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Köln: Polizei hielt Jäger irrtümlich für Heckenschützen

Im Juli vergangenen Jahres waren einige Jäger gerade dabei auf einem Feld Tauben zu jagen, als plötzlich ein Polizeiaufgebot auftauchte und sie überrumpelte. Schnell wurden die Handschellen zur Sicherung der vermeintlichen Heckenschützen angelegt.

Vorangegangen war ein Anruf besorgter Bürger bei der Polizei, dass Schüsse auf dem Feld gefallen wären. Die Beamten fuhren sofort dorthin und entdeckten einen Mann im Tarnanzug mit einer Waffe, der sich versteckt hielt. Aus dem Hintergrund hätten sie auch noch Schüsse vernommen.

Die Polizisten erkannten die tatsächlichen Gegebenheiten nicht und fesselten die Jäger. Der Irrtum klärte sich aber schnell auf. Der Petitionsausschuss des Düsseldorfer Landtags untersucht nun den Fall. Der Jagdpächter empfand die Situation damals als gefährlich und entwürdigend.


WebReporter: corazon
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Polizei, Köln, Jäger, Hecke
Quelle: www.express.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.10.2008 11:41 Uhr von corazon
 
+0 | -0
 
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Das hätte tatsächlich ins Auge gehen können.
Man muss den Beamten den Vorwurf machen, das sie wissen müssten, wo es Jagdgebiete gibt und wo nicht und entsprechend den Jagdpächter vorher fragen sollten, ob aktuell gejagt wird.
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25.10.2008 12:14 Uhr von Paddex-k
 
+22 | -8
 
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Hätte: nurnoch gefehlt das sie geschossen hätten, weil sie sich durch die Waffe des Jägers bedroht gefühlt haben!
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25.10.2008 12:25 Uhr von Dangermaus
 
+22 | -5
 
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@Autor. Man hätte nicht fragen müssen, der Jagtpächter hätte das Anmelden sollen bei der Polizei, damit diese bescheid weiss.

Ich weiss nicht wie das ist hier in Deutschland, aber ich halte das für Normal das wenn man mit Waffen irgendwo umgeht, das man das Anmeldet oder Ausschildert.

War wäre den gewessen, wenn da wer Spazieren gegangen ist ???
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25.10.2008 12:38 Uhr von Hexenmeisterchen
 
+32 | -8
 
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Drehen wir die Sichtweise auf die Situation mal ein wenig.

Polizisten entdecken einen in Tarn gehüllten MEnschen mit einem Gewehr auf einem Feld. Sie unternehmen nichts, da sie davon ausgehen, dass dort lediglich eine Jagd stattfindet. Am nächsten Tag wird in diesem Gebiet ein Spaziergänger, oder ähnliches mit einem Einschussloch verletzt aufgefunden. Die Polizisten rechtfertigen ihr Nichteingreifen mit der Tatsache, dass sie es für eine normale Jagd hielten.

Wie groß wäre hier der Aufschrei?

Ich finde, sie haben richtig gehandelt, denn Vorsicht ist die Mutter. :)
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25.10.2008 13:21 Uhr von Hans_Solo
 
+8 | -16
 
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Der einzige Unterschied zwischen einem Jaeger und einem Heckenschuetzen ist, dass der Jaeger (meistens) auf Tiere schießt.
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25.10.2008 13:47 Uhr von snooptrekkie
 
+4 | -2
 
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@ Hexenmeisterchen: Du bringst die Sache auf den Punkt!
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25.10.2008 13:49 Uhr von DrOi2
 
+4 | -14
 
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25.10.2008 14:00 Uhr von Niebi...
 
+2 | -4
 
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das is gleich passiert das die sagen "ich hab gedacht der zieht da was aus seiner jacke oder der hat sein gewehr auf mich gerichtet" und schwups... ein jager umgeschossen...
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25.10.2008 14:08 Uhr von MeisterH
 
+7 | -5
 
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Wo sind wir eigentlich schon angekommen?? Verdammt, wie paranoid kann man sein?

Menschen mit Gewehr auf einem Feld... dazu noch in Tarnanzug!!

Dazu fällt mir nur eins ein:

Wenn ein Wolf im Wald einem Wolf begegnet, denkt der sich "Oh, bestimmt ein Wolf". Wenn ein Mensch im Wald einem Menschen begegnet denkt der sich "Bestimmt n Mörder"...
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25.10.2008 14:11 Uhr von gaming-data
 
+7 | -3
 
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Anmeldung Pflicht ? ich wohne nahe eines Friedhofs, das wiederrum an einem Ackergebiet angrenst.
vor ein paar wochen wurde da auch geschossen (hasenjagt) das war der polizei bekannt weil es in niedersachsen angemeldet werden muss.
hatte natürlich angerufen und wollte es melden
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25.10.2008 14:29 Uhr von Zu_Doll
 
+7 | -6
 
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AngeltheVampyr: Jep, du hast total recht, jeder einzelne Jäger ist nur ein kleiner Feiger Idiot, dem töten Spass macht, meistens beschmieren sich die Jäger nach der Jagd gegenseitig mit dem Blut der erlegten Tiere und feiern eine Orgie auf den toten Körpern der Tiere!
*Ironie off*

Mal ne Frage, hast du dich jemals in deinem Leben mit einem Jäger über die Thematik "Jagen" unterhalten?
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25.10.2008 14:46 Uhr von Jorka
 
+5 | -2
 
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Tja: So wird aus einem Jäger ein Gejagter... :D
naja sehe das ganze eher zweiseitig.. denke der Einsatz war schon etwas übertrieben.
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25.10.2008 14:49 Uhr von denksport
 
+7 | -2
 
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bei Waffen kennen die Beamten keinen Spaß: Gotcha-Spieler dürfen auch nicht einfach im Wlad mit Farbe rumschießen.

Wenn das Gebiet frei zugänglich ist für Spaziergänger dann ist das gefährlich, wenn da Leute mit echten Waffen rumschießen.

Gleiches Recht für alle, wir sind nicht in Amerika wo man einfach auf offenem Feld rumballern kann. Dazu sind wir zu dichtbesiedelt, die Gefahr für die Haustiere der Anwohner kommt hinzu.
Und warum schießen die auf Vögel? Überpopulation?
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25.10.2008 14:51 Uhr von or_well
 
+2 | -4
 
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Schwer zu beurteilen: - denn aus den Nachrichten gehen wenig Details der tatsächlichen Situation hervor. Hätte ja tatsächlich ein Übungsschießen von potentiellen Terroristen oder sonstwie militanten Gruppen sein können. Ein Anlegen von Handschellen war aber wohl überzogen, sofern beide Parteien der deutschen Sprache mächtig waren und den Irrtum rasch hätten ausräumen können.
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25.10.2008 15:00 Uhr von Dannyc
 
+6 | -4
 
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Jäger sein: heißt nicht nur töten.
Jeder Jäger kümmert sich auch um die Tiere in seinem Wald.
Futterkrippen, etc.
Wenn Jäger auf Tiere schießen, haben sie auch einen Grund dafür, Verletzung, Überbeständ u.a.

Also so viel zum Thema Jäger sind feige Mörder.
Wenn man keine Ahnung hat wovon man redet, sollte man vlt einfach mal die KLAPPE HALTEN!
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25.10.2008 15:23 Uhr von maretz
 
+4 | -1
 
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@autor: Das mal ne ganz tolle Idee - erstmal den Jagd-Pächter fragen... Und während der Zeit lassen wir den einfach mal da rumliegen und rumballern? Nur schade das es beim nächsten Mal ggf. kein Jäger ist - und während die Polizei noch versucht den Pächter überhaubt ausfindig zu machen werden da mal eben 2-3 Leute umgenietet...

Sorry, aber ich denke da kann man eher dem Jäger den Vorwurf machen -> er kann durchaus bescheid sagen wenn er in einem Gebiet auf die Jagd geht - dann wissen die Jungs vom Amt bescheid. Umgekehrt is es jedoch etwas problematisch - man denke mal an die Möglichkeit das der Pächter grad mal im Urlaub oder sonstwo ist und nicht direkt erreicht werden kann... Dumm wenn die Polizei erst lang hinterhertelefoniert, oder?
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25.10.2008 15:23 Uhr von Budweiser
 
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@or_well: anlegen von handschellen überzogen?
wenn also ein potentieller mörder von der polizei gefasst wird, soll er ihnen einfach sagen "ich bin jäger", und die polizei soll sich dann entschuldigen und feierabend machen?

es ist doch logisch und sogar pflicht, dass man jemanden, der gerade mit dem gewehr geschossen hat, erstmal ausser gefecht setzt, bis die situation geklärt ist.

eine unverschämtheit vom jäger, sich auch noch darüber zu beschweren.
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26.10.2008 03:43 Uhr von uhlenkoeper
 
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Komischer Antrag: Für mich ist sowohl das wenig vorausschauende Vorgehen der Polizei noch die Betriebsblindheit der Jäger nachvollziehbar:
auf Tauben wird in der Regel mit einer Flinte geschossen. Diese müßte (!) ein gut ausgebildeter Polizist erkennen und als Jagdwaffe zuordnen können.
Einem Jäger hingegegen dürfte ein im Einsatz befindlicher (und ebenso gekleideter) Polizist durchaus so geläufig sein,d dass diese Situation wohl kaum -wie der Jagdpächter angab- wohl kaum zu einer heiklen Lage hätte führen können. Zumal dann, wenn diese Jagd angemeldet war !

Fazit für mich:
ein etwas überzogenes Ansinnen, diesen Vorfall in den Petitionsausschuß eines Landtages einzubringen (übrigens: mit welcher Forderung ? Das steht nirgends).


Aber, und das ist nicht zu unterschätzen:
grade in NRW wird die Gesellschaftsjagd nicht grade selten von Jagdgegnern torpediert, die auch nicht davor zurückschrecken, Hochsitze anzusägen oder mitten in einer Gesellschaftjagd in ein Treiben zu laufen, um das Wild zu "schützen". Auch andere "provozierende Maßnahmen" werden ohne Rücksicht auf das Gefährdungspotential von Jägern und Protestanten durchgezogen. Da stellt sich mir nach Lesen des etwas wenig inhaltsschweren Artikels schon die Frage, WER hat den Anruf aus welchem Grund getätigt, der die Polizei auf den Plan rief ? WO genau fand die Taubenjagd statt ? Die Hintergründe sind zu unklar, um den Vorfall beurteilen zu können.

Folgender Artikel zu diesem Vorfall beleuchtet die Geschicht etwas genauer und wirft einige Fragen auf : http://www.derwesten.de/...

Demnach war die Jagd ordnungsgemäß angemeldet (!) und der Anruf kam von einem Spaziergängerhandy ...
Warum also hat die Polizei gleich an Großaufgebot losgejagt und nicht erst kontrolliert, ob eine angemeldete Jagdgesellschaft zugange ist ???

Seltsame Zusammenhänge ...
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27.10.2008 10:03 Uhr von uhlenkoeper
 
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@FrankZahn: Ich stimme Ihnen ausdrücklich und vollkommen zu.

Bleibt bei allem dann nur die Frage, warum die Polizei mit einem Großaufgebot ausrückte und nicht -wie es üblich wäre- die telefonische Meldung von Schüssen mit der Liste der gemeldeten Gesellschaftsjagden zu vergleichen ?
Nach Angabe der Medien war diese Jagd doch immerhin ordnungsgemäß bei der Polzei gemeldet worden. Zudem liegt jeder Polizeidienststelle ein Register über die in ihrem Beritt befindlichen Jagden, Jagdbezirke und Eigentümer/Pächter vor. Schon allein deshalb, um im Falle von Wildunfällen im Straßenverkehr den zuständigen Jäger oder Förster umgehend benachrichtigen zu können (diese sind nämlich für die "Entsorgung" der verunfallten oder schwerst verletzten Tiere zuständig, die Polizei spart sich gerne die Mühe und Kosten, in diesem Fall ein verletztes Tier von seinen Qualen zu erlösen). Eine schlichte Kontaktaufnahme mit dem Jagdpächter/-eigner hätte den kompletten (kostenintensiven !) Einsatz erspart ! Hier wurden immerhin aufgrund eines Fehlers nicht unerhebliche Kosten für den Steuerzahler produziert ...

Inzwischen denke ich, dass es eben um die Klärung dieses Sachverhaltes bei Landtagssitzung ging : warum wurden einfachste Grundzüge solchen Vorgehens anscheinend nicht eingehalten ?
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27.10.2008 13:51 Uhr von FreundeinesFreundes
 
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jäger sind doof: die jagd ist doch etwas feiges. auf ein tier lauern und aus dem hinterhalt abknallen... das sollte verboten werden, ich meine zumindest mit schusswaffen. sollen doch wie in gute alte zeiten mit pfeil und bogen jagen, wenn man schon irgendwas umbringen muss

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