29.10.08 12:14 Uhr
 608
 

Mehrheit der Deutschen für Teilverstaatlichung der Strom- und Gasversorger

Einer Umfrage des Forsa-Instituts zufolge wünscht sich die Mehrheit der Deutschen eine stärkere Rolle des Staates bei der Strom- und Gasversorgung. 77 Prozent, so ermittelte das Meinungsforschungsinstitut, sprechen sich für eine Beteiligung des Staates an den Energieversorgungsunternehmen aus.

Auch bei den Banken und Versicherungen (64 Prozent) und bei Transport- und Logistikunternehmen wie Fluggesellschaften und der Post (60 Prozent) befürworten die Deutschen mehrheitlich eine stärkere Rolle des Staates. Das gilt selbst für Anhänger der FDP und CDU, wie das Institut herausfand.

Die rund 1.000 Befragten wurden in einer repräsentativen Stichprobe erfasst, die Fehlertoleranz soll bei maximal drei Punkten liegen. Das Wochenmagazin "Stern" hatte die Umfrage in Auftrag gegeben.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutsch, Strom, Mehrheit
Quelle: www.n-tv.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

AfD und Erika Steinbach verbreiten Fake-Flüchtlingserlass
Sicherheitsbehörden versendeten seit Anfang 2017 bereits über 600.000 stille SMS
Angela Merkel gibt jungen YouTubern Live-Interviews

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
29.10.2008 12:07 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Die Deutschen sind ziemlich einfältig. Viele Energieversorger befinden sich teilweise in erheblichem Staatsbesitz (Stadtwerke), die Bahn ist noch nicht einmal teilprivatisiert. Allerdings scheint der Trend zu "weniger Staat" selbst unter den strengsten Befürwortern einer Privatisierung inzwischen gebrochen. Vielleicht hat dann auch der Ausverkauf des Tafelsilbers staatlicher Beteiligungen endlich ein Ende. Negativbeispiele gab es genug.
Kommentar ansehen
29.10.2008 12:22 Uhr von immerganzruhig
 
+9 | -1
 
ANZEIGEN
Waren das nicht mal staatliche Unternehmen?
Die eine unbedarfte Schaar von sogenannten Finanz- und Wirtschaftsministern uuunbeding privatisieren wollten?
Das waren doch Weltmeister im "Tafelsilber-Verschleudern"
Ist ja eh nur noch (na ja fast) die gute Bahn übrig.
Aber da sind Herr Mehdorn und seine willigen Helfer aus der Politik ja eh schon dran...
was machen die eigentlich, wenns nix mehr zu verschleudern gibt?
Kommentar ansehen
29.10.2008 12:24 Uhr von borgworld2
 
+4 | -4
 
ANZEIGEN
Wenn ich mir bedenke, wie der Staat bei den Energiekonzernen jetzt schon als Bundesnetzagentur eingreift wird mir beim gedanken einer weiteren Einmischung schlecht.
Bisher hat es weniger den Wettbewerb gefördert als viel mehr Kosten produziert und das erheblich!

Aber dennoch bin ich auch dafür, dass der Staat bei kritischen Industrien mehr den Daumen draufhält.
Wie zb Energieversorgung, Flugsicherheit oder auch Transport wir Bahn.
Kommentar ansehen
29.10.2008 12:32 Uhr von ZTUC
 
+5 | -7
 
ANZEIGEN
Was soll das bringen? Bei der Finanzkrise waren in Deutschland vornehmlich staatliche Banken betroffen. Hier hat der Staat versagt und im Energiesektor soll das anders sein?

Es braucht keine Verstaatlichungen, im Gegenteil. Wir brauchen aber eine Regulierungsbehörde, damit es zu mehr Wettbewerb kommt und davon würden dann die Bürger profitieren.
Kommentar ansehen
29.10.2008 12:33 Uhr von TomShaw
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
Vielleicht der richtige Weg: Die Mainova in Frankfurt gehört zu 25% eON und zu 75% der Stadt Frankfurt. Zwar könnten die Preise der Mainova sicherlich auch etwas niedriger sein, aber so unverschämt wie eON (wobei dies regional unterschiedlich ist) ist die Mainova nicht. Ist das Vertriebsgebiet der Mainova für Privatkunden zurzeit noch sehr beschränkt, so können Firmenkunden im gesamten Bundesgebiet durch die Mainova betreut werden, übrigens sehr zum Ärger von eON. eON verlor an Mainova schon einige Firmenkunden außerhalb des Rhein-Main-Gebietes.

Knackpunkt an dem derzeitigen Ernergieversorgungskonstrukt hier in Deutschland sind die Durchleitungsgebühren da diese in Besitz weniger Versorger sind. Gas- und Stromleitungsnetze sollten einem Staatsbetrieb gehören und von den Versorgern getrennt sein.
Kommentar ansehen
29.10.2008 13:19 Uhr von vmaxxer
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
Nuja: verstaatlichung ist kein Allheilmittel. Manchmal macht es ein wirtschaftliches Arbeiten nur schwerer.
Ein Kontrolle der versorgungsnetze wäre da eher geeignet da es dann auch mehr konkurrenz bzw angebote geebn könnte.

Die Eon wurde ja mal befragt zum thema unterschiedlicher preise (ich glaube auch im zusammenhang mit Frankfurt). Die lapidare Antwort war: Mann nimmt in anderen Städten mehr weil es da eben möglich ist.

und die Umfrageergebnisse sind eigentlich auch klar, in schlechten zeiten zieht es die Menschen mehr zum Sozialismus.
Kommentar ansehen
29.10.2008 13:20 Uhr von Carry-
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
hmm: ich bin mir sicher, dass die unternhmen nach einer verstaatlichung von der regierung "missbraucht" werden. d. h. kurz vor der wahl sinken die preise, hinterher werden sie wieder erhöht um den haushalt aufzubessern
Kommentar ansehen
29.10.2008 13:47 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Für mich gibt es nicht den geringsten Grund warum in Stuttgart Gas und Strom einen anderen Preis haben soll als in Hamburg. Dann heisst es immer, man solle zu einem billigeren Stromanbieter wechseln. In vielen Regionen jedoch Pustekuchen, da diese Alternativangebote plötzlich genauso hoch sind. 20 Euro Ersparnis auf 1500.- jährlich nenne ich nicht wirklich ein Ersparnis.
Wegen mir können Bahn, Strom und Telefon, DSL ebenso wie Krankenversicherungen (wozu 1000 Kassen?) ebenso Müllentsorgung alle staatlich sein.
Nur eben geführt wie eine richtige ordentliche Firma.

So müssen viele Gemeinden ihre Müllentsorgung öffentlich ausschreiben und erhalten dann - trotz lokalem Betrieb - Angebote aus Polen !?!

Konkurrenz und Angebot ist gut, aber nicht bei elementaren Versorgungs- und Kommunikationsfirmen.
Kommentar ansehen
29.10.2008 14:11 Uhr von Köpy
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Bin auch dafür, dass man die Grundversorgung wie Strom, Wasser, Gas, Müllabfuhr, Staatlich lassen bzw, verstaatlichen sollte. Dazu gehören auch die Rundfunkgebühren.
Kommentar ansehen
29.10.2008 14:16 Uhr von Travis1
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Wer: braucht denn schon die Energieversorger-zecken im Fell?


Verstaatlichen, am besten sofort!
Kommentar ansehen
29.10.2008 16:02 Uhr von ZTUC
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@Köpy: "Dazu gehören auch die Rundfunkgebühren."

Premiere verstaatlichen oder was meinst du damit?

Wer glaubt, mit Staatsbetrieben wird´s günstiger, ist doch sehr blauäugig. Wenn der Staat das Monopol hat, wird er schön damit Geld verdienen wollen und als Manager setzt man altgediente Parteifreunde ein, die aber eigentlich keine Ahnung haben. Tolle Idee!
Kommentar ansehen
29.10.2008 16:42 Uhr von anderschd
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wir brauchen keine: VEB sondern mehr, viel mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt.
Kommentar ansehen
29.10.2008 18:27 Uhr von Putt
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Autor: In diesem Fall würde ich nicht von einfältig reden. Es gibt gute Gründe darüber nachzudenken.
Es geht bei der Energieversorgung um grundsätzliche Leistungen für die Bürger, auf die niemand verzichten kann. Es gibt in Deutschland vier Versorger, die sich die Republik aufgeteilt haben. Einfältig wäre es zu glauben das dieses Kartell keine Absprachen trifft. Es gab zwar schon einige Versuche der Politik die Macht der Konzerne einzuschränken, aber das alles geht aus meiner Sicht längst nicht weit genug. Viele "kleine" Stromanbieter sind nichts anderes als Tochterfirmen von E.On, EnBw, Vattenfall und RWE. Dinge wie Stromeinspeisungsgesetz oder die Abkopplung der Transportnetze haben noch nicht ausreichend gegriffen.
Entweder man sorgt für einen echten Markt, der sich regeln kann, oder man behält einige Leistungen unter staatlicher Kontrolle. Energie, Wasserversorgung und auch einige Postdienste gehören für mich zu diesen Bereichen.

Refresh |<-- <-   1-13/13   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?