28.10.08 19:10 Uhr
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Seit 790.000 Jahren nutzt der Homo erectus kontrolliert das Feuer

Noch ist es nicht ganz sicher ob der direkte Vorfahre des Menschen, der Homo erectus, das natürlich entstandene Feuer nur erhalten konnte oder gar fähig war, schon selbst Flammen zu entzünden. Vieles spricht nach Ansicht israelischer Wissenschaftler aber für letztere Variante.

Grundlage für die Annahme ist eine im Jahre 2004 entdeckte Fundstelle im Jordan-Tal, die bereits 790.000 Jahre alt sein soll. Neue Daten zeigten nun, dass der menschliche Vorfahre mit Steinen wohl bereits kontrolliert Feuer entzünden konnte.

Erst mit dieser Errungenschaft konnten die Ur-Menschen sich von Afrika aus in nördliche Gefilde aufmachen und es besiedeln, glauben die Wissenschaftler der Hebrew University.


WebReporter: pirata
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Jahr, Feuer
Quelle: derstandard.at

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.10.2008 19:41 Uhr von pirata
 
+14 | -5
 
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Ob der Papst das wohl auch liest? Immerhin behauptet die katholische Kirche meines Wissens immer noch, dass Gott die Erde vor rund 6.000 Jahren in sieben Tagen erschaffen hat.
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28.10.2008 20:10 Uhr von ThomasHambrecht
 
+7 | -7
 
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@pirata der Papst weiss, dass sich die Geschichte über die Steinzeit so entwickelt hat und predigt auch, dass die 7 Tage der Erschaffung in übertragenen Sinne zu verstehen sind und ein Tag Gottes länger dauert.
Ausserdem schuf er die Welt in 6 Tagen.

Im Original steht aber: Die Götter schufen die Welt wie auf 6 Schrift-Tontafeln beschrieben steht - die 7. Tafel ist kaputt.
Aus den Tafeln wurden (Übersetzungsfehler) Tage und aus der kaputten Tafel ein Ruhetag. Ausserdem hat man sich beim Zusammenstellen der Bibel darauf geeinigt, dass nur einen Gott gibt - obwohl die Quellen auf Götter verweisen.
Der Papst weiss das.
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28.10.2008 20:17 Uhr von D4v3
 
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schöne, interessante, gutgeschriebene news: balsam für die seele, die grad durch pottschalk geschändet wurd.
danke pirata, dass es noch autoren wie dich gibt, auf dieser gossiphalde
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28.10.2008 20:32 Uhr von pirata
 
+6 | -4
 
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@ thomas: Lieber Thomas,

ich will Dir ja nicht zu nahe treten. Aber irgendwie finde ich es immer wieder klasse, wie sich Christen aus ihren historischen Irrtuemern rausreden. Da predigt ein Vatikan ueber Jahrhunderte hinweg, die Erde sei vor 6.000 Jahren erschaffen worden und nun war alles mal wieder nur ein Uebersetzungsfehler. Wahrscheinlich ist auch die Hexenverbrennung nur nem schlampig arbeitenden Uebersetzer anzulasten.
Kann man es sich noch einfacher machen?
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28.10.2008 21:03 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@pirata ich denke Du verwechselst den Vatikan mit dem amerikanischen Kreationismus - nur dieser glaubt an die 6000 Jahre - davon distanzieren sich die Christen.

In Europa, vor allem im Vatikan wurden die biblischen 6000 Jahre nie wörtlich genommen. Und wer hier die Hexenverfolgung mit den Christen gleichsetzt, der müsste auch alle Deutschen mit den Untaten des zweiten Weltkriegs gleichsetzen.
Du hast offenbar nichts aus der Geschichte gelernt und klammerst an uralte Film-Klischees.

Auch ging die Hexenverfolgung nur sehr wenig von den Christen aus, sondern von den damaligen Gerichten und dem Mob auf der Strasse. Die damaligen Päpste haben sogar der Hexenverfolgung widersprochen. Dies war mehr eine Art damalige Hysterie gegen Zauber und Hexerei.

Informier dich mal richtig und schreib hier nicht so ein derartiges Halbwissen ohne jeden fachlichen Hintergrund.
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28.10.2008 21:13 Uhr von pirata
 
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@ thomas: Lieber Thomas,

was nicht sein darf, darf halt nicht sein. Erlaube mir aus einer katholischen HP (http://www.kreuzzug.de) zu zitieren, die der Realitaet etwas mehr Raum zugesteht, als so mancher katholischer Historienverdreher:

"Die Männer der Kirche nährten den Glauben des Volkes, die Hexen seien in ein großes geheimes Komplott unter der Führung des Teufels verwickelt, mit dem das Königreich Gottes auf Erden gestürzt werden sollte. 1409 taucht in einem päpstlichen Dekret erstmals der Begriff „nova secta“ dafür auf. Sie prägten die Vorstellungen der schwarzen Messe, schmückte sie aus und redeten den Laien ein, dass solche Messen häufig stattfanden - obwohl es sich dabei größtenteils um Schwindel handelte, der sich lediglich aus "Pseudo-Aussagen" aus der Folterkammer stützten konnte. Die Inquisition brauchte diese allgemeine Wahnvorstellungen, weil ihre eigentlich Aufgabe mit der Vernichtung der Albigenser, der Waldenser und anderer südfranzösischer Ketzergruppen endgültig erledigt war. Um ihre einträgliche Existenz fortzuführen, brauchte die Inquisition neue Opfer: Der Hexenwahn war die Lösung dieses Problems. Welcher weltlichen Verbrechen man auch immer die Hexen bezichtigte - das Verbrechen, um dessentwillen sie allesamt auf den Scheiterhaufen geschickt wurden, war ein Verbrechen, dessen sie allesamt völlig unschuldig waren, weil sie es gar nicht begangen haben konnten: Das Verbrechen des Paktes mit einem wirklichen Teufel. Und was das geheime Festhalten an einer vorchristlichen Religion anbelangt, dies wurde ein wesentlich höherem Maße durch Heiligenverehrung, Festtage, Reliquien- und Heiligenschreine von der Kirche selbst unterstützt.

So kam es zu einer Zunahme an Hexenverfolgungen. Papst Johannes XXII (1316-1334, geboren 1245 oder 1249) ermächtigte die Inquisition, nun die zu Verfolgen, die Magie betrieben. "
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28.10.2008 21:30 Uhr von pirata
 
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@ thomas: Auch in D glaubt man den Unsinn, dass Gott 4111 Jahre vor unserer Zeitrechnung (also vor rund 6000 Jahren) die Welt erschaffen hat:

http://www.heinrich-tischner.de/...

Waere uebrigens klasse, wenn du nen Papst-Link haettest, wo der dies offiziell revidiert.
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28.10.2008 21:48 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@pirata ich bedien mich den Wikipedia-Einträgen:
Thema Hexenverfolgung:

http://de.wikipedia.org/...
... Die frühneuzeitlichen Hexenverfolgungen waren "NICHT" von der Religion eines Territoriums abhängig.

Inquisition heisst Einsperren und anklagen - NICHT verbrennen. Die tatsächliche Verfolgung geschah, im Gegensatz zur Inquisition, durch Gerichte und in sehr vielen Fällen aufgrund von Denunziationen aus der Bevölkerung.

6000 Jahre:
http://de.wikipedia.org/...

Diese 6000 Jahre sind die Erfindung eines Herrn Usshers, der 1650 versuchte eine Chronologie und Altersbestimmung zu erschaffen.

Die meisten protestantischen Kirchen und seit einigen Jahrzehnten auch die römisch-katholische Kirche vertreten die Auffassung, dass die Evolutionstheorie und das Christentum miteinander vereinbar sind. Der Schöpfungsbericht der Bibel wird nicht wörtlich verstanden, sondern als Mythos, der Grundstrukturen des Menschseins zum Ausdruck bringt:

http://de.wikipedia.org/...

Die Quellen belegen, dass solche Aussagen immer nur von den Kreationisten vorgenommen wurden.
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28.10.2008 22:46 Uhr von Nordwin
 
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naja pirata


Die Katholische Kirche ist kein beispiel für die richtige idee des christentums (zummindest nicht die des mittelalters, die jetzige geht zummindest mehr in die richtung) der einzige der das christentum wohl wirklich begriffen hat war bis jetzt Jesus und ein paar rühmliche ausnahmen


daher find ichs sinnlos darüber zu streiten was jetzt wie bei hexen und ähnlichem war, kein moderner (aufgeklärter!) Christ ist noch der meinung das das ja alles so richtig war


und überhaupt hat eh alles das fliegende spaghettimonster erschaffen... ;)
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28.10.2008 23:23 Uhr von pirata
 
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@ nordwin: ja mit dem fliegenden spaghettimonster kannst du Recht haben.
Zumal sich langsam auch rumgesprochen haben duerfte, dass es Jesus gar nicht gab.
Beweise hierfuer gibt der sehenswerte Film "Zeitgeist" zu sehen Part 1:

http://de.youtube.com/...

und Part II:

http://de.youtube.com/...
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29.10.2008 09:58 Uhr von ZTUC
 
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News? Es geht um eine Fundstelle aus dem Jahr 2004 und das der Homo Erectus das Feuer kontrollieren konnte, ist auch schon 790.000 Jahre alt. Was ist daran neu?
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30.10.2008 15:34 Uhr von Tyrooon
 
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Neu ist diese Nachricht auch auf Grund dessen, dass gerade auch die Homo erectus Forschung durch die Öffnung Chinas neue Möglichkeiten des Abgleichs bzw. der Überprüfung bestehender Theorien gestattet.
So existiert z.B. in Reihen chinesischer Paläanthropologen die These, dass sämtliche Asiaten den Peking-Menschen, der aus dem nach Ostasien gewanderten Homo erectus hervorging, als Urahnen haben. Somit hätten sich unabhängig von einander an mindestens 2 Orten der Homo sapiens aus dem Homo erectus entwickelt.

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