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TV - Serie "Dr. House" als Lehrmaterial an deutscher Universität

Laut Jürgen Schäfer, akademischer Direktor der Philipps-Universität Marburg, wird eine Seminargruppe bald Folgen der US-Ärzte-Serie "Dr. House" als Lehrmaterial verwenden. Dabei sollen, ähnlich wie in jeder Episode, Diagnosen aufgrund von Vorgeschichte und Beschwerden des Patienten gestellt werden.

Gründe für die Entscheidung des Kardiologen Schäfer liegen vor allem im hohen Niveau der Serie, da viele Diagnosen sehr "stimmig" seien und sehr "gut recherchiert". Auch sollen vor allem hierdurch "seltene Erkrankungen" öfter zur Diskussion stehen.

Dennoch möchte der Mediziner verhindern, dass die Studenten zu viel "Dr. House" in sich verwirklichen, da dieser menschlich nicht in die Medizinsparte "gehöre".


WebReporter: madpad
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Deutsch, TV, Serie, Universität, House, Dr. House
Quelle: www.focus.de
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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.10.2008 11:02 Uhr von madpad
 
+1 | -0
 
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Hm, ich bin selbst großer "Dr. House" - Fan und muss gestehen, dass mir diese Lehrmethode doch irgendwo zusagen würde. Ist halt wirklich immer hochinteressant, was es da zu sehen gibt und wie Diagnosen gestellt und revidiert werden.
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22.10.2008 11:16 Uhr von MiefWolke
 
+13 | -76
 
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22.10.2008 12:04 Uhr von rolf.w
 
+30 | -1
 
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@MiefWolke: Es geht nicht um die Serie an sich als leichte Unterhaltung. Es geht um vorgestellte Krankheiten und den Weg diese zu erkennen. Das könnte man sicher auch in speziellen Lehrfilmen unterbringen, warum aber das Rad ein 2. mal erfinden?
Man könnte an Dr. House auch aufzeigen, was man als Arzt nicht darf. Der Charakter House "arbeitet" nicht viel, OK, kann man so sehen. Er sagt seinem Team, was sie machen sollen, hält die Fäden in der Hand und fungiert dann als Analyst, der die Ergebnisse zu einem Ergebnis zusammenführt. Nun, was machen die Ärzte die Du so kennst? Sie LASSEN Dir Blut und Urin abnehmen, LASSEN CT und MRT machen, LASSEN einschicken/untersuchen und erklären Dir hinterher zu welchem Ergebnis sie auf Grund der Untersuchungsergebnisse kommen. Ab und an machen Ärzte das auch selbst. House macht in der Serie nichts anderes. Natürlich ist es in der Serie überspitzt dargestellt aber die Parallelen zur Wirklichkeit sind gegeben.
Aber wie gesagt, es geht nicht um die einzelnen Charakteren, sondern um die Krankheiten und die Wege sie zu erkennen.
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22.10.2008 12:18 Uhr von Yuggoth
 
+7 | -2
 
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Abgesehen davon das die Beispiele aus Dr House weitaus interessanter sind als z.B. ein diabetischer Fuss könnte das doch wieder Schwung und Spannung in das Leben eines AIP´lers bringen.
Arzt zu werden ist immer noch mehr Prestigesache als wahre Menschenliebe das muss man auch mal ganz klar so sehen.
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22.10.2008 12:20 Uhr von Hady
 
+9 | -0
 
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Schön und gut solange die Studenten daran denken, dass im Fernsehen nur gestorben wird, wenn es das Drehbuch verlangt und eine Fehldiagnose und folgender falscher Behandlung in der Realität vielleicht nicht immer im letzten Moment noch erkannt wird...

btw: Ich schaue House auch seit Jahren regelmäßig. Ist eigentlich die einzige Serie (jetzt wo Monk nicht mehr läuft), die ich regelmäßig konsumiere.
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22.10.2008 12:25 Uhr von 16669
 
+6 | -13
 
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ich habe da auch so meine zweifel. us tv als lehrmittel? die serie ist einzig auf den hauptdarsteller fixiert und nur so beliebt, weil er blöde sprüche klopft.

zudem sind es oft so seltene krankheiten in den folgen, die immer nach dem selben schema aufgeklärt werden.

was kommt als nächstes, csi an den polizeischulen?
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22.10.2008 12:34 Uhr von Yuggoth
 
+4 | -12
 
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@ 16669: Was glaubst Du warum es soviele Serien in Form von CSI und Co gibt?
Zur Unterhaltung sicher nicht, sondern nur um der Bevölkerung zu zeigen, egal was Ihr anstellt, wir kriegen Euch.
Reinstes Abschreckungs TV.
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22.10.2008 13:09 Uhr von anderschd
 
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Yuggoth: Wie meinst du das?
Ist doch gut, wenn es gleichzeitig als Abschreckung dient, oder?
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22.10.2008 13:18 Uhr von Yuggoth
 
+4 | -1
 
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@ anderschd: Natürlich meine ich das im positiven Sinne, Abschreckung tut not, egal ob hier, USA, Russland oder sonstwo.
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22.10.2008 13:21 Uhr von yogibaer73
 
+2 | -0
 
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hmm In Amerika, wurden schon lange einige Folgen von Emergecy Room als Unterrichtsmaterial für Medizinstudenten gezeigt.
Wobei man dazu sagen muss, dass ER wohl die teuerste Arzt- Krankenhausserie ist bzw. war, die es jemals gegeben hat und darum haben die Diagnosen, die Handlungen, Medikamente einschl. Dosierung wirklich gepasst.
Da standen Ärzte und Rechtsanwälte immer bei Fuß und es wurde jede Kleinigkeit mit der Realität abgestimmt.
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22.10.2008 14:03 Uhr von calenleya
 
+2 | -1
 
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Interessant: Ich finds echt interessant das die Marburger Uni "Doc House" als Lehrmaterial einsetzt. Die Sendung ist sehr interesannt wenn man diese regelmäßig kuckt lernt man sehr viel über die Medizin.
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22.10.2008 14:11 Uhr von jpanse
 
+2 | -1
 
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Finde es ok aber, erst kürzlich habe ich etwas über den "CSI Effekt" gelesen. Wer wissen will worum es genau geht...wiki...
Erst hieß es, ach ja, alles Mist...die Serien verstärken diesen Effekt, es werde zuviel von allen Beteiligten erwartet...DNA-Analysen gehen nunmal nicht in 5 Minuten usw. und jetzt soll House zu Unterrichtsmaterial werden, bei Medizinern? Psychologisch gesehen würde ich es vll noch verstehen, so als schlechtes Bsp.
Als nächstes hat der Arzt deines Vertrauens noch ein Housediplom an der Wand hängen.

Ich finde House toll und schaue es Regelmäßig, aber dass finde ich naja etwas fehl am Platz.
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22.10.2008 14:31 Uhr von Pitbullowner545
 
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dann: hofft aber mal das ihr nie Lupus bekommt

denn Laut Dr. House ist es nie Lupus :D
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22.10.2008 14:49 Uhr von VitaminX
 
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miefwolke: dein kommentar hat mich zum lachen gebracht :)

aber nix gegen scrubs ;D
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22.10.2008 16:04 Uhr von brainfetzer
 
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Dr.House: errinnert mich an Dr. Cox(wie auch immer der geschrieben wird)

Ich finds auf jeden Fall gut wenns was bringt^^
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22.10.2008 17:16 Uhr von Yutaki
 
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Klasse Serie, aber Dr. House ist wirklich eine klasse Serie, und die Krankheiten sind in der Tat gut recherchiert, aber ob die Serie wirklich an einer Uni zum LERNEN gezeigt werden sollte?
Immerhin die die Serie nicht ausschließlich auf das medizinische gedreht worden, sondern auch auf Spannung und viel Psychologie.

Naja eine Abwechslung wäre es immerhin^^

Grüße
Yutaki
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22.10.2008 20:02 Uhr von gl4di4t0r
 
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ich habe viel: durch ER, House etc gelernt, warum also nicht auch Studenten :)
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22.10.2008 21:14 Uhr von AdmiralCool
 
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Nur so zur Info ich studiere Medizin an der Universität Ulm. Und bei uns gibt es den Kurs "Dr. House - revisited" nun schon seit über einem Jahr. Ist wohl nur noch nie nach außen gelangt, also kann sich die Uni Marburg damit brüsten ;-) Da wird eine Folge gezeigt, der medizinische Sachverhalt erörtert und schrittweise und unter ständiger Anleitung von Dozenten der "Fall" diskutiert, kritisiert, erklärt... usw. Dass uns da etwas "Falsches" beigebracht wird, ist extrem unwahrscheinlich. Die Dozenten wissen, was sie da tun und wählen die Folgen mit Bedacht aus. Lernerfolg und Spaß gehen Hand in Hand.

Was mir jetzt an der Diskussion aufgefallen ist: ER, Grey´s Anatomy, Dr. House und Scrubs werden häufig in einen Topf geworfen. Das ist Blödsinn! Dr. House muss man ganz klar von den anderen Serien abgrenzen, die teilweise schlichtweg falsche medizinische Tatsachen darstellen, abwegige Therapien/Diagnosen/Personalbeschäftigungen propagieren und wirklich nur zur Unterhaltung geeignet sind. Irgendjemand hat geschrieben, er hätte viel von Emergency Room gelernt - da musste ich erstmal grinsen. Jedem halbwegs Medizin-Bewanderten müssten in jeder ER-Folge mindestens 10 grobe Fehler auffallen :-) Ganz zu schweigen von den vielen kleineren.

Schönen Abend euch allen!
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22.10.2008 23:16 Uhr von arclite01
 
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da kann ich dem herrn: kollegen nur beipflichten. bei uns in d´dorf wurden mal ein paar ausschnitte von ER als abschreckendes beispiel gezeigt, mit dem verweis, wenn sie sowas tun brauchen sie mindestens einen guten anwalt ;o).
übrigens was in dr. house mit dem flippchart gezeigt wird, machen wir auch in der realität in einem sogenannten pol-seminar. außerdem lernt man bei dr. house immer wieder wie wichtig eine sorgfältige anamnese für den therapieerfolg ist. vom menschlichen her isses schon was übertrieben, aber das ist nunmal eine unterhaltungssendung!

übrigens schöne grüsse nach ulm!!
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23.10.2008 04:17 Uhr von PowerBobbel
 
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Man muss hier strickt abtrennen was an Dr. House gut recherchiert ist, auf jedenfall das Theoretische.
Auch wenn´s dem Zuschauer nicht gefällt das es immer ein 08/15 Schema gibt, es gibt immer zuerst eine Anamnese, dann eine Therapie.
Was man aber auf gar keinen Fall mit der Realität verwechseln sollte, ist die Zeitliche Komponente (das Patienten binnen weniger Stunden ein Nierenteiltransplantat erhalten ist unfug...)

Ebenso gibt es einige medizinische Schnitzer die extra Eingebaut werden um den Krankheitsverlauf dramatischer darzustellen (Adrenalinspritzen ohne Monitoring...)
Von diesen Darstellungen darf man sich nicht beeinflussen lassen.

Jedoch gibt es auch positives zu erwähnen.
- Nicht jede Asystolie wird Defibriliert *hey;-)*
- Sicherheitsfilm-Effekt; so wird´s nicht gemacht
- Med´s und Nebenwirkungen sind recht gut recharchiert...

Mit dem normalem Krankenhaus-Alltag sollte man diese Serie jedoch nicht vergleichen....
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23.10.2008 13:27 Uhr von feedrich
 
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Dr. House: Differentialdiagnose für eine kranke Universität.
Doku Soap in der Alma Mater oder wie lasse ich in einem RTV Studenten verblöden.
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24.10.2008 23:09 Uhr von Sakura.
 
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Als Anschauungsmaterial sicherlich geeignet. Aber wie im Beitrag steht, sollten sie es nicht zu sehr verinnerlichen, da "Dr. House" nicht der Realität entspricht. Es bleibt eine Serie...

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