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Italien: Vatikanbank verleiht keine Gelder und ist deshalb jederzeit liquide

Die amtliche Bezeichnung für die Vatikanbank heißt "Institut für die religiösen Werke" (IOR) und ist eine Art Kontozentrale für die römisch-katholische Weltkirche. Ihr Leiter, Angelo Caloia, gab am vergangenen Montag zur gegenwärtigen Finanzkrise der Zeitung "Famiglia Christiana" ein Interview.

Wörtlich sagte er: "Unsere Anlagen sind stabil und wir haben keinen Mangel an Liquidität". Das kirchliche Finanzinstitut reiche weder Darlehen aus oder beteilige sich an hochspekulativen Finanzgeschäften und könne daher auch keine Verluste einfahren, wie sie z. B. bei Optionen entstehen können.

Papst Leo XIII. hatte vor rund 120 Jahren als Antwort auf die Kirchenzerschlagung die Bankgründung veranlasst, bevor es Papst Pius XII. gegen Ende des Zweiten Weltkriegs als richtige eigenständige Bank formte. Jetzt handelt der jeweilige Papst auf eigene Rechnung und mit eigenem Kirchenvermögen.


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WebReporter: jsbach
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Geld, Italien, Vatikan
Quelle: www.oecumene.radiovaticana.org

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.10.2008 18:23 Uhr von jsbach
 
+0 | -0
 
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Ich habe bereits vor Tagen von der gegenwärtigen globalen Finanzkrise und die Auswirkungen auf den Vatikan berichtet. Nach dieser Geschäftspraktik, kann man bei diesen Konstellationen abgesichert in die Zukunft blicken. Das sie auch von Skandalen geschüttelt wurde, kann man durch einen Klick auf das Bild nachlesen.
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16.10.2008 18:47 Uhr von subsessor
 
+8 | -5
 
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abzocke halt: Haha... na das is ja auch kein wunder, da für die erstens nicht unser finanzsystem gelten und zum anderen seit ewigkeiten geld und gold aus den taschen der anhänger ziehen... die sind seit mittelalter nich besser als scientology.. -.-
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16.10.2008 18:54 Uhr von anderschd
 
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Sollte die Kohle: knapp werden, könnten wir ja wieder Ablassen ; )
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16.10.2008 20:32 Uhr von dr.b
 
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@subsessor: Ist doch in Ordnung. So wie jeder andere Verein, Diensleister etc auch. Sie bieten den "Kunden" Unterhaltung, Mehrwert, Seelenheil whatever....letztlich bekommt der Kunde etwas und sei es nur der "Glaube" etwas dafür zu bekommen....letztlich zählt wenn man sich besser fühlt (im Zweifel ist das Geld da besser investiert als bei ner AOK *G*)
Und die Banken, die das Geld der Kunden in hochspekulativen Geschäften verpulvern und dann den Staat zu Hilfe rufen....das sind Abzocker.
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16.10.2008 20:39 Uhr von TheJudger
 
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Religion + Geld = Verbrecher: Ja, Religion gepaart mit Gier ergibt dann sowas wie die Vatikanbank.

Nach außen hin ganz fromm und bescheiden und hinter den dicken Mauern ein schönes angehäuftes Geldvermögen und daneben noch einige Tonnen Gold gehortet!

Vielleicht sollten Scheiterhaufen speziell für den Vatikan wieder eingeführt werden und alle Kuttenträger samt deren Folgeanhängsel in einer Reihe davor aufgestellt werden!
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16.10.2008 20:51 Uhr von Afkpu
 
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Jaja ... lasst uns mal überlegen woher die kirche das ganze geld hat.. achso .. die durften ja auch einen großteil ihrer wertpapiere/gegenstände nach der säkularisierung behalten.. na denn erklärt sich einiges...


glaube ist gut , denken ist besser

/ironie bzw wenn man schon an gott glaubt.... warum sollte er zu (angeblich) enthaltsamen alten männern in rom sprechen?^^
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17.10.2008 08:11 Uhr von mort76
 
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Afkpu + Corazon, wann hast du denn mal gehört, daß die "alten Männer" das selber behaupten? Mir wäre das neu. Nichtmal der Papst behauptet das. Soweit ich weiß, sagt sowas nur George Bush.

By the way: die "Atheisten"-Fraktion gibt zehnmal mehr für Esoterik aus wie die Gegenseite für Kirchensteuer, und diese Zahl habe ich mir nicht ausgedacht.

Corazon: daß Katholiken kein Geld gegen Zinsen verleihen dürfen sollte bekannt sein. Das ist ja auch mit einer der wahren Gründe für den Haß auf die Juden, die das eben durften.

Wenn man bedenkt wie viele Katholiken es weltweit gibt und wie lange es die Amtskirche schon gibt, ist das Vermögen der Kirche auch nicht mehr so beeindruckend- es ist ja nicht so, daß das Geld da liegen bleibt, davon wird sehr viel gutes finanziert, das fällt aber nicht so sehr auf, weil es sich halt weltweit verteilt.
Und man kann der Kirche doch nun nicht vorwerfen, den selben Fehler wie die übrigen Banken eben NICHT zu machen- sollen die jetzt ihr Geld verleihen und riskant spekulieren? Oder das ganze Geld sofort ausgeben (auch wenn es sinnvolle Dinge wären) um dann so liquide zu sein wie der Rest der Banken, nämlich garnicht?
Das hat schon alles seinen Sinn- die laufenden Kosten der Kirche sind gigantisch, wenn man an Gehälter, Bausubstanz, Entwicklungshilfe, karitative Orgnisationen usw. denkt.
Das ist nunmal kein Dackelzüchterverein, sondern eine Weltkirche. Über die kann man denken was man will, aber besser wäre es ohne die garantiert nicht.
Die Zeit der Kreuzzüge ist lange vorbei. Die Kirche hat sich ganz klar gegen Bushs Kriege ausgesprochen, beispielsweise.
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17.10.2008 09:00 Uhr von phoqueman
 
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@mort76: danke,
volle zustimmung

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