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Kein Kapital mehr - Werk von Karl Marx ist ausverkauft (Update)

Nachdem in den ersten drei Oktoberwochen, die von Karl Marx verfasste Kapitalismuskritik "Das Kapital" mehr als 400 Mal über den Ladentisch ging, war es nun am Mittwoch ausverkauft. Insgesamt hat das Werk seit 1946 eine Millionenauflage erreicht.

Wegen der Finanzkrise ist das Buch offenbar sehr begehrt. Jörn Schütrumpf, Geschäftsführer des Berliner Karl-Dietz-Verlages, gibt an, dass die besten Verkaufserfolge mit Werken von Marx in Zeiten gesellschaftlicher Not zu verzeichnen seien.

Mittlerweile ist "Das Kapital" auch verfilmt worden. Im November wird es als DVD-Edition auf den Markt kommen, gedreht nach Plänen von Sergej Eisenstein, die vom Regisseur Alexander Kluge rekonstruiert wurden.


WebReporter: rabe22
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Update, Verkauf, Werk, Kapital, Marx
Quelle: www.tagesanzeiger.ch

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.10.2008 08:15 Uhr von rabe22
 
+1 | -0
 
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Hmm, "Das Kapital" als Film ? Hat dieses Buch den eigentlich eine Handlung zum Verfilmen ? Na ja, egal, so groß, das ich mir diese DVD kaufen würde, ist mein Interesse nun auch wieder nicht.
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27.10.2008 08:54 Uhr von Katzee
 
+23 | -3
 
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Träume sind: etwas Schönes und besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten etwas Tröstliches. Aber leider wird die kommunistische Idee noch auf lange Zeit ein schöner Traum bleiben, denn mit dem derzeitigen Menschenschlag werden wir niemals über die erste Stufe - die "Diktatur des Proletariats" - hinweg kommen. Menschen, die einmal Macht in der Händen hielten, geben sie selten freiwillig wieder ab. Das haben uns die "kommunistischen/sozialistischen Experimente" in Vergangenheit und Gegenwart gezeigt.
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27.10.2008 09:14 Uhr von funeraldiner
 
+19 | -5
 
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Ein Gespenst: geht um in Europa...
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27.10.2008 11:53 Uhr von maki
 
+19 | -4
 
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@Miez: "Träume sind etwas Schönes und besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten etwas Tröstliches. Aber leider wird die kommunistische Idee noch auf lange Zeit ein schöner Traum bleiben"

*hust*

"Das Kapital" ist aber eine Art Fachbuch, worin der Dreckskapitalismus und seine Hintergründe erklärt werden. Wenn man dies liest, hat das noch lange nix mit einem Traum vom Kommunismus zu tun.

@Dietz: Nachauflage, aber flott! :-)
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27.10.2008 12:45 Uhr von Bärtram
 
+14 | -3
 
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Sehr richtig gesprochen: Ich kann dem Kommentar nur beipflichten.

Wer hat uns den die aktuelle Krise eingebrockt?

Raffgierige Endzeitkapitalisten mit einer Götterdämmerungsmentalität, wo selbst größte Gewinne immer noch maximiert werden müssen.
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27.10.2008 12:48 Uhr von tomeck
 
+9 | -3
 
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Marx´ Werk "Das Kapital" ist zeitlos wie die Beatles oder Stones.

Es gibt eben Dinge, die an Aktualität nie verlieren.
Und gerade jetzt erst recht!
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27.10.2008 13:22 Uhr von fanbarometer
 
+6 | -1
 
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wie gut, dass ich: meine alten blauen DDR klassiker in kunstleder noch habe.
oder soll ich die jetzt mal schnell bei ebay vertickern :))))))
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27.10.2008 15:34 Uhr von SaxenPaule
 
+4 | -7
 
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Oh mein Gott das Buch wurde in 3 Wochen deutschlandweit ganze 400 mal verkauft xD. Ein extremstMegaRun!!! Das sind ganze 19 Stück pro Tag - also nicht viel mehr als 1 pro Stunde. Najaa....

Nicht dass ich morgen einer der ganz ganz wenigen bin, die es in letzter Zeit nicht gekauft haben.
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27.10.2008 15:40 Uhr von esseff
 
+11 | -0
 
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manche: verwechseln offensichtlich das kapital mit dem kommunistischen manifest. beides hat nix miteinander zu tun! sie stammen nur aus einer feder.
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27.10.2008 18:39 Uhr von bigdaddy2
 
+3 | -2
 
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tja: was nützt 1 milionen mal verkauft?

entweder die leute lesen es nicht oder sie lernen nichts daraus, sonst würden sie nicht immer wieder die kapitalisten wählen.
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27.10.2008 18:50 Uhr von Ezo
 
+4 | -1
 
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@SaxenPaule: für ein buch solchen schlages ist es schon eine beachtliche anzahl. mit harry potter, dieter bohlens lebenslüge und ähnlichen schund kann man es natürlich nicht messen.
schließlich braucht man eine gewisse grundintelligenz um die werke von marx verstehen zu können.....an den zahlen kannst du sehen wie viele leute hier in d, die voraussetzungen erfüllen.
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27.10.2008 19:53 Uhr von IchAufKlebstoff
 
+6 | -1
 
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@Ezo: weise Worte, die du da sprichst :D
(ernstgemeint)

Es gibt wenig Menschen die wirklich noch in der Lage sind ihr eigenes Handeln oder die aktuelle Situation auf eine hinterfragende Weise zu reflektieren um daraus lernen zu können und lernen zu wollen.
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27.10.2008 20:59 Uhr von marco.koch
 
+5 | -0
 
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Kommunismus an sich: war ja eine feine idee - nur haben die Herren (und Damen) leider den Faktor Mensch vergessen. Jeder ist sich selbst am nächsten. Und das ist auch die Ursache unserer momentanen probleme - jeder stopft sich in den paar jahren die Taschen so voll es nur geht und wenn was schief geht sahnt derjenige nochmal richtig abfindung ab und verschwindet.

Jeder kleine Arbeiter wird für kleine unbedeutende schnitzer zur rechenschaft gezogen und die Geldgeilen Säcke können ungestraft machen was sie wollen.
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27.10.2008 22:40 Uhr von Lornsen
 
+1 | -0
 
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tief: in seinem Inneren ist kein Mensch Demokrat, weder Kommunist, Sozialist...oder was auch immer.
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27.10.2008 23:15 Uhr von karl marx
 
+1 | -0
 
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Da bin ich wieder: Im Ernst lest das Werk, oder zumindest beschäftigt euch mit der Thematik. Das Ende des Kapitalismus naht, einfach Geld drucken reicht nicht mehr aus, wenn jetzt noch die Chinesen anfangen zu Husten.....dann wars.

Alles Gute
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27.10.2008 23:50 Uhr von de_waesche
 
+1 | -0
 
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klasse überschrift: und dazu gut geschrieben. 5 sterne.
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28.10.2008 07:27 Uhr von metzner
 
+3 | -0
 
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"Ich bin kein Marxist!": Dieses klassische Zitat ist von keinem anderen als...

Karl Marx selbst!

Freilich in etwas hoeherem Alter.

Marx hat sich tatsaechlich eher als Wissenschaftler (manche sagen weltfremder... - wie auch sein Busenfreund und Unterstuetzer Engels) gesehen, als dass er sich selbst als Fuehrer einer Bewegung sah!

De spaetere Kommunismus freilich ist ein bisschen religioes gefaerbt und geht vom Guten im Menschen aus - im Gegensatz zur liberale Demokratiebewegung!

Nur gerade der wurden in den letzten Jahren von Investmentbankern Sand in die Augen gestreut - in Form von unhaltbaren Renditeversprechen. Und dann wurden Aufsichten und Gesetze gelockert - ganz wie es Karl Max immer vorhersagte: Geldgier regiert! (Und da ist er wirklich kein Marxist, da er urspruenglich nicht vom Guten im Menschen ausging!)
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28.10.2008 11:17 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
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Kapitalismus und Demokratie: gehen meiner ansicht nach Hand in Hand, man kann keine Deterministische Wirtschaft haben ohne die passende Ideologie dazu. Eine Demokratie die ihre Wirtschaft komplett verwaltet dämmt ebenso den Fortschritt ein wie der Kapitalismus freie Forschung unterdrückt. Das liegt in der Natur der Sache.

Aber wenn man nun einen freien Wettbewerb haben möchte, muss man auch faire Regeln schaffen die für alle gelten und nicht die eine Hälfte der Menschen bevorzugen und die andere dafür vernachlässigen.

Wenn jemand gute Arbeit leistet, dann soll dieser dafür entlohnt werden und nicht an seinem eigenen erfolg mit 10% beteiligt.

Dort MUSS es gesetze geben die so etwas effizient verhindern, aber dies geht nur wenn man die vereinigung von Wirtschaft und Politik strikt unterbindet und unter Strafe stellt.

Damit überhaupt Gesetze entstehen können, die einen Zustand der Balance schaffen.

Wettbewerb gerne, möge der beste gewinnen, aber fair muss es sein.

Ein unfaires spiel ist kein Erfolg, auch wenn es für eine kurze Dauer den Anschein hat, die Auswirkungen kommen nachhaltig zurück. Das ist Physisch so bedingt, wenn ich mutwillig ein ungleichgewicht erzeuge, kippt das ganze System.

Wobei ja heutzutage auch das Kippen des systems mit einkalkuliert wird um eine neue Ära mit den selben Möglichkeiten für unfaires Spiel zu schaffen.
Um so den Fortbestand der Machtverhältnisse zu sichern.

Aber rein vom Prinzip her haben wir die Möglichkeit etwas dagegen zu unternehmen.
Angenommen es würde sich eine Partei etablieren die von vorn herein gegen die Entscheidungsgewalt von einzelnen gestrickt ist.
So wie eine Tankstelle um den Tresor gebaut wird.
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28.10.2008 16:14 Uhr von DerBibliothekar
 
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Schade: und ich wollte es kaufen und mit ein paar anderen Büchern, solche die Katastrophen verursacht haben, in ein Regal stellen.
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29.10.2008 10:22 Uhr von maki
 
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Mal wieder mein Lieblings-Marx-Zitat: Karl Marx wusste, noch bevor das Wort Investmentbanking erfunden war, wie beides zusammenhängt:

"Das Kapital hat einen Horror vor der Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit wie die Natur vor der Leere.
Mit entsprechendem Profit wird Kapital wach, zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; 100 Prozent, es stampft alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens."
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31.10.2008 13:40 Uhr von Schwertträger
 
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@Katzee: Wäre das wirklich ein schöner Traum?

Ich weiss ja nicht. (Und ich gehöre nicht zu den Reichen).

Und was meinst Du mit dem jetzigen Menschenschlag? Was macht Dich so sicher, dass ein anderer Menschenschlag überhaupt überleben würde? Immerhin hat uns genau diese Wesensart erst so weit gebracht, wie wir heute sind. Andernfalls wären wir vielleicht schon seit zig Tausend Jahren ausgestorben.

Der Mensch ist, wie er ist, und es ist blödsinnig, das immer als schlecht anzusehen.

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