16.10.08 16:49 Uhr
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ADHS: Statt Medikamenten tut es auch ein Waldspaziergang

Wissenschaftler der Universität von Illinois haben in einem Versuch herausgefunden, dass die Natur die Konzentrationsfähigkeit deutlich erhöhen kann. Solche Spaziergänge können zum Beispiel im Wald oder in einem Park stattfinden.

Es stellte sich heraus, dass nicht der reine Spaziergang, sondern die Umgebung, in der der Spaziergang stattfindet, diesen Effekt auslöst. Je mehr Natur auf den Spaziergängen, desto höher war auch die Verbesserung der Konzentration.

Der positive Effekt der Spaziergänge war sogar so gut, dass die Probanden auf Medikamente wie Ritalin verzichten konnten. Laut den Forschern sollten Eltern von ADHS-Kindern es einfach mal ausprobieren.


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WebReporter: RecDC
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Medikament
Quelle: www.focus.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.10.2008 17:08 Uhr von hanspoelse
 
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Mal wieder typisch gutgemeinte Ratschläge von Forschern die sehr wahrscheinlich nicht Eltern von ADHS Kindern sind.

Mein Sohn hat ADHS und wir wohnen mittlerweile (wenn auch aus anderen Gründen) in Norwegen in einem kleinen Bergdorf. Mehr Natur als hier kann man sich nicht gönnen und ich würde Gott danken, wenn die Natur alleine helfen würde, dass ich meinem Sohn keine Tabletten mehr geben muss.

Es stimmt das die Hyperaktivitat bei "ausreichendem" Auslauf erträglicher wird, die biochemischen Defizite die die Konzentrationsschwäche auslösen werden dadurch aber nicht gebessert.

Und ADS bzw. ADHS´ler bekommen ja hauptsächlich aufgrund der Konzentrationsschwäche Medikamente verschrieben.

Aber Glaube kann ja Berge versetzen, so wollen wir hoffen, dass einigen trotzdem geholfen werden kann.
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16.10.2008 17:25 Uhr von -.-
 
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In der Natur fidet man vieles, was dem Menschen hilft. Viele Pflanzen haben die gleiche "Wirkung" wie die Medikamente dies nebenan gibt. aber wir werden uns anstatt uns zu informieren lieber gezüchtete Mittel einflösen, die unsere Körpereigenen Abwehrkräfte reduzieren. I
n dem Fall von hanspoelse versteh ichs ja noch. aber sich wega jedem Husten gleich "tonnen" von Tabletten und ähnlichem zu holn wird dem Körper auf Dauer nicht gut tun.
so genug gelästert
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16.10.2008 17:39 Uhr von Ingefisch
 
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ich schließe mich dem ersten Kommentar an: Wenns so einfach wäre, wäre es ja toll. Aber diese Wissenschaftler wollten nur eine Schlagzeile.

Das Schlimme. Durch solchen Käse werden Eltern verunsichert, und die Hilfe fürs Kind unterbleibt.
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16.10.2008 18:12 Uhr von Renek85
 
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ADHS = Modekrankheit? Ich möchte nichts beschönigen.
Eltern von Kindern mit ADHS haben es durchaus schwierig!

Aber wieso sollte man Kinder mit Drogen vollpumpen, für eine Krankheit die es erst seit ein paar Jahrzehnten gibt?

Die Krankheit wurde doch nur erfunden um Kinder dienicht sozialadäquat sind, ruhigzustellen.

ADHS ist keine KRankheit wie AIDS oder Hepathitis.

Die Eltern wollen sich nur ausder Verantwortung stehlen, das sie nicht in der LAge sind mit ihren Kindern umzugehen!

Oder kam die KRankheit von heute auf morgen?
Wurden die Kinder mit ADHS vor 100 Jahren verbannt oder wie kamen die Eltern damit klar?

ADHS ist genauso eine Mode Erscheinung wie Vagina-Schönheits-Operationen
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16.10.2008 18:59 Uhr von weissepferde
 
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@ReneK85: Diaabes wurde auch erst vor einigen Jahrzehnten behandelbar. Aber deshalb wirst Du diese Krnakheit doch nciht als Modeerscheinung bezeichnen? Wer nichts mit ADHS zu tun, sollte ich hier tunlichst eines Kommentars enthalten. Ich habe ein jetzt endlich medikamentiertes hochbegabtes ADHS-Kind. Eine Bekannte hatte die gleiche Meinung wie Du. Ich habe ihr dann das nicht medikamentierte Kind gerne für einen Vormittag überlassen. Nach nicht mal 2 Stunden kam der Anruf: Das ist ja nicht auszuhalten....
Übringens habe ich noch zwei grosse Kinder ohne ADHS, die beide Abitur haben und studieren, soviel zum Thema "in der Lage sein mit Kindern umzugehen".
Ausserdem liegst Du falsch ADHS ist als chronische Krankheit anerkannt.
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16.10.2008 19:57 Uhr von kleiner erdbär
 
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@ Renek85: adhs wurde weder erfunden noch ist es eine neue modekrankheit!
hast du zufällig mal den struwwelpeter gelesen? das buch ist über 150 jahre alt (1844) & die geschichte vom zappel-philipp beschreibt genau das adhs-syndrom, dass wir eltern von solchen kids täglich erleben:
http://de.wikipedia.org/...

früher hatte man dafür nur noch keinen namen & die kinder wurden als böse, ungezogene gören beschimpft, die einfach nicht artig sein WOLLEN!

du hast keine ahnung, wie dankbar ich bin, dass mein sohn medikamente bekommen darf & nicht das erleben muss, was ich als "ungezogenes, faules, böses" kind durchmachen musste!!!

also, halts bitte mit dieter nuhr: wenn man keine ahnung hat, einfach mal die fresse halten!

(btw: mein sohn ist ein absolutes draussen-kind und das hat ganz sicher auch positive auswirkungen auf ihn, aber soll ich ihn deshalb etwa täglich vor der schule ne halbe stunde durch den wald schleifen oder seinem lehrer sagen, er soll ihn mal kurz in nen park fahren, wenn die konzentration nachlässt...?! ^^ )
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16.10.2008 20:37 Uhr von seehoppel
 
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na klar Ich glaubs nicht. Ich hab ADHS und ein Spaziergang hilft wirklich, aber wegen der Bewegung. Und auch wenn ich viel in der Natur bin, kann die eben Medikamente nicht ersetzen.
ADHS wird (bei denen die es wirklich haben) durch eine neuronale "Anomalie" verursacht. Und ich wüsste nicht wie das gehen soll, dass ein Spaziergang im Wald meinen neuronalen Stoffwechsel verändert...
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16.10.2008 20:42 Uhr von seehoppel
 
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@Renek85: Hast du mal mit Betroffenen gesprochen?
Hast du eine Ahnung wie es den Betroffenen und deren Familien geht?
Nein? Eigenartig...

Ok, hast du eine medizinische Ausbildung und weißt, wie sich diese "Drogen" auf die neuronalen Prozesse auswirken?
Nein? Hm...

Na gut. Dann hat dir Gott wohl einfach mehr Ahnung von dem Zeug gegeben als den Ärzten und Wissenschaftlern...

Diese DROGEN wie du sie nennst, haben einen ähnlichen Aufbau wie Amphetamin. Erklär mir mal, warum Kinder auf Amphetamin ruhig werden! Sonst wird sowas als Aufputschmittel bei Partys genommen.

Also bitte keine hirnrissigen Kommentare mehr zum Thema "Kinder werden mit BETÄUBUNGSMITTELN BETÄUBT". Ecstasy ist auch ein Betäubungsmittel und ich kenne niemanden, den man damit wirklich betäuben oder auch nur ruhiger machen könnte...
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16.10.2008 21:44 Uhr von Spaceman Spiff
 
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AD(H)S ler und betroffene Angehörige: Waren in der Familie auch betroffen, unsere Tochter hatte ADS und war ohne Ritalin unerträglich (Mordgedanken waren mir dabei nicht fremd). Therapeuten und das ganze Gedöns hatten nur die eine Wirkung, dass wir die Leidensgeschichte auswendig erzählen konnten. Besserung: Fehlanzeige
Durch Zufall sind wir auf die Clustermedizin aufmerksam geworden (http://de.wikipedia.org/... http://www.clustermed.com/... jeder denke was er will...).
Auch wenn das als Humbug abgetan wird haben wir eine Diagnose beim Heilpraktiker machen lassen und sowohl ein Toncluster als auch ein Clusterspray bekommen.
Was soll ich groß sagen. Unser Kind war wie ausgewechselt: erträglich, konfliktlösungsorientiert,...
Mittlerweile ist Ritalin seit 4 Jahren abgesetzt und wir wissen trotzdem immer, wenn das Cluster nicht (regelmäßig) genomen wurde.
Lieber ein homöopathisches Mittel als der Drogencocktail...
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16.10.2008 21:53 Uhr von cyrus2k1
 
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Ritalin = Herzinfarkt: Ich finde es unverantwortlich solch ein "Medikament" seinen Kindern zu geben. Auch wenn es sonst schwierig ist. Die Nebenwirkungen sind zu hoch.
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16.10.2008 21:59 Uhr von kati-1712
 
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Man muss halt unterscheiden: zwischen Kindern die wirklich ADHS haben und damit auch wirklich krank sind und zwischen Kindern, die einfach ein wenig zu viel überschüssige Energie haben und wo die Ärzte dann trotzdem ADHS prognostizieren, weil ja ein paar Symptome zutreffen. Den ersteren kann man wahrscheinlich nur mit Medikamenten helfen, den zweiteren mit ein wenig Bewegung.
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16.10.2008 22:58 Uhr von litterman
 
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hmm: @-.-:
Ist kein Wunder das die Pflanzen/Pilze/Bakterien die gleiche Wirkung haben wie die Medikamente dies nebenan gibt... viele der heute eingesetzen Medikamente sind nämlich Naturstoffe, oder Derivate derselbigen, welche Modifiziert wurden um eine bessere Verträglichkeit im Körper (wie bei ASS) oder aber eine bessere Aufnahme (und damit weniger Medikament zu einnehmen) zu gewährleisten...
UNd ja man könnte die Wirkstoffe auch direkt aus den Pflanzen gewinnen... dann wären die Medikamente nur leider um ein vielfaches teurer...

um aufs Thema zu kommen:
Ich glaube man muss hier mal untescheiden zwischen "echten" ADHS-Kindern und solche bei denen es oftmals aus faulheit zur Alternativensuche diagnostiziert wurde...
Dass die Kinder welche an ADHS leiden medikamentös behandelt werden sollten und meist wohl auch müssen (obwohl hier natürlich immer der Mittelweg gefunden werden muss wieviele Medikamente Notwendig sind... ich hab allg. bei Medikamenten den Standpunkt so viel wie nötig, so wenig wie möglich) Das die Kinder durch ein paar Spaziergänge im Wald nicht geheilt werden können ist wohl auch einleuchtend...

Aber Kinder die einige Anzeichen für ADHS zeigen, weil sie einfach durch externe Reize überflutet werden (und hier spielt auch teilweise mangelnde Bereitschaft der Eltern zur vernünftigen Erziehung mit rein, Stichwort Fernseher als Babysitter)
, zu wenig schlafen etc. und deswegen "überdreht" sind, denen kann ein Spaziergang in ruhiger Umgebung bestimmt helfen mal abzuschalten und runterzukommen...
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17.10.2008 08:33 Uhr von mort76
 
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typisch. Die Forscher behaupten doch garnicht, ADHS heilen zu können.
Sie sagen nur, daß Testpersonen auf ihr Ritalin verzichten konnten und raten zum Ausprobieren.
Dieser reflexartige Aufschrei bei allem, was diese Krankheit relativiert, macht einen sehr fadenscheinigen Eindruck.

Ich frage mich: warum gab es das denn in meiner Schulzeit nicht? Woher kommt es, daß das ein Problem DIESER Generation ist, und es das vor gerade mal 15 Jahren so nichtmal im Ansatz gab? Was hat sich in diesem Zeitraum verändert?

Erklärungsansätze:
-es ist wirklich eine Modekrankheit, Eltern können nicht mehr erziehen.

-es liegt an der Ernährung- Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, zu viel Zucker, etc.

-es liegt am Fernsehn und am zocken.

-es liegt an Giften in der Umwelt.

-oder am Schulsystem und Kindergarten.

Tja...
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17.10.2008 08:56 Uhr von calenleya
 
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War es eine Langzeitstudie? Wenn es eine Langzeitstudie war dann ists doch erfreulich. Doch wenn es sich ur um ein paar Wochen oder Monate handelte in denen es getestet wurde vertrau ich nur den Studien die ich selber gefälscht habe;-)
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17.10.2008 09:04 Uhr von kleiner erdbär
 
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@ mort76: alles falsch - es liegt einfach daran, dass es damals noch kein internet gab und auch sonst keine massenmedien in der heutigen form, die dauernd darüber berichtet hätten...

ich bin zb älter als du (ich nehm mal an, 76 ist dein geburtsdatum?!) & ich war ein typisches adhs-kind, nur hieß es - wie ich oben schon schrieb - damals eben nicht adhs, sondern "ungezogene, faule rotzgöre" & der satz, den ich als kind am häufigsten gehört habe war bestimmt "jetzt reiss dich gefälligst mal zusammen, nimm dir mal ein beispiel an XXX (name eines beliebigen anderen kindes einsetzen)" - aber ich KONNTE (nicht wollte!) eben nicht anders sein als ich war, und meine eltern wussten nicht, dass es nicht am "wollen" lag (woher auch?!)...

diese krankheit kann direkt & indirekt betroffenen das leben zur hölle machen & ich finde es eine unglaubliche unverschämtheit, wenn leute, die offenbar keine ahnung haben, daherkommen & so ne gequirlte scheisse erzählen & so vorurteile schüren, die den betroffenen das leben dann noch schwerer machen!!!


(wobei ich es natürlich auch verurteile, wenn ärzte irgendwelche kinder, die einfach nur ein bisschen lebhaft sind, mit medikamenten vollstopfen - aber zwischen "bisschen lebhaft" & adhs liegen welten!)
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17.10.2008 09:41 Uhr von mort76
 
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Erdbär, Nein, `76 ist nicht mein Geburtsjahr, ich bin leider noch etwas älter.
Ich meine, es gab in meiner Kindheit eben auch nicht so viele "ungezogene, faule rotzgören", höchstens eins pro Klasse. Das selbe galt ja auch für dicke Kinder- heute ist die Hälfte der Kinder mopsig geworden, und das eben auch innerhalb von nichtmal 2 Jahrzehnten.

Naja, die Gründe für das, was man heute ADHS nennt, sind wohl weitgefächert und nicht verallgemeinerbar, angefangen von schlechter Erziehung durch Eltern, die dann, wenn das Kind im Brunnen liegt, nach Psychopharmaka schreien bis zu jenen, die wirklich ADHS aus organischen Gründen haben. Dazwichen ist alles möglich.
Eine einheitliche Behandlung oder Generallösung ist dadurch natürlich unmöglich.

Ähnlich ist es ja beispielsweise bei Depressionen: diese beruht eigentlich auf einem Neurotransmittermangel im Gehirn, aber das verhindert nicht, daß man aus anderen Gründen (Schicksalsschläge, Unterforderung etc.) die selben Sympthome zeigen kann, mit den selbern Auswirkungen auf das Leben. Da hilft es den Leuten auch nicht, wenn man sagt: "Ihr habt nix, das ist keine Depression."

So ist das auch bei ADHS: es ist eine Sympthomatik, die vom heutigen Lebensstil begünstigt wird, aber viele Ursachen und Ausprägungen haben kann. Insofern kann man ADHS als Sammelbegriff eines Problemkomplexes und nicht als Diagnose im Sinne einer speziellen Krankheit verstehen.
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17.10.2008 11:13 Uhr von mus
 
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lol: Ich hab ADHS, wie kann man so unverantwortlich sein und seinen Kindern Drogen geben, bei mir klappts auch so und man muss nicht jeden Charakterzug als Krankheit abstempeln.

Ihr seit krank, meine Eltern haben mir genau eine Woche lang Ritalin gegeben bevor die dem Artzt den Scheiss auf den Tisch gehauen haben und mich so ertragen.

Wer das nicht kann sollte sich überlegen ob er sich wirklich darüber im klaren war was es heisst Kinder aufzuziehen.

Ich seh dauernd irgendwelche Pseudo Dokus wo irgendwelche Assozialen Jugendliche Harz4 Empfänger als Opfer dargestellt werden weil sie ADHS haben.

ein großes FUCK YOU an all die die das als Entschuldigung nehmen und die Eltern die zu minderbemittelt sind mit der Krankheit umzugehen.
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19.10.2008 13:43 Uhr von seehoppel
 
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@mus: Ja, man merkt, dass du ADHS hast. Einer der markanten Charakterzüge ist nämlich, dass man ohne entsprechende Kompensation intolerant wird gegenüber allem was nicht der eigenen Meinung entspricht.

Ich hab auch ADHS. Und ich nehm Ritalin. Sonst könnt ich mich in der Uni nicht angemessen konzentrieren. Habs anfangs ohne Medikamente versucht, aber es ging einfach nicht. Was bist du denn von Beruf?
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19.10.2008 14:04 Uhr von cyrus2k1
 
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@seehoppel: Ritalin hat ziemlich starke Nebenwirkungen. Ist dir Studium / Karriere so wichtig das du riskieren willst jung an einem Herzinfarkt zu sterben? Ich würde mir das gut überlegen und vieleicht einen anderen Lebensweg einschlagen bei dem du nicht unter so hohem Druck stehst.
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19.10.2008 15:44 Uhr von seehoppel
 
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@cyrus2k1: Eigentlich stehe ich garnicht unter Druck. Mein Studium macht mir Spaß. Ich brauche das Ritalin lediglich, um mich beim Lernen und in den Klausuren konzentrieren zu können.
Den anderen Lebensweg hab ich schon ausprobiert. Vorm Studium hatte ich eine Ausbildung angefangen, aber dann abgebrochen, da es mir nicht anspruchsvoll genug war und ich mich gelangweilt hab. Deshalb kam dann eben nur Studium in Frage.

Die möglichen Nebenwirkungen von Ritalin sind mir bekannt, allerdings hab ich bisher keine bei mir selbst entdeckt. Und ich bin sogar so weit gegangen, dass ich zuerst zum Kardiologen gegangen bin bevor ich mit der Therapie angefangen hab.

Die Risiken sind bei mir sogar so weit ausgeschlossen, dass die Krankenkasse das Ritalin bezahlen muss, obwohl es bei über 18jährigen eigentlich nicht "zugelassen" ist (allerdings auch nur, weil die Zulassung bisher nicht beantragt wurde).

Außerdem gibt es viel gefährlichere Medikamente als Ritalin. Und die gibts auch noch rezeptfrei. Wenn du mehrmals am Tag eine Aspirin nimmst, kannst du dein Blut damit so weit verdünnen, dass du an einer kleinen Schnittwunde verbluten könntest. Die Vasokonstriktiva in Nasensprays können süchtig machen. 500mg-Tabletten Paracetamol sind angeblich ungefährlich, 1000mg-Tabletten sind dagegen als gefährlich eingestuft und rezeptpflichtig.
Ich könnte dir noch Duzende andere Beispiele nennen.

Ich vergleiche Ritalin eigentlich gerne mit Insulin.
Insulin greift extrem in den Stoffwechsel ein, eine Fehldosierung kann lebensgefährlich sein. Trotzdem würde niemand einem Diabetiker sagen, er soll doch das gefährliche Medikament absetzen. ADHS ist genau so stoffwechselbedingt, es gibt Abweichungen in den Neurotransmitterkonzentrationen. Keine Gesprächstherapie, oder Waldspaziergang oder sonst was, kann diese Konzentration wirksam beeinflussen, daher gibt es momentan keine andere Möglichkeit.

Klar, ich würd auch gerne ohne Medikamente auskommen. Aber so lange die Welt so ADHS-/ADS-feindlich ist, geht es eben nicht anders. Wäre die Welt toleranter, würde das Schulsystem mehr auf ADHS eingehen, ... dann bräuchte man Ritalin gar nicht.

Leider ist es aber so, dass die Welt Leute mit ADHS zwingt, sich der Allgemeinheit anzupassen. Und sobald die Leute mit ADHS das mit der einzig möglichen Methode tun wollen, werden sie überall beschimpft, weil sie "Drogen" nehmen!

ADHS ist keine "Erkrankung" der Menschen, es ist eine Erkrankung der Gesellschaft! Und zwar nicht, weil die Kinder schlecht erzogen sind (was gerne bei ADHS behauptet wird), sondern weil die Gesellschaft in KEINER Weise auf diese Individuen eingeht.

Versetzt euch mal in deren Lage: Ihr habt nirgends Erfolg, "stört" überall nur, alle halten euch für schlecht erzogen oder gar asozial. Ihr könnt euch aber nicht selbst ändern, egal was ihr versucht. Daher greift ihr zu dem einzigen hilfreichen Mittel und werdet dafür dann gerügt.

Manchmal glaube ich, man kann es mit ADHS der Gesellschaft einfach nicht recht machen. Erst soll man sich anpassen und dann wird man fertig gemacht, weil man sich anpassen will.
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22.10.2008 10:19 Uhr von mus
 
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tja: wer nicht den mut hat ein individuum zu sein nimmt halt ritalin und benimmt sich wie alle anderen.

"Ich kann mich nicht selbst ändern" wiwiwiwiwiwi... Wer sich das einredet isses selber Schuld. Ihr seit doch alle nur zu Schwach weil ihr seit ewigkeiten an dem Zeug hängt.
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22.10.2008 10:27 Uhr von seehoppel
 
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@mus: ich bin weiterhin ein individuum das konsequent anders ist als die "normale" gesellschaft...
den mut dazu hab ich schon. das problem ist nur, dass ich in der uni beim lernen eben so keine chance hab was zu erreichen.

ich weiß nicht wie du es schaffst, deinen neurotransmitterhaushalt auszugleichen, aber ich kanns ohne medikamente leider nicht.

und du hast immer noch nicht verraten was du mit deinem adhs denn nun von beruf bist ;-P

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