19.10.08 09:44 Uhr
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Atomkraftwerke Neckarwestheim I und Biblis A bleiben bis 2010 am Netz

Laut "Welt am Sonntag" bleiben die beiden Atomkraftwerke am Netz und werden nicht wie ursprünglich geplant 2009 abgeschaltet.

Laut EnBW und RWE sind Revisionen nötig, durch die sich die Laufzeiten der Reaktoren bis Anfang 2010 verlängern. Beide Betreiber nehmen dafür die Meiler für über ein halbes Jahr vom Netz.

Die Grünen bezeichnen dies als "miese Tricks", mit denen die Betreiber auf Zeit spielen, um die Kraftwerke über die nächste Wahl zu retten.


WebReporter: KillA SharK
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Netz, 2010, Atomkraftwerk, Atomkraft
Quelle: www.swr.de

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18.10.2008 23:05 Uhr von KillA SharK
 
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Es ist schon empörend, was da veranstaltet wird. Gleichzeitig wird immer wieder die Legende vom billigen und sicheren Atomstrom erzählt, die Liste der Unfälle in kerntechnischen Anlagen (z.B.. bei Wikipedia) spricht da aber eine ganz andere Sprache. Atomkraft wird mit Millionen jährlich subventioniert, die Aufbereitung von Uran ist immens teuer, ebenso der Abtransport und die Endlagerung der Brennstäbe. Selbst die oft gescholtenen Kohlekraftwerke haben eine höhere Energieausbeute.
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19.10.2008 10:54 Uhr von Putt
 
+6 | -5
 
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@mikimike: Ganz Genau, jedes weitere Jahr indem die alten Meiler laufen, bringt den Stromkonzernen Milliardengewinne, von denen wir Verbraucher aber sicher nichts hätten. Wenn Kernkraft so eine tolle Technik ist, warum liegen dann in Deutschland keine Anträge für den Neubau von Kernkraftwerken vor? Weil diese Technik zu teuer ist.
Politiker sind (sollten) nicht für die Gewinne des Energiekartells zuständig sein. Der Beschluss zum Ausstieg aus der Kernenergie hatte gute Gründe. Die Vorfälle in deutschen Kernkraftwerken in den letzten Jahren bestätigen die Richtigkeit des Ausstiegs. Kernenergie ist eine Risikotechnik und Uranvorkommen sind genauso knapp wie Rohöl. Kernenergie ist keine Zukunftstechnik. Alternativen gibt es, nur verdient das Kartell daran nicht so viel wie an den abgeschriebenen alten Atommeilern.
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19.10.2008 11:45 Uhr von inabauer
 
+10 | -4
 
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alle schreien: nach CO2 vermeidung. hier hat man mal eine sinnvolle, will die aber auch nicht.
die AKWs in ger sind gehören zu den besten weltweit.
irgendwoher muss der strom doch kommen.
gut wir könnten auch drauf verzichten und dann unseren strom aus frankreich importieren, ach der strom in frankreich kommt ja fast nur aus AKWs. mmh was machen wir blos? lol
am besten wir kehren zurück in die steinzeit.
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19.10.2008 12:55 Uhr von TrangleC
 
+4 | -0
 
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seltsam: Ich wohne in einem Nachbarort von Neckarwestheim, nur ca. 3 Kilometer Luftlinie vom AKW entfernt und ich hatte noch nicht mal gehört dass das Ding 2009 abgeschaltet werden sollte. Die sind gerade eben - und das schon seit 1-2 Monaten - dabei die Betton-Kuppeln neu zu streichen. Das hätten sie vermutlich nicht gemacht wenn sie damit gerechnet hätten dass es in ein paar Monaten dicht gemacht wird. Selbst wenn sie damit rechnen würden dass "erst" 2010 schluss ist, würde mich das wundern, weil das soweit ich weiß, das erste mal seit mindestens 10 Jahren ist dass sie das machen.
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19.10.2008 14:31 Uhr von KillA SharK
 
+6 | -1
 
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die reellen Kosten der Atomenergie: werden gern unter den Teppich gekehrt.

Fakt ist: Atomstrom ist hochsubventioniert und unsicher.
Die Frage, wie man Brennstäbe entsorgt, ist nach wie vor ungeklärt.

Wenn man diese Kosten auch nur annähernd rechnet,
kommt ein Preis heraus, der bei Weitem nicht mit dem von erneuerbarer Energien konkurrieren kann.

Entgegen aller anderslautenden Behauptungen sind erneuerbare Energien in Deutschland sind bereits konkurrenzfähig. Es gibt 5 Arten der regenerativen Stromerzeugung: Wasserkraft, Biomasse, geothermische Kraftwerke, Solar (PV/thermisch) und Wind.
Davon sind die ersten 3 schon mal von sich aus grundlastfähig, für die anderen beiden gibt es Energie-Speichermöglichkeiten: entweder thermisch (Flüssigsalztanks bei Solarthermie), Druckluft (CAES) und elektrisch (NaS-, Redox-Flow-Akkus, SMES).

Beispiel: Mit ein paar Quadratkilometern Solarfeldern in der Sahara könnte man den Energiebedarf von Europa decken.

Dazu kommt die Abhängigkeit von Uranimporten, das ist gravierender als beim Öl.

Die Gewinne und die Strompreise steigen immer weiter,
also wo nutzen die Gewinne den Verbrauchern etwas?
Ganz im Gegenteil: Erhöhungen werden mit gestiegenen Preisen gerechtfertigt und dann wird selbst zusätzlich abkassiert. Ergo: eine Energieaufsichtsbehöre ist längst überfällig. Die gibt es nicht ohne Grund z.B. in England schon seit geraumer Zeit.

Es wird mit allen Mitteln versucht, das aktuelle Kraftwerksystem zu retten, von dem einige Konzerne profitieren.
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19.10.2008 14:56 Uhr von KillA SharK
 
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wer sich da umfassend infromieren will: der kann sich hier ein PDF "Fakten zur Atomenergie" durchlesen:

http://tinyurl.com/...
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19.10.2008 15:55 Uhr von Slippy01
 
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@KillA SharK: >>"Fakt ist: Atomstrom ist hochsubventioniert"
Falsch: http://www.energie-fakten.de/...
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19.10.2008 16:45 Uhr von KillA SharK
 
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@ slippy - die Legende vom billigen Atomstrom? Das ist leider völliger Schwachsinn.

"Die Atomindustrie genießt seit Jahrzehnten Subventionen und Privilegien wie kein anderer Industriezweig, Kernenergie ist ohne Subvention in Deutschland gar nicht vorstellbar. Subventionen haben die Atomenergie von der Stunde Null an begleitet. Im Prinzip hat man politisch das gewollt. Eine Verlängerung der Subventionen ist unnötig.. Das hat sich nicht gerechnet, das wird sich auch nicht rechnen und war - im Nachhinein betrachtet - ein Fehler."

Energiewissenschaftler Olav Hohmeyer vom Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU)

hier eine "kleine" Auswahl der staatlichen Mittel für Bau und Betrieb von Atomanlagen in Deutschland:

Für den Bau von Forschungsreaktoren: über. 20 Milliarden Euro.

Öffentlicher Finanzierungsanteil an gescheiterten Projekten („Schneller Brüter“ Kalkar, WAA Wackersdorf, THTR Hamm-Uentrop, AKW Mülheim-Kärlich) ca. 9. Milliarden Euro.

Castor-Transporte: 3 Milliarden Euro.

Für „sicherheitstechnische Optimierungen“ am AKW Biblis A fielen zwischen 1999 und 2005 rund 540 Millionen Euro an, finanziert mit staatliche Unterstützung.

Für die Entsorgung ausgebrannter Kernbrennstäbe und ausgedienter Atomkraftwerke stehen steuermindernde Rückstellungen von 35 Milliarden Euro bereit.

Noch Fragen?

die Atomstrom-Lüge: Verschwiegene Kosten, getäuschte Verbraucher
http://tinyurl.com/...
http://www.youtube.com/...
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19.10.2008 23:41 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Aufgehoben: ist nicht aufgeschoben oder muss es in diesem Falle "umgekehrt" heißen?

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