten besser versorgt, das Pflegepersonal wird aufgestockt und die wirtschaftlichen Situation der Krankenhäuser gestärkt", so ein Sprecher.


WebReporter: flofree
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arzt, Pleite, Klinik, Pflege
Quelle: www.stern.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.10.2008 20:32 Uhr von R3plic4tor
 
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Man sollte langsam mal etwas tun. Man merkt es als Patient selbst im Krankenhaus, man wartet recht lang, viel länger als es dauern dürfte, nach Klingelbetätigung auf wen der kommt. Desweiteren kommen durch Stress wegen so vielen Patienten auf einem Arzt auch Fehler zustande.
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29.10.2008 20:43 Uhr von marshaus
 
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und wird ein politiker eingeliefert muss der bestimmt nicht lange warten un er bekommt unter garantie auch besseres essen
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29.10.2008 20:47 Uhr von heyheyhey
 
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tjA: ich bin krankenpfleger , und wenn die patienten wüssten, unter welchem stress wir teilweise stehen... es ist echt unvorstellbar. und ich und viele kollegen sind sich in einem sicher: wir können NICHT im geringsten den anforderungen gerecht werden- der anforderung, für menschen DA zu sein. es ist nur abfertigung, essen bringen, hilfe bei der körperpflege, visite ausarbeiten... wann haben wir zeit, uns mal mit den leuten zu beschäftigen? es ist einfach VIEL zu wenig personal in den krankenhäusern. viel zu wenig personal, um eine versorgung zu bieten,der man die note befriedigend geben könnte.
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29.10.2008 20:47 Uhr von flofree
 
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also bei uns bekommen "vip´s" das selbe essen wie alle anderen auch. lediglich krebs- bzw. chemopatienten haben "freie auswahl" was im rahmen des möglichen ist...
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29.10.2008 20:57 Uhr von XxSneakerxX
 
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...tse und die Krankenkassen verdienen sich dumm und dämlich...irgendwie scheint das ganze Gesundheitssystem für die Katz zu sein :-/ ...nicht schön, sowas zu lesen.
Ein Traumberuf wäre es für mich auf keinen Fall...als Arzt in einem Krankenhaus zu arbeiten ist sicherlich alles andere als spaßig!
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30.10.2008 01:06 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
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Juhu die freie Marktwirtschaft: ist so hammer geil, man kann einfach alles kürzen, personal lohn, nur die Arbeitszeit muss steigen, damit profit erwirtschaftet werden kann. Ganz wichtig beim Gesundheitssystem damit auch nur die reichen die das system unterstützen überleben und der rest ehlendig verrekt. Ausgebotet extra für die neue zwei klassen gesellschaft.

Eigentlich ist das Maß schon längst voll.
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30.10.2008 07:13 Uhr von Bobbelix60
 
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@hostmaster: kann dir nur recht geben. Ich arbeite selbst bei nem Sozialversicherungsträger. Und wenn ich die Preisentwicklung der stat. Aufenthalte in den letzten 10 Jahren so betrachte - ca. 4x so hoch wie 1998 - wundere ich mich wirklich warum die KHs so jammern. Die Gehälter der Angestellten sind bestimmt nicht in der Größenordnung gestiegen.

Selbst das Jammern der Krankentransportunternehmen - BRK, usw. - kann ich nicht nachvollziehen. Vor 10 Jahren 400,- DM pro Transport -> jetzt weit über 500,- EUR. Auch dort sind die Gehälter nicht gestiegen. Wer kassiert hier also?
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30.10.2008 08:27 Uhr von karmadzong
 
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jaja, die Politiker: erst so einen müll wie fallpauschalen einführen die weit an der Realität vorbeigehen, dann Uniklinikendie trotzdem gewinne machten an private Investoren für lau vertickern und sich dann beschweren wenn der Investor seine 20 prozent rendite haben will und massiv Stellen abbaut....

was dabei rauskommt: http://www.rhoenwatch.de/
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30.10.2008 08:33 Uhr von no_names
 
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Eine Entwicklung in Deutschland: die schockiert. Aber da wir/die meisten brave Bürger sind und nicht, wie in Frankreich bsplw. auf die Strasse gehen, kuschen wir vor unserer Politik.
Und sie werden weitermachen, sich die Taschen vollstecken und wir dürfen es finanzieren. Wer es sich nicht leisten kann... tja, der kann ja dann an seiner Krankheit verrecken. Ist man gleich ein paar los, für die man sorgen muss. /sarkassmuss off.
Mir schwillt echt der Hals... Amerika hat dieses Dillemma schon mit den Krankenversicherungen... da steuern wir auch drauf zu.
Eine ernüchterne Reportage ist von Michael Moore "Sicko"
Wenn wir über unsere Grenzen schauen, sehen wir, dass es andere Staaten auch hinbekommen... warum wir nicht???

Es wird Zeit, das wir uns erheben... Leben wir nicht in einer Demokratie? Alle Macht dem Volk?
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30.10.2008 08:45 Uhr von narumi-chan
 
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ich frage mich wo das ganze geld hingeht, was monat für monat zu den krankenkassen geht?
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30.10.2008 09:07 Uhr von hujiko-san
 
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Mhmm @narumi-chan
In den "Verwaltungsapparat", Prunkbauten, etc. ^^, auf Seiten der Krankenhäuser haargenau das Gleiche.

@topic
Es sind ja nicht nur die Krankenhäuser. In meinem Wohnort ist es überaus problematisch einen Hausarzt zu bekommen. Nachdem man dann an der zehnten Praxistür den untertänigen Bückling vollzogen hat, erbarmt sich dann mal einer. Verständlicherweise. Die hiesigen Ärzte sind absolut überlastet. Wartezeiten 4 Stunden aufwärts. Stehplätze in den Wartezimmern. Eine Abfertigung als wäre man Schlachtvieh, leider aus der Notwendigkeit heraus. Bei Fachärzten sieht das ganze noch viel, viel schlimmer aus. Wartelisten halbes Jahr aufwärts. Bei Psychotherapeuten habe ich mir sagen lassen, müsse man mittlerweile schon bis zu 1,5 Jahre!!!!! einplanen.

Deutschland stinkt mir. Das Selbstbegreifen als eine der führenden Nationen, und hinter der maroden Fassade wütet Fäulnis und Pilzbefall. Würde ich in einer Bananenrepublik leben, wüsste ich wenigstens wo und wie ich lebe, und müsste mich nicht permanent mit dieser Ambivalenz rumschlagen. Nach meinem Abschluss werde auch ich definitiv auswandern. Eine Fachkraft inkl. investiertes BAföG au revoir. Ich wünschte, mir bliebe eine adäquate andere Wahl.
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30.10.2008 18:08 Uhr von 102033
 
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Ich hatte das Problem, an lustlose Ärzte und Helfe: rinnen geraten zu sein.

Das war auch nicht so dolle, und bin mir nicht sicher, ob mehr Geld auch mehr Lust gebracht hätte.

Ich glaube, das Beste wäre,
mehr Urlaub und Freizeit für das Personal!
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31.10.2008 01:02 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
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102033: Aber das was du da schreibst ist mehr Geld, nämlich für das Personal welches arbeitet während das andere sich ausruht.

Seiter Privatisierung wurden durchschnittlich vier Assistenzärtzte von 7 gekündigt. Die verbliebenen drei teilen eine ganze Woche unter sich auf und arbeiten teilweise 30 stunden am stück wenn einer ausfällt. Und dieser artzt fällt dann aufgrund von stresserkrankungen auch irgendwann wieder aus und so weiter und so fort.

Würde man mehr Leute einstellen, hätte man weniger Profit.
Die investoren würden abspringen und das Kapital aus der Privatgesellschaft abziehen.

Dieses ganze ist passiert, da die Bundesregierung um mehr Geld in die Haushaltskasse zu spülen die Krankenhäuser verkauft hat.

Das Haushaltsloch ist entstanden, da es zu viele Arbeitslose gibt, die Preise gestiegen sind und die Löhne gleich geblieben sind, also die Kaufkraft ist gesunken und die Steuereinnahmen blieben aus.

Und die Arbeitslosen wurden mehr, da Konzerne und AGs ihre Mitarbeiter entliessen um mehr Liquidität zu erreichen.
Damit sie mit dem Geld noch mehr Unternehmen aufkaufen und reformieren können.

Ein fass ohne Boden und die Politik hat bewusst gepennt, da sie mit in dem Boot sitzt oder besser auf der Yacht.

Die frage ist, warum macht man soetwas?
Dazu habe ich nur einige Theorien aber kann es nicht nachvollziehen.

Wie dem auch sei, so kann es nicht weitergehen.
Ich denke derzeit fehlt einzig und allein der Funke, der ein Feuer der Revolution entfacht.

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