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Erfundene Künstler - ein Phänomen unserer Zeit?

Sie haben klangvolle Namen und sind berühmt. Doch immer häufiger verbirgt sich hinter renommierten Künstlernamen nichts als eine Fiktion. Pietro Psaier ist ein solches Beispiel. Der angebliche Geliebte des Pop-Art-Künstlers Andy Warhol stieg zur Jahrtausendwende wie ein Komet auf.

Seine (angeblichen) Werke erzielten Preise von bis zu 18.000 Euro. Doch einen Beweis für seine Existenz gibt es bis heute nicht, angeblich verstarb der Künstler bei der Tsunami-Katastrophe. Auch Darko Maver, ein serbischer Antinationalist, eroberte Ende der 90er Jahre die Kunstszene.

Ein weiteres Beispiel ist Georg Paul Thomann, ein "fiktiver" Künstler aus Wien. Auch seine Biografie ist ein "hoax" (Erfindung) der Wiener Gruppe Monochrom. Das hinderte den vermeintlichen Künstler nicht daran, sich mit einem seiner Werke bei der Biennale 2002 in Sao Paulo vorzustellen.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Zeit, Künstler, Phänomen
Quelle: www.ftd.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.10.2008 12:10 Uhr von DeputyJohnson
 
+11 | -14
 
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Schonmal was von Pseudonymen gehört?
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29.10.2008 12:19 Uhr von RedFeather
 
+12 | -6
 
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also ich würde das jetz auch ma in die Rubrik ,,Künstlernamen" / ,,Pseudonym" ablegen. Und nein, das ist nichts neues.. wie lange denken sich Sänger schon andere Namen als ihre eigenen aus?
ist für mich keine News, das hier eher eine Art Bericht.
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29.10.2008 12:24 Uhr von immerganzruhig
 
+9 | -10
 
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ohh ich dachte immer, die werden geklont, so wie Tokyo Hotel..*fg
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29.10.2008 12:57 Uhr von RedFeather
 
+8 | -6
 
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im Prinzip sind das aber Pseudonyme, denn irgendwer muss die Kunst schließlich auch produzieren ;)
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29.10.2008 14:20 Uhr von Werwi
 
+0 | -1
 
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@RedFeather: /sign, war mein erster Gedanke.
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29.10.2008 18:47 Uhr von thusk
 
+4 | -1
 
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@Wolfsburger: Hab´ genau das gleiche bzgl. Moderner Kunst von einem erfolgreichen Abstrakten Maler gehört. Das eigentliche an moderner Kunst ist nicht das Können im malerischen Bereich, sondern vielmehr im PR und Management technischem.
Finde es extrem traurig dass sich der Begriff Kunst in diese Richtung verschoben hat.
Die eigentlichen Künstler und Kunstwerke (darunter verstehe ich Menschen die Jahrzente lang intensiv zeichnen und malen um Fortschritte mühsam zu lernen) befinden sich heute leider völlig von der Gesellschaft unerkannt in der Entertainmentbranche.
Man glaubt garnicht wieviel Arbeit in Computerspielen und Filmen steckt, man muss nahezu jede Szene eines Filmes oder Spiels vorher malerisch/konzepttechnisch zeichnerisch auf absolut hohem Niveau darstellen, es ist nicht so dass wie viele meinen "Das macht alles der Computer".
Tut mir leid wegen da es etwas offtopic war, allerdings beschäftigen mich solche Sachen sehr,ich explodier fast immer wenn ich irgendetwas über diesen heutigen begriff "Künstler" lese, der momentan nichts anderes Bedeutet als irgendein immer grotesker werdender mediengeiler Geschäftsmann zu sein.
Hoffe echt dass die Menschheit mal wieder zurück zum eigentlichen Begriff Kunst findet und die kleinen Mitarbeiterleute in der Spiele/Film branche mal beachtet.

@topic Na nutzen geschickt die Titel irgendwelcher bekannteren Künstler um an Kohle zu kommen, hat NICHTS mit Kunst zu tun, mehr mit ausnutzen einer Geschäfts-Situation.
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29.10.2008 19:09 Uhr von cefirus
 
+2 | -0
 
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"Pseudonym" bezieht sich aber nur auf den Namen. Wie es im letzten Absatz der News steht, wurden Personen mitsamt Biographie ins Leben gerufen und nicht lediglich ein alternativer Name vom Künstler selbst seinem bestehendem hinzugefügt.
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30.10.2008 08:02 Uhr von ophris
 
+1 | -1
 
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Ich finde dieses Phänomen sehr spannend, aber ich frage mich wie das mit einigen singing wonders, wie Mili Vanilly oder Black Box ist, die Leute in den Videos haben nicht die entsprechenden Lieder gesungen. Gehören die in die gleiche Kategorie?
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30.10.2008 15:01 Uhr von Tyrooon
 
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@ophris: Milli Vanilli würde ich nicht dazu zählen, schließlich ging es da ja um das gesamt Kunstwerk. Rob und Fab waren da ein entscheidender Bestandteil. Vielmehr gehört Bobby Farrell (der dann auch die Lippen zu F. Farians Gesang bewegte; bei Milli Vanilli war Farian lediglich Produzent und Songwriter) zu dieser Gruppe. Von seinen 3 weiblichen Bandmitgliedern sangen allerdings auch nur 2.
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30.10.2008 17:00 Uhr von jensalik
 
+1 | -0
 
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Quelle auch nicht gerade gehaltvoller Mir fehlen da die immer häufiger werdenden VR-Bands, wie die Gorillaz, oder japanische Sängerinnen die dem Computer entsprungen sind.

Nicht zu vergessen die Vertreter des Visual-Kei wie zb Gackt, da sind die Leute zwar relativ real, ihre Biografien aber umso erfundener... ^^
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30.10.2008 21:56 Uhr von r.robsen
 
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Frechheit Künstler verstecken sich neuerdings hinter Pseudonymen. Ja, das hat es in der guten alten Zeit natürlich nicht gegeben... Da standen die Künstler noch zu ihren Werken... [ironie off]
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31.10.2008 11:17 Uhr von Der Reisende
 
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gab es wirklich schon länger. In Dt-Land gab es eine Phantasiegroup mit dem Namen Boney M. eine Schaffung von Frank Farian. Er kamm erst in Not, als die Fans von Boney M ein Konzert besuchen wollten.
Also ging Herr Farian auf Group member catching und hat sich die attrativsten, willigsten und billigsten aus gesucht.
btw. Herr Farian ist sehr stolz auf seine Leistung.
Später hat er dann weitere Bands kreiert. z.B Milli Vanilli ua

ich grüße euch

Jürgen
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31.10.2008 16:03 Uhr von Tyrooon
 
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@Der Reisende: Die Billigsten? Na ja, Liz Mitchell war damals schließlich schon Mitglied der "Les Humphries Singers"...
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31.10.2008 18:03 Uhr von Tyrooon
 
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Übrigens auch Jürgen Drews, der doch zugegeben zu den Willigsten gehört...

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