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Unterfranken: Wegen Verjährung geht pädophiler Priester straffrei aus

Vor über 30 Jahren verging sich der heute 71-jährige Priester an mehreren Jungen in Bad Neustadt an der Saale. Einer dieser Jungen, ein heute 50-jähriger Theologe, hatte sich offenbart und damit zehn weitere Opfer zu Aussagen bewegen können.

Die Knaben waren Schüler an einem Internat, das dem Orden des Priesters angegliedert war. Die Missbrauchsfälle ereigneten sich alle zwischen 1972 und 1976. Der heute 50-jährige Theologe und damalige Internatsschüler gehen von über 100 Fällen aus.

Obwohl der 71-jährige Priester die Taten gestanden hat, geht er straffrei aus, da die Taten verjährt sind. Immerhin wurde er sofort seines Amtes als Seelsorger in einem Altenheim seiner Ordensgemeinschaft "Missionare von der Heiligen Familie" enthoben.


WebReporter: El Indifferente
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Priester, Verjährung
Quelle: www.spiegel.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.10.2008 13:01 Uhr von El Indifferente
 
+1 | -0
 
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Also ich finde, dass es Bereiche gibt, da sollte eine Verjährung nicht stattfinden. Nicht nur Mord sollte dazu gehören sondern auch solche Missbrauchsfälle. Jemand der über 100 Jungen missbraucht hat sollte auch nach mehr als 30 Jahren noch haftbar gemacht werden können.
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22.10.2008 13:30 Uhr von anderschd
 
+11 | -2
 
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Das solche Vorfälle: verjähren können werde ich nie verstehen.
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22.10.2008 13:48 Uhr von Carry-
 
+5 | -5
 
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verjährung: wenn es keine eindeutigen beweise (dns, ...) gibt, ist eine verjährung evtl. doch angebracht. so schlimm das verbrechen auch war, nach 30 jahren und mehr sind zeugenaussagen doch mit einer gewissen vorsicht zu geniessen.
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22.10.2008 13:51 Uhr von H0ngi
 
+4 | -2
 
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Unglaublich dass soetwas verjähren kann.
Besonders schlimm ist ja, dass ein Priester diese Straftat mehrfach begeht.

"Der heute 50-jährige Theologe und damalige Internatsschüler gehen von über 100 Fällen aus."

Bei solchen zahlen kann darf soetwas nicht verjähren!!
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22.10.2008 13:54 Uhr von anderschd
 
+8 | -3
 
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carry Zeugenaussagen sind nur: ein Teil. Der Mann hat gestanden. Was brauchst du noch?
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22.10.2008 13:54 Uhr von Moritz.14
 
+6 | -2
 
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sexueller Mißbrauch verjährt nur im Gesetzbuch Wenn die Jungs wirklich ca.10 jahre alt waren und er sie sexuell mißhandelt hat, sind sie für ihr ganzes Leben geschädigt. Entweder können sie nie wirklich Vertrauen zu andern Menschen aufbauen oder die sind niemals richtig Beziehungsfähig. Das bleibt ein Leben lang und verjährt nicht.Was haben sich eigentlich die Gesetzesmacher dabei gedacht, sowas verjähren zu lassen. Wahrscheinlich ist von denen , die die Gesetze gemacht haben, niemand mißbraucht worden, sonst hätten sie niemals so ein Gesetz gemacht. Super, hat die Politik wieder klasse hingebekommen, wie so vieles .
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22.10.2008 15:01 Uhr von TeamKiller
 
+1 | -1
 
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Nachgerechnet: Priester jetz 71
Ofter jetz 50
Tat 30 Jahre her:
71-30 = 41 <-- Alter des Priesters bei der Tat
50-30 = 20 <-- Alter des Opfers bei der Tat

Wenn man 20-jährige misshandelt ist man pädophil?
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22.10.2008 15:21 Uhr von El Indifferente
 
+2 | -0
 
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@Teamkiller: Genau lesen
"Vor ÜBER 30 Jahren"
"zwischen 1972 und 1976"

also wäre es zwischen 36 und 32 Jahren her

50 - 36 = 14

;-)
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22.10.2008 16:04 Uhr von Hawkeye1976
 
+1 | -1
 
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Verjährung: macht Sinn. Trotz des Geständnisses lassen sich nach so langer Zeit die Vorgänge nicht mehr so genau rekonstruieren, als dass man ein objektives Urteil sprechen könnte.

Zudem, entschuldigt wenn das hart klingt, aber wer mit der Anzeige einer solchen Tat 30 Jahre wartet, ist selber Schuld! Die Verjährungsfrist beginnt in solchen Fällen mit der Volljährigkeit des Opfers.
Wer sich in dieser langen Zeit nicht durchringen kann, den Täter - wie es sich gehört - anzuzeigen, der darf sich nicht wundern, wenn die Tat dann verjährt ist.

Zumal dann ein Urteil aufgrund subjektiver Erinnerungen gefällt werden müsste und da sich Erinnerungen im Laufe der Zeit verändern können, ist das mit der Verjährung bei bestimmten Taten sinnvoll und richtig.
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22.10.2008 16:52 Uhr von marshaus
 
+0 | -2
 
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traurig: das solche sache verjaehren koennen. das sollte schnellstens geaendert werden.
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22.10.2008 18:52 Uhr von Hawkeye1976
 
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Bedenkt bitte, wie sehr Erinnerungen im Laufe der Zeit "verzerrt" werden und wie schwer es demnach ist, aufgrund verzerrter Erinnerungen ein angemessenes Urteil zu fällen.

Zudem sind die Fristen lang genug, da sie erst beginnen, wenn das Opfer Volljährig ist. Und wer sich in 5-10 Jahren nach erreichen der Volljährigkeit nicht dazu entscheiden kann, einen Täter anzuzeigen, dem scheint ja nicht wirklich daran gelegen, oder?
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22.10.2008 21:02 Uhr von Sieben77
 
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Verjährt: Steuerhinterziehung auch? Tolle Nachrichten heute. Schon die 2. in diese Richtung die ich lesen musste.

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