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Venezuela: Präsident Chávez droht bei Wahlerfolg der Opposition mit Waffengewalt

Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat im Vorfeld der Regionalwahlen in der Provinz Zulia mit dem Einsatz der Armee gedroht, sollte der derzeitige Gouverneur Manuel Rosales die Wahlen dort für sich entscheiden können.

Chávez unterstellte Rosales, dass dieser ihn stürzen wolle und rief seine Wähler auf, sich für die Fortsetzung seiner Politik einzusetzen. "Für den Fall der Fälle haben wir auch Waffen", erklärte Chávez auf einer Wahlkampfveranstaltung.

Die Wahlen finden am 23. November statt. Rosales kandidiert für das Amt des Bürgermeisters in der Stadt Maracaibo, da er sich als Gouverneur nicht noch einmal zu Wahl stellen darf.


WebReporter: Jimyp
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Präsident, Waffe, Opposition, Venezuela, Hugo Chávez
Quelle: www.n-tv.de
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29 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.10.2008 14:38 Uhr von Jimyp
 
+0 | -0
 
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So kann man auch Wahlkampf betreiben. Den Bürgern mit Waffengewalt drohen, wenn sie nicht so wollen wie der Präsident.
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25.10.2008 15:15 Uhr von anderschd
 
+25 | -23
 
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Zeigt er: endlich sein wahres Gesicht !?
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25.10.2008 15:17 Uhr von maki
 
+29 | -18
 
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*kopfkratz*: Bereiten die USA mal wieder einen Putsch vor?
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25.10.2008 16:42 Uhr von JCR
 
+8 | -9
 
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@ maki: Das ist zwar möglich, aber ist es auch wahrscheinlich?

Mag sein, dass Chavez sich bedroht fühlt, da dies nicht der erste Putschversuch wäre, aber solche Aussagen legen eher den Schluss nahe, dass er ganz eigene Pläne hegt.

Denn eine ernsthafte Gefahr geht von Rosales nicht aus. Daher bezweifle ich auch, dass Chavez wirklich versuchen wird, die Wahl zu verhindern, vielmehr klingt das ganze nach wahltaktischer Polemik. Chavez versucht, sich selbst als den starken Mann in Südamerika zu verkaufen.
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25.10.2008 17:10 Uhr von G.B.hindert
 
+15 | -18
 
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Ach wie nett Papa-Schlumpf tobt wieder über die Bühne.
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25.10.2008 17:51 Uhr von maki
 
+10 | -7
 
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@JCR: Ich bezog es eigentlich eher auf die Quelle - Querverweis "Brutkästen". :-)
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25.10.2008 18:41 Uhr von MaRAGE
 
+18 | -14
 
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Schön zu sehen wie demokratisch der Kommunismus ist. ;-)
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25.10.2008 19:15 Uhr von KillA SharK
 
+13 | -9
 
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n-tv über venezuela: ein Schelm, der Böses dabei denkt.
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25.10.2008 23:34 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+14 | -9
 
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Es gibt halt: keine guten Diktaturen. Irgendwann, mögen ihre Absichten noch so edel und ritterlich sein, verlieren sie die Bodenhaftung.

Demokratie ist zwar nach Platon nur die zweitbeste Staatsform, aber in Anbetracht der "schwarzen Seele" des Menschen immer noch die beste. Und warum: Weil die Machtbewussten durch die "Herrschaft der Vielen" (USA: "system of checks and balances") in ihrer Macht beschränkt werden.

In diesem Falle: Der stolze Hugo zeigt sein wahres Gesicht, allen sympathischen Züge, die er bisher gezeigt hat. Andererseits haben die bisherigen rechtsgerichteten (und USA-freundlichen) Vorgänger von Chavez sich in Sachen sozialer Umverteilung nicht gerade mit Rihm bekleckert.
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26.10.2008 03:01 Uhr von Weltenwandler
 
+4 | -4
 
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wie sagte: El Capone... wenn du etwas wirklich willst musst du deinen Worten mit einer Waffe nachdruck verleien. Oder wie in diesem Fall wenn du etwas nicht willst
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26.10.2008 10:55 Uhr von Moppsi
 
+3 | -5
 
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@Ogino: Ach, und wie enden die?
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26.10.2008 12:23 Uhr von ZTUC
 
+9 | -8
 
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Chavez zeigt seine hässliche Fratze: Chavez zeigt wessen Geistes Kind er ist und da die Öl-Dollars nicht mehr so sprüdeln wie früher (Ölpreis fällt ja), muss er seinen Machtanspruch eben mit Waffengewalt untermauern.

@maki
War klar, dass der erste Dummbeutel die USA wieder ins Spiel bringt.
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26.10.2008 12:30 Uhr von Mr.ICH
 
+9 | -9
 
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@Leberschmerz: Wer sind denn "die Linken"? Hast du dir schonmal überlegt "die Linken" mal ein wenig differenziert zu betrachten?

Immer dieses Schubladendenken...
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26.10.2008 12:40 Uhr von KingPR
 
+5 | -3
 
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Mr.Ich: Ich denke er redet von den Irren die den Reichen ohne angemessene Entschädigung ihr Eigentum nehmen (außer den großen Führern), Bauernkollekten bilden und Leute abschlachten, die Freiheitsrechte absolut beschneiden und ihr Land militärisch bis zum geht nicht mehr aufrüsten um ihre Macht zu erhalten.

Nur 2 Punkte (Aufrüstung und Freiheitsrechte) hat Chavez bislang erfüllt (er entschädigt jene die er enteignet).
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26.10.2008 13:47 Uhr von Superhecht
 
+5 | -4
 
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Ich stelle mir grad vor: dass Bush in den USA sowas ablassen würde - wie dann die Chavez-Jubler auf SN herumschreien würden
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26.10.2008 16:05 Uhr von Bleifuss88
 
+8 | -7
 
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@Superhecht: Das liegt vermutlich daran, dass Bush nicht den Sozialismus vorantreibt. Bei SN Pluspunkte zu kriegen ist ganz einfach: Einfach jeden, der politisch links ist - und sei es ein Hugo Chavez - in den Himmel loben, dann kommen die Pluspunkte von ganz alleine.

Zum Thema:
Ich habe ja in letzter Zeit öfters über den Konflikt zwischen menschlicher Natur und menschlichem Verstand geschrieben. Und bei Chavez scheint sich die Natur derzeit ein wenig durchzusetzen. Klar will er die Macht, die er einmal inne hat, nicht wieder loswerden, um sein nach dem Verstand geniales Produkt durchzubringen. Bislang endete jede Form von Sozialismus entweder in einer Diktatur oder wurde auchgeweicht - mal schauen wie es hier weitergeht.
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26.10.2008 16:47 Uhr von JesseJames
 
+3 | -3
 
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wundert mich nicht
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26.10.2008 18:12 Uhr von YXFlashXY
 
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Willkommen in der Diktatur
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27.10.2008 01:04 Uhr von CHR.BEST
 
+2 | -2
 
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Das ist schon heftig: Chávez sollte aufpassen, was er so von sich gibt.
Wenn er seine Reformen nur gewaltsam gegen den Willen der Bevölkerung durchsetzen kann, dann fällt damit auch die Glaubwürdigkeit seines politischen Programmes.

Es wäre mir allerdings neu, daß ein Bürgermeister einen Präsidenten putschen kann. Es könnte aber ein Bürgerkrieg drohen ... womöglich sogar die Spaltung Venezuelas.
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27.10.2008 05:49 Uhr von Jerryberlin
 
+2 | -3
 
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Alter Spruch: Und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein!
Wirklich toller "Präsident", dieser Hugo!
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27.10.2008 16:35 Uhr von Kampfpudel
 
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Mal ein bißchen Aufklärung, wer dieser Rosales wirklich ist. Einige scheinen diese dringend zu benötigen:

"Neue Putschpläne?

Beweise dafür lägen bereits vor und man werde entschieden dagegen vorgehen. „Wir werden nicht mit Repression und Gewalt antworten, aber sehr wohl mit dem ganzen Gewicht, das der Rechtsstaat hat, um die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten,“ sagte (Vizepräsident, d.A.) Rangel.
In der Tat macht Rosales keinen Hehl daraus, bereits mit hohen Militärs Gespräche über den Machtwechsel geführt zu haben. Außerdem drohte er, dass es einen „Plan V“ geben werde, falls Chávez „schmutzig spiele“. Venezuela werde in diesem Falle den „Sieg des Volkes“ auf der Straße reklamieren. Chávez hatte der Opposition zuvor vorgeworfen, über einen „Plan B“ zu verfügen, der die Entfesselung von Gewalt vorsehe, um eine internationale Intervention herbeizuführen.
Besonders delikat ist in diesem Zusammenhang, dass Rosales in seiner Funktion als Gouverneur von Zulia während des Putsches gegen Chávez im April 2002 das so genannte Carmona-Dekret mit unterzeichnet hatte, durch das der Putsch legitimiert werden sollte. Er bezeichnete dies im Wahlkampf als einen Fehler, den er „mit den besten Absichten“ in einem „Moment der Verwirrung“ begangen habe.
Auch das Verhalten der privaten Medien wird von Bedeutung sein. Den Putsch von 2002 hatten diese durch gezielte Falschinformationen maßgeblich mit herbeigeführt. Der Fernsehsender Globovisión ließ nun Anfang November den bekannten Journalisten Rafael Poleo, der bereits in den letzten Putsch verstrickt war, in aller Ruhe einen Eskalationsplan für den 3. Dezember vortragen. Demnach sollten die Chávez-GegnerInnen zunächst wählen gehen, auch wenn das Ergebnis seiner Ansicht nach vorher schon feststehe, um dann am 4. Dezember massiv auf der Straße gegen den „Wahlbetrug“ zu demonstrieren. Am Tag darauf sollen schließlich die Streitkräfte gegen Chávez intervenieren. Der Oppositionskandidat Rosales könne durch die Anführung der Proteste laut Poleo zur „wichtigsten Person des 21. Jahrhunderts in Venezuela“ werden. Angesichts solcher Ankündigungen drohte Chávez jenen Fernsehsendern, „die sich dafür hergeben terroristische Botschaften und Putschaufrufe zu übertragen“, mit der Schließung während der Wahlen. Für den Fall eines Sieges seines Kontrahenten kündigte er aber eine problemlose Machtübergabe an. „Wenn sie (die Opposition) gewinnt, werde ich ohne jedes Problem die Präsidentenbinde an den überreichen, der gewonnen hat, und am folgenden Tag in der Opposition sein.“"

Das ist er also, dieser Herr Rosales.
Aber wer schon mit dem Lügner Bush keine Probleme hat, wird auch in Rosales einen lupenreinen Demokraten sehen.
Aber keine Bange, was die Wahlen betrifft:

"Die Wahlen am 3. Dezember werden unter genauer Beobachtung stehen. Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), die Europäische Union und der Mercosur haben bereits die Entsendung von WahlbeobachterInnen zugesagt."

Da werden es manche SN-User schwer haben, ihre recht einsilbigen Contra-Chavez-Argumente aufrecht zu erhalten, und eines ist jetzt schon klar, daß Rosales die eindeutig schlechtere Wahl für Venezuela wäre, so opportun und ferngesteuert, wie er sich dem venezolanischen Volk und der aufmerksamen Weltöffentlichkeit bisher präsentierte und noch präsentiert.

Aber ist schon in Ordnung, wenn es gegen Chavez geht, darf auch schon mal ein undemokratischer Putschist den Heiland spielen, nicht wahr? In Deutschland würde so etwas ein Verfassungsfeind oder ganz schlicht ein Linker genannt werden.
So ist das eben mit der Objektivität, sie kann manchmal ganz schön nerven... ;-)
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27.10.2008 16:36 Uhr von Kampfpudel
 
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27.10.2008 17:01 Uhr von Sandkastengeneral
 
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Großmaul Chavez: geht die Muffe weil er mit "seinem" Öl kein Geld mehr bekommt. Vorbei ist es mit den Wohltätigkeiten im Lande...
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27.10.2008 20:55 Uhr von Pumpskin
 
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Ohje: Oh je, oh mein Gott, der Bürgermeister will den Präsidenten stürzen.
Klingt für mich eher nach Paranoia...
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28.10.2008 11:27 Uhr von TomShaw
 
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Exil: Für Hugo rückt das Exil immer näher. Ein völlig normaler Vorgang wenn psychophatischen Diktatoren das Geld ausgeht.

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