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Dachorganisation der jüdischen Gemeinden fordert Abbitte von Ifo-Präsidenten

Der Zentralrat der Juden fordert Abbitte vom Präsidenten des Ifo-Instituts, weil der einen Vergleich in einem öffentlichen Interview anstellte, der explizit auf Unmut stieß. Hans-Werner Sinn verglich die momentane Attackierung der Manager mit der Judenhetze anno 1929.

Dabei hatte Sinn gegenüber einer Zeitung wortwörtlich gesagt: "Auch in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wollte niemand an einen anonymen Systemfehler glauben. Damals hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager" und versteht daher die Aufregung nicht.

Der Zentralrat fordert nun eine Revidierung der Äußerung plus Entschuldigung. Dessen Generalsekretär sieht in Sinns Äußerung sogar eine "Masche", da viele sich die Opferrolle der Juden heutzutage zunutze machen würden. Er titulierte die Freigabe des Interviews mit dem "Tagesspiegel" als verwerflich.


WebReporter: fuxxy
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Präsident, Jude, Gemeinde
Quelle: www.derwesten.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.10.2008 21:09 Uhr von Nepenthes
 
+9 | -4
 
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naja ""Dessen Generalsekretär sieht in Sinns Äußerung sogar eine "Masche", da viele sich die Opferrolle der Juden heutzutage zunutze machen würden.""

Das genau macht der Zentralrat der Jammerer und Israel doch seid eh und je selber schon.
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26.10.2008 21:55 Uhr von Sentinel2150
 
+7 | -3
 
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Ich mag den ZR ja auch nicht so: Aber in dem Fall haben sie absolut Recht.
Das ist ein hirnrissiger Vergleich.
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26.10.2008 22:03 Uhr von maki
 
+8 | -1
 
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Hoffentlich reicht dies, um diesen unerträglichen kapitalismusverherrlichenden (Un)Sinn endlich abzusäbeln. *daumendrück*
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27.10.2008 01:44 Uhr von CHR.BEST
 
+2 | -0
 
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Solche Vergleiche sind leider längst usus: Im Georgen-Konflikt war Saakaschwilli Hitler und für Berlusconi ein deutscher Europaabgeordneter ein KZ-Wächter ... nur um mal zwei Beispiele herauszugreifen.

Im konkreten Fall war dieser Vergleich von "Kapitän Ahab" ... ähm, Hans-Werner Sinn, in der Tat hirnrissig. Naja, Ifo-Institut ... sicherlich gesponsort von der Industrie und Arbeitgeberverbänden.

Natürlich sind gierige Spekulanten und Bankenmanager an diesen Milliardenverlusten schuld. Bislang wurden sie dafür eh noch nicht zur Verantwortung gezogen beginnen aber jetzt bereits schon rumzujammern, als würden sie gerade furchtbar verprügelt. So wie ich unsere Regierung kenne wird sie ihnen eh nicht wirklich weh tun.

Immerhin sind das Bänker und die Restlichen - also wir - sind ein Niemand ...
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27.10.2008 06:32 Uhr von juggernaut
 
+4 | -1
 
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der typ ist echt unglaublich. aber es zeigt schon, wie viel angst die manager und bonzen vor der normalen bevölkerung haben. die sehen sich schon als die "neuen juden", und fürchten ein zusammenbrechen des systems und dass sie von der normalen bevölkerung hochgenommen werden.

denn hier fragen sich immer mehr leute: "warum eigentlich lasse ich mir sowas gefallen?"

meine forderung: den ifo-präsidenten absägen. ganz einfach in die arbeitslosigkeit schicken.
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27.10.2008 10:52 Uhr von Mistbratze
 
+1 | -0
 
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Der Herr Sinn, faselt da eigentlich nur Mist. Wenn man in Europa (und nicht nur in Dtl.) 1929 „die Juden“ oder wie Hitler es später nannte „Das Finanzjudentum“ für alles Verantwortlich machte, so ist es heute bei den genannten „Managern“ doch etwas anderes. Keiner meint damit einen Manager von Faulhuber &Co. oder von Schindermann &Söhne oder was ich was es alles für Firmen gibt.
Hier geht es explizit um die Börsen- und Bankmanager die Jahrelang die Globalisierung als goldenes Kalb angebetet haben. Genau die genannten Manager die sich Jahr für Jahr die Taschen immer mehr voll gestopft haben und sich nun als Unschuldslämmer sehen. Genau diejenigen die nun nicht einmal in die Öffentlichkeit treten und uns „gemeinen Pöbel“ erklären wollen (oder können) warum es zu einer Krise kommen konnte. Ich habe noch kein Statement von Ackermann und Co gehört oder gelesen.
Bei Banken steigt man auch nach oben wenn man das entsprechende Potential hat (Ausnahmen bestätigen die Regel), das heißt man wird Teamleiter oder Teammanager, bekommt damit mehr Gehalt und muss sich um ein Team kümmern, später um ganze Abteilungen usw. Dafür hat man aber mehr Verantwortung zu übernehmen. Und bei den „Bonzen“ ganz oben soll es nicht mehr so sein? Jährlich zig Millionen abfassen und keinerlei Verantwortung? Toller Job, den möchte ich auch haben.

Das übel ist nur, dass jetzt wieder alle dafür gerade stehen sollen. Siehe die 500 Mrd. Stütze für Banken. Rechnet man das ganze auf uns alle Bundesbürger um so steigt die Staatsverschuldung pro Kopf um 6000 EUR über Nacht und das ganze weil niemand Schuld ist.

Hier vielleicht mal noch ein netter Kommentar aus einem Blog
http://ad-sinistram.blogspot.com/...
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28.10.2008 11:57 Uhr von kingoftf
 
+0 | -0
 
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Falsch verstanden! Meiner Meinung nach ist die Äußerung von Sinn doch nur falsch verstanden worden, es ging doch bei der "Juden=Manager" Debatte nur um die Stellung der Juden zu Beginn der Weltwirtschaftskrise 1929, zu einer Zeit also, lange noch vor der NSDAP und deren Machenschaften.

Zu dieser Zeit waren doch viele der amerikanischen und europäischen Juden im Finanzgewerbe tätig, Folge eines schon im Mittelalter erfolgten Verbots für Christen, gegen Zinsen Geld zu verleihen und des gleichzeitigen Verbots für Juden, Land zu erwerben, so dass sich diese Bevölkerungsgruppe dann dem Finanzgewerbe widmete.

Sie wurden also in die Marktlücke des Geldverleihers halb gedrängt, halb war es eine günstige Einkommensmöglichkeit für sie. Da niemand gern Schulden zurückzahlt, kam es bei vielen Schuldnern zu Hass auf die Juden, denen Wucher nachgesagt wurde. Der reiche raffende, schachernde, ausbeutende Jude wurde dann auch in der Nazizeit als Feindbild benutzt.


Somit waren bei der Weltwirtschaftskrise 1929 die Juden (als Bänker) die Sündenböcke und das hatte demzufolge nichts, aber auch gar nichts mit der Judenverfolgung der Nazis zu tun.

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