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Preston/Großbritannien: 72-Jährige Krebskranke zu sechs Monaten Haft verurteilt

Ein Nachbarschaftsstreit war der Auslöser einer Körperverletzung, die nun von einer Richterin im nordenglischen Preston mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten geahndet wurde. Im November vergangenen Jahres hatte die Dame ihren 62-jährigen Nachbarn tätlich angegriffen.

Dazu hatte die Frau einen Spaten benutzt. Mit diesem Gerät brach sie dem Nachbarn den rechten Arm. Zu jener Zeit hatte der Mann mit einem Bauunternehmer über den möglichen Verlauf eines Grenzzauns beraten. Trotz Urteils zeigte die Verurteilte keine Reue.

Die 72-Jährige, die unheilbar an Krebs im Endstadium erkrankt ist, ist pensionierte Beamtin. Der Nachbar indes hatte bereits zuvor in einem Gerichtsurteil zu der Grundstücks-Streitigkeit Recht behalten. Trotz der Krankheit und des Alters wollte die Richterin ein Zeichen setzen, hieß es.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Großbritannien, Haft, Krebs, Monat
Quelle: www.spiegel.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.10.2008 08:53 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Nicht schlecht: 72 Jahre und mit dem Spaten den Arm eines zehn Jahre Jüngeren glatt zu brechen. Das hört sich nach Jähzorn an. Aber es gilt auch in GBR der Gleichheitsgrundsatz. Egal, wie alt oder gebrechlich: Körperverletzung, zumal mit einem solchen Gerät, ist Körperverletzung, in diesem Fall sogar schwere.
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21.10.2008 10:59 Uhr von G.B.hindert
 
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Richtig so! Es gilt ja schließlich das gleiche Recht für alle.
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21.10.2008 11:11 Uhr von bodensee1
 
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tja da hat der Richter schon recht: Alt und Krebs hin oder her, gleiches Recht für alle...
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21.10.2008 12:17 Uhr von anilingus
 
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keine ansicht? dann viel spass im knast: dumm....
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21.10.2008 17:54 Uhr von Achtungsgebietender
 
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Unglaublich, wie herzlos einige Richter und: auch scheinbar einige Shortnews-User hier sind. ich kann es nicht fassen. Die alte Frau leidet an den grausamen Schmerzuen ihrer unheilbaren Krebsgeschwüre und wird auch noch ins Gefängnis gesteckt, wo sie wahrscheinlich, alleine, ohne Familie elendich stirbt... HORROR!!!
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21.10.2008 19:25 Uhr von KingPR
 
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Achtungsgebietender: Also sollte man allen Krebskranken das Recht einräumen mit Spaten auf ihre Nachbarn loszugehen, weil sie Schmerzen haben und im Gefängnis alleine sterben würden? Dann würde ich mir aber vorsorglich eine Knarre besorgen.
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22.10.2008 10:30 Uhr von EmperorsArm
 
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Schon richtig so: Jeder ist vor dem Gesetz gleich, auch totkranke Menschen. Ihre Rechte wiegen nicht mehr als die der Geschädigten. Eine anders lautende Entscheidung, hätte im Extremfall Narrenfreiheit für Todkranke bedeutet, Banküberfall, um noch einmal richtig einen draufmachen zu können eingeschlossen... Wie die Haft dann aussieht, ist eine andere Geschichte. Offener Vollzug, mehr Besuchsrecht, etc...

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