26.10.08 16:19 Uhr
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Bischof bezeichnet wilde Spekulation als "Sünde"

Reinhard Marx ist ein Mann Gottes und nicht verwandt und nicht verschwägert mit dem berühmten Kapitalismuskritiker Karl Marx. Nun aber hat sich der Münchener Erzbischof in die Debatte um die derzeitige Finanzkrise eingemischt. Er forderte die "gescheiterten Banker" auf, Buße zu tun.

Die Krise zeige zudem, dass ein schrankenloser Kapitalismus menschenfeindlich ist. Marx plädiert für die Wiedereinführung einer "sozialen Marktwirtschaft", der dem Kapitalismus einen ethischen und rechtlichen Ordnungsrahmen gebe.

In Anlehnung an seinen Namensvetter zollte Erzbischof Marx dem Kapitalismuskritiker Marx hohes Lob. "Wir stehen alle auf seinen Schultern". Passend dazu wird der Münchener Oberhirte in Kürze sein neues Buch vorstellen. Der Titel des Buches lautet "Das Kapital".


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Bischof, Spekulation, Sünde
Quelle: www.spiegel.de

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26.10.2008 09:21 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Sarkastisch betrachtet könnte man die beiden Protagonisten dieses Artikel als "Marx-Brothers" bezeichnen. Lustig, wie sich der Geistliche in die Nähe des Fleisch gewordenen Atheisten stellt. Und doch haben beide etwas richtig erkannt. Lässt man wie ein Nachtwächter der Gier internationaler Investoren freien Lauf, geht das gesamte System irgendwann vor die Hunde. Und so könnte man mit Hegel sprechen und behaupten: Geschichte wiederholt sich.

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