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Chávez will Sechs-Stunden-Tag für Venezuela einführen

Der Präsident von Venezuela steht wieder in den Schlagzeilen der Welt. Diesmal mit einer etwas seltsamen Idee, den sechs Stunden-Tag einzuführen.

Nachdem Chávez im Dezember 2007 eine eigene Zeitzone für sein Land eingerichtet hat - er ließ die Uhren eine halbe Stunde zurückdrehen -, möchte er nun die Arbeitszeiteinteilung reformieren. Die neue Tagesarbeitszeit soll demnach zwei Stunden weniger betragen.

Arbeitsminister Roberto Hernández bestätigte die Absichten des Präsidenten und stellt in Aussicht, dass der neue Gesetzentwurf noch in diesem Jahr verabschiedet wird.


WebReporter: corazon
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Tag, Stunde, Venezuela, Hugo Chávez
Quelle: www.express.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.10.2008 19:13 Uhr von corazon
 
+0 | -0
 
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Ich kann immer nur den Kopf schütteln, was dieser Mann da vollbringt.

Mal sehen, wie die Wirtschaft darauf reagiert.
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16.10.2008 20:09 Uhr von maki
 
+10 | -8
 
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Super :-): Wenn vorher 6.000.000 Leute im 8-Stundentag 48.000.000 Arbeitsstunden leisteten, können beim 6-Stundentag zwei Millionen Arbeitslose zusätzlich beschäftigt werden.
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16.10.2008 20:20 Uhr von maki
 
+11 | -6
 
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In einer menschlich orientierten Gesellschaft: wird eben zuerst auf den Menschen geschaut und erst später aufs Geld.

Im Westen gibts ja kaum noch Menschen, da sind wir nur noch "Verbraucher" und "Human Ressources".
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16.10.2008 20:35 Uhr von uhrknall
 
+4 | -0
 
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Die Finanzierung keine Ahnung, wie die das anstellen wollen.

Vorstellen könnte ich mir eine gerechtere Verteilung. Wenn Dinge wie die Öl-Industrie verstaatlicht werden, hat man auch mehr Finanzen, die sonst evtl. an Manager oder ins Ausland fliessen würden. So hat man erstmal für mehr Geld gesorgt.

Andererseits ist ein Arbeitsloser weniger auch wieder mehr Geld - ein Steuerzahler mehr. So könnte man auch Steuern senken, und wenn ein Arbeiter nur noch 80 Prozent Lohn für 80 Prozent Arbeit bekommt, ist dieser Verlust wieder abgemildert.

Alles nur Theorien, vielleicht sind die da drüben auch nicht so pleite wie unsere Regierung - wenn man mal die berühmten schwarzen Konten ausser Acht lässt :o)
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16.10.2008 20:53 Uhr von Superhecht
 
+3 | -3
 
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maki: hätten wir damals Öl gehabt ...
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16.10.2008 21:02 Uhr von Bleifuss88
 
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@maki: Durch machst es dir zu einfach mit "Menschlich". Man muss differenzieren, und dort liegt auch das Problem, dass der Kommunismus beim Menschen nicht funktionieren kann:

1. die menschliche Natur
Der Mensch ist von Natur aus egoistisch. Jeder will Geld und Macht, jeder ist sich selbst der nächste. Der Mensch ohne Verstand tut für Macht und Reichtum alles, er geht über Leichen. Dieser egoismus muss sein, sonst wäre Homo sapiens in der steinzeit ausgedtorben.

2. der menschliche Verstand
Hier haben wir das, was den Mensch von allen anderen Lebewesen abhebt. er kann seinen Verstand einsetzen. Im Verstand spielen sich Prozesse wie z.B. das Verstehen von Gerechtigkeit ab. Der Sozialismus ist ein Produkt des menschlichen Verstandes. Ebenso ermöglicht er uns die komplette Zivilisation.

Das Problem ist, dass Verstand und Natur häufig gegeneinander arbeiten. Der Sozialismus ist so ein kritischer Fall. Er ist gut gemeint und will den Menschen die Gerechtigkeit, nach denen sich ihr Verstand sehnt. Das Problem ist nur, dass die menschliche Natur dem widerspricht. Jeder Mensch hat seine Natur durch seinen Verstand meist im Griff. Nun ist dies aber verschieden ausgeprägt. Und so gibt es auf dieser Welt überall diese Machtmenschen. Wie gesagt, ohne diesen Trieb hätten wir die steinzeit nicht überlebt. Aber so führt letztlich jeder Versuch einer gerechten Gesellschaft entweder zu einer Aufweichung der sozialistischen Gesellschaft (z.B. Vietnam) oder - was häufiger der Fall ist - endet in einer Diktatur (sdie Liste dieser staaten ist zweifellos länger).

Nun sagt der menschliche Verstand: "Dann ist der Sozialismus eben nicht richtig durchgeführt worden". Es kann nicht sein, dass es schief gegangen ist, schließlich ist die Gerechtigkeit doch das beste was allen passieren kann. Und so wiederholt sich die Geschichte gerne. Ich denke nicht, dass Chavez diesen Kurs lange durchhalten kann ohne bankrott zu gehen.

Also wie definierst du "menschlich"? Und was ist "Gerechtigkeit"? Auch das hängt vom Betrachter ab. So studiere ich doch z.B. nicht, um die Welt zu verbessern, sondern um es später mal in die oberen 10.000 zu schaffen. Und da werde ich es wohl kaum gerecht finden, wenn plötzlich ein Dachdecker in einer "gerechten" Gesellschaft so viel verdient wie ein Akademiker. Auf der anderen Seite würde das der fließbandarbeiter wiederum gerecht finden, schließlich ist seine Arbeit doch körperlich viel anstrengender. "Gerecht" ist hier letztlich immer die Definition, die einem selbst am meisten nützt.
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16.10.2008 22:34 Uhr von anderschd
 
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Wenn das mit: der Zeit stimmt, dann wird wohl die ganze Tragweite dieses Vorschlags klar.
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17.10.2008 00:12 Uhr von KingPR
 
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Schwachsinn: Gleiche Produktivität, aber man muss zusätzliche Ausgaben tätigen um weitere Menschen für die Arbeit zu qualifizieren (Beispielsweise muss man die Unis vergrößern um dann noch genug Ärzte zu haben)
Man sollte den Leuten lieber eine neue Arbeit zuordnen, sodass die maximale Produktivität erreicht wird - und wenn die Leute als Polizisten, Soldaten oder von mir aus Eichelsammler eingesetzt werden müssen, dass ist allemal produktiver als mehr Leute die gleiche Arbeit machen zu lassen und steigert somit den individuellen und gesellschaftlichen Wohlstand.
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17.10.2008 08:20 Uhr von artefaktum
 
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@Corazon: "Rechnerisch kein Problem aber wie wird das finanziert?"

Ganz einfach. Venezuela hat Öl ohne Ende.

"Wenn das so einfach wäre, die Arbeitslosenzahlen zu verringern, würden es andere Staaten schon längst gemacht haben."

Nö. Viele starke Interessengruppen haben ja gar kein Interesse an einer niedrigen Arbeitslosenquote.
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17.10.2008 11:28 Uhr von ZTUC
 
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6-Stunde-Tag für Chavez: Chavez sollte sich selbst einen 6-Stunden-Tag verordnen, dann kommt er vielleicht auf weniger blödsinnigere Ideen.
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17.10.2008 14:15 Uhr von Dr.G0nz0
 
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arbeitszeit: tja also der vorschlag passt ja zu chavez art mit populistischen grosstaten für aufsehen zu sorgen.

leider bin ich nicht fit genug in wirtschaftsfragen um zu wissen ob das ganze ausgemachter humbug oder nur umstritten ist. wie ich sehe hatte bisher hier auch keiner wirklich ahnung davon. wäre schön wenn jemand mit plan mal was dazu sagen würde.

antworten möchte ich aber all denen die meinen, weil venezuela öl hat, könnte es sich locker sowas leisten(gesetzt den fall das würde die wirtschaft wirklich schwächen):
auch wenn man es sich im moment (jaja @artefaktum .. venezuela hat öl, aber sicher nicht ohne ende) leisten kann, ist es keine gute idee ein ineffizientes system aufzubauen, dass abhängig von nur einem einzigen faktor ist.
sobald das öl ausgeht .. und das wird es früher oder später .. steht man dann nämlich vor einem problem.
oder lass mal die rohstoffmärkte kollabieren ...

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