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Spanische Bischöfe gegen "Designer-Babys" - Auch bei lebensrettender Chance

In spanischen Medien wurde kürzlich von der Geburt eines Babys berichtet, das durch künstliche Befruchtung geboren wurde. Dieses Baby wurde unter Zuhilfenahme der Präimplantationsdiagnostik unter einigen Embryos ausgesucht, da dessen Gewebemerkmale am besten für den erkrankten Bruder waren.

Der Bruder leidet an erblich bedingter Bluterkrankung, wo nur eine Therapie mit Nabelschnurblut Erfolg verspricht. Bei der spanischen Bischofskonferenz wurde u. a. mitgeteilt, wenn man das menschliche Leben nur im Bezug auf technischen Nutzen sieht, würde man die Menschenwürde missachten.

Die Bischöfe warnen deshalb vor gedanklichen Kurzschlussreaktionen. Sie sprachen auch die "überzähligen" Embryos bei der sogenannten In-Vitro-Befruchtung an, da diese entweder eingefroren oder vernichtet würden.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Baby, Chance, Design, Designer
Quelle: www.oecumene.radiovaticana.org

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.10.2008 20:24 Uhr von jsbach
 
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Ich finde, dass viele Ansichten und Dogmen der katholischen Kirche zum Thema Sexualität, Empfängnisverhütung oder lebensrettende Maßnahmen wie bei der In-Vitro-Befruchtung, längst angepasst sein sollten. (Symbolbild)
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20.10.2008 20:43 Uhr von Dohnny
 
+3 | -4
 
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Kirche: @Autor: Was willst du denn mit deinen Anpassungen erreichen? Willst du die Idee der katholischen Kirche umändern? Die katholische Religion passt nicht in die heutige Zeit... zu viele Menschen haben erkannt, dass es Gott nicht gibt. Daran ändert auch die Anerkennung von Frauen oder dem Vorhandensein der Sexualität vor der Ehe nichts.
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20.10.2008 21:24 Uhr von Alchemistin
 
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@Autor: Ich bin kein Fan der katholischen Kirche, und schon gar nicht ihrer Frauen- und Sexualitätspolitik... - aber in dieser Hinsicht haben die spanischen Bischöfe trotzdem nicht ganz unrecht.

Ist es gerechtfertigt, ein zweites Kind nur deswegen zu zeugen, um das erste zu retten?
Wie muss sich das zweite Kind fühlen, wenn es erfährt, dass es kein Wunschkind, sondern "nur" ein Rettungskind für sein Geschwister sein sollte?
Welche "Mängel" an dem "Designer-Baby" nehmen die Eltern in Kauf, wenn nur die Gewebemerkmale optimal sind?

Und selbst wenn ein Elternpaar für sich entscheidet, dass es seinem zweiten Kind so etwas antun will, darf und muss die Diskussion darüber, wie weit Menschenwürde reicht, geführt werden.
Und da dürfen auch die Bischöfe mitreden und haben mit ihrem Einwand, "wenn man das menschliche Leben nur im Bezug auf technischen Nutzen sieht, würde man die Menschenwürde missachten" eine berechtigte Meinung, die - nicht nur religiös, sondern auch humanphilosophisch gesehen - bedenkenswert ist.

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