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Im Kongo droht erneut eine humanitäre Katastrophe

Hunderttausende sind bereits auf der Flucht, seit vor wenigen Tagen die Kämpfe im Osten Kongos rund um die Provinzhauptstadt Goma wieder aufgeflammt sind. Selbst eine Rettungsaktion für 50 ausländische Helfer durch UN-Friedenstruppen musste abgebrochen werden.

Erneut sind es Tutsi-Rebellen, die sich gewaltsam den Weg nach Goma bahnen. Mehrere Städte sind bereits in der Gewalt der Rebellenarmee, offiziell bestätigt sei dies aber nicht. Die kongolesische Armee musste allerdings einräumen, die Provinzstadt Rutshuru geräumt zu haben.

Auch das UN-Büro vor Ort musste zugestehen, dass die Lage angespannt sei. Beobachter sprechen sogar von Panik. Die UN, die seit 1999 mit 17.000 Mann im Ostkongo den Frieden überwacht, hat eine enge Auslegung ihres Mandats zugesagt. Die UN will sich jedem weiteren Eroberungsversuch entgegenstellen.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Katastrophe, Kongo
Quelle: www.n-tv.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.10.2008 00:46 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Wenn es im kongolesischen Hinterland anfängt zu brennen, geht es nicht um Kleinigkeiten. Hier geht es um Tausende, wenn nicht Hunderttausende von Menschenleben. Und es geht um alte Rechnungen zwischen Hutu und Tutsi. Und die haben seit dem ersten Gewaltausbruch im Jahr 1994 bereits Millionen von Menschenleben gefordert. Für die UN wird es sicher eine der schwersten Missionen überhaupt, wenn sie einen weiteren Völkermord (besser Gemetzel) verhindern will.
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29.10.2008 09:40 Uhr von DeputyJohnson
 
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zresz: Scheint ja ziemlich kritisch zu sein...
@Autor
Halt uns mal auf dem laufenden!
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29.10.2008 09:59 Uhr von JCR
 
+2 | -0
 
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Dieser Staat wird in absehbarer Zeit wohl keinen Frieden finden.

Erst die Kolonialherrschaft mit über zehn Millionen Toten, dann die Diktatur, und jetzt mehr oder weniger Anarchie.

Und dann die Rassentrennung (Hutu und Tutsi) unter der beligschen Kolonialherrschaft, die bis heute nachwirkt.
Es kann eben auf lange Sicht nur Chaos dabei herauskommen, wenn ein Land kolonialisiert wird, dessen Fläche fast achtzigmal größer ist als die der Kolonialmacht.
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29.10.2008 12:31 Uhr von Tzimisce
 
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jaja: Die böse USA, die ja auch nur 27 % des UN-Friedenssicherungseinsatz-Budgets zahlt.

Und wer mal nach den aktiven und alten Einsatzgebieten der Blauhelme schaut, wird sehr häufig Länder in Afrika finden.

Natürlich ist ja auch noch die ehemalige Kolonialherrschaft schuld, dass es in Afrika immer kracht.

Komisch, dass früher Kolonialländer anderer Kontinente es geschafft haben eigenständig zu leben.

Die Schuld der USA / Kolonialmächte / Konzernen .... zu geben ist natürlich auch angenehm einfach.
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29.10.2008 12:47 Uhr von immerganzruhig
 
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hmmmm also wenn da weder Erdöl noch sonstige wertvollen
Bodenschätze sind, dürfte die "Koalition der Guten"
wieder mal ausbleiben....war schon in Ruanda so.
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29.10.2008 12:56 Uhr von Bleifuss88
 
+1 | -0
 
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@facedings: Ich glaube seit Somalia 1993, haben diese "Friedensstifter" es satt die Probleme anderer zu lösen. Und warum sollte eine "Koalition der guten" nach Kongo (nicht verwechseln mit D.R. Kongo) entsandt werden wenn doch da die UN schon ist?

Vor nicht allzu langer Zeit waren mal deutsche Soldaten dort und die Mehrheit der Bürger war dagegen. Aber das ist halt das Problem: Jetzt wird nach einer "Koalition der Guten" geschrien, und falls sie es wirklich machen würde, ist es wiedermal ein weiterer US-Krieg.

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