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Ackermann lehnt staatliche Hilfe ab - Politiker empört

Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, hat geäußert, dass er sich schämen würde, die staatliche Rettungshilfe zur Finanzkrise zu akzeptieren. Diese Erklärung sorgte nun bei deutschen Politikern für Empörung.

"Bedenklich, unverständlich, unakzeptabel", so der Regierungssprecher Thomas Steg. Steg fügte hinzu, dass es Ackermann war, der eine umfassende Maßnahme forderte und sie nun ablehne. Auch von der CDU hagelte es Kritik.

Norbert Röttgen, der parlamentarische Geschäftsführer der Unions- Bundestagsfraktion, machte zuvor klar, dass Ackermanns Verhalten zur Bankenpleite führen könne, obwohl der Staat dies hätte verhindern können.


WebReporter: wutanfall
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Politik, Politiker, Hilfe, Josef Ackermann, Acker
Quelle: www.sueddeutsche.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.10.2008 14:39 Uhr von wutanfall
 
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In Wahrheit gehts darum das die Banken, obwohl sie sich selbst tief in die Sch**** geritten haben, die staatliche Hilfe nicht wollen, da der Staat dann Mitspracherecht hätte und auch die Gehälter der Manager begrenzen könnte.
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20.10.2008 14:54 Uhr von TomShaw
 
+16 | -3
 
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500.000,--€/Jahr: . . . ja, und zwar sind dann die Manager-Gehälter auf 500.000,--€ im Jahr begrenzt. Angesichts der Millionen-Gagen dieser Herren ist es wohl besser erst gar keine Hiulfe anzunehmen und die Probleme selbst zu lösen. Sollte dies nicht gelingen kann man ja dann immer noch das Unternehmen verlassen und eine Abfindung im zwei- bis dreistelligen Millinenbereich mitnehmen.

Solch fahrlässiges Verhalten sollten dann aber bitteschön mit drei Jahren Haft und anschl. Sicherungsverwahrung und Einzug des kompletten Privatvermögens mit Sippenhaft geahndet werden.
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20.10.2008 15:00 Uhr von Lustikus
 
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@TomShaw: wieso? jeder ist sich selbst der Nächste. Wenn die Banken und Vorstände und andere dieses Verhalten Jahrzehnte geduldet haben und auch weiterhin dulden kann ich die verstehen...
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20.10.2008 15:03 Uhr von KingPR
 
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TomShaw: Für 500 000 € im Jahr macht sich kein guter Manager den Buckel krum, dieser Lohn wurde willkürlich und populistisch festgelegt um den Rettungsfond gegenüber dem Volk rechtfertigen zu können. Die einzige kluge Möglichkeit um die Banken zu retten und dem Staat ebenfalls Profit zukommen zu lassen wäre es, wenn der Staat die betroffenen Banken einfach aufkaufen würde (dann würden sich auch hunderte Milliarden an Staatsschulden auflösen).
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20.10.2008 15:06 Uhr von TomShaw
 
+6 | -0
 
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@Lustikus: Verstehen kann ich diese Leute auch. Sie machen es weil es offensichtlich straffrei möglich ist und stellen damit ihre eigene soziale Kompetenz in Frage.

Wenn diese Leute mit ihren Mitmenschen kein Erbarem kennen habe ich dies mit ihnen auch nicht. Also: "HART DURCHGREIFEN!!!"
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20.10.2008 15:13 Uhr von TomShaw
 
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@KingPR: . . . genau, wie dir RBS, die gehört jetzt zu 60% GB und die haben wiederum erstmal den kompletten vorstand entlassen (und vieleicht in den Tower gesteckt).
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20.10.2008 15:56 Uhr von fallobst
 
+9 | -3
 
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liebe kommentatoren...gehirn einschalten, bitte könnte es einfach auch nicht so sein, dass der scheinbar in ganz deutschland verhasste herr ackermann (der sicherlich nicht ein freund meinerseits ist) einfach fähiger war alles viele andere, so dass die DB nicht am abgrund steht im gegensatz zu so manch anderer bank, insbesondere den landesbanken.
könnte es nicht einfach auch so sein, dass das rettungspaket vor allem für die landesbanken geschnürt wurde? nur würde das natürlich auffallen, wenn nicht genügend private banken mit ins boot kommen würden....das könnte besonders wegen der bald anstehenden bundestagswahl noch so manchem wähler im gedächtnis haften bleiben.

denn dann wäre es ja offensichtlich, dass die politiker nicht die scheinbaren retter, sondern weitaus größere mitverursacher der probleme waren als bisher bekannt.
dann könnten die ganzen politiker die in den aufsichtsräten der kfw und ikb und co. sitzen nicht mehr über die gierigen manager schimpfen. dann müssten sie sich an der eigenen nase fassen müssen und sich vielleicht vom sodann verhaften lassen....
würde sodann wohl auch lafontaine verhaften?
fragen über fragen...

und dass man jetzt auf ackermann rumhackt wird, nur weil er keine milliarden vom steuerzahler annehmen will ist einfach nur lächerlich und absurd. wie groß wäre wohl das geschrei, wenn er jetzt sagen würde, seine bank bräuchte das geld des steuerzahlers.

endlich hat der mann mal was richtig gemacht und selbst dann wird er beschimpft. einige leute können vor lauter haß scheinbar nicht mehr klar denken...nur das tippen scheint noch zu funktionieren...
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20.10.2008 16:32 Uhr von Loxy
 
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Ackermann hat einfach nachgerechnet und festgestellt, dass es ihn billiger kommt alles selbst aus seiner Portokasse zu zahlen ^^
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20.10.2008 17:05 Uhr von questchen999
 
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Ackermann: Ackermann ist ein inteligenter Kerl. Er hat die Deutsche Bank aus der Kriese geholt und sie an der Suprimekrise einigermassen gut vorbei manövriert. Von da her ist sein Lohn im gross und ganzen berechtigt.

Ich verstehe allerdings den Staat nicht. Warum ist man auf einmal unzufrieden, wenn man kein Geld verbrennen muss?? Da wollte doch jemand Profit daraus ziehen, sonst würde man ja wohl nicht so empört reagieren.

Gruss.q.
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20.10.2008 17:27 Uhr von Carry-
 
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richtig so! warum sollte die deutsche bank hilfe annhmen, die sie nicht braucht!? ich habe mich sowieso gefragt warum ackermann bzw. die deutsche bank immer als erstes genannt werden, wenn es um die finanzkrise geht. der deutschen bank geht es relativ gut und sie braucht offensichtlich keine hilfe. die politiker sollten sich lieber um die banken kümmern, die wirklich "vor die wand gefahren" wurden!
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20.10.2008 18:08 Uhr von artefaktum
 
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@wutanfall: "In Wahrheit gehts darum das die Banken, obwohl sie sich selbst tief in die Sch**** geritten haben, die staatliche Hilfe nicht wollen, da der Staat dann Mitspracherecht hätte und auch die Gehälter der Manager begrenzen könnte."

Wo ist das Problem? Zwingt sie keiner. In einem freien Land mit freiem Markt haben sie die Freiheit auf diese Zahlungen jederzeit zu verzichten. Dann schlittern halt einige von ihnen in die Pleite. Diese Freiheit haben sie selbstverständlich auch.
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20.10.2008 18:26 Uhr von certicek
 
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Ackermann hat Angst , dass sich der Staat in die Banken einkauft oder diese übernimmt. Sicher kann er sich vorstellen, dass die neuen Eigentümer dann die Banken noch schneller in den Bankrott führen. Wahrscheinlich hat er die "erfolgreiche" Politikelite dabei vor Augen. LOL Ich verstehe ihn.
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20.10.2008 18:46 Uhr von Slippy01
 
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Falsch interpretiert...?! >>"Welche Haltung der Vorstandschef in dieser Frage habe, zeige sein Gespräch mit der "Bild am Sonntag". [...]
"Es darf jedenfalls nicht dazu kommen, dass aus falschem Prestigedenken hilfsbedürftige Banken die von der Regierung angebotene Hilfe nicht in Anspruch nehmen. Wer nicht über ausreichend Kapital verfügt, sollte es sich auf dem freien Markt oder beim Staat besorgen.""

Ich denke, dass es einfach falsch verstanden wird. Wenn die Deutsche Bank die staatliche Unterstützung braucht, dann hat er als Vorstandvorsitzender versagt. Das er sich dann schämen würde, ist doch verständlich.
Zur Zeit wird die Unterstützung nicht gebraucht, sprich er nimmt die Hilfe nicht an.

Im Endeffekt für mich verständlich, aber keineswegs verwerflich.
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20.10.2008 19:12 Uhr von cappucinoo
 
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falsch: ackermann ist ein ganz falscher fünfziger
ackermann war der erste der ganz laut nach hilfe der regierung gerufen hat !
jetzt will er das geld nur aus 2 gründen nicht nehmen
ersten der staat bekommt mitspracherecht und zweitens werden die gehälter begrenz ^^
das ist einzig und allein der grund
ist schon lustig wie ihr den ackermann in den himmel hebt , das ist genauso ein heuchler wie die anderen manager die nur abzocken und mit dem geld der bürger spielen ohne ein persönliches risiko zu tragen
mach das mal als selbständiger dann gehst du in den knast wegen veruntreuung^^
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20.10.2008 19:12 Uhr von gungfu
 
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komisch: wenn einer aus dem Krisengewerbe sich weigert Hilfe anzunehmen schreit alles in Berlin auf.
Die Verzapfen aber seid Jahren Scheiße und lassen sich auch net helfen.
Heuchler!
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20.10.2008 22:27 Uhr von retiari
 
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Ich kann nur kotzen über solche aussagen wäre es nicht Hr.Ackermann, würde jeder andere gefeiert.
Seit doch froh das einer kein Geld will.
Mir kommts manchmal so vor als suchte man händeringend nach Fehlern beim Deutschebank Chef,aber findet keine,und dann kritisiert man ihn halt weil er keine Hilfe annimmt.Lächerlich!!!
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20.10.2008 23:57 Uhr von uss_constellation
 
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Die Deutsche Bank braucht kein Geld: also braucht sie auch keine staatliche Hilfe. Inanspruchnahme wäre Betrug. Ackermann hat völlig Recht.

Die Deckelung der Managergehälter von Banken, die die Hilfe in Anspruch nehmen, macht meines Erachtens absolut Sinn. Das ist eine erzieherische Maßnahme des Staates. Es ist dem Bürger wohl kaum zu vermitteln, dass man eine Bank mit staatlichem Geld "rettet" und außerdem noch exorbitante Gehälter für Manager ausbezahlt, die ihr Geld nachweislich überhaupt nicht wert sind. Eine Bank, die die Hilfe nicht in Anspruch nimmt, darf ja auch nach wie vor unbegrenzte Gehälter ausbezahlen. Ich sehe hier zur Abwechslung mal eine sehr gute Logik, wenn mir auch die ganze staatliche Eingreiferei bei der Sache einfach zuwider ist.
Gäbe es das Limit und die anderen Bedingungen nicht, dann hätten wir beschämende Zustände wie in den USA, wo sich Manager nach der "Rettung" auf Firmenkosten Luxusreisen nach Kalifornien bezahlen lassen und anschließend ganz unerwartet nochmal Geld benötigt wird.
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21.10.2008 02:36 Uhr von JoeGame
 
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das ist echt zum lachen.

kann mans euch nicht recht machen?
zuerst wird geschimpft, dass die banken geld vom steuerzahler bekommen sollen, um gerettet zu werden.
"wir armen steuerzahler sollen es wieder ausbaden"
wenn die banken jetzt die steuergelder nicht annehmen wollen, wird wieder drauf rumgehackt.

im endeffekt: egal, ob die banken die steuergelder annehmen oder nicht, ihr macht sie so und so fertig.

echt klasse!

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