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Wegen Verdacht des Schwarzfahrens wurde 12-jährige des Zuges verwiesen

Wegen des Verdachts der Schwarzfahrt hat eine Zugbegleiterin der Deutschen Bahn eine Zwölfjährige des Zuges verwiesen, obwohl Mitreisende für das Mädchen bürgen wollten.

Das Mädchen war zwar im Besitz einer Fahrkarte, hatte diese jedoch zusammen mit ihrer Geldbörse und ihrem Geld zu Hause vergessen.

Trotz des Angebots von weiteren Fahrgästen das Ticket für das Mädchen zu bezahlen, wurde dieses von einer Zugbegleiterin wegen des Verdachts der Schwarzfahrt fünf Kilometer vor dem Heimatbahnhof des Zuges verwiesen und das bei einbrechender Dunkelheit.


WebReporter: Venomous Writer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Schwarz, Verdacht
Quelle: www.spiegel.de
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31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.10.2008 11:45 Uhr von s8R
 
+66 | -4
 
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Macht sich auch hier die Bahn keinen guten Namen..
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22.10.2008 11:46 Uhr von DeputyJohnson
 
+47 | -4
 
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Da kann man wohl mal ein Auge zudrücken, oder?
Genau die gleiche Situation ist mir auch mal passiert. Hatte anstatt des aktuellen Tickets das alte Ticket dabei. Hatte aber Geld dabei und konnte somit das Ticket bezahlen. Welcher Mensch ist so menschenfeindlich und sadistisch und wirft ein 12jähriges Mädchen in "einbrechender Dunkelheit" aus dem Zug, OBWOHL da soviele Menschen hatten bürgen wollen?
tztz!
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22.10.2008 11:49 Uhr von borgworld2
 
+27 | -5
 
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Die Tante sollte man auch 5km durch die Dunkelheit tappen lassen!
OK keine Fahrkarte ist keine Fahrkarte, aber sollte sie dann zumindest bis zum nächsten Bahnhof mitfahren dürfen oder wie in dem Fall das Angebot der anderen Fahrgäste ihr das Ticket zu bezahlen angenommen werden.
Egal wie, für so eine "Leistung" gehört der guten Frau erstmal eine Abmahnung!
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22.10.2008 11:57 Uhr von TomShaw
 
+32 | -3
 
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Kleingeist: Man muss das mal so sehen: Diese Zugbegleiterin kostet ihre "Macht" im Waggon aus wo es nur geht.

Pech für sie das die Bahn sich nun von ihr trennt. Zukünftig kosten nun die Damen und Herren der BA ihre "Macht" gegen sie aus wenn sie beispilesweise einen Termin zur Arbeitsvermittlung unentschuldigt versäumt.
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22.10.2008 12:04 Uhr von CRK277
 
+18 | -2
 
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Man sollte: vllt noch dazu sagen, dass die Kleine ein Cello dabei hatte, welches sie natürlich dann auch die 5 km tragen musste (hab ich im Radio gehört).

Desweiteren lies ein Sprecher der DB verlauten, dass die Aktion der Zugbegleiterin ein Fehler war.


Hach, wie freu ich mich auf meine Zugfahrt morgen :D
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22.10.2008 12:04 Uhr von ciller
 
+11 | -3
 
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Zugbegleiterin der Deutschen Bahn: auch gleich mit rausschmeisen, sofort feuern sowas, kann mir nicht vorstellen das sie kundenfreundlich ist.
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22.10.2008 12:10 Uhr von mutznator
 
+9 | -52
 
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22.10.2008 12:13 Uhr von Hady
 
+12 | -1
 
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Kann man diese Zugbegleiterin nicht wegen "Aussetzung" oder sowas verklagen? Ich erinnere mich schwach an eine Gerichtsverhandlung gegen einen Taxifahrer, der einen Besoffenen in der Wildnis rausgeschmissen hat, welcher dann überfahren wurde.
Weiß aber nicht mehr, was da letztendlich raus kam.
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22.10.2008 12:15 Uhr von DeputyJohnson
 
+19 | -1
 
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@ mutznator

Jaja. Die kleinen bösen Cello-spielenden Mädchen. Das sind die schlimmsten. Müssen ihr Cello ganz allein tragen und fahren dann auch noch schwarz.
Kollege, das Mädchen ist noch ein KIND. Ausserdem wurde es dunkel, vielleicht hatte sie angst?
TZTZ!!!!!
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22.10.2008 12:15 Uhr von ZTUC
 
+2 | -24
 
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22.10.2008 12:20 Uhr von CRK277
 
+14 | -1
 
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@ZTUC: Es gibt auch Wege von einem Bahnhof zum anderen Bahnhof, die DURCH die Wildnis führen!!! Es ist nicht immer alles schön ausgeleuchtet und mit einer befestigten Straße versehen!!!
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22.10.2008 12:35 Uhr von Jonny.L
 
+14 | -0
 
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Arrg, Hintergrundinfos fehlen: Also erstmal war sie nicht auf dem Heimweg, sondern auf dem Weg nach Rostock zur Musikschule, damit gab es noch keine Hinfahrt (@mutznator).
Desweiteren wurde sie in Parkentin ausgesetzt, das ist mit Bad Doberan (heimatort) nur über Landstrasse verbunden und gähnende Leere dazwischen.
So nun will ich mal sehen, wie jemand ruhig bleiben kann, wenn sein eigenes Kind mit einem (vermutlich in schwarzer Tasche eingehülltem) Cello auf dem Rücken auf einer dunklen Landstraße allein nach hause geht.
Man hätte ja die Polizei oder die Eltern informieren können. Eine saftige Entschädigung (z.B. Bahncard) und der obligatorischen Entschuldigung sind wohl angebracht. Mitarbeiterin hat sich selbst aus dem Betrieb gekickt, da sie einen idealen Grund für die Personalabbaumassnahmen der Bahn gegeben hat.
Schade dass es nicht wirklich ein Gesetz gegen sowas gibt, da Dummheit nur bei Ersthilfe anklagbar ist und "Schutzbefohlenheit" hier nicht rechtlich vorliegt.
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22.10.2008 13:00 Uhr von herrder4ringe
 
+8 | -3
 
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Frauen in derarigen Berufszweigen heben sich häufig durch "besondere härte" hervor. Besonders unkooperative Wachleute (Securities) oder Kontrolleure sind nicht selten weiblicher Natur. Vielleicht um sich vor ihren Kollegen zu profilieren...
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22.10.2008 13:00 Uhr von skyhy
 
+8 | -0
 
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Da ich seit etwa 15 Jahren: Auto fahre, weiß ich natürlich nicht, wie es jetzt mit dem "Schwarzfahren" ist, aber damals (also vor meinem Auto) wurde das folgendermaßen gehandhabt: Ich wurde ohne Ticket erwischt (ist mir natürlich niiie passiert...) und habe vom Kontrolleur einen Wisch bekommen, in dem stand, dass ich soundsoviel DM zu zahlen hatte, auf welches Konto und bis wann und mit diesem "Ticket" durfte ich dann auch bis zu meinem Zielbahnhof fahren. Hätte mich dann nochmal ein Kontrolleur angehalten, hätte dieses "Ticket" dann als regulärer Fahrschein hergehalten. Im Falle von Ticket vergessen oder das falsche dabei (was mir auch schon passiert ist), musste ich dann nur mit dem "Ticket" vom Kontrolleur und dem vergessenen/falschen Ticket zur angegebenen Stelle gehen und habe auch die Strafe dann nicht zahlen müssen...

Ist das heute etwa nicht mehr so? Oder galt/gilt das nur für Busse und Bahnen? Darauf beziehen sich meine Erfahrungen!

Darüber hinaus empfinde ich als Vater es als extreme Unverschämtheit ein junges Mädchen bei einbrechnder Dunkelheit einfach aus dem Zug zu werfen vor allem, wenn Mitreisende dem Kind das Ticket gezahlt hätten!
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22.10.2008 13:02 Uhr von xj12
 
+9 | -0
 
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@ phoqueman: 1.es ist nicht normal dass man ohne Ticket rausfliegt - fahre seit 9 Jahren jeden Tag 2 mal mit der Bahn. Wen man sein Ticket vergessen hat muss man eine Karte nachlösen - sich dieses vom Schaffner bestätigen lassen und kann dann sein Geld bei Vorlage der Dauerkarte wiederholen.
2. Ist es etwas anderes ob ich einen Erwachsenen Menschen aus dem Zug werfe oder ein Kind - ein Anruf bei der Bahnpolizei hätte es auch getan - diese hätte dann das Mädchen am Endbahnhof in "Gewahrsam" genommen und die Eltern informiert.
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22.10.2008 13:04 Uhr von mutznator
 
+3 | -23
 
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22.10.2008 13:18 Uhr von ZTUC
 
+4 | -11
 
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Antworten: @skyhy
Ich glaube heutzutage musst du sofort das "erhöhte Beförderungsentgelt" zahlen ansonsten muss man raus. Da die Kleine ihre Brieftasche vergessen hat, gehe ich davon aus, dass sie nicht das nötige Geld dabei hatte.

@CRK277
Das mag sein, dennoch ist die Bezeichnung Wildnis hier irreführend, denn das Kind hat ja dann dennoch mehre Möglichkeiten:
- einfach schwarz den nächsten Zug nehmen (hätte ich gemacht)
- zu Hause anrufen und abholen lassen
- Passanten anderen Zuggast fragen, ob er/sie ihr ein Ticket bezahlt.

Richtig ist, dass die Zugbegleiterin falsch gehandelt hat, indem sie das Kind einfach rausschmiss. Sie hätte die Eltern oder jemand anderes informieren müssen (z.B. die Polizei), damit das Mädchen sicher nach Hause kommt. Weiterfahren wäre aber nicht drin gewesen.
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22.10.2008 13:20 Uhr von Hady
 
+10 | -1
 
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@ ZTUC: Ein (möglicher Weise) fremder Bahnhof, an dem ggf. Mutti nicht mit dem Auto zum Abholen da steht, kann für eine Zwölfjährige und ihr Cello IMHO durchaus als Wildnis bezeichnet werden.
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22.10.2008 13:31 Uhr von CramO
 
+6 | -0
 
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Einfach nur unverständlich: bei der beschriebenen Situation. Bei einbrechender Dunkelheit ein Kind aus dem Zug zu befördern. Ich hoffe das hat Konsequenzen!

Vor zwanzig Jahren ist mir sowas mit einer Monatskarte passiert, und der Schaffner hat mich nicht aus dem Zug geworfen, obwohl ich ihm auf der Strecke zum ersten mal gesehen hatte.
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22.10.2008 14:25 Uhr von Pitbullowner545
 
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die: Bahn hat ihre befördernungsAGB geändert

Tickets lassen sich NICHT mehr im Zug nachlösen, das wurde gemacht weil dann teilweise beinah jeder ohne eingestiegen ist und das ticket nachgelöst hat, da gingen der bahn sicher milliarden duch dir lappen
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22.10.2008 14:37 Uhr von Maniska
 
+5 | -0
 
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Ich weiß ja nicht: woihr wohnt, aber bei mir was es IMMER so (auch vor 2 Wochen noch), dass beim Fahren ohne Ticket die Personalien ausgenommen wurden, wenn das nicht ging wurde die (Bahn-) Polizei an den nächsten Bhf gerufen und die Personalien wurden dort geklärt. Man hat einen Wisch bekommen auf dem der zu zahlende Betrag + Kontonummer etc von der Bahn standen. Alternativ konnte man den Betrag auch gleich in Bar löhnen.

Mit diesem Wisch und der vergessenen Fahrkarte bei einem größeren Bahnschalter vorbeigehen, beides vorzeigen und noch ca 5€ Bearbeitungsgebühr abdrücken und gut ist.

Btw sagt die "Warntafel" im Zug: "Fahren ohne gültigen Fahrschein kostet den doppelten Fahrpreis, mindestens jedoch 40€" NIRGENS steht, dass man aus dem Zug geworfen werden kann/darf.


Und alle die hier schreien "war doch am Bahnhof und nicht mitten in der Pampa" Er gibt genug Bahnhofe, da ist erstmal nen km überhaupt nichts drum rum, bzw die liegen in Industriegebieten oder sonst wo. An anderen Bahnhofen hat man die ganzen Assis die dort rumlungern und jeden dumm anmachen der auf seinen Zug wartet. Stellt euch mal da ein 12 jähriges Mädchen vor.

"Jeder 6 jährige hat heutzutage doch ein Handy" Erstens stimmt das nicht, das ist eine verdammte Verallgemeinerung, zweitens ist nicht jedes pre-payed Handy immer aufgeladen und drittens ist das weder ein Grund noch eine Rechtfertigung ein Kind aus dem Zug zu werfen.

Außerdem waren ja - laut News - genug Leute bereit das Ticket für die Kleine zu bezahlen. Also NOCH ein Grund sie nicht aus dem Zug zu werfen.
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22.10.2008 14:41 Uhr von KillA SharK
 
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Korinthenkacker und Prinzipienreiter: deutsche Gründlichekeit...

keine Hemmungen, ein kleines Kind im Dunkeln im Nicjhts auszusetzen, eine tolle Leistung.

Du bist Deutschland.
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22.10.2008 14:43 Uhr von KillA SharK
 
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Wer Nichts will: und wer Nichts kann,
geht zu Post
oder zur Bahn.

Und wer Nichts wird, wird Wirt,
wer gar Nichts wird,
wird Kneipenwirt.

Ist ihm auch Diese nicht gelungen,
dann macht er in Versicherungen.
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22.10.2008 14:44 Uhr von KillA SharK
 
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immerhin wurde die Pfeife gefeuert: "Am frühen Mittwochnachmittag wurde bekannt, dass die Zugbegleiterin vom Dienst suspendiert worden ist. "Wir entschuldigen uns dafür bei der Familie", sagte Bahnsprecher Ahlert. Dieses Vorgehen habe allen Dienstanweisungen der Bahn widersprochen."
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22.10.2008 14:50 Uhr von Imunar
 
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sich an den Fall erinnert wo man die Frau rausgeschmissen hatte weil sie 10Cent zu wenig für das ticket bezahlt hatte...
und sogar vor gericht gingen

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