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Ist verdeckter Rassismus für Obamas Umfragenführung verantwortlich?

Im Rennen um das Weiße Haus sehen die aktuellen Umfragen Barack Obama klar vor John McCain. Grund dafür könnte jedoch ein Phänomen sein, welches unter der Bezeichnung "Bradley Effekt" bekannt ist.

Danach geben viele Befragte nicht zu, niemals einen Schwarzen zum Präsidenten zu wählen, um nicht des Rassismus beschuldigt zu werden. An der Wahlurne hingegen stimmen sie dann für den weißen Kandidaten.

Benannt ist dieser Effekt nach Tom Bradley. Der dunkelhäutige Politiker unterlag in der Wahl zum kalifornischen Gouverneur, obwohl er in den meisten Umfragen vorne lag.


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WebReporter: revalpaul
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Umfrage, Barack Obama, Rassismus
Quelle: www.tagesblick.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.10.2008 09:30 Uhr von revalpaul
 
+0 | -0
 
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Ironischerweise gibt es wohl auch einen umgekehrten "Bradley Effekt". Republikaner würden danach nicht offen zugeben einen Schwarzen zu wählen, tun es dann aber in der Wahlkabine doch. Es bleibt spannend.
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27.10.2008 10:06 Uhr von ZTUC
 
+24 | -13
 
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"Bradley Effekt": Der "Bradley Effekt" ist kein Kennzeichen von verdeckten Rassismus sondern der er bezeichnet einen Effekt, bei dem sich jemand nicht den Vorwurf des Rassismus aussetzen will und deswegen in Umfragen für den schwarzen Kandidaten stimmt. Warum er dann aber bei der Wahl für den weißen Kandidaten stimmt, kann vielerlei Gründe haben und muss nicht zwingend rassistisch sein, so kann er z.B. den weißen Kandidaten auch einfach besser finden.
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27.10.2008 10:11 Uhr von revalpaul
 
+14 | -5
 
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@ztuc: Recht hast Du und sicherlich ist die News etwas polemisch. Aber man kann festhalten, dass der "Bradley Effekt" in einer falsch verstandenen Political Correctness (PC) wurzelt, welche wiederum auf Tage zurückzuführen ist, in denen die Gleichbehandlung unterschiedlicher Rassen in den USA nicht eben groß geschrieben wurde. Insofern ist es nicht der Wähler an der Urne der rassistisch ist, sondern vielmehr ist sein Verständnis von PC rassistisch beeinflusst.
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27.10.2008 10:31 Uhr von Cosmopolitana
 
+7 | -5
 
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Jedes Land: braucht halt seinen Buhmann
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27.10.2008 10:40 Uhr von coolio11
 
+18 | -10
 
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hoffentlich: gewinnt Obama die Wahl.
Welche Effekte hinterher rückblickend für oder gegen ihn gewirkt haben, wär mir persönlich egal. Wichtig ist nur, dass er gewinnt und McCain verliert..
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27.10.2008 12:21 Uhr von Shaft13
 
+13 | -2
 
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Jedoch: Jedoch gibt es auch den Anti Bradley Effekt.

So könnte es durchaus sein, das bei Telefonumfragen, wo man ja nicht wirklich Anonym ist dem Anrufer gegenüber, zB McCain sagt, weil man in einer eher Republikanischen Gegend wohnt oder nicht zugeben will, einen schwarzen zu wählen.

So sagt er halt McCain und McCain steht gut in der Umfrage da. Nur in der Wahlkabine wird dann halt Obama gewählt.
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27.10.2008 12:37 Uhr von skipjack
 
+3 | -7
 
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Eigentlich: gönne ich ihm den Sieg...

Doch mein Verstand sagt irgendwie, es ist besser für ihn, er verliert und lebt länger, da er einfach ein sympathischer Typ ist...

Nicht das er der erste schwarze Kennedy wird...

Das beste für ihn...
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27.10.2008 13:35 Uhr von cYpher23
 
+9 | -2
 
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Die wievielte "News" über den "Bradley-Effekt" ist es bereits auf SN?
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27.10.2008 14:23 Uhr von _Midnight Man
 
+7 | -1
 
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obama, mccain für mich persönlich beide nicht die erste wahl.
gut, ist ja nun nicht mein problem, aber ich glaub an "nach wolf kommt bär".
und der obama hat ja schon gesagt dass er nicht aus dem irak raus will.
ja, mccain würde wahrscheinlich aus dem gesamten nahen osten einen parkplatz bauen...

naja, ich finds halt bescheuert, wenn die jetzt alle sagen "endlich mal nen schwarzen als präsident" das ist genauso behämmert wie "eine frau" oder was weiss ich "einen eskimo" (geht nicht, weiss ich, weil nicht in den staaten geboren)

man sollte einen präsidenten darum wählen, weil er politisch was biegen kann, weil er gute ansichten hat, nicht weil er schwarz ist und die schwarzen es mal verdient haben.

genausowenig wie man einen wählen sollte, weil seine fritten echt die besten sind.
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27.10.2008 14:49 Uhr von berggeister
 
+5 | -4
 
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Die Unruhen werden beide nicht verhindern können: Deshalb werden jetzt schon Vorbereitungen getroffen gegen die zu erwartenden Unruhen infolge der Wirtschaftskrise. Hunderttausende werden an Hunger sterben und die Mittelschicht wird revoltieren.
Es liegen Pläne vor das Militär im Inland einzusetzen. Es wurden zigtausende Plasiksärge entdeckt, SN hat darüber berichtet und es ist die Rede von 800 Arbeitslagern.
Entscheidungsschwerpunkt für die Wahl ist für viele Amerikaner nicht der Krieg im Irak, sondern die illegalen Einwanderer.
Der amerikanische Steuerzahler finanziert die Versorgung der Einwanderer mit 400 Milliarden Dollar jährlich (medizinische Versorgung, Haftaufenthalte, Rückkehrhilfen usw.).
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27.10.2008 15:05 Uhr von Premier-Design
 
+7 | -2
 
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egal, wer gewinnt: Es ist doch völlig belanglos, wer von den beiden am Ende gewinnt. Diese vermeintliche Wahl ist doch nur Augenwischerei. Schließlich haben die "Demokraten" von sich gegeben, dass der größte Fehler der Bush-Regierung gewesen sei, sich nicht genug um den Aufstieg Chinas und Russlands gekümmert zu haben und dass dies unbedingt nachgeholt werden würde, sobald sie an der Macht sein würden - was auch immer damit gemeint ist. Und ist doch auch völlig schnuppe, ob nun ein Schwarzer, ein Weißer, ein Gelber, ein Roter, ein Mann, eine Frau, (...) Präsident wird. Hauptsache die haben was auf dem Kasten und vor alen Dingen einen gesunden Menschenverstand. Ausserdem werden sie letztendlich alle Marionettenpuppen sein, deswegen macht es absolut keinen Unterschied, wer am Ende Präsident wird.
Die Tendenzen in der Welt sind wirklich beängstigend, wie "berggeister" schon bemerkte. Nur eine totale Systemänderung bringt etwas. Und nicht die vermeintlichen Problemlösungen gegen Arbeitslosigkeit, usw. - Vollbeschäftigung ist so oder so nicht mehr möglich, wieso also gegen Arbeitslosigkeit ankämpfen, anstatt diesen Fakt ins System zu integrieren?
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27.10.2008 16:47 Uhr von Schnawltass
 
+3 | -2
 
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würd mich net: wundern wenn obama gewinnt ,das texas laut vor hass aufheulen
wird muha (texas ihr wisst schon KKK und so ) :P
aber ich hoffe das ers packt.
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27.10.2008 21:38 Uhr von CHR.BEST
 
+0 | -2
 
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Dabei wäre Amerika so liberal, daß man dort sogar legal öffentlich mit einer Hakenkreuzfahne rumlaufen könnte. Aber bei einer Wahl wird dann wieder geheuchelt.

Dieser verdecke Rassismus ist zweifellos ein riesiges Problem der USA. Dadurch, daß man die Afro-Amerikaner über hundert Jahre lang bewußt ausgegrenzt und gedemütigt hatte, hat sich erst eine eigene schwarze Subkultur aufgebaut, mit eigenen Stadtvierteln, eigener Musik, eigenen Kirchen usw.

Dabei wollten die Afro-Amerikaner anfangs doch nichts sehnlicher, als voll akzeptierte Bürger der USA sein. Doch die weiße, ursprünglich europäisch geprägte Gesellschaft lehnt sie auch heute noch mehrheitlich ab, beschwert sich aber gleichzeitig, wenn die Afro-Amerikaner ihrerseits nun nichts mehr mit der weißen, meist gut betuchten, Gesellschaft in den USA zutun haben wollen. Es gibt also zusätzlich noch diesen sozialen Unterschied, der Schwarz und Weiß trennt.

Soviel zum Schmelztiegel USA, wo - theoretisch - alle Menschen gleich sind. Nur manche sind eben gleicher als andere ...

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