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Celle: Mann zahlt für neue Familie - Ex-Frau geht leer aus

Laut Urteil des OLG Celle verliert eine geschiedene Ehefrau künftig unter Umständen ihren Unterhalt, weil die Zahlungen des Ex-Mannes für die Neue und ein gemeinsames Kind absoluten Vorrang haben.

Demnach sind Ex-Frauen erst nach 15 Ehejahren als gleichwertig anzusehen, um nicht unterhaltsmäßig gegen die Neue zu unterliegen. Ausschlaggebend ist auch der Bezug und die Höhe einer eigenen Rente.

Im aktuellen Fall sei die Klägerin, die schon eine Rente bezieht, zwar zwölf Jahre verheiratet gewesen und in dem Zeitraum arbeitslos geworden, was der Richter jedoch nicht der Ehe anlastete. Die Geschiedene müsse aber Nachteile durch die Ehe nachweisen, um Unterhaltsansprüche anmelden zu können.


WebReporter: fuxxy
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mann, Frau, Familie, Celle
Quelle: www.berlinonline.de
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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.10.2008 09:47 Uhr von Alh
 
+25 | -3
 
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Als richtig: ist diese Entscheidung zu werten.
Es kann nicht sein, dass ein "neues Leben" nicht finanzierbar ist, weil man noch ungerechterweise an den Altlasten zu tragen hat.
Endlich wird mal etwas für die Männer getan, die in den Scheidungsfällen immer den kürzeren ziehen und nur zum zahlen da sind.
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24.10.2008 10:16 Uhr von inging
 
+8 | -10
 
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Die neue Familie gegen die alte Familie: Recht oder Unrecht, es gibt Fälle da ist der Mann aus der Ehe ausgebrochen und in anderen wieder die Frau. Keiner kann in so eine Ehegeschichte reinsehen, warum die Frau nicht arbeiten gegangen ist, vielleicht weil der Mann ein kuschliges Heim und eine darin wartende Ehefrau wollte. Vielleicht wurde es ihm dann zu langweilig und die eifrige, immer lustige Kollegin gefiel ihm besser. Schon ist die EX die Dumme, denn in ihren Beruf geht nix mehr. Vielleicht war es auch eine jüngere Frau (oder Mann) und der alte Ehepart war out?

Da denke ich mir, muss für beide Partner eine vernünftige Reglung her und natürlich auch für die "alte" und "neue" Familie. Oftmals sind ja auch noch Kinder da, die sich noch nicht selbst ernähren können.
@Falke, was spricht dagegen wenn die Frauen zu Hause bleiben wollen, wenn sie bisher zu Hause bleiben mußten? Auch sie muß sich an die neue Situation gewöhnen und ihre alten Berufskenntnisse auffrischen und die Kinder an die neue Selbstständigkeit gewöhnen.
Natürlich soll man(n) nicht auf Verdeih und Verderb an die "alte Frau" gekettet werden.
Aber wißt ihr was so eine Ehefrau, die das halbe Leben durch Kinder und Ehemann an das Haus gebunden war, für eine Rente erhält? Da ist ein gesunder Ausgleich gerecht. Wie sagt man gleich," in guten wie in schlechten Zeiten"
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24.10.2008 10:35 Uhr von Numanoid
 
+26 | -2
 
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Wird Zeit das Schuldprinzip wieder einzuführen. Dieses wurde leider in den 70ern in einem Anfall von Emanzipationswahn abgeschafft.
Bis dahin wurde, im Rahmen des Scheidungsverfahrens, festgestellt, wer welche Schuld am Scheiternd er Ehe trug, was dann zu einer Kürzung bzw. völligen Wegfall des Unterhaltsanspruches führte.
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24.10.2008 11:18 Uhr von Speedy002
 
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@numanoid - Der Staat will das doch so Für den Staat geht es doch nicht um Gerechtigkeit.
Es gilt einzig und allein darum die Kosten von der Staatskasse fern zu halten.
Wer müsste denn die "alte" unterhalten wenn nicht der Ex ?
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24.10.2008 11:26 Uhr von kaffeefee
 
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Okay solange sich das Urteil nur auf den Ehepartner bezieht.
Sollte jedoch auch der Unterhalt für die gemeinsamen Kinder unter diese Rechtsprechung fallen fände ich das ganze nicht gerade gerechtfertigt.
Kinder leiden unter einer Scheidung schon genug - da sollte nicht auch noch die finanzielle Grundlage entzogen werden.
Natürlich ist auch hier wie immer jeder Fall anderst...
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24.10.2008 11:34 Uhr von Sorriso
 
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@kaffeefee: Mit dem Unterhalt für ggf. gemeinsame Kinder hat das nihts zu tun, der bleibt daon absolut unberührt.

Ehegatten- und Kindesunterhalt sind von einander getrennt.
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24.10.2008 11:46 Uhr von kaffeefee
 
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@Sorriso: Dann is ja gut.
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24.10.2008 11:47 Uhr von inging
 
+1 | -0
 
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oft gibt es doch gar keine klare Schuldfrage: die Partner haben sich auseinander entwickelt und mögen sich einfach nicht mehr. Oft merkt der eine gar nicht, dass das Zusammenleben nicht mehr so stimmt Von beiden Seiten gehört Fairniss dazu, allerdings ist das schwer, wenn ein Partner gekränkt ist und nicht so richtig weiß warum er verlassen wurde und da beginnt meist der Krieg.

Trotzdem bin ich der Meinung und da könnt ihr mich weiter mit Minuspunkten bewerten. Die "alte" Familie ist keine Wegwerfware. Auch da gilt das Gerechtigkeitsprinzip
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24.10.2008 11:51 Uhr von rolf.w
 
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@Numanoid: Die Schuldfrage in einer Beziehung ist oftmals ein zweischneidiges Schwert. Nur mal als Beispiel und völlig fiktiv:
Ein Partner geht fremd, der andere merkt es. Der eine Partner entschuldigt sich, der andere akzeptiert dies aber nicht und bleibt hart. Der eine tut alles um die Beziehung zu retten, der andere denkt sich, was mein(e) Partner(in) kann kann ich auch und geht auch fremd. Nach einiger Zeit merken beide, dass die Beziehung endgültig gescheitert ist. Wer aber ist nun wirklich schuld daran?
Man kann heute und früher nicht direkt vergleichen. Früher begab sich fast immer die Frau in die Abhängigkeit vom Mann. Er verdiente das Geld und sie hütete Heim und Hof (Haushalt, Kinder). In den 60ern fing eine Veränderung der Gesellschaft an. Die Moderne Frau hatte eine Ausbildung und bestritt ihren Lebensunterhalt selbst. Sie war vom Mann nicht länger abhängig.
Warum sollte heute noch jemand seine(n) Partner(in) finanziell dauerhaft unterstützen, wenn er/sie ein neues Leben beginnen will und der/die Partner(in) seinen Lebensunterhalt, zumindest zum Teil, selbst bestreiten kann? Jeder Fall muss einzeln ganz individuell geprüft und bewertet werden. Eine pauschale Unterhaltsverpflichtung an Hand einer Schuldfrage wäre ein Freibrief.
Einzig Kinder haben einen, meiner Meinung nach, unbedingten und unversagbaren Anspruch auf eine ordentliche Versorgung. Von wem der aber zu leisten ist muss auch wieder ganz individuell geprüft werden.
Um es mal an einem Beispiel zu erklären: Der Herr Professor, welcher im Monat 10000 Euro nach Hause bringt und sich neu binden will, kann es sich eher leisten 2 Kinder zu unterstützen, als vielleicht seine Exfrau, die sich mit einem Putzjob über Wasser hält. Sollten die Kinder jetzt noch in einem Alter sein, dass sie der Mutter 24 Stunden am Tag bedürfen muss auch sie unterstützt werden.
Hier bedarf es keiner Schuldfrage, oder soll man die Frau und Kinder einfach vergessen, nur weil sie sich einen Fehltritt geleistet hat? Einmal heiraten, nie mehr arbeiten, sowas gab es früher. Die Geschlechter lassen sich übrigens austauschen, es kann auch die Frau Professor und der Herr Gebäudereiniger sein.
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24.10.2008 12:19 Uhr von Bluti666
 
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Völlig richtig und gerecht das Urteil!

Meine Mutter hat auch gerade eine Scheidung von einem Mann hinter sich, der ihr 12 Jahre schon fast nur auf der Tasche lag, momentan ist er arbeitslos und beinahe hätte sie an ihn Unterhalt zahlen müssen, trotzdem er eine neue Frau hat (sind noch nicht verheiratet). Zum Glück hat er nach einer Einmalzahlung in gewisser Höhe (welche ich schon für unötig und ungerecht halte) notariell auf Unterhaltsansprüche verzichtet, meine Mutter hätte ansonsten ihr Lebenstraum, ihr Haus aufgeben müssen, nur um diesem Schmarotzer Unterhalt von Ihrem hart erarbeiteten Geld zu zahlen. Scheidungsgrund war übrigens, das er fremdging und das schon über Jahre!

Ich bin absolut dafür, wenn getrennte Ehe, dann getrennte Wege und Finanzen, bis auf den Unterhalt für gemeinsame Kinder natürlich!
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24.10.2008 13:53 Uhr von Zerebro
 
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@fuxxy: He ! Wer klaut hier meinen Avatar !
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24.10.2008 17:38 Uhr von Schwertträger
 
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Ist doch völlig schuldunabhängig: Warum sollte der Mann für eine Frau Unterhalt bezahlen?

Ausnahme wäre nur, wenn sie während der Ehe oder der gemeinsamen Lebensspanne nicht gearbeitet hätte, um zu seinem oder dem gemeinsamen Vorteil zuhause zu sein.

Insofern würde ihr der für die ersten Jahre der Erziehung entgangene Rentendifferenzbetrag zustehen, sonst aber nichts. Schiesslich hat sie niemand daran gehindert zu arbeiten.

Ich finde diesen PRINZIPIELLEN Unterhaltsanspruch eh unsinnig. Da trennt sich ein Dreissigjähriger von einer 28-Jährigen und soll der Frau Unterhalt zahlen, obwohl die beiden keine Kinder zusammen haben und sie genausogut arbeiten könnte. Warum? Mit welcher Begründung?

Bei einer lebenslangen Ehe sieht das ein wenig anders aus, besonders wenn eben die Frau unentgeltlich den Haushalt geführt hat. Aber das wird eigentlich durch den Zugewinn ausgeglichen, zumindest wenn der anständig errechnet wird.

Das in diesem Fall das Kind der neuen Familie absolut Vorrang hat, ist in Ordnung.
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24.10.2008 22:40 Uhr von moloche
 
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groß in Mode ist es im Moment, den Mann beim Rentenbeitritt zu verlassen. Von ihm Unterhalt kassieren und zusätzlich Kohle vom neuen Lover einkassieren.
Wer heiratet ist der Dumme!

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