Kostenersparnis bei Psychotherapien auf dem Prüfstand
Parallel zu einer Prüfung von psychotherapeutischen Verfahren durch die Kassen, haben Mediziner der Universität Gießen und des Instituts für Medizinische Psychologie der Universität Hamburg eine Lanze für die Langzeittherapie gebrochen. Kurzzeittherapien helfen bei Persönlichkeitsstörungen nur wenig.
Psychodynamische Langzeitpsychotherapien arbeiteten stärker Hintergründe auf und zeigten sich bei der Therapie chronischer Ängste, chronischen Depressionen und der Therapie von Borderline-Persönlichkeitsstörungen erfolgreicher als kostengünstigere Kurztherapien.
Die Folgekosten einer Nichtbehandlung seien letztlich höher, so eine weitere Studie. Doch neben der Kostenfrage ist die Einsatzmöglichkeit sehr gebremst, durch Vorlaufzeiten von knapp fünf Monaten und durch die Limitierung auf 20 Therapiestunden im Jahr bei den meisten privaten Kassen.