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A. Schwartz zur Finanzkrise: Bernanke kämpft seinen letzten Krieg

"Alles läuft besser, wenn falsche Entscheidungen bestraft werden und gute einen reich machen" sagt Anna Schwartz, seit 1941 Wirtschaftsfachfrau beim US National Bureau of Economic Research und mit Milton Friedman Co-Autorin von "A Monetary History of the United States" (1963).

Die Kreditverweigerung im Interbanken-Geldhandel entstehe dadurch, dass die Banken giftige Derivate in den Büchern haben, die niemand mehr kaufen will. Würden diese Papiere zu realen Marktpreisen verkauft, wären etliche Banken bankrott. Dadurch würden die Bilanzen dieser Banken unglaubwürdig.

Die Lösung für die Kreditkrise besteht nach Anna Schwartz darin, die Banken bankrott gehen zu lassen, die sich verspekuliert haben, statt ein System als ganzes retten zu wollen, aus Furcht vor einem Dominoeffekt. Der Markt würde eine solche Vorgehensweise verstehen und honorieren.


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WebReporter: Grauhut
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Krieg, Finanz, Finanzkrise
Quelle: online.wsj.com

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.10.2008 15:22 Uhr von Grauhut
 
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Manchmal muss man wohl sterben lassen, was tot ist. Gutes Geld schlechtem hinterher zuwerfen war selten eine gute Strategie.
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19.10.2008 16:34 Uhr von TrangleC
 
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ja, ja "Der Markt würde eine solche Vorgehensweise verstehen und honorieren."
Das hört sich doch genau nach dieser quasireligiösen "Der Markt regelt alles"-Philosophie an die erst zur aktuellen krise geführt hat und deren endgültige Widerlegung gekommen zu sein scheint.
Was solche alten Advokaten des kranken Systems der letzten Jahrzehte zu der Sache zu sagen haben, find ich wenig beeindruckend.
Das gilt auch für Leute wie Professor Sinn.

Jahrzehntelang predigen dass alles seine Richtigkeit hat und es keine Alternative gibt und jetzt wo ihnen ihr Mambo-Jambo-System um die Ohren fliegt weiterhin das Maul aufreissen und sich als Spezialist aufspielen und Tips dazu geben wie man das System retten und wie bisher weitermachen kann.
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19.10.2008 16:52 Uhr von Artim
 
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natürliches regelt sich selbst: In dem Punkt der Selbstregelung bin ich mit der Dame auch nicht einer Meinung. Sicherliche regeln sich natürliche Sachen selbst, jedoch ist ein Grossteil des Systems künstlich und wird auch ebenso künstlich am Leben erhalten.

In dem Punkt die schwarzen Schafe einfach pleite gehen zu lassen finde ich dagegen schon besser. Wie der Autor schon kommentiere, gutes Geld schlechtem hinterher zuwerfen rettet auch nichts. Der grosse Nachteil allerdings käme dann auch die ganzen kleinen Sparer die den Pleitegeiern ihr Geld anvertraut haben und die mit den grossen Gehältern müssen bei einer Pleite auch nich mithaften. Also leidet mal wieder der kleine Mann, aber fürs System wärs vielleicht besser.
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19.10.2008 16:57 Uhr von Grauhut
 
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@ TrangleC: Was willst Du machen? Die Banker wissen was sie selbst an Schrott in den Büchern haben und misstrauen daher den anderen Banken, bei denen sie das gleiche vermuten.

Die Bilanzen müssen aufgeräumt werden, sonst wird das nichts mit dem Vertrauen und dem Geldhandel. Dafür müssen schnell die richtigen Bilanzierungsregeln her.

Nur Geld reinpumpen ändert nichts am Grundproblem.
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19.10.2008 17:08 Uhr von TrangleC
 
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@ Grauhut: Ich meinte auch garnicht dass man den Banken mehr Geld hinterherwerfen sollte, keineswegs. Mir ging es nur darum dass eben nicht der Markt die allwissende, unfehlbare Super-Entität ist für den ihn Leute wie Frau Schwartz und andere halten.
Dass jemand in dem Alter nicht mehr seinen religiösen Glauben (und genau das ist es wenn es um "den Markt" und die Überzeugungen all dieser Anti-Kensianer geht) ändert, ist klar und das werf ich auch niemandem vor, nur sollte man diesen Leuten nicht mehr die Meinungshoheit über diese Sachen überlassen wie bisher.
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19.10.2008 17:24 Uhr von Grauhut
 
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@ TrangleC: Ich glaube Du siehst da was falsch. Die Frau ist eine Dissidentin zur derzeit vorherrschenden Meinung man müsse unbedingt jede tote Bank retten. Damit werden ja gerade die Versager, die die Krise verursacht haben belohnt.

Alle Banken retten zu wollen könnte so ca. 50 Billionen EUR kosten schätz ich mal. Echte Billionen, keine amerikanischen.. ;-)
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19.10.2008 17:46 Uhr von TrangleC
 
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@ Grauhut: Ich glaube eben nicht daran dass die Misere nur die Schuld von einigen "Versagern" war. Das ist nur eine Interpretation derer die das System für richtig und unfehlbar halten und Sündenböcke brauchen auf die sie die Schuld abschieben können.
Das Problem liegt im System selber.
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19.10.2008 20:14 Uhr von maki
 
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Mittwoch in den Morgennachrichten: werden wir von seinem Rücktritt hören - nachdem (erstmal) das Finanzsystem der USA gecrasht ist.

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