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USA: Droht Abu-Jamal nach 25 Jahren im Todestrakt doch die Hinrichtung?

1982 war der schwarze Journalist Mumia Abu-Jamal wegen Mordes an einem Polizisten zum Tode verurteilt worden und sitzt seitdem im Todestrakt ein.

Bereits zweimal wurden Hinrichtungstermine festgesetzt und dann wieder verschoben, zum letzten Mal 1999. Abu-Jamals Anwälte behaupten, das Urteil sei mit rassistischem Hintergrund gefallen und verstoße insofern gegen die geltenden Gesetze in den USA.

In den 90er Jahren demonstrierten Millionen Menschen für die Freilassung des Angeklagten auf den Straßen. In der Hauptstadt Frankreichs gibt es sogar eine Abu-Jamal-Straße.


WebReporter: Monalisa583
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Jahr, Hinrichtung
Quelle: www.tah.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.10.2008 20:46 Uhr von Monalisa583
 
+0 | -0
 
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Mal ehrlich... ist man nach 25 Jahren bangen und hoffen nicht genug gestraft? Jeden Tag könnte es (wahrscheinlich) gerechterweise vorbei sein...
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20.10.2008 21:09 Uhr von anderschd
 
+7 | -7
 
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Demonstrieren: für die Freilassung eines Mörders?
Todesstrafe, nein!
Freilassung, warum?
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20.10.2008 21:28 Uhr von kadinsky
 
+9 | -2
 
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jahre in einem loch zu sitzen und darauf zu warten, dass man endlich erlöst wird, ist wohl die schlimmste strafe, die man sich vorstellen kann, daran sieht man, wie krank das justizsystem da drüben ist, und davon mal abgesehn, geht es dabei niemals um strafe sondern nur um rache und nichts weiter...
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20.10.2008 23:03 Uhr von tillus
 
+7 | -1
 
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@anderschd: da inzwischen die meisten angeblichen Zeugen ihre Aussage wiederrufen haben und auch anderweitig Zweifel am beschriebenen Tatablauf existieren, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dann Abu-Jamal unschuldig ist
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20.10.2008 23:19 Uhr von anderschd
 
+0 | -0
 
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Also mein: Statment galt für alle in den USA Verurteilten. Da ich den zeitlichen Ablauf der Geschichte nicht kenne, kann ich mir kein Urteil darüber erlauben.
Im Gegensatz zu anderen hier, denk ich dass ein Widerrufen der Zeugenaussagen nicht automatisch die Unschuld beweist.
Aber wie gesagt. Keine Ahnung.
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21.10.2008 00:40 Uhr von GenerX
 
+5 | -1
 
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Also wenn man nicht schon seit Jahren weiß, was der schon weltberühmte Name Abu-Jamal Mumia in sich birgt, sollte man mit seinen Ausdrücken etwas sparsamer umgehen.

Nein, es handelt sich hier nicht um die Freilassung eines MÖRDERS und nein (lieber anderscht), hast du meiner Meinung nach nicht allgemein die in den USA Verurteilten gemeint. Denn dein erstes Kommentar beginnt mit "Demonstrieren" (von millionen Menschen laut Nachricht) und das ist ja nur bei Mumia der Fall. Das Missverständniss ist daher nicht aufgehoben, sondern noch vertieft worden durch dein zweites Kommentar. Mein Beitrag ist gut gemeint, sollte nicht als offensiv empfunden werden und wäre eher ein guter Anlass zur weiteren Erkundigung über das interessante Thema.

Des weiteren handelt es sich in seinem Fall nicht in etwa um Widerrufen von Aussagen. Das Gerichsverfahren war von Anfang an so insziniert, die Gegenaussagen derartig mit Hilfe von Scheinzeugen unterrahmt, die personelle Belegung des Gerichtes nur aus Rassisten ausgestattet, ihm ein impotenter staatlicher Anwalt gegen seinen Willen zugesprochen und Verteidigungszeugen abgewiesen worden, dass das ganze nur als Massiv-Manipulation betrachtet werden kann.

Inzwischen sind in den letzten Jahren so viele neue Tatsachen ans Licht gekommen, dass von einer fundierten Unschuld die Rede ist. Eine Neuverhandlung wurde trotzdem schon mehrmals, zuletzt im laufenden Jahr, abgelehnt.

Dass sich unter vielen Prominenten auch die "Amnesty International" sich für ihn aktiv einsetzt, sollte auch manches Licht aufglühen lassen.

Tip: Einfach mal unter seinem Name googeln, im deutschen und danach im weltweiten Netz, nur um die Anzahl der Seiten wahrzunehmen. Kein Krimineller könnte weltweit solch eine Popularität nachweisen.
Wer sich für Menschensrechte einsetzt, kann eines sagen: "Set Abu-Jamal Mumia free."
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21.10.2008 09:15 Uhr von anderschd
 
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Ausdrücke? Und ja, es sollte eine Stellungnahme gegen die Todesstrafe allgemein sein. Ist anscheinend nicht so rüber gekommen.
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21.10.2008 09:55 Uhr von ZTUC
 
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Nein - zu Todesstrafe und Freilassung: Wer sich mit den Prozess, den Beweisen etc. rund um Abu-Jamal auseinandersetzt, erkennt recht schnell, dass er schuldig ist. Die Frage ist eher, ob Mord oder Totschlag. Er und sein Bruder waren auch während des Prozesses wenig kooperativ, um die Sache aufzuklären, eher verwickelte man sich in Widersprüche oder nutzte das Gericht als politische Agitationsfläche.

Abu-Jamal hat sich also schuldig gemacht und darf sich daher nicht beschweren im Knast einsitzen zu müssen. Als Gegner der Todesstrafe lehne ich aber deren Vollstreckung ab.

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