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Schweiz: Trotz Riesendefiziten genehmigt sich UBS 2009 4,6 Milliarden Euro Bonus

Die Zeitung "Sonntag" will aus gut unterrichteten Kreisen der Union Bank of Switzerland (UBS) erfahren haben, dass trotz riesiger Gesamtverluste von umgerechnet 43,5 Milliarden Euro Bonuszahlungen in Höhe von 4,6 Milliarden Euro an die etwa 80.000 Mitarbeiter im Frühjahr 2009 ausgeschüttet werden.

Trotz Verzichts der Geschäftsführer Marcel Rohner und VR-Präsident Peter Kurer auf Bonusauszahlungen in diesem Jahr haben nach Recherchen von "Sonntag" zwei führende Manager auf ihren Bonus in zweistelliger Millionenhöhe nicht verzichtet.

Seitens der Bank wurde keine größere Stellungnahme abgegeben. Die Sprecherin von UBS, Eveline Müller-Eichenberger: "Es werden Boni gezahlt. Die Summe der Boni wird aber mit Sicherheit kleiner sein als im Vorjahr". Für 2007 waren dies noch umgerechnet rund 7,9 Milliarden Euro.


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WebReporter: jsbach
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Schweiz, Milliarde, Riese, Bonus
Quelle: bazonline.ch

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.10.2008 19:34 Uhr von jsbach
 
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Bei 80.000 Mitarbeitern waren das runter gerechnet etwa 65.000 Euro je Beschäftigten im Jahr 2007. Dies noch zusätzlich zu den bestimmt nicht niedrigen Gehältern... Ein Affront für "normal" tätige Personen.
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19.10.2008 19:59 Uhr von Onkeld
 
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@bach: je nach zusammensetzung der defizite, bin ich deiner meinung.
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19.10.2008 20:01 Uhr von Onkeld
 
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oke ich las gerade: die quelle, wie toll daß der bund (der schweiz) die boni der mitarbeiter zahlen darf.
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19.10.2008 20:42 Uhr von Reginald_Prooster
 
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Habe heute im: Lauf des Tages schon ähnliche Meldungen aus den USA gehört. Dort haben alle Banken, die Geld bekommen haben, in gleicher Höhe Bonis an die Angestellten ausgezahlt, schon ungefähr 70 Millarden Dollar. So wie ich dies sehe, ist genau das eingetreten, was ich schon vermutet haben : Die Banker können sich ihre Gehaltsboni nicht mehr leisten, machen viel Lärm, das einem Angst und Bange wird, der Dumme Steuerzahler bezahlt, die Banken freuen sich. Heute auch ein Cartoon in der Welt am Sonntag dazu gesehen, es passt dazu. Sollte dies auch in Deutschland Schlagzeilen machen, dann können sich SPD und CDU warm anziehen, die Banker aber auch.
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19.10.2008 21:13 Uhr von mort76
 
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Die Begründung für die hohen Managergehälter war ja immer, daß die Herrschaften soviel Verantwortung zu tragen haben.
Das muß mir mal einer von denen erklären.
Wo liegt diese Verantwortung, wenn sie für nichts Konsequenzen die tragen müssen und in jedem Fall horrende Summen erhalten?
Egal wieviele Menschen sie entlassen, egal wieviel Geld sie verlieren- sie bekommen das Geld hinterhergeschmissen.
Und nun zahlt für die auch noch der Staat mit unserem Geld...
Bis an ihr Lebensende sollten die in der Fabrik schuften müssen, das wäre gerecht!
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19.10.2008 23:29 Uhr von s1gn
 
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"auf ihren Bonus in zweistelliger Millionenhöhe"
einen Bonus...ich pack mir an Kopp.
Von den Worten Manager, Bank, Bonus und solchen Millionenbeträgen kriegt man momentan einfach nur das Kotzen.
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20.10.2008 00:38 Uhr von germanxdevil
 
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da packt man sich wirklich an den kopp....!

und auch herr ackermann macht weiter wie bisher. *grr*
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20.10.2008 08:12 Uhr von maki
 
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Lustig dabei finde ich, dass: dieses ausgezahlte Geld irgendwie keinerlei Gegenwert (in real existierenden Dingen) hat.
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20.10.2008 12:58 Uhr von Shakotai
 
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Es wird dringend Zeit: das Managergehälter vertraglich oder besser noch rechtlich am Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens gekoppelt werden.
Wenn ich als normaler Angestellter oder Arbeiter (egal ob leitend oder nicht) Mist baue, bekomme ich die Konsequenzen direkt zu spüren, bis hin zum Jobverlust. Abfindung? Es gibt genügend Urteile in denen einer Abfindung selbst bei langer Betriebzugehörigkeit widersprochen wurde.
Eigentlich bin ich sogar der Meinung, man solle sich hier sich am Fußball ein Beispiel nehmen: ´Wie, das Team (Firma) gewinnt nicht mehr? Schnellstmöglich den Schleudersitz des Trainers (Managers) auslösen!
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20.10.2008 16:57 Uhr von walddichte
 
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Bonus: Es ist ganz einfach verwerflich.
Da muß ganz einfach der Staat eingreifen.
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20.10.2008 21:40 Uhr von chaoslogic
 
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Den letzten beißen die Kontoauszüge: Natürlich haben die einen Bonus verdient.
Wer den dummen Pöbel so an der Nase herumführen kann, der sollte das auch in Geldscheinen gedankt bekommen.

P.S.: Andere Frage, was ist denn bitteschön a`m Kaptitäismus im Kapitalismus verwerflich ?
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20.10.2008 23:09 Uhr von Shakotai
 
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Da scheint die deutsche Politik vorgesorgt: zu haben.
Kam gerade durch die Medien. Die deutsche Politik hat einige Bedingungen an das Milliardenpaket geknupft. Darunter fallen auch Höchstgrenzen des JahresEk von Managern und keinerlei Boni.
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20.10.2008 23:18 Uhr von Alchemistin
 
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@Shakotai: "Eigentlich bin ich sogar der Meinung, man solle sich hier sich am Fußball ein Beispiel nehmen: ´Wie, das Team (Firma) gewinnt nicht mehr? Schnellstmöglich den Schleudersitz des Trainers (Managers) auslösen!"

Das ist imho ein wenig kurz gedacht. Ich denke, auch ein Manager/Trainer/Vorgesetzter hat das Recht, Fehler wieder ausbügeln zu können - es gibt Situationen, die sich nicht ohne ein "Zwischentief" lösen lassen, und immer sofort zu entlassen ist nicht unbedingt die Lösung.

Allerdings sollten dann die Manager auch entsprechende Konsequenzen ziehen. Das heisst nicht, dass sie dann grosszügigerweise auf ihre Boni verzichten, sondern dass ihnen dann gar keine Boni zustehen, auf die sie verzichten könnten.
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20.10.2008 23:49 Uhr von Shakotai
 
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@Alchemistin: M. E. eher im Gegenteil. In den letzten 20 Jahren hat sich in Europa ein Verfahren eingebürgert, das ich mal als ManagerChuzpe bezeichnen möchte. Da werden Banken wie Unternehmen personell ausgehöhlt um sie optisch fit für den Aktienmarkt zu machen. (Wie sich das rächt, sehen wir derzeit.) Oder es werden Unternehmen abgewickelt, tausende Arbeitsplätze vernichtet. Die einzigen Gewinner, das Management und die Vorstände. Die Verlierer: die Arbeitnehmer und die Steuerzahler.
Ich habe die Vorgänge selber unter Ackermann erleben dürfen. Meiner Abteilung wurden sämtliche erfolgsabhängigen Zulagen wie auch Weihnachts und Urlaubsgeld gestrichen. Weiter wurde sie auf 65 % der Belegschaft ausgedünnt und das Aufgabenspektrum erhöht, obwohl es zuvor mit 100% schon nicht zu schaffen war.
Verstehe mich nicht falsch, ich gönne jedem qualifizierten Manager sein Einkommen wie auch die Boni. Wenn jedoch der kapitän sein Schiff in einen Seelenverkäufer verwandelt und damit Schiffbruch erleidet, soll er auch die Konsequenzen tragen und nicht, wie derzeit praktiziert, auch noch Lob in Form von Boni und guten Gehältern erhalten.
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21.10.2008 00:13 Uhr von Alchemistin
 
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@Shakotai: Ich stimme da zu 100% mit Dir überein.
Ich möchte bloss einschränken, dass es durchaus Situationen gibt, in denen ein Manager tatsächlich etwas Gutes bringt, auch wenn es am Anfang nicht danach aussieht - und da sollte man nicht voreilig Schleudersitze betätigen.
Im Einzelfall zu bestimmen, ob der Manager etwas taugt oder nur ein Höfling des Aktienmarktes ist, dürfte allerdings ein Ding der Unmöglichkeit sein.

(Allerdings rennt man bei mir mit diesem Thema offene Türen ein. Ich finde das heutige Aktienwesen zum K*** und denke, das gute alte System des "Patron", der sich für seine Firma und seine Mitarbeiter verantwortlich fühlte, statt für seine Aktionäre, hatte schon was für sich...)
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21.10.2008 07:16 Uhr von Shakotai
 
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@Alchemistin: Ein Politiker (Bismarck war´s, glaube ich) hat mal das Wort vom Unterschied zwischen Politiker und Staatsmann geprägt. Demnach ist ein Politiker jemand, der an seine nächste Wahl denkt, ein Staatsmann jemand, der an die nächste Generation denkt. Das lässt sich wohl durchaus mit nur geringen Änderungen auf die aktuelle Generation von Managern übertragen.
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24.10.2008 09:16 Uhr von snigge
 
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das sind eben die unterschiede: zwischen managern und unternehmern. der unternehmer unternimmt was, ist meistens auch der vollhaftende eigner seiner firma und muss, z. b. bei betrügerischem bankrott oder steuerhinterziehung, gesiebte luft atmen.
der klein- und mittelständische unternehmer kennt seine mitarbeiter und seinen betrieb aus dem ff, weiß, wo die leute der schuh drückt und scheut nicht das gespräch mit ihnen.
der manager schielt wahrscheinlich mit einem auge auf die börse und mit dem anderen auf seine börse, und wenn er einen bock schießt, braucht er sich keine sorgen zu machen.
was jetzt mit den banken passiert ist, nennt man wohl auch casino-kapitalismus.
wo ist eigentlich die gute alte soziale marktwirtschaft geblieben.
btw: der staat bürgt gerade mit 500 milliarden euro. hat mal einer darüber nachgedacht, wie das geht? der leiht sich doch jetzt das geld von den banken, die auch keines mehr haben, macht sie mit den gezahlten zinsen wieder flüssig und bürgt mit dem bzw. verleiht ds nicht vorhandene geld wieder an banken, die auch keines haben (kopfschüttel!).
soweit mir bekannt, gibt es so gut wie keine mathematiker im bundestag oder den landtagen. das merkt man jetzt.
gott sei dank gibt es aber noch eine funktionierende geldquelle: den kleinen mann von der straße und den kleinen oder mittelständischen unternehmer. die können ihr geld nicht in irgendein steuerparadies schaffen.
wer also zahlt unter dem strich? wir alle! wetten, dass intern schon über eine erhöhung der mehrwertsteuer nachgedacht wird? vielleicht in form eines solidaritätszuschlages in höhe von 10 prozent der mehrwertsteuer für das notleidende bankenwesen . . .
ich bin jedenfalls froh, meine paar kröten nicht in irgendeinen spekulationstopf geworfen zu haben. meine moneten sind bei einer kleinen genossenschaftsbank untergebracht, die sich nicht an diesem müll beteiligt hat.
greetz

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